Forum: Politik
Uno-Millennium-Dörfer: Was bleibt von den 600 Millionen Dollar?
Christian Werner

Zehn Jahre viel Geld in die abgelegensten Dörfer: So sollten Armut, Hunger und Krankheiten in Afrika besiegt werden. Was hat das Prestigeprojekt der Uno gebracht? Besuch in einem der zwölf "Millennium-Dörfer".

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MagittaW 03.10.2019, 13:12
10. bestmögliche Investition in Afrika

klar, ein Paradies wird man in Afrika nicht errichten können, zumindest nicht in der kurzen Zeit.
Trotzdem sollte man den Ansatz weiterverfolgen.
Möglichst vor Ort investieren, alles transparent, damit wenig Korruption möglich ist, die alles nur schlimmer macht. Also 2 Westler, die sich gegenseitig kontrollieren, damit nicht die korrupte Oberschicht 90% der Gelder abfasst.
Und dann die Dörfer erntwickeln. Kleine Firmen unterstützen, auch gegen korrupte Offizielle. Kurz: die Dörfer stärken.

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touri 03.10.2019, 13:13
11.

Zitat von richey_edwards
richtig Geld in die Hand nehmen würde. Man könnte Infrastruktur ausbauen, Zugang zu Wasser, med. Versorgung verbessern. Geht alles nicht denn wir müssen 3-stellige Milliardenbeträge ausgeben um uns vor fiktiven Klimakatastrophen in 100 Jahren zu retten die gar nicht eintreten. Die Menschen heute u.a. in Afrika bezahlen diese Hysterie zum Teil mit dem Leben.
Jetzt mal Ihr Klimawandelleugnung außen vor, es würde genaus das passieren, was in dem Artikel beschrieben wurde. Sobald die Kohle nicht mehr fließt verfällt wieder die Infrastruktur und es bleibt nicht mehr viel über. Am sinnvollsten ist es meines Meinung nach wie vor zu versuchend das Bildungsniveau zu steigern und einen moderen, korruptionsarmen Rechtsstaat aufzubauen. Dann klappts auch mit dem Wirtschaftswachstum. Ersteres ist machbar, letzteres wahrscheinlich nicht.

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shrufu 03.10.2019, 13:15
12.

Kurz, man hat Aufgaben eines reicheren Staates nachgespielt und man kann sagen es hat signifikante Verbesserung gebracht. Datentechnisch hätte es besser gemacht werden müssen aber wenn man die Ergebnisse so hört ist kein Hexenwerk dabei rausgekommen sondern erwartbar positives. In Gesundheit und Lebensqualität extreme Verbesserungen in Wirtschaft nicht viel neues..misserfolge und Erfolge.. und der Transport ist vllt eine auch eine Frage der Zeit. Wenn das Dorf zugänglicher ist werden Kultureller Austausch und regelmäßige Fahrten wahrscheinlicher.. was natürlich aber auch damit zusammenhängt wieviel Geld die Leute dort und wie attraktiv die Bedingungen dort für außenstehende sind. Eine höhere Bevölkerung durch die geringere Sterblichkeit hat ebenso seine vor und Nachteile. Eine Kultur der Bildung.. all das sind Effekte die kaum messbar aber durchaus einen Unterschied auch langfristig machen könnten. Die Alternative dazu ist mMn ein esoterischer Glaube aus einer schlechten Situation würde automatisch etwas gutes oder starkes erfolgen.. das stimmt mMn weder für die Natur noch für unsere Geschichte. Zufall und lang entwickelte Unterschiede könnten entscheidender sein.

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Ishibashi 03.10.2019, 13:16
13. Geburtenrate?

Was fehlt ist die Entwicklung der Geburtenrate. Wenn die nicht zurückgegangen ist war der Versuch ein totaler Fehlschlag und verschiebt die Armut nur um ein paar Jahre. Es ist wohl kaum anzunehmen dass aus den Böden auf ewig immer mehr rauszuholen ist.

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transatco 03.10.2019, 13:31
14. 12 Kinder!!

Ich denke das sagt mehr als 1000 Worte! Unter diesen Umständen kann sich eine Gesellschaft nicht wirklich erfolgreich entwickeln! Allein ein funktionierendes Schulwesen für den Faktor 6 an Nachkommen würde selbst Deutschland an den Rand des Ruins bringen!

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Beat Adler 03.10.2019, 13:32
15.

Afrikanische Intellektuelle predigen seit Jahren: KEIN Geld nach Afrika!

Seit Jahren haben wir, die Muzungus und Mundeles, die Khawagas, die in Afrika lange Zeit verbringen und dort leben, uns dem angeschlossen.

Diese Afrikaner reisen in der ganzen Welt herum und versuchen jegliche Entwicklungshilfe Richtung Afrika zu stoppen, denn sie verschlimmbessert die Situation nur.

