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Unerwünschte Kanzlerin: Ostdeutsche CDU-Politiker gegen Merkel-Auftritte im Wahlkampf
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Angela Merkel ist Ostdeutsche - aber in Sachsen, Brandenburg und Thüringen soll sie keine Rolle spielen. Dortige CDU-Politiker sprechen sich im SPIEGEL gegen Wahlkampfhilfe der Kanzlerin aus.

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fördeanwohner 16.02.2019, 13:13
140. -

Zitat von Neustädter_02
Vielen Dank für diese Bestätigung! Wie ich in einem anderen Beitrag schon schrieb: Sie sind eine Stimme der Vernunft in den SpOn-Foren. Ich stimme Ihnen auch zu, dass es zu wenige Foristen gibt, die das Grundgesetz und die Menschenrechte entschieden verteidigen. Aber ich fürchte, selbst wenn es mehr wären, würde es nicht wesentlich leichter werden, den Rechten das Wasser abzugraben. Sie bieten nunmal scheinbar einfache Lösungen für hoch komplexe Probleme und haben deshalb eine so große Anziehungskraft für die schlichteren Gemüter und die Stammtische.
D'accord! Bewirken kann man bei denjenigen, die wirklich rechts sind und Probleme mit komplexen Sachverhalten haben, durch Beiträge in Foren nicht viel. Jedoch darf man m.E. Flagge streichen und ihnen komplett das Spielfeld überlassen. Tun wir das, trauen sich weitere Leute raus und richten noch mehr Unheil an.
Ich denke, dadurch, dass man mehr oder weniger akzeptiert hat, dass z.B. windige SPD-Mitglieder fremdenfeindliche Bücher öffentlich an den Mann bringen und CSU-Politiker fremdenfeindliche Reden schwingen durften, hat man den Teppich ausgerollt für die rechtsausläufer der AfD und andere fremdenfeindliche Bewegungen wie Pegida usw.
Mir geht es nicht ums Verbieten, sondern darum, Gegenwind zu produzieren. Und wenn Menschen schon nicht von ihren fremdenfeindlichen Ansichten abrücken wollen, dann muss man eben pragmatisch darangehen, die Verbreitung kleinzuhalten. Meinungsfreiheit - ja, Meinungen per se akzeptieren - nein. Sobald es um die Herabsetzung und Demütigung anderer Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Kultur, Religion geht, muss die Akzeptanz aufhören. Dann ist massive Widerrede angesagt, finde ich.

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spon_4790321 16.02.2019, 13:29
141. Ihr Beitrag ist grundsätzlich falsch. Wer nach ca. 30 Jahren Wiederver

Zitat von fördeanwohner
Das zu einfach dargestellt. So, wie Sie es schreiben, könnte man vermuten, irgendwelche interessierten Gruppierungen hätte das alles absichtlich gemacht und herbeigeführt. Das trifft aber keineswegs zu. Vielmehr sind die 42 Jahre DDR "schuld", wenn man so will. Der Staat wurde systematisch heruntergewirtschaftet, weil man partout nicht einsehen wollte, dass der real-existierende Sozialismus so nicht funtkionieren kann. Als die grenzen offen waren, musste man erst einmal eine Bestandaufnahme machen, die Jahre dauerte. Jahre, in denen sich die engagierten und gut ausgebildeten Menschen in den Westen aufmachten, Jahre, in denen man Funktionäre, die verantwortlich für das Chaos waren, loswerden musste und notwendigerweise durch kompetenteres Personal, das es so nur im Westen gab, ersetzen musste ... Ja, mag sein, die Wiedervereinigung war falsch. (Finde ich zwar nicht, aber sei's drum.) Aber es dauert erfahrungsgemäß immer mindestens genauso lang, ein Chaos zu beheben, wie es gedauert hat, es entstehen zu lassen. Und wir sind noch nicht bei diesen 42 Jahren angelangt.
einigung das deutsche Volk in 1. und 2. Klasse einstuft handelt weder sozial gerecht noch menschlich. Die Menschengruppe 1. Klasse in Deutschland besteht aus den Reichen, Vermögenden, Beamten, Besserverdienenden und Politikern, geschätzte 9 Millionen deutsche Mitbürger plus Familienangehörige. Sie beteiligen sich NICHT an das Sozialsystem, zahlen nicht ein in die gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen. Im Gegensatz zu unseren westlichen Nachbarländern, wo nachweisbar die Schere zwischen und arm und reich recht klein ist. Nach Abzug des Mietzuschusses bekommen z.B. die Rentner in den Niederlanden, siehe Fakt Quelle: "1 100 Grundrente in Holland seit 2011." zum Leben. In Deutschland heute nur 424 Euro zum Leben, ist das sozial gerecht? Ähnlich sieht es mit den Bedürftigen aus. Die Länder, wo die Lebenshaltungskosten ca. 30% höher sind, wie z. B. Dänemark, Norwegen erhalten Die Rentner eine Grundrente von 1 600 Euro nach Abzug der Miete zum Leben. Wenn Sie der Meinung sind, die DDR ist Schuld nach ca. 30 Jahren für diese heutige Politik der Regierenden in Deutschland, dann ist ihre Meinung falsch. Unsere Bürger haben auf keinen Fall weniger geleistet als die Menschen in den alten Bundesländern.

