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Ungarn: Flüchtlinge durchbrechen Barrikade - und laufen auf der Autobahn
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Im ungarischen Erstaufnahmelager Röszke hat es erneut einen gewaltsamen Zusammenstoß gegeben. Obwohl die Polizei Pfefferspray einsetzte, konnte sie eine Gruppe von Flüchtlingen nicht vom Marsch nach Budapest abhalten.

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urknallmarinchen@yahoo.de 07.09.2015, 20:07
1. Orban sollte mal aus Brüssel strikte Anweisungen bekommen

Falls Ungarn schon zu stark belastet ist, sollte wenigstens eine menschenwürdige Weiterreise der Flüchtlinge unterstützt werden.

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NicksAlleVergeben 07.09.2015, 20:18
2. Fragen und Gedanken

Viele Foristen hier und in anderen Foren fragen, ob die Flucht vor (Bürger-)Krieg nicht per definitionem dort endet, wo der Krieg nicht mehr vorherrscht. Einfach ausgedrückt:
Wo kein Krieg herrscht, kann man nicht vor ihm fliehen.
Dieser Gedankengang ist ebenso banal wie zutreffend. Wohl auch daher habe ich niemals, ob bei SpOn, Focus oder sonstwo eine brauchbare Antwort auf diese Feststellung gelesen.
Wenn nun Menschen ihr Leben retten konnten, indem sie in ein kriegsunversehrtes (oft sogar ein kulturell und sprachlich naheliegendes Nachbar-)Land flohen, wie können sie dann weiter vor dem Krieg fliehen? Oder hat sich nun der Charakter der Flucht geändert?
Von dem Moment an, von dem eine Flucht keine mehr vor dem Krieg ist, ist es eine Flucht vor den Bedingungen, vor der Situation. Das mag an mangelnden Perspektiven liegen, mangelnder Akzeptanz. Es mag an mangelndem Geld liegen. An fehlender sozialer Bindung durch nicht vorhandene „Exklaven“ eigener Landsleute. Ich halte auch diese Fluchtgründe für legitim, wenn auch nicht für asylrechtlich relevant. Daraus folgt:
Eine nun fortgesetzte Flucht ist, wenn die eigentliche Flucht vor Krieg erfolgreich war, eine Flucht in bessere Bedingungen, in bessere Perspektiven, in eine ausgeprägtere „Willkommenskultur“, in mehr Geld (ja!) und soziale Strukturen – die manchmal in Parallelwelten mündet, siehe das teilweise katastrophale Ergebnis von Flüchtlingen aus den Achtzigern aus dem Libanon. Aber auch mich beunruhigt das.
Diese Flucht endet erst dann, wenn alle o.g. Punkte maximalst erfüllt sind. Allen Unkenrufen zum Trotze bleiben die höchstbelasteten Länder daher Deutschland und Schweden. Hier werden die Anziehungsgründe am besten bedient. Oder warum sollte ein Syrer/Albaner/egal aus Österreich nach Deutschland oder Schweden weiter? Was treibt einen Eritreer aus Frankreich nach England? Das Wetter ist es nicht.
Es ist nicht die Flucht vor Krieg, sondern der Wille nach einem besseren Leben, der Europa vor unlösbare Probleme stellt.
Ich bin ein rational denkender Mensch. Sicher nicht der klügste Vertreter.
Beim Anblick des Photos des am Strand liegenden Aylan Kurdi habe ich geweint. Mein jüngster Neffe ist in seinem Alter.
Aber permanent wird mir gesagt, dass diese Flüchtlinge eine Chance seien, niemals eine Gefahr. Fachkräftemangel als Weasel word turnt in den Medien herum, hohe Bildung der Flüchtlinge ebenso.
Das ist für mich Pfeifen im Walde. Woher will man wissen, ob nicht IS-Freunde unter den Flüchtlingen sind? Denken einige, dass die IS-Fanboys mit wehenden Fahnen und gezücktem Messer kommen? Wir brauchen eine Befriedung des Nahen Ostens. Wir brauchen eine Perspektive für Syrer in Syrien. Es darf momentan nur eine temporäre Lösung sein!
Dafür bin ich bereit, Geld per Steuern und per Spende zu geben. Aber will ich *kein* Geld geben für Versprechungen in Fachkräfte und Integration, wenn die Auswirkungen der „Integration“ der Nachkommen der letzten Einwanderungswelle bis heute in den Statistiken – und nicht in den Uniabsolventenstatistiken – negativ zu begutachten sind.

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gustavredlicher 07.09.2015, 20:22
3. Früher

nannte man dies Grenzverletzung. Kein Land kann es hinnehmen, daß seine Grenzen gewaltsam übertreten werden. Entweder man fertigt die Leute ordnungsgemäß ab oder man macht die Grenze dicht.Mit allen Mitteln.

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Benjowi 07.09.2015, 20:27
4. Unsägliches Verhalten!

Ungarn hat sich-unabhängig von den merkwürdigen Regeln der EU-vertraglich verpflichtet, die Regeln der UN-Flüchtlingskonvention und diverse Regeln des Europarats einzuhalten. Die Realität ist meilenweit davon entfernt und Ungarn tritt diese Regeln mit Füßen, ist also massiv vertragsbrüchig. Warum um alles in der Welt sollte die EU sich jetzt noch an die mit diesem unsäglichen Land geschlossenen Verträge, insbesondere was die Finanzhilfen angeht, halten. Das Geld sollte zugunsten der Flüchtlingsbetreuung in andern Ländern komplett einbehalten werden. Solidarität darf nicht auf Dauer eine Einbahnstraße sein-auch nicht, was den freien Persoinenverkehr betrifft!

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freespeech1 07.09.2015, 20:39
5.

Ist das so schwer zu verstehen. Niemand will in Ungarn bleiben. Ungarn ist Transitland und kann die nach Deutschland Flüchtenden nicht aufhalten. Wenn Ungarn die Verträge einhält, ist es schlecht, wenn nicht, ist es auch schlecht.

Es ist Aufgabe Deutschlands, den Druck auf Ungarn zu nehmen. Dann gibt es auch keine Probleme mehr in Ungarn. Aber wir wollen lieber die Gutmenschen spielen auf Kosten anderer Länder. Das wird nicht funktionieren.

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puby 07.09.2015, 20:55
6. Liebe Mitkommentatoren,

schaut doch einfach mal zurück in die Geschichte. Eine Völkerwanderung hat sich noch nie aufhalten lassen. Und sie wird sich auch diesmal nicht aufhalten lassen, da hilft kein Pfefferspray und auch kein Natodraht. Afrika und Syrien, Afghanistan, etc. = arm, Europa = reich, die logische Konsequenz ? Na was wohl ? Da hilft kein Jammern, kein Klagen und auch kein Hass, wir werden einfach das Beste draus machen müssen. Dann wird das schon.

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vau2 07.09.2015, 21:03
7.

Interessant wäre ja zu erfahren was für ein gewaltsamer Zusammenstoß das war und natürlich auch die Ursache für diesen "Vorfall". Hier Polizeigewalt suggeriert, dass scheint mittlerweile ein kranker Reflex zu sein. Für mich sieht das so aus, dass sich Flüchtlinge, die bereits sicher vor Krieg und Verfolgung sind, sich gewaltsam auf den Weg nach Deutschland machen. Das wird mit Sicherheit Schule machen und die Anzahl der unterzubringenden Menschen in Deutschland noch sprunghaft steigen lassen.
Welcome .... wir können ja eh nichts dagegen tun.

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Kernseife 07.09.2015, 21:10
8. was geht hier eigentlich ab,was versucht die Merkelregierung uns verständlich zu machen

ich bin ein Mensch aus der Gesellschaft (noch SPD-Wähler)und versuche ein Verhalten zu beschreiben,was hier und dort zu beobachten ist,was der Journalismus leider nicht mehr hergibt und kann. Bislang sind auf Schwabenlands Bahnhöfe keine Aktivitäten von heiteren Menschen zu registrieren, die Flüchtlinge mit Wasserflaschen, Obst, Schokolade,Stofftiere und mit Sehnsucht erwarten.Anders geht es aber auf den Sportplätze zu,da war das Thema Griechenland schon der Hit und jetzt verstummen die Menschen ganz und gar und machen den Scheibenwischer.Und viele wettern auf Merkel und auf die Presse mit dem Zitat von Götz von Berlichingen"Legg me am Arsch"die nichts besseres wissen als alles ganz toll darzustellen.Das ist die Realität und der Münchner Bahnhof vermutlich nur die Kulisse. Dass dabei die Deutschen Tugenden wie Ordnungssinn, Sauberkeit und vor allen Sparsamkeit unter die Räder kommen ist der BundesRegierung anscheinend schnurzegal.Aber warum all das, was früher oder später zu einer hässlichen Gesellschaftsspaltung führen wird.Wer gibt hier eine plausible Antwort, aber nicht damit wir unseren hohen LebensStandart halten können.

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hakenohr 07.09.2015, 21:14
9. Die Menschen...

...gehen dorthin, wo sie Chancen auf ein vernünftiges Leben sehen. Und niemand kann sie aufhalten. Das ist völlig in Ordnung und war in der Geschichte der Menschheit immer so. Warum ist das so schwer zu verstehen?

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