Forum: Politik
Uno-Botschafter: Syrien vergleicht Aufstand mit britischen Krawallen

Es ist eine absurde Kritik: Syriens Uno-Botschafter hat die Randale in England mit den Protesten der Opposition gegen Dikator Assad verglichen. Großbritanniens Premier Cameron sei scheinheilig, weil er Damaskus kritisiere, zugleich aber von "Banden" im eigenen Land spreche.

Seite 1 von 4
shokaku 11.08.2011, 07:58
1. Hier könnte ein Titel stehen

Zitat von sysop
Es ist eine absurde Kritik: Syriens Uno-Botschafter hat die Randale in England mit den Protesten der Opposition gegen Dikator Assad verglichen.
Sicher. Aber es muss doch jedem klar sein, dass so eine Steilvorlage nicht ungenutzt bleibt. Aus Libyen und Iran war ja schon Ähnliches zu hören.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wowiku 11.08.2011, 08:02
2. ..

Zitat von sysop
Es ist eine absurde Kritik: Syriens Uno-Botschafter hat die Randale in England mit den Protesten der Opposition gegen Dikator Assad verglichen. Großbritanniens Premier Cameron sei scheinheilig, weil er Damaskus kritisiere, zugleich aber von "Banden" im eigenen Land spreche.
Wo er (der Herr Botschafter) Recht hat, da hat er Recht.
Das ist wohl das Übel dieser Welt, dass jeder glaubt sein Tun ist nicht mit dem des Anderen vergleichbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nomadas 11.08.2011, 08:12
3. Unterschiedliche Gemeinsamkeiten

Unglaublich, wie kann man nur...auf den ersten Blick! Doch im Kern, geht es um Unterdrücker und Unterdrückte, um Macht und Ohnmacht, um Ungerechtigkeit ohne Ende. Der Assad-Clan ist eine kleine Clique, die, durch das Militär gestützt, despotisch herrscht. Wahlen, Menschenrechte etc. Fremdworte. - GB hat Parlament und Queen, Wahlen und Menschenrechte, natürlich. Doch auch dort herrscht eine kleine, feine Elite, zwar nicht so offen despotisch, so doch knallhart. In beiden Ländern wollen ganz viele Menschen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Chancengleichheit,ein menschen-würdiges Leben führen, Wertschätzung und Anerkennung. Das ist nicht zuviel verlangt. Doch, was kümmert es die happy few. Mit law and order die einen, mit Panzern die anderen, hauen sie rein. Alles schön lassen, wie es ist, please!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michag75 11.08.2011, 08:12
4. Diktatoren.....

sind meiner Meinung nach eine Aussterbende Rasse und das ist auch gut so.
Gegen uneinsichtige Diktatoren wie Assad sollte rigoros vorgegangen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ecce homo 11.08.2011, 08:15
5. nicht mehr so einfach

Das ist das Problem:
Zitat von
Der britische Vize-Uno-Botschafter Philip Parham wies den Vergleich umgehend als "absurd" zurück. In Großbritannien unternehme die Regierung "angemessene, rechtmäßige, transparente Schritte, um die Rechtsstaatlichkeit für die Bürger zu garantieren". In Syrien würden dagegen tausende unbewaffnete Zivilisten angegriffen und viele von ihnen getötet.
Das kann die syrische Regierung ja genauso behaupten.
Die Demonstranten seien bewaffnet gewesen und man habe sich in Notwehr wehren müssen bzw. um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen, entsprechende Maßnahmen ergreifen müssen.

Genauso wird es problematisch, wenn sich ein Friedrich bei uns durchsetzen könnte und man gegen unsere Blogger vorgeht, da schließen wir dann auch auf zu den bösen Regierungen dieser Welt.

Ist halt alles nicht mehr so einfach wir früher, als es noch den Ost-Block gab und dem gegenüber der freie Westen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
basti1985_2 11.08.2011, 08:18
6. Libyen

steht aber Großbritannien in Thema Demokratie&Freiheit in nichts nach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rainer Unsinn 11.08.2011, 08:20
7. ...

Zitat von sysop
Es ist eine absurde Kritik: Syriens Uno-Botschafter hat die Randale in England mit den Protesten der Opposition gegen Dikator Assad verglichen. Großbritanniens Premier Cameron sei scheinheilig, weil er Damaskus kritisiere, zugleich aber von "Banden" im eigenen Land spreche.
Naja ... mag sein das die englische Regierung anders vorgeht, gegen diese "Banden" als Syrien das tun würde. Aber das war auch nicht der Punkt.

Der Einwand ist nicht die Art des Vorgehens der Sicherheitsorgane, sondern die Natur der Aufständischen. Die in England sind nur böse Banditen die plündern und vernichten wollen, die in Syrien dagegen sind selbstredent alles Edelmänner und Damen die eine Konvention der Menschenrechte unter dem Kopfkissen haben und alten Damen über die Straße helfen bevor sie auf Sicherheitskräfte der Regierung einprügeln?

M.E. sind die Motive die Menschen in England, Griechenland, Syrien oder Libyen zu Gewaltexzessen treiben sehr viel ähnlicher als viele denken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heinerz 11.08.2011, 08:44
8. Absurd

Zitat von sysop
Es ist eine absurde Kritik: Syriens Uno-Botschafter hat die Randale in England mit den Protesten der Opposition gegen Dikator Assad verglichen. Großbritanniens Premier Cameron sei scheinheilig, weil er Damaskus kritisiere, zugleich aber von "Banden" im eigenen Land spreche.
Wieso ist die Kritik absurd? Wer die Bilder von Jugendlichen in Homs und Hama sieht, die mit Steinen und Zwillen gegen Sicherheitskräfte kämpft, kann dem nur zustimmen.

Allerdings wird hier genau der Vorwurf deutlich, den sich Syrien gefallen lassen muss: in England hat es bisher 4 Tote gegeben, in Syrien viel mehr. Aber dann wieder muss man die Berichte über Bewaffnete ernst nehmen, die gegen die Sicherheitskräfte kämpfen.

Und nebenbei: Wer die Videos von Demonstrationen auf Al Jazeera anschaut, wird feststellen, dass die Demonstrationen friedlich ablaufen. Erst danach kommt es offenbar zu Auseinandersetzungen und Kämpfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flower power 11.08.2011, 08:46
9. schon vergleichbar

Die einen mit Unterdrückung durch Gewalt. Die anderen mit Unterdrückung durch Gesetze und Wirtschaftssysteme die Gewalt heraufbeschwören. Also ist die England Variate nur Funktion von. Doch im Endeffekt bleibt ja den Mittellosen und Chancenlosen auch nur das gleiche Schicksal wie den Unterdrückten.
Deswegen - ja ist gleich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4