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playintime 16.02.2019, 13:29
142.

Zitat von kreuzschnabel
Nur zu, in den Landstrichen mit besonders hohem AFD-Wähleranteil bekommt man Immobilien fast geschenkt. Aber womöglich mag man dort keine Zugezogenen.
Das Problem ist nicht, dass die Menschen da keine Zugezogene mögen. Viel mehr dass keine dahin ziehen will wo kein Laden mehr im Ort ist, kein Arzt da, kein Bus in den Nachbarort fährt, wo nur Mindestlohn gezahlt wird, der auch nur dort wo der Chef nicht tricksen kann und wenn überhaupt noch Arbeit gibt. Viel mehr wollen,die sich das leisten, können auch noch diese Orte mit den billigen Immobilien verlassen. Könnte ein Grund für AfD Wähleranteil sei, auch wenn ich das auch nicht verstehe.

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ancoats 16.02.2019, 14:01
143.

Zitat von simonweber1
aber das ist großer Unsinn. Im westlichen Teil dieses Landes wurde die Nazivergangenheit noch weniger aufgearbeitet. Bis zu Zeiten H. Kohl als Bundeskanzler gab es 26 ehemalige zum Teil hochrangige NSDAP ler, die in Funktionen als Staatssekretär oder Minister in den jeweiligen Kabinetten vertreten waren. Dazu hatten wir so einen"schillernde" Ministerpräsidenten wie Filbinger, oder unter Adenauer einen Staatsminister namens Globke, der in Abwesenheit in einem Land zum Tode verurteilt und in Frankreich zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde. Deshalb durfte Globke bei Staatsbesuchen nach Frankreich Adenauer nie begleiten. Solche "Naziführungsfiguren" konnten sie im DDR System in leitenden Funktionen dankenswerterweise nicht finden.
Da irren Sie gewaltig. Machen Sie sich bitte einmal kundig, wie die frühe DDR-Führung mit der Nazivergangenheit in ihren Reihen umgegangen ist. Im real existierenden Sozialismus durfte mindestens genau so wenig sein, was nicht sein durfte, wie in der frühen Bundesrepublik. Die DDR hat es nur noch besser bzw. länger unter dem Deckel gehalten als die alte BRD.

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Jörg-Detlef 16.02.2019, 14:10
144. Ohne Frau Dr. Merkel wird’s eng.

Noch steht ja eine Frau Annegret Kramp-Karrenbauer beim Wählervolk ziemlich hoch im Kurs, im Osten weitaus höher als die Kanzlerin. Der Stern der neuen Parteivorsitzenden wird aber bald verblassen. Sie hat sich rhetorisch zu weit vorgewagt im Versuch, an die AfD verlorengegangene Wähler zurückzugewinnen. Ihre Bekundungen sind allzu opportunistisch, lassen ein fundiertes Politikkonzept nicht erkennen. Zwar wird das christliche Menschenbild, mit welchem die Kanzlerin zu argumentieren pflegt, im Osten kaum vermisst werden, jedoch wird die erzkatholische Sicht auf die Dinge, welche der neuen Anführerin zu eigen ist, dort nicht auf Dauer begeistern, dies übrigens auch nicht in den alten Bundesländern.

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playintime 16.02.2019, 15:03
145.

Zitat von ancoats
Da irren Sie gewaltig. Machen Sie sich bitte einmal kundig, wie die frühe DDR-Führung mit der Nazivergangenheit in ihren Reihen umgegangen ist. Im real existierenden Sozialismus durfte mindestens genau so wenig sein, was nicht sein durfte, wie in der frühen Bundesrepublik. Die DDR hat es nur noch besser bzw. länger unter dem Deckel gehalten als die alte BRD.
Ach so? Nennen sie mir mal mindestens einen ehemaligen DDR Minister mit Nazi Vergangenheit. Sicher gab es auch da Menschen mit Nazi Vergangenheit, dürften sich aber nicht enttarnen lassen, und schon gar nicht wurden sie zum Minister ernannt.

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carlitom 16.02.2019, 15:23
146.

Zitat von parmenides2
diese Art der Geschichtsklitterung ist genau das, was viele so wütend macht.
Ist das jetzt das neue Wort der Rechten für Fakten? Klar passt Ihnen das nicht, aber dass Merkel keine Grenzen geöffnet hat, erschließt sich jedem denkenden Menschen. Sie dürfen gerne vors Verfassungsgericht ziehen und sich das bestätigen lassen.

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