Forum: Politik
Unionsstreit: Merkel muss gewinnen
DPA

Im Unionsstreit geht es nicht nur um Kanzlerin Merkel und Innenminister Seehofer. Eine "Germany First"-Politik à la CSU wäre das Ende der Europäischen Union, wie wir sie kennen.

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ned divine 28.06.2018, 12:47
30. zu einfach gemacht...

Wenn man das immer liest: "Merkel muss weg, muss abtreten" . wie dumm muss man sein, so eine Parole zu bringen, es gibt doch keine Alternative, aus keiner anderen Partei, selbst aus der CDU nicht,
niemand hat das Charisma derzeit, diesen Job zu machen. ABSOLUT NIEMAND. Die Zeiten großartiger und bedeutsamer Persönlichkeiten ist einfach passee, man muss heute Leute suchen, die wirklich geeignet sind, das Land mitzuregieren. Denn die meisten denken nur an sich und ein Pöstchen und die schöne Politikerrente.
Die SPD nicht mit ihren "Berufspolitikern" wie Nahles, Schulz & Co. da sie sowieso vermutlich schon bald in die absolute Bedeutungslosigkeit verschwunden ist und der Rest ist auch nicht erwähnenswert.

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slaritbartfass 28.06.2018, 12:47
31. Na ja

Das Ende der EU wie wir sie kennen wäre nicht das schlechteste ... Ich kann mich noch an die Zeit vor der heutigen EU erinnern als Deutschland noch etwas beliebter bei seinen Nachbarn war ( ich selbst zum Glück Doppelbürger, hüte mich im Ausland davor mich als Deutschen zu outen ). Zur Völkerverständigung innerhalb der EU hat das EU Konstrukt bislang nicht gerade beigetragen.

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schwaebischehausfrau 28.06.2018, 12:47
32. Es ist doch eher "Germany last"

Es stand doch auch gerade erst in SPON, dass es Deutschland ist, dass lt. UNO-Zahlen fast doppelt so viel Flüchtlinge aufgenommen hat wie Frankreich und Italien zusammen. Und alleine NRW mehr Flüchtlinge aufgenommen hat als ganz Italien und Berlin mehr als ganz Griechenland.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutschland-bietet-in-europa-den-meisten-fluechtlingen-schutz-a-1214734.html

Wie kann man da von "Germany first" reden? Deutschland trägt seit Jahren mit gigantischem Abstand die größten Lasten in der Flüchtlingskrise - nicht Italien oder Griechenland, die aber ständig so tun. Es geht doch eher darum, dass die Menschen hier nicht mehr bereit sind, eine Merkel-Politik des "Germany last" mitzutragen. Die Menschen in Deutschland sind sicher nach wie vor bereit, dass unser Land seiner internat. Veranwortung gerecht wird . Aber wieso muß Deutschland (wie in 2015) DOPPELT so viel Asyl-Anträge akzeptieren wie der Rest der 27 EU-Staaten zusammen? Und in 2016 immer noch MEHR als alle 27 restlichen EU-Staaten zusammen?
Zumal sich irgendwann auch mal das Märchen abnutzt, Deutschland wäre nun mal das "mit Abstand reicheste Land der EU". Deutschland ist beim Durchscnitts-Renten-Niveau mit ärmlichen ca. 50% ganz weit unten von allen OECD-Staaten und das Durchschnitts-Vermögen der Privathaushalte ist in Deutschland noch nichtmal halb so hoch wie in Spanien, Italien , Griechenland oder Österreich.

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larsmach 28.06.2018, 12:49
33. Dublin Abkommen... Resultat der "Germany First" Politik

Das Dublin Abkommen ist bereits ein Resultat der Politik mächtig(st)er EU Mitgliedsstaaten - die anderen aufoktroyiert wurde, obwohl geografische Gegebenheiten einseitige Belastungen zum Nachteil von Mittelmeeranrainern zur Regel machten!

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biesi61 28.06.2018, 12:51
34. Starker Kommentar!

Die Signale aus Bayern sind extrem gefährlich für Deutschland, für die EU und für die gesamte europäische Nachkriegsordnung. Eine kleine Splitterpartei von Hinterwäldlern maßt sich große Weltpolitik an, von der sie doch so gar keine Ahnung hat. Diese durch ein Übermaß an Testosteron gesteuerten Schreihälse gefährden alles, was uns wichtig ist. Sie gehören durch die Wähler in die Opposition versetzt, wo sie langsam emotional abkühlen und zu Vernunft und Anstand zurückfinden können.

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meon 28.06.2018, 12:51
35.

