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Ungarn: Aufstand gegen Orbáns "Sklavereigesetz"
DPA

Tausende Ungarn demonstrieren seit Tagen gegen die gesetzliche Erhöhung der Überstunden. Die Orbán-Regierung sieht hinter den Protesten "Provokateure", "ausländische Straftäter" - und den US-Börsenmilliardär Soros.

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Jürgenio 17.12.2018, 18:38
30. Wer steckt hinter den Protesten

Zitat: Hinter den Protesten stünden "Provokateure", "ausländische Straftäter", eine "kleine, aggressive Minderheit", der US-Börsenmilliardär George Soros und Leute, die Ungarn mit "Migranten überschwemmen" wollten

Laut neuesten Erkenntnissen verschiedener Quellen, werden die Protestanten von Marbewohnern manipuliert, es scheint sich um Anti Ungarn Masianer zu handeln....

Im Ernst, es sind halt immer die anderen schuldig, selber einzusehen, was man für einen Mist macht, scheint heutzutage eher out zu sein!

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jujo 17.12.2018, 18:41
31. ....

Zitat von Rechtschreibprüfer_der
Wieso Sklavengesetz? Das Zahlungsziel wird lediglich gestreckt. Ungarn als kleines 10Mio-Land hat nur die beiden Optionen: entweder Zuwanderung oder Überstunden...
Zuwanderung? Orbans Regierung müßte erstmal dafür sorgen, das nicht noch mehr qualifizierte Menschen abwandern!
Unser Arzt hier in Schweden ist Ungar, ein sehr tüchtiger Internist.
Meine Frau als Ungarin hat hier viele Kontakte zu Ungarn und selbst noch enge Beziehungen dorthin. Noch vor drei Jahren hätte sie daran gedacht, wenn mir etwas passiert, nach Ungarn zurückzugehen. Jetzt denkt sie nicht mehr daran. Die Gesundheits- und Altenversorgung ist nur gruselig zu nennen. Da herrschen hier in Schweden dagegen paradiesiche Zustände.
Mitleid mit den Ungarn ist nur beschränkt angezeigt. Wenn ca zweidrittel Orban gewählt haben, müssen sie jetzt mit seiner Politik leben.

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Nubari 17.12.2018, 18:44
32. Sackgasse

So arbeitnemerfeindlich das Überstundengesetz ist, so sehr löst es das Problem nicht: Abwanderung plus zunehmender demografischer Überalterung. Man darf gespannt sein, was Orban noch so einfallen wird, um der Lösung des Problems aus dem Weg zu gehen. Unvorstellbar dass Orban den richtigen aber schwierigen Weg einschlägt und Zuwanderung zulässt.

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swandue 17.12.2018, 18:45
33.

Zitat von pnegi
Und schliesslich Soros... Nun, ich weiss nicht ob SPON es schon getan hat, auf jeden Fall haben es die Französischen Medien sowie sogar die BBC in London getan. Sie haben berichtet, dass hinter den Gelbwesten kein geringerer als Putin persönlich stehe. Also... Vergleichen wir also mal...
Der Tunichtgut in Moskau unterstützt zweifellos ohne irgendwelche Skrupel alle, auch Rechtsextremisten, die geeignet erscheinen, für Unruhe in Westeuropa zu sorgen. Aber die Macht gestehe ich dem nicht zu, dass nur wegen ihm Tausende in Frankreich auf die Straße gehen - Genauso wenig wie nur wegen Soros Tausende in Ungarn.

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schelmchen 17.12.2018, 18:49
34.

Toller Patriot, beutet ganz vaterlandliebend seine eigene Bevölkerung aus. Mit so einer Aktion drückt er auf Dauer die Löhne in der EU schimmer als 10 Millionen Wirtschaftsmigranten, vorallem weil Seine Spezis ganz patriotisch die gleiche Schiene Jahren.

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haarer.15 17.12.2018, 18:52
35. Jeder sollte wissen, was rechtskonservativ bedeutet

Zitat von p-rich
Wer rechtskonservativ wählt, der bekommt auch rechtskonservative Politik. Darunter auch arbeitgeberfreundliche Gesetze. Das Kapital und rechte Parteien haben sich schon immer wunderbar verstanden. Warum soll das in Ungarn anders sein?
Ja. Aber das begreifen die Leute immer erst dann, wenn es zu spät ist. Auch für Ungarn gilt das schöne Sprichwort, die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selbst.

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oldsack 17.12.2018, 18:52
36.

Warum werden jetzt nicht die die diesen Nationalisten gewählt haben zu Verantwortung gezogen??.......da habt ihr jetzt den "Salat" frisst ihn selber!.So was sollte man in Deutschland einführe dann würden sich die Leute gut überlegen Wehm Sie ihre stimme geben würden!Mit gehangen mit gefangen!

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jennerwein 17.12.2018, 19:00
37. Soros schürt prinzipiell in Konfliktsituationen

Die einzige Legitimation, welche Soros hat, sind seine Milliarden. Mag man zu Orban stehen wie man will: er wurde demokratisch gewählt. Diese Fachkräfteflucht, auch in der Höhe, teilt sich Ungarn so gut wie mit allen postkommunistischen Ländern. Wenn von den Fachkräften, die durch die Mithilfe Ungarns solch gute Arbeitsplätze in der Industrie haben, kann das doch wohl nicht schlimm sein, seinem Vaterland etwas zurückzugeben. Z.B. durch - bezahlte - Überstunden. Andere Ungarn wären froh, überhaupt Arbeitsplätze zu haben.

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geotie 17.12.2018, 19:02
38.

Zitat von Michael3770
2018 haben wir 220 Arbeitstage, der § 3 S. 2 ArbZG, von dem nur in ganz außergewöhnlichen Fällen abgewichen werden darf, bestimmt, dass die tägliche Arbeitszeit von Arbeitnehmern – leitende Angestellte ausgenommen – maximal zehn Stunden beträgt. Zehn Stunden minus übliche 8 Stunden macht 2 (Über)Stunden pro Tag, zusammen 440 im Jahr 2018. Noch Fragen?
Was für eine Feststellung! Mein Geld habe ich bis auf wenige Ausnahmen immer zur Mitte des nächsten Monats bekommen. Die ersten 2 Stunden mit 25% und danach mit 35% vergütet. Noch Fragen?

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jujo 17.12.2018, 19:03
39. ....

Zitat von Nubari
So arbeitnemerfeindlich das Überstundengesetz ist, so sehr löst es das Problem nicht: Abwanderung plus zunehmender demografischer Überalterung. Man darf gespannt sein, was Orban noch so einfallen wird, um der Lösung des Problems aus dem Weg zu gehen. Unvorstellbar dass Orban den richtigen aber schwierigen Weg einschlägt und Zuwanderung zulässt.
Zuwanderung kann ich mir schon wegen der Sprachprobleme nur vorstellen mit Leuten der ungarischen Minderheit aus den angrenzenden Ländern. Warum aber sollten die das tun? Um vom Regen in die Traufe zu kommen!
Die Ungarn im arbeitsfähigen Alter, die wir hier in Schweden, auch im Sprachkurs kenngelernt haben sind alle (!) gut integriert, haben Arbeit. Denen geht es gut.
Das gilt auch für Menschen anderer Nationalitäten.
Eines muß man bedenken, Es verlassen in der Regel nur die besseren ihre Heimat als Arbeitsmigranten. Die Luschen die zuhause scheitern scheitern in der Regel auch in der Diaspora.

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