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Uno: Nordkorea umschifft Sanktionen - und scheffelt Hunderte Millionen
AFP

Harte Sanktionen sollen Nordkorea von seinem Nuklearprogramm abbringen. Das Problem: Pjöngjang ignoriert die Strafmaßnahmen laut Uno regelmäßig - und seine Exporte landen nicht nur in China.

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Pocillator 10.09.2017, 11:23
1. Daher bleiben nur Sanktionen.

"Doch militärische Maßnahmen hätten katastrophale Folgen mit vermutlich hunderttausenden Toten auf beiden Seiten der innerkoreanischen Grenze. Daher bleiben nur Sanktionen."

Steile These. Ich hingegen bin weder für Krieg noch zu einem als alternativ suggerierten Wirtschaftskrieg.
Lösungen gibt es nur auf diplomatischen Weg - auf Augenhöhe.
Als erstes müsste mal ein Friedensvertrag geschlossen werden.

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andneu 10.09.2017, 11:29
2. Gestern gab es einen Bericht, ....

... dass nordkoreanische Arbeiter in Polen eingesetzt werden. Obwohl sie lediglich den Mindestlohn bekommen, bekommen sie nur einen Bruchteil dieses Geldes, das meiste geht direkt als Devisen an den nordkoreanischen Staat. Auch das ist Realität mitten in Europa. Wie verträgt sich das mit Sanktionen?

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fabiofabio 10.09.2017, 11:32
3. Diesen Stoltenberg

kann ich nicht mehr sehen und hören.
Wieso gibt der ständing seinen Senf zu Sachen dazu, welche Politiker und Regierungen angehen, aber sicher nicht die NATO?
Ist Europa im Krieg, dass der Typ in jedes Mikrophon spricht, welches rumsteht?
Was hat die NATO in Korea zu schaffen?
Stellt diesem Typen den Strom ab!

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kochra8 10.09.2017, 11:32
4. Sanktionen gegen das Volk

Solange nordkoreanische Privatleute Konten über die Welt gestreut verfügen, wird alles bloss die Kleinen schmerzen. Sanktionen die der Allgemeinheit Schaden zufügten sind gleich schlimm wie ein zu erwartendes Szenario: Legte Trump los und äschert dabei den Stammsitz des 'Juchee'-Sternenkönigreiches ein, täte er zwar gleich 2 Grossreiche binden: China wäre mit den Auswirkungen beschäftigt und gleichenfalls müsste Putin die Rebellen in den Ostraum verlegen, also weg aus Belarus und der UA...! Schmerzen täte meistens aber die eigenen Konti! Weil: Ohne deren - die Elite nicht einfach so sichere Gefilde aufsuchen könnte...
Mal sehen, schon morgen kann die Welt anders aussehen. Für jene jedenfalls, welche sich um die Realität kümmern.

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Baikal 10.09.2017, 11:38
5. Die Amis wollen nach derselben Strategie

ihre Interessen durchsetzen mit denen sie schon Japan damals in den Krieg getrieben haben: totale Isolierung. Und Merkel merkt mal wieder nichts.

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blavand 10.09.2017, 11:38
6.

Hat man mit Sanktionen eigentlich irgendwo auf der Welt schon mal wirklich etwas erreicht? Stärkt es nicht nur das Wir-Gefühl und den Zusammenhalt der Betroffenen gegen die bösen Anderen da draußen? Neben diplomatischen Gesprächen könnte man es ja mal zusätzlich mit Belohnungen für "richtiges" Verhalten probieren. 2 Jahre keine künstlich hervorgerufenen seismischen Aktivitäten in Nordkorea und es gibt soundsoviel Millionen Dollar oder was auch immer und für jedes weitete Jahr Ruhe auch. Nur so ein Gedanke, klappt bei Kindern ja häufig auch.

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spmc-12355639674612 10.09.2017, 11:39
7. Ja und?

Das Nicht-Einhalten der Sanktionen kann man Nordkorea jetzt nicht unbedingