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Uno-Militärbeobachterinnen: Für den Frieden fehlen Frauen
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Es gibt zu wenige Militärbeobachterinnen, nur knapp vier Prozent des Personals auf Uno-Friedensmissionen sind Frauen. Ein Lehrgang in Unterfranken soll das ändern - Tee mit einem Warlord inklusive.

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vulcan 09.12.2018, 08:58
1.

"Die UNO weiß, warum sie mehr Frauen will".....hoffentlich weiß die UNO auch, wo diese dann einzusetzen sind. Es gibt genug Krisengebiete, in denen 'Warlords' gar nicht erst mit einer Frau sprechen würden, geschweige denn, sie ernst zu nehmen.
Weiterhin hoffe ich, dass sowohl die UNO als auch die Bundeswehr dann damit umgehen kann, dass sich der Anteil gefallener Soldatinnen beispielsweise in Afghanistan von bisher 0% möglicherweise auf eine deutlich höhere Quote steigert.
Allerdings bezweifle ich das und auch da wird sich, wie bei Kampfeinsätzen (siehe 0%) eine Lösung finden, Frauen die gefährlicheren Aktionen zu ersparen bzw. ihnen die Möglichkeit dazu zu geben. Das Leben einer Soldatin ist in der BW eben deutlich mehr wert als das eines Soldaten.
Siehe dazu auch 'Frauen in der Bundeswehr' - Bevorzugung, Privilegien, Sonderstatus und geringere Anforderungen. Das fängt schon mit dem Haar- und Barterlaß an. Alles dürfen wollen aber bloß nichts machen müssen. Lächerlich.

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vetris_molaud 09.12.2018, 09:28
2.

Mit Frauenquote den Weltfrieden schaffen - einfach nur grotesk. Da werden die Warlords aber Augen machen, wenn sie auf dem „stillen Stuhl“ geschickt werden ...

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chainso 09.12.2018, 09:38
3. was, nur 4% der posten von frauen besetzt !

wo bleibt da der aufschrei der gleichstellungsbeauftragten?

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StefanieTolop 09.12.2018, 09:49
4. Rosinenpickerei

Gibt es denn kein Gebiet, das vor diesem Feminismusquatsch sicher ist? Ja doch, solche Gebiete gibt es. Nämlich überall dort, wo die Arbeit hart wird. Körperlich hart oder aber auch seelisch unheimlich belastbar. Quoten werden überall dort gefordert, wo man mit relativ sanfter Arbeit sehr viel Geld verdienen kann. Hat aber schon einmal jemand etwas davon gehört, dass Quoten beim Wehrdienst eingefordert wurden, bei Müllmännern, bei Kanalarbeitern, im Straßenbau, bei Matrosen, in der Forstwirtschaft, im Häuserbau, in Kfz-Werkstätten, im Schiffsbau, beim Bau von Windkraftanlagen, im Bergbau, als Line(wo)men,............ Aber nein, dort kann man nämlich trotz harter Arbeit nicht reich werden.

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whitewisent 09.12.2018, 09:52
5.

Zuerst einmal muss man anerkennen, daß Männer und Frauen biologisch nicht gleich sind. Sie haben prinzipiell eine unterschiedliche Konstitution, und daraus abgeleitete Bedürfnisse, Kompetenzen und Fähigkeiten.

Viele davon kann man mit Ausbildung und Talent kompensieren, was aber für viele Frauen nur bedeutet, daß sie sich den Männern anpassen, nicht daß die Umwelt sich ihnen anpasst.

Militärbeobachtung basiert auf Respekt und Vertrauen von Konfliktparteien gegenüber, um deren Respekt und Vertrauen zu gewinnen. Da zählt militärischer und technischer Fachverstand viel, wird aber mehr von Softskills beeinflusst. Fängt bei sowas banalem wie der Unterkunft und der Versorgung mit Sanitäranlagen an, die dann doppelt bereitzustellen sind, was den Frauen als Solche angelastet wird, weil sie "unisex" ablehnen. Und selbst wenn die Frauen im Militär das akzeptieren, ist dies in vielen Kulturen ein Tabu.

Die Frage bleibt, ob eine Veränderung wünschenswert ist, wenn diese entweder den Zielen der Missionen widerspricht, oder Frauen weiter nicht mit einer "Willkommenskultur" begleitet. Da sollte man sich vieleicht zuerst die Prozente in den entsprechenden Diensträngen und Gattungen anschaun. Mögen bei den Mannschaftsdienstgraden und der Versorgung auch die Frauenquoten steigen, das für die Beobachtung wesentliche Wissen ist vielerorts immer noch eine Männerdomäne, weil Frauen mit entsprechender Kompetenz in der Wirtschaft und Lehre wesentlich mehr Erfolg haben und verdienen.

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goodcharlotte 09.12.2018, 10:01
6. Endlich!

Es sollten ausschließlich Frauen eingesetzt werden, dann hören auch endlich Vergewaltigung und Missbrauch bei UN Einsätzen auf. Dass die Vereinbarungen länger halten ist ein schöner Mitnahmeeffekt.

Und an die Hater hier: dass Frauen sich erstmal einklagen müssten, um überhaupt beim Militär arbeiten zu dürfen, habt ihr vergessen? Was glaubt ihr denn, wie hart es ist, als Erzieherin, Putzfrau oder Pflegerin zu arbeiten, ihr Luschen? Versucht das erstmal, dann dürft ihr euch wieder melden.

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mundi 09.12.2018, 10:06
7. Ungleich

In Israel gibt es die Wehrpflicht auch für Frauen.
Trotzdem werden Frauen nicht bei Kampfeinsätzen an vorderster Front eingesetzt.
Die Erfahrung zeigte nämlich, dass bei den Soldaten der Beschützeinstinkt taktische Aufgaben überlagert hat.

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p-touch 09.12.2018, 10:11
8. Wie hoch ist eigentlich

der Anteil der Frauen bei denn kämpfenden Truppen? Ich meine jetzt nicht irgendwelche Jobs in der Etappe, sondern dort wo einem die Kugeln um die Ohren fliegen. Könne es nicht sein das diese 4% genau diesen Anteil abbilden?

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bisweilen 09.12.2018, 10:56
9. Beobachtet

Habe diesen sehr guten und aufwändig gestalteten Lehrgang ebenfalls absolviert. Grundsätzliches Problem bei Beobachtermissionen und Friedenstruppen bleibt, das diese Jobs für Soldaten aus sozial schwachen Ländern sehr lukrativ sind und diese daher gerne große, durchweg männlich besetzte Kontingente stellen, sehr zur Freude der westlichen Industrienationen. Diese beteiligen sich eigentlich nur, wenn eigene Interessen durchgesetzt werden sollen. Es bleibt nach 20 jähriger Dienstzeit in unseren Streitkräften (bei dem technischen Zustand schon fast ein Bonmot) das Fazit, das Quote keine Qualitätsverbesserung herbei geführt hat, eine Verschlechterung war es aber auch nicht.

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