Forum: Politik
Uno-Generalsekretär Guterres: Der Flächenbrand des Hasses
REUTERS

Hassrede bedroht unser Zusammenleben, sie führt zu Ausgrenzung und Gewalt. Jeder kann ihr Opfer werden. Gegen sie anzugehen, ist ein Gebot der Menschlichkeit.

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aequitas12 25.06.2019, 17:51
1. Recht hat der Mann

Hass darf man nicht als normale Meinungsäußerung stehen lassen. Man muss ihn aufzeigen und kritisieren. Menschen die Opfer von Hass werden verdienen unsere Solidarität und den Schutz der Gesellschaft. Im Internet wie auch in der Öffentlichkeit.

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DougStamper 25.06.2019, 17:55
2. Es wäre zu schön

Um wahr zu sein, wenn dieses Thema endlich die Beachtung findet die es verdient. Rechte Politiker befeuern Hass auf anders Denkende, zuletzt ja mehr als deutlich Erika Steinbach. Ein absolutes no-go, aber leider nur die Spitze des Eisbergs. Was sich in öffentlichen renommierten Foren (Facebook, YouTube oder Reddit bleiben außen vor) wie hier oder bei Welt und Focus sammelt ist fernab jeglichen Niveaus angekommen. Hier muss etwas getan werden, aber nicht zensiert, lasst die Beiträge stehen und gebt morddrohungen und übelste Beschimpfungen an die Staatsanwaltschaften weiter. Diese Leute die glauben aus der Anonymität des Internets heraus jeden und alles aufs übelste bedrohen zu können gehören bestraft.

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Fischerman_BX 25.06.2019, 17:56
3. Ja!

dem ist nichts hinzuzufügen, nicht mal ein "Ja, aber..." Wenn jetzt jemand meint, die vielfältigen Probleme wären ein Grund für diffamierende, herabwürdigende oder drohende Worte, dann dieser Mensch einfach nur unzivilisiert. Manchmal wünsche ich mir wirklich das alte Deutschland wieder her. Das der kultivierten Dichter und Denker.

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andre_36 25.06.2019, 18:02
4.

Hass ist ein Gefühl. Ich bin dagegen, Gefühle gesellschaftlich zu ächten und zu unterdrücken. Das verstärkt nur bereits vorhandene negative Gefühle. Wenn man gegen Rasismus, Antisemetismus, Frauenfeindlichkeit etc. vorgehen will, sollte man das eindeutig formulieren.

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do_jo 25.06.2019, 18:17
5. Ich bin begeistert!

... und froh, dass es an der Spitze der UNO wieder einen sehr klugen Mann gibt, der zum Thema "Hass" Tacheles redet. - Er lässt keine Religion aus, die es zu respektieren gilt. - Aber er sagt auch: "Wir dürfen nie vergessen, dass jeder von uns irgendwo "ein anderer" für jemanden ist." - Wenn sich das jeder Mensch auf unserem Globus, mit sehr vielen Ethnien, mal klar machen würde, dann wäre schon sehr viel gewonnen!

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doc_snyeder 25.06.2019, 18:44
6. Was ist mit Hasstaten?

Hassreden kommen nicht aus dem Nichts. Sie sind vielfach Ausdruck des Gefühls, dass die Politik Proteste in vernünftiger und zivilisierter Sprache zu unerwünschten und vielfach als hassenswert empfundenen Entscheidungen und Entwicklungen überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt. Insofern können Hassreden immer noch eine Form des Protestes sein. - Gewaltaufrufe und - androhungen sind das aber nicht mehr und deshalb justitiabel.

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Dr. Kilad 25.06.2019, 18:46
7. Nett gemeint.

Aber wie wir nicht zuletzt von Wilhelm Heitmeyer wissen, ist das mit dem Hass so eine Sache. Hassreden erzeugen nicht Hass, sondern treffen auf eine bereits vorhandene gruppenbezogende Menschenfeindlichkeit. Rassismus gehört z.B. zum heutigen Kapitalismus. So erwähnt Heitmeyer auch die Reichen, die stark zum Hass auf die ärmen Bevölkerungsteile neigen und nicht zufällig Hass auf die "da unten" befürworten, statt auf die "da oben". Klar wurde Lübcke wegen seinem konsequenten Bezug auf die Menschenrechte gehasst, aber ermordet wurde er erst in einem Klima, in dem Rassismus als Ausdruck von Sorgen regierungsamtlich uminterpretiert wurde. Es war Seehofer, der ungestraft direkt zum Mord aufrufen durfte: "Wir werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren - bis zur letzten Patrone." Sein Vorgänger meinte, man müsste sich an das gezielte Sterbenlassen von Flüchtlingen gewöhnen. Wäre es nicht verständlich, wenn die Opfer des täglichen Rassismus diejenigen hassen, die dies befürworten? Mit dem Hass ist das so eine Sache. Man wird auch sehen, ob der Lübcke-Mörder nun wirklich aus Hass reagiert hat oder aus rassistischer Logik heraus.

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raimondo.civetta 25.06.2019, 19:01
8. Segregation und Selbstwertgefühl

Andere Menschen unter den buntesten Vorwänden ausgrenzen, bzw. sich selbst einer Gruppe zuordnen entspricht dem Bestreben, sich Vorteile auf Kosten anderer zu verschaffen und/oder sich vor Benachteiligung zu schützen. Objektiv und vollständig sind dabei gebrauchte Argumentationen jedoch fast nie. Zudem: Je schwächer das Selbstwertgefühl eines Menschen, desto grösser sein Wunsch nach Gruppierung.

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okav 25.06.2019, 19:11
9. In einer Vielzahl von Moscheen

in Deutschland wird gehetzt. Dies ist bereits mehrfach Dokumentiert ob nun in ZDF Neo oder Beispielsweise durch Constantin Schreiber und und und. Es stört sich aber niemand daran. Kein aufbegehren und gegensteuern. Randthema bzw. verdrängtes Thema in Politik, Medien, Schulen und Öffentlichkeit. Einerseits soll integriert werden andererseits will man sich aber mit ihnen nicht beschäftigen, weil es unbequem werden könnte. Da tut man halt doch lieber do, als ob sie nicht da sind.

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