Forum: Politik
Ungerechte Gesellschaft: Die Deutschen lassen sich zu viel gefallen
DPA

Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.

Seite 1 von 51
clerki 15.05.2014, 14:53
1. optional

Deutsche waren schon immer Schafe und haben sich alles gefallen lassen. Im Jammern sind sie aber Weltmeister.

Beitrag melden
linus23 15.05.2014, 14:59
2.

Zitat von sysop
Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.
Wir brauchen einen Höchststeuersatz auf sehr hohe Einkommen (z.B. bei Verheirateten ab 240T Euro 50 %, 480T Euro 60 % und 960T Euro 70 % Grenzsteuersatz.)
Kapitaleinkünfte sollten wieder dem regulären Einkommen zugeschlagen werden (nicht lächerliche 25 % Abschlagsteuer ..)
Extreme Erbschaften (z.B. 1 ab Mrd + sollten durchaus mit 90 % besteuert werden, keine Sorge: Omas Häuschen, so wie uns immer vorgegackert wird, gehört nicht dazu ...)

Um den Binnenkonsum gegen die nächste Wirtschaftskrise zu sichern bzw. zu stärken, sollten die Beitragsbemessungsgrenzen sukzessive angehoben werden, mittelfristig verdoppelt werden (langfristige Finanzierung über Steuern, wie in Skandinavien), die privaten KV's
in die GKV integriert werden.

Konsequenz wäre eine deutliche Entlastung der geringen/mittleren sozialversicherungspflichtigen Einkommen, welche momentan (ca. 50/60T p.a.) oftmals prozentual stärker belastet sind (Steuern+SV-Beiträge) als Einkommensbezieher mit mehr als 100T Euro.

Dies wäre dringend vonnöten, um die Mittelschicht, welche die Wirtschaft im besonderen Masse trägt, vor einem weiteren Erodieren zu bewahren.

Beitrag melden
OlLö 15.05.2014, 14:59
3. Nein, die Deutschen jammern zu viel

Zitat von sysop
Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.
Ich denke eher, dass die Deutschen zu viel jammern. Wer gibt denn vor, welcher Lebensstandard als "normal" anzusehen ist? Wenn ich mich in der Welt umsehe und das Leben in früheren Jahren betrachte, habe ich nicht den Eindruck, als ob uns besonders schlecht geht.

Beitrag melden
Europa! 15.05.2014, 14:59
4. Abschaffung der Abgeltungssteuer? Tolle Idee!

Zitat von sysop
Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.
Dann kann meine Oma demnächst wieder eine Einkommenssteuererklärung machen, weil ihre geerbten Belegschaftsaktien zweihundert € Dividende im Jahr abwerfen.

Beitrag melden
paulroberts 15.05.2014, 15:00
5. kultur des widerstandes..

Zitat von sysop
Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.
... ende der 60er mit berechtigung geübt-jetzt wäre sie wirklich not-wendig.

Beitrag melden
OlafKoeln 15.05.2014, 15:00
6. Endlich mal wieder ein lesbarer Artikel von Herrn Augstein

Zitat von sysop
Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.
Endlich mal wieder ein lesbarer Artikel von Herrn Augstein.
Herr Augstein, bleiben sie bei den sozialen Themen und sagen besser nichts zu Ukraine+Russland. Bei den letzteren haben Sie kein glückliches Händchen.

Beitrag melden
dieteroffergeld 15.05.2014, 15:01
7. So isses und nicht anders!

Was soll man/frau sonst noch anfügen. Nur eines: Diese Sicht der Dinge habe ich bereits seit ca. 25 Jahren. Besserung ist nicht in Sicht. Nö-es wird noch übler werden. Hilfe? Ja: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!

Beitrag melden
MünchenerKommentar 15.05.2014, 15:01
8. Kein Problem

Ich habe kein Problem damit auf Kapitalerträge den normalen Steuersatz zu zahlen, wenn
- auch Verluste vollständig mit allen anderen Einkommensarten verrechenbar sind. Dann gibt es aber leider in Jahren mit einem Börschencrash sehr viel weniger Steuern für den Staat als jetzt.

- keine Doppelbesteuerung dadurch auftritt, dass Unternehmensgewinne einmal beim Unternehmen und einmal nach der Ausschüttung beim Anleger besteuert werden.

- Man nicht für Zinsen, die unter (praktisch vom Staat festgelegten) Inflationsrate liegen, auch noch Steuern zahlen muss. Dann ist nämlich die Höhe der Steuern vom Staat ebenfalls praktisch willkürlich festlegbar.
Solange diese Bedingungen nicht erfüllt sind, ist der Ruf nach "Gerechtigkeit" nur das Grapschen nach noch mehr Geld für einen Staat, der jetzt schon trotz Rekordsteuereinnahmen nicht mit Geld umgehen kann.

Beitrag melden
pepe_sargnagel 15.05.2014, 15:06
9.

Zitat von sysop
Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.
Sie machen am Ende einen konkreten Vorschlag, dem ich zustimme. Man muss die Mitte wirklich entlasten! Wenige sehr breite Schultern tragen keine Gesellschaft, sondern schotten sich ab. Viele breite Schultern bzw. Hilfe zur Selbsthilfe fördern den Zusammenhalt einer Gesellscahft. Was aber, wenn man eine zutiefst gespaltene Gesellscahft benötigt, um so weiter machen zu können wie bisher? Darüber sollte man sich auch Gedanken machen, denn ich vermute, dass diese Spaltung durchaus geholfen hat die hier beschriebenen Prozesse "klaglos" umzusetzen.

Auch zeigen Sie hier plakativ, dass die Medien schon recht ähnlich tick(t)en. Sehr interessant. Aber meiner Meinung nach sehr wahr - und ich lese zwischen den Zeilen, dass die Medien es auch geschafft haben das öffentliche Meinungsbild zu formen! Das ist für mich persönlich ein wichtiges Eingeständnis - auch wenn ich es nun persönlich zwischen den Zeilen herauslese. Danke für diese (ehrlichen) Worte, wenn das auch so angedacht war!

Beitrag melden
Seite 1 von 51
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!