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Uno: Geheimdokument soll russischen 18-Monats-Plan für Syrien umreißen
AFP

Bei den Vereinten Nationen zirkuliert ein angebliches Papier, in dem Moskau einen Plan für Syriens Zukunft skizziert. Dieser sieht eine Verfassungsreform und Neuwahlen vor. Unklar ist allerdings die Rolle von Diktator Assad.

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megamekerer 11.11.2015, 10:55
1. Was ist daran Geheim?!

Die Russen haben selber eine neuen Vorschlag für die Zukunft Syrien ausgebreitet. Diese Papier erschien schon vor eine Woche in russischen Medien und es gab auch arabische Übersetzung davon! Es sieht vor die Kurden einen Autonome Nationalstaat zu ermöglichen und die Militärbasen Russland langfristig zu sichern. Es gab sogar Proteste aus USA und Türkei, ich verstehe nicht was an diese Papiere Geheim sein sollte wenn die Weltöffentlichkeit breit darüber diskutiert?

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Halfstep 11.11.2015, 10:55
2.

"Diesem Plan sollten Opposition und die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad zustimmen. Zunächst müsse aber festgelegt werden, welche Oppositionsgruppen bei Verhandlungen eingebunden - und welche nicht akzeptiert werden könnten."

Allein daraus wird bereits klar, wie ernsthaft und "praktikabel" dieser tolle Plan ist.

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olol54 11.11.2015, 11:05
3.

Wieso sollte Assad bei einer Wahl nicht antreten dürfen? Zu einer demokratischen Wahl gehört auch das niemand im voraus von einer Kandidatur abgehalten wird und selbst wenn Assad kanditiert wird ihn wohl kaum jemand wählen...

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niktim 11.11.2015, 11:07
4. Warum nicht praktikabel?

Zitat von Halfstep
"Diesem Plan sollten Opposition und die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad zustimmen. Zunächst müsse aber festgelegt werden, welche Oppositionsgruppen bei Verhandlungen eingebunden - und welche nicht akzeptiert werden könnten." Allein daraus wird bereits klar, wie ernsthaft und "praktikabel" dieser tolle Plan ist.
Und welchen Plan haben sie?
Dass die IS oder Nusra Terroristen teilnehmen? Merken sie nicht, dass seit dem Eingreifen Russlands Bewegung ist verkorkste Situation eingetreten ist?
Die Russen handeln auf allen Ebenen! Und ob Assad weiter Präsident in Syrien bleiben kann, muss das syrische Volk entscheiden und nicht ein Herr Obama aus den USA!

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alexzapark 11.11.2015, 11:07
5. Auch wurde festgelegt wer bekämpft wird

Zitat von Halfstep
"Diesem Plan sollten Opposition und die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad zustimmen. Zunächst müsse aber festgelegt werden, welche Oppositionsgruppen bei Verhandlungen eingebunden - und welche nicht akzeptiert werden könnten." Allein daraus wird bereits klar, wie ernsthaft und "praktikabel" dieser tolle Plan ist.
Bekämpft werden alle Kräfte, die den Verhandlungen, der bewaffneten Widerstand vorziehen. Das ist sicher kontraproduktiv

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AllesnureinWitz 11.11.2015, 11:11
6. nicht schlecht

Das klingt doch immerhin mal nach einer ganz vernünftigen Grundlage für eine Debatte um die Zukunft Syriens. Schön ist auch, dass die Signale aus Russland durchaus auf Kompromissbereitschaft hindeuten, was man in der Vergangehneit leider oft vermisst hat. Aber offenbar lernt man dazu. Jetzt ist der Westen an der Reihe, den Gesprächsfaden aufzunehmen und auf Russland in dieser Sache zuzugehen.

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Palmstroem 11.11.2015, 11:17
7. Ein schöner Plan,

der aber nichts bringen wird. Denn sollte wirklich eine Einigung zustande kommen, bräuchte es Soldaten zur Sicherung eines notwendigen Waffenstillstandes. Wer aber sollte die stellen?

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FakeBot 11.11.2015, 11:18
8.

Zitat von olol54
Wieso sollte Assad bei einer Wahl nicht antreten dürfen? Zu einer demokratischen Wahl gehört auch das niemand im voraus von einer Kandidatur abgehalten wird und selbst wenn Assad kanditiert wird ihn wohl kaum jemand wählen...
Das finde ich eine höchst spannende Frage, nicht erst seit heute. Wie kommt das bei einem zu demokratisierenden Land eigentlich an, wenn die Demokraten die die Demokratie einführen wollen von vornherein bestimmen wer antreten darf und wer nicht. Dann kann man ja auch gleich den Diktator behalten.

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jackohnereacher 11.11.2015, 11:18
9. Klingt gut

außerdem sollte man bei einer demokratischen Wahl ohnehin alle Gruppierungen mit einbeziehen, egal ob die eine oder andere Gruppierung dem einen oder anderen Bestimmer von außen passt oder nicht. Probleme in einem Land lassen sich nicht von außen lösen. Viele Demokratie-Exporte in der Vergangenheit haben es ja hinreichend bewiesen.

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