Huch? Deutschland macht doch seit Merkel "Germany first" Politik. Auch die von ihr immer wieder heruntergeleierten "europäischen Lösungen" folgten dem Motto: "Germany first".
Europäische Lösungen werden immer nur dann gesucht, wenn eine nationale Lösung keine Vorteile für Deutschland bringt.
Italien und Griechenland wollten eine europäische Lösung für das Thema Migration - gerade Deutschland hat da auf Dublin gepocht - weil die "europäische Lösung" für D keinen Vorteil gebracht hätte.
Jetzt braucht D eine Lösung für das Thema Migration - eine nationale Lösung bringt keinen Vorteil - also muss die europäische Lösung her, die D noch vor kurzem abgelehnt hat.
Das ist insofern nichts besonderes da alle anderen Mitglieder der EU die gleiche Politik machen. Allerdings scheinen diese Länder zumindest etwas ehrlicher zu sein.
Interessant wäre es, wenn die EU-Mitgliedstaaten eine europäische Lösung an das herunterfahren der Außenhandelsüberschüsse ketten würden - also quasi: Migrations-europäische-Lösung gegen Wirtschafts-europäische-Lösung. Die Empörungsschreie der CDU/CSU kann ich mir jetzt schon lebhaft vorstellen.

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theodtiger 28.06.2018, 13:07
36. verschiedene Dinge

Zitat von matbhmx
... die ganze Sache so aufgeblasen wird? Das, was Seehofer vorhat, findet z. B. seit Jahren an der italienisch-französischen Grenze statt. Die Franzosen weisen Flüchtlinge usw. direkt an der Grenze zurück nach Italien! Und die Italiener nehmen sie anstandslos zurück (was übrigens schon Mal erkennen lässt, dass die Rechtsauffassung, Dublin-III erlaube keine Zurückweisungen an der Grenze, schlicht Kappes ist. Und Merkel muss auf keinen Fall "gewinnen", sie muss endlich abtreten! Sie kann's einfach nicht!
Ob der obige Forist sich schon mal die europäische Landkarte angeschaut hat? Frankreich grenzt direkt an Italien und kann daher Migranten direkt nach Italien zurückweisen. Zudem besteht ein derartiges Abkommen. Bayern hat keine gemeinsame Grenze mit Italien und müsste daher Migranten, für die Italien zuständig ist, ins nicht-zuständige Österreich zurückweisen. Zumdem gibt es kein Abkommen dieser Art mit Italien und Österreich. Es handelt sich also um völlig verschiedene Sachverhalte. Söder und der von ihm getriebene Seehofer irrlichtern also nur - zum Schaden aller - nur zum vemeintlichen Nutzen ihrer Regionalpartei.

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cabeza_cuadrada 28.06.2018, 13:13
37. privater Seenotretter

Zitat von mwinkl02
Als erfahrener Vorsitzender muss er wissen, dass man sich nicht von Untergebenen missbrauchen lässt, auf deren "Kollegen" sprich CDU einzuschlagen. Spätestens mit seiner öffentlichen Diskriminierung privater Seenotretter dreht sich vermutlich jedem christlich geprägtem Bayer der Magen um. Es wird Zeit fürs Altenteil! Vivat Merkel.
einen Moment bitte. Diese privaten Seenotretter sind nichts anderes als ein Teil der Schlepper nur mit anderem Motiv. Mittlerweile sind die Boote nicht mal mehr dazu ausgelegt weiter als zur Meilengrenze durchzuhalten. Den Migranten wird versprochen dass sie von den Seenotrettern aufgesammelt und nach Europa gebracht werden. Wissen sie wie viele sich darauf umsonst verlassen haben? Wissen sie wie viele sich erst gar nicht in so ein "Boot" gesetzt hätten wenn sie nicht erwartet hätten aufgesammelt zu werden? Da wird eine trügerische Hoffnung verbreitet die mit den Märchen vom eigenen Haus, Auto und 2000 Euro pro Person im Monat für jeden der es zu uns schafft Hand in Hand geht. Schauen sie sich mal an mit welchen Illusionen die Menschen hier teilweise ankommen. Aufklärung tut bitter Not. Da werden Existenzen zerstört. Falls sie meinen die hatten keine Existenz möchte ich mit den Worten von S.Wagenknecht antworten. Die wirklich wirklich ärmsten der Armen haben überhaupt keine Möglichkeit zu uns zu kommen. Weder finanziell noch von der körperlichen Verfassung her.

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dieter.hegger 28.06.2018, 13:15
38. Hinterwäldler ?

Zitat von biesi61
Die Signale aus Bayern sind extrem gefährlich für Deutschland, für die EU und für die gesamte europäische Nachkriegsordnung. Eine kleine Splitterpartei von Hinterwäldlern maßt sich große Weltpolitik an, von der sie doch so gar keine Ahnung hat. Diese durch ein Übermaß an Testosteron gesteuerten Schreihälse gefährden alles, was uns wichtig ist. Sie gehören durch die Wähler in die Opposition versetzt, wo sie langsam emotional abkühlen und zu Vernunft und Anstand zurückfinden können.
Ohne das Geld der "Hinterwäldler " aus dem Süden, könnte man in Berlin noch nicht mal einen Holzkohlegrill betreiben, geschweige den den Bundeshaushalt. Und ohne die Splitterpartei CSU 7 % wäre die CDU 22% auf Augenhöhe mit der SPD. Da wäre ich äusserst vorsichtig ! Gruss aus Hessen

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peka4 28.06.2018, 13:27
39. Wohin...

will Seehofer denn zurückweisen? Österreich hat doch angekündigt die bereits registrierten Asylsuchenden nicht zurückzunehmen! Bröckelt da die Söder - Kurz Freundschaft schon?

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