Forum: Politik
Unerwünschte Kanzlerin: Ostdeutsche CDU-Politiker gegen Merkel-Auftritte im Wahlkampf
REUTERS

Angela Merkel ist Ostdeutsche - aber in Sachsen, Brandenburg und Thüringen soll sie keine Rolle spielen. Dortige CDU-Politiker sprechen sich im SPIEGEL gegen Wahlkampfhilfe der Kanzlerin aus.

Seite 2 von 15
sl2019 16.02.2019, 08:35
10. Besser so

Es ist ein Grundsatz deutscher Politik "häßliche Bilder" zu vermeiden.
Wir sind bunt, multikulturell und glauben an den Klimawandel. Der ungläubigen, kleinen, aufsässigen Minderheit im Osten darf keine Bühne geboten werden.

Beitrag melden
Polemski 16.02.2019, 08:37
11. Rückgrat?

Mal abgesehen davon, was alles in der Überschrift mitschwingt (sind etwa westdeutsche Politiker überall im Westen beliebt?) erfährt man erst im Artikel, dass die Herren wohl einfach die Angst vor den Reaktionen der AfD-Anhänger haben. Wenn die CDU die infantilen Reaktionen einer dauerbeleidigten Minderheit nicht mehr aushält, warum sollte man die noch wählen?

Beitrag melden
peter.di 16.02.2019, 08:40
12. Wahlkampfhilfe der Kanzlerin

"Dass sie in den ostdeutschen Bundesländern nicht auftreten soll, liegt vor allem an den Erfahrungen der CDU mit aggressiven Gegendemonstrationen des AfD-Milieus im Bundestagswahlkampf."

++

So etwas würde doch nur die AfD als diskussionsunfähig entlarven und die Wichtigkeit unterstreichen, die AfD nicht mächtig werden zu lassen.

Ich vermute daher ja eher, der Grund dafür, dass die CDU-Politiker sich gegen Wahlkampfhilfe der Kanzlerin aussprechen ist der, dass die Kanzlerin vielleicht doch nicht so sehr beliegt ist und daher eine Wahlhilfe der Kanzlerin keine für die CDU wäre.

Nur meine Vermutung als jemand, der die AfD aus vielen Gründe für unwählbar hält und die CDU vor allem wegen Merkel für unwählbar hält.

Beitrag melden
nach-mir-die-springflut 16.02.2019, 08:45
13. Angela, geb. 1954, Marienwerder

Dass die Polen keine deutschen Politiker auf ihrem Territorium wollen, die Wahlkampf für Mitteldeutschland machen, ist verständlich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Marienwerder

Beitrag melden
BellSouth 16.02.2019, 08:47
14. Kollektives Versagen!!!!

Es ist erstaunlich, dass das komplette Versagen einer Partei erst dann zum Vorschein kommt, wenn das angebetene und wählerstimmen bringende Götzenbild verblasst! Merkel als allein Schuldige anzuprangern ist absurd, egal ob man sie mag oder nicht. Es ist immer der gleiche Ablauf, ob Kohl, Schröder oder Merkel und wer auch immer, götzenhafte Unterwerfung im Erfolg, Denunziantentum wenn das Götzenbild erblasst und man einen schuldigen sucht! Man macht es sich immer wieder sehr einfach und vergisst dabei sein eigenes Versagen wie auch Schuld und Verantwortung am Versagen! Und wenn es man dann noch immer nicht ausreicht, dann, Beispiel AfD, sucht man weiter nach dem Schuldigen!!!! Mir wird Angst um unsere Kinder und diesem Land! Das diese Tollhaustruppe, egal ob CDU/CSU, SPD, FDP usw. Deutschland nicht mit Verstand in die Zukunft führt, dass wird immer offensichtlicher!

Beitrag melden
tecdetai 16.02.2019, 08:49
15. Nun

mal zur beliebteste Politikerin Auszug ---- Merkel ist zwar nicht mehr CDU-Bundesvorsitzende, aber noch immer die beliebteste Politikerin in Deutschland --- Ende.
Es kommt immer auf die Fragestellung oder Vergleich an.
Wenn zum Beispiel die Frage gestellt würde -
Wenn halten sie für die bessere Kanzlerin/Politikerin ?
- A. Merkel
- A. Nahles
- C. Roth
- KGE
- VdL

Wäre die Antwort doch sehr einfach, 63% für Merkel.
Merke es kommt immer auf die Fragestellung an, wobei das ---zwar ---
mehr aussagt als der Rest.

tec

Beitrag melden
parmenides2 16.02.2019, 08:50
16. Regel Nr 1

Zitat von peter.di
"Dass sie in den ostdeutschen Bundesländern nicht auftreten soll, liegt vor allem an den Erfahrungen der CDU mit aggressiven Gegendemonstrationen des AfD-Milieus im Bundestagswahlkampf." ++ So etwas würde doch nur die AfD als diskussionsunfähig entlarven und die Wichtigkeit unterstreichen, die AfD nicht mächtig werden zu lassen. Ich vermute daher ja eher, der Grund dafür, dass die CDU-Politiker sich gegen Wahlkampfhilfe der Kanzlerin aussprechen ist der, dass die Kanzlerin vielleicht doch nicht so sehr beliegt ist und daher eine Wahlhilfe der Kanzlerin keine für die CDU wäre. Nur meine Vermutung als jemand, der die AfD aus vielen Gründe für unwählbar hält und die CDU vor allem wegen Merkel für unwählbar hält.
Die AfD ist an allem schuld.
Regel Nr. 2:
Ist die AfD mal nicht schuld, tritt sofort Regel Nr. 1 in Kraft.

Würde ich mal zufällig in eine Wahlkampfveranstaltung Merkels geraten, wünschte ich mir nur, dass ich genügend faule Eier bei mir hätte.

Beitrag melden
xxgreenkeeperxx 16.02.2019, 08:51
17. Schritt in die richtige Richtung

und kann meiner Meinung nach durchaus hilfreich sein, muss es aber nicht. Ein Rücktritt als Bundeskanzlerin wäre meiner Meinung nach viel wirksamer. Auch Mr. Cameron hatte sich damals eine Unterstützung von Frau Merkel für den EU-Verbleib verbeten, genutzt hat es ihm wenig. Die Abstimmung für den Brexit viel zwar denkbar knapp aus aber das befürchtete Ergebnis kam trotzdem zustande. Zu sehr sind die getroffenen politischen Entscheidungen in Deutschland mit der Person Merkel verbunden, als das ein Fernbleiben von Frau Merkel im Wahlkampf die Menschen im Osten wieder in Richtung CDU treiben könnte. Lieber probieren sie erst mal die ihnen angebotenen Alternativen, egal was danach kommt. Daran haben auch die Medien ihren Anteil, wenn sie Frau Merkel immer wieder gerne zur beliebtesten Politikerin Deutschlands erklären. Für mich hat das schon eine Trumpsche Qualität, zu dessen Amtseinführung "seiner Meinung nach" ja auch mit Abstand die meisten Menschen vor Ort ihm zujubelten. Die Wahrheit sieht für mich zumindest im Osten leider vollkommen anders aus und ist für mich auch eine der Ursachen an der Glaubwürdigkeit der ÖR stark zu zweifeln, und dafür deshalb nur das vom Staat geforderte Zwangsabgabegeld auszugeben, nicht einen einzigen Cent mehr. Solange sich die CDU nicht vollständig von Frau Merkel löst und damit einen wahren Neuanfang startet bin ich sehr skeptisch was die Erfolgsaussichten in den kommenden Wahlen für die CDU betrifft.

Beitrag melden
Knacker54 16.02.2019, 08:51
18. Nicht zu fassen,

dass Parteifreunde der Bundeskanzlerin auf die Wahlkampfhilfe eben dieser Bundeskanzlerin verzichten wollen. Was ist mit denen los? Warum meinen die, auf das Wuchern mit diesem bedeutenden Pfund verzichten zu können? Noch dazu, weil ja Merkel eigentlich "eine der ihren" ist. Ich verstehe das wirklich nicht. Es zeugt schon von einer merkwürdigen (unterstellten) Zuneigung der Parteifreunde in Sachsen, hier vertreten durch den Landtagspräsidenten in Dresden, Matthias Rößler, gegenüber ihrer langjährigen Parteivorsitzenden und unser aller Bundeskanzlerin. Woran mag das bloß liegen? Offensichtlich sind sie in Sachsen der Meinung, dass ein gemeinsamer Wahlkampfauftritt Angela Merkels mit ihrem MP Michael Kretschmer dessen unbestreitbar vorhandenem Charisma schaden könnte. Das verstehe, wer will.
Wer in diesem Kommentar Ironie gefunden hat, darf sie gerne behalten.

Beitrag melden
Neustädter_02 16.02.2019, 08:54
19. Sorry, aber...

Zitat von spon-facebook-10000213139
Macht Sinn, den schlechtesten Kanzler nach dem Krieg nicht einzuladen.
Der schlechteste Kanzler nach dem Krieg war Helmut Kohl. Er hat uns die Vereinigung mit Leuten eingebrockt, die anscheinend ein paar Grundprinzipien der repräsentativen Demokratie nicht verstanden haben, keine Distanz zu Rechtsradikalen halten und in der Öffentlichkeit hauptsächlich durch ausländerfeindliche Sprüche, Nostalgie und Jammerei auffallen - die "schweigende Mehrheit" ausdrücklich ausgenommen, obwohl sie den rechten Auswüchsen ja mal etwas entgegenstellen könnte.

Ein guter Kanzler zu Kohls Zeiten hätte die Mauer stehen lassen. Dann kämen "drüben" keine Flüchtlinge rein und die Hutbürger blieben unter sich. Und aufrechten Demokraten hätte die Bundesrepublik selbstverständlich politisches Asyl bieten können.

Beitrag melden
Seite 2 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!