Was ist zu tun?

1. Korruptionsbekaempfung, in Afrika und in Europa, also auf beiden Seiten, der Nehmenden und der Gebenden

2. Investition in Bildung und Ausbildung. Nie mit Geld immer nur mit Materialien und Kenntnissen.

3. Investionen in die Infrastruktur, beonders der Bau eines modernen Eisenbanhnetzes.

Ganz wichtig und nie vergessen: Die afrikanischen Staaten sind alle reich genug, diese Investitionen zu tragen, zu finanzieren, die Kredite zurueckzubezahlen.

Seit 1974, meinem ersten laengeren Aufenthalt in Afrika, konnte ich kein einziges Entwicklungshilfeprojekt erkunden, bei dem sowohl die Nachhaltigkeit wie auch die Sozialvertraeglichkeit und die Umweltvertraeglichkeit, alle 3 gleichzeitig, vorhanden waren.

Deswegen, wie immer, schliesse ich meine SPON Blog Beitraege zum Thema Afrika wie folgt: Bitte nie wieder Entwicklungshilfe!
mfG Beat, z.Z. DRKongo

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gilowyn 03.10.2019, 13:35
16. Spannend

Das Fazit scheint ja nicht zu sein, dass es 600 Millionen sein müssen, sondern das einzelne Bereiche des Projekt, die mit vergleichsweise wenigen Geldern realisiert wurden, einen deutlichen Einfluss hatten. Globale Gesellschaft ist übrigens eine Artikelreihe, die ich sehr gelungen finde!

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ditta 03.10.2019, 13:48
17. Neuauflage der Ujamaa-Politik

Tansanias der 60er Jahre! Hat schon damals nicht funktioniert, wenngleich erheblich weniger Geld in diese idealisierten Dorfgemeinschaftsprojekte floss. Ujamaa- (Gemeinschafts-) dörfer wurden damals gegründet, um der Landbevölkerung bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, und Entwicklungshelfer aus Ost und noch mehr West applaudierten. Nur nicht sehr lange.
Der Gemeinschaftsgedanke, der gleiche Verteilung und gleichen Zugriff der und an Ressourcen impliziert, läßt keine Produktivitätssteigerung und durchschlagende Modernisierung zu, da ein Mehr an Gütern den Wunsch deren Privatisierung, zumeist durch lokale Verantwortungsträger weckt. Auf diese Weise ist man dann schnell wieder beim Ausgangspunkt angelangt. Sozialistisch inspirierte Gleichmacherei hemmt Initiativen, auch dort.
Wettbewerb auf individueller Basis ist immer noch der sicherere Fortschrittsträger als Illusionen der gleichberechtigten Teilhabe. So ist er eben, der Mensch!

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archivdoktor 03.10.2019, 13:53
18. Richtig

Zitat von Ishibashi
Was fehlt ist die Entwicklung der Geburtenrate. Wenn die nicht zurückgegangen ist war der Versuch ein totaler Fehlschlag ....
Sie haben recht - wie bei vielen Artikeln über Afrika, wird die "Bevölkerungsexplosion" einfach nicht erwähnt.
Kann sein, dass die im Artikel beschriebene Entwicklungshilfe für den Moment kleinere Erleichterungen bringt - aber für die allgemeine Entwicklung eines Landes taugt sie nicht. Da spielen ganz andere Faktoren eine Rolle, z.B. was die "Wirtschaftswoche" schrieb:
"Tickende Zeitbombe in Tansania
In den Jahren 1960 bis 2018 stieg die Bevölkerungszahl in Tansania von 10,07 Millionen auf 56,32 Millionen Einwohner. Dies bedeutet einen Anstieg um 459,0 Prozent in 58 Jahren. Den höchsten Anstieg verzeichnete Tansania im Jahr 1992 mit 3,47%. Bis 2050 wird sich die Bevölkerungszahl laut Uno wohl auf mehr als 80 Millionen Personen verdoppeln. Die Bevölkerung Tansanias vermehrt sich zu schnell. Das Land droht zu einem Musterbeispiel für den vergeblichen Kampf der Uno gegen die Armut zu werden".

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fécamp 03.10.2019, 14:14
19. 27g Honig pro Tag...und das zu besten Zeit?

"Zwischenzeitlich ernteten 196 Imker aus 360 Bienenkästen bis zu 2000 Liter Honig im Jahr, erzählt Imker Shaban Lusiga."

Wenn der durchschnittliche Imker zur Hochzeit des Projektes nur gut 10 Liter Honig pro Jahr produziert hat dann ist das sehr wenig. Selbst wenn es gute Absatzkanäle gegeben hätte, hätte er ja pro Tag nur den Bruchteil eines einzigen Glases zu verkaufen gehabt.

Wo liegt der Fehler?

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