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Unerwünschte Kanzlerin: Ostdeutsche CDU-Politiker gegen Merkel-Auftritte im Wahlkampf
REUTERS

Angela Merkel ist Ostdeutsche - aber in Sachsen, Brandenburg und Thüringen soll sie keine Rolle spielen. Dortige CDU-Politiker sprechen sich im SPIEGEL gegen Wahlkampfhilfe der Kanzlerin aus.

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schorri 16.02.2019, 10:08
100. Quo vadis, CDU?

Mir sceint, die CDU zerlegt sich gerade selbst.
Zuerst Kauder hinterrcks abserviert.
Dann die Kai-aus-der-Kiste-Aktion der alten (Anden-) Ex-Granden mit Merz.
Dann Merkel auf schon schäbige Weise demontiert. (Man kann zu ihr stehen, wie man will. Aber so eine schofle Aktion muss man erst mal so zelebrieren!)
Und nun die Ost-Populisten, die Merkel mal einfach so demütigen, wie es bisher nur die CSU in ihrer rechtspopulistischen Phase hingebracht hat!
(Und mit "Ostpopulisten meine ich die (Rechts-)Populisten unter den Ost-CDUlern; Rechtspopulisten gibt's selbstredend und leider auch in der Nord-, West-, Nordost- und Südwest-CDU, im Süden und Südosten (CSU) überproportional).
Und diese Leute, die der AFD hinterher-Hecheln, soll man dann auch noch wählen!?

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eswirdbesser 16.02.2019, 10:08
101. Unglaublich

Über Frau Merkel mag ein jeder urteilen wie er will. Aber...es wird immer in den Medien behauptet Deutschland sei gespalten. Hmmm, ich würde sagen es ist zerbrochen, in viele Bruchstücke. Gut, im Alltag sieht alles toll aus, z.B. scheint hier die Sonne, die Menschen gehen friedlich, wohlgenaerht und gut gekleidet umher. Aber das ist die Oberfläche, kommen gewisse Themen auf wird es schnell krass und unversöhnlich. Tja.

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Neustädter_02 16.02.2019, 10:09
102. So?

Zitat von joke61
Noch arroganter ist kaum möglich. Demokratie muss Wiederstand ertragen. Ihnen allerdings scheint eine Monarchie mit Königin Merkel lieber zu sein.
Ich habe Frau Merkel nie gemocht und finde es entsetzlich, dass ich sie seit 2015 ständig gegen den rechten Mob verteidigen muss. Ich würde mir eine andere Regierung wünschen und schon gar keine GroKo, aber die repräsentative Demokratie bundesrepublikanischer Prägung halte ich in der Tat für die beste aller mir bekannten Staatsformen. In Foren nun sehe ich immer wieder Bemühungen, diese Form der Demokratie zu verunglimpfen und "sturmreif" zu schießen. Hier dagegenzuhalten ist Bürgerpflicht und hat nichts mit Monarchismus zu tun!

Und verzeihen Sie mir die Polemik, aber ich glaube, im Osten ist bis heute, dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung, noch nicht angekommen, wie wertvoll die freiheitliche Demokratie, Menschenrecht, Menschlichkeit und Menschenwürde für ALLE Bewohner dieser Republik sind. Deshalb meine harsche Ausdrucksweise...

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fletcherfahrer 16.02.2019, 10:12
103. Da haben Sie ja Recht.

Zitat von bammy
Danke. Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Ich würde sogar weiter gehen, das jeder dann mal sein Anspruchsdenken prüfen sollte. Dinge die eigentlich Luxus sind, werden als selbstverständlich und für uns Deutsche als Gottgegeben angenommen. Der Satz von Frau Merkel stimmt nun mal, das es Deutschen nie so gut ging, wie heute. Sind wir uns denn täglich bewusst, wie gut es wir haben? Es werden nun jährlich eine Billion Euro in unseren Sozialsystemen bewegt. Genauso viel geben wir für unseren Urlaub aus und verteidigen standhaft unsere Reiseweltmeisterschaft. Ich bin nun 52J, musste nie in den Krieg, nie hungern und hatte immer ein Dach über den Kopf und war immer medizinisch versorgt. Der Rest ist doch Luxus. Smartphones, Playstation, Auto, Computer. Mal läuft es besser, mal weniger. Aber insgesamt beneiden uns Milliarden von Menschen. Und die angeblich schlechteste Bundeskanzlerin hat daran ihren Anteil. Ansonsten vergessen auch viele, das die BRD ein föderaler Staat ist.
Aber was hat das mit Merkel zu tun?

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Poli Tische 16.02.2019, 10:12
104. Feigheit vor dem Feind.....

....wird meist nicht belohnt. Es soll ja in den neuen Bundesländern auch noch vernünftige Menschen geben, die auf Angela Merkel stolz sind. Nicht jeder/jede wurde von der kollektiven DDR-Erziehung so geprägt, dass er mit einer Demokratie nicht umgehen kann. Auf diese
ewig Gestrigen würde ich als Parteiverantwortlicher im Osten pfeifen.
Etwas mehr Rückgrat meine Herren.

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burlei 16.02.2019, 10:14
105. Reicht es nicht langsam mal?

Wie weit will sich die CDU denn vor dieser kleinen Gruppe verbiesteter Schreihälse noch bücken? Wie weit will die Bundes-CDU gehen und ihren Landesgruppen den geistigen Zusammenschluss mit den Rechten genehmigen? Aber jetzt rächen sich die Fehler der letzten 30 Jahre. Es reicht eben nicht, Probleme nur mit Geld zuzukleistern und die Bevölkerung im Regen stehen zu lassen. Das kann man so ähnlich in den westlichen Ländern machen (allerdings werden hier die Probleme einfach offen gelassen), aber hier im Osten fehlen die Grundwerte der Demokratie. Als in Dresden die ersten Schreihälse rumschlurften hat die CDU weiter gepennt, tief und fest. Dann kam man auf die glorreiche Idee, deren "Sorgen ernst zu nehmen". Damit hatte man die AfD an der Backe, die keinerlei mit Berührungsängste mit Neonazis und Rechtsextremen aufweist, nach und nach von diesen übernommen wird. Jetzt schließen nach guter alter Tradition AfD und Nazis "die Reihen fest" und lassen ausgerechnet die Schwarz-Rot-Goldene Fahne, das Zeichen für die Demokratisierung Deutschlands zum Hohn für alle Demokraten "voran flattern". Und die CDU? Sie duckt sich und buckelt und will nicht, dass die Kanzlerin dort auftritt. Man kapituliert vor einer kleinen, widerlichen Minderheit. Wenn man sich nicht traut, die eigene Polizei gegen die Nazis auflaufen zu lassen, weil diese größtenteils wohl von den Rechten unterwandert ist - warum holt man sich nicht ein paar Tausend Beamte aus den westlichen Bundesländern? Dazu noch Hartmut Dudde als Polizeiführer und ein paar hundert Richter und dann ist der Spuk verschwunden. Notfalls muss man das GG ändern (macht man ja gerne) und den Ländern genehmigen, aus der Bundesrepublik auszuscheren. Dann können sich diese Länder sogar einmauern und ihre Grenzen für alle und alles schließen. Sogar für Vernunft und Menschlichkeit.

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zaccata 16.02.2019, 10:15
106.

Zitat von parmenides2
Von zehn Leuten, mit denen ich rede, schätzt vielleicht einer die Merkel. Ich denke, dass hier auch die Umfragen den Stellenwert früherer Wetterprognosen haben. Da ist bei vielen Medien der Wunsch Vater des Gedanken.
Was hat das schon zu sagen? Nichts! Von zehn Leuten, mit denen ich rede, schätzten neun Merkel. Aber das ist ebenso wenig repräsentativ wie Ihre Einschätzung.

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löwenzahn3 16.02.2019, 10:20
107. Beliebteste?

Wie wäre es mit einen Satz wie "Sie ist auch in der CDU nicht mehr unangreifbar" gewesen. Jeder hat inzwischen diese Tatsache mitbekommen. Sie ist nicht aus Spaß als Parteivorsitzende zurückgetreten.
Aber der Spiegel verkauft uns die Kanzlerin als beliebteste Politikerin. Ich bezweifle inzwischen diese ganzen Umfragen. Meine persönlichen Erfahrungen schneiden sich so mit diesen Ergebnissen. So gut wie keiner findet Merkel noch gut (mein Umfeld).

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zaccata 16.02.2019, 10:21
108.

Zitat von Neustädter_02
Der schlechteste Kanzler nach dem Krieg war Helmut Kohl. Er hat uns die Vereinigung mit Leuten eingebrockt, die anscheinend ein paar Grundprinzipien der repräsentativen Demokratie nicht verstanden haben, keine Distanz zu Rechtsradikalen halten und in der Öffentlichkeit hauptsächlich durch ausländerfeindliche Sprüche, Nostalgie und Jammerei auffallen - die "schweigende Mehrheit" ausdrücklich ausgenommen, obwohl sie den rechten Auswüchsen ja mal etwas entgegenstellen könnte. Ein guter Kanzler zu Kohls Zeiten hätte die Mauer stehen lassen. Dann kämen "drüben" keine Flüchtlinge rein und die Hutbürger blieben unter sich. Und aufrechten Demokraten hätte die Bundesrepublik selbstverständlich politisches Asyl bieten können.
So ist es! Kohl hat das alles verbockt. Der musste die "Wiedervereinigung" auf Teufel komm raus durchziehen, um sich in die Geschichtsbücher zu bringen. Der Preis dafür war gewaltig - in jeder Hinsicht. Und Fehler wurden gemacht, die werden wir noch in Hundert Jahren spüren. Was alleine die Treuhand alles verbockt hat...

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birdie 16.02.2019, 10:21
109. Ûndank ist der Lohn von Kleingeistern.

Und von Trollen, die geradezu fanatisch Merkel-bashing wie auf Kommando betreiben. Dass die Bundeskanzlerin in ihrer stillen und immer diplomatischen Haltung Deutschland sicher durch schwierigste Zeiten geführt hat, wird hier im Forum auffallend oft mit unsubstantiierten Phrasen verdrängt. Denn konstruktives Nachdenken scheint weh zu tun. Ergo: wichtig tuerisches lärmen ist einfacher und macht zudem auch noch Spass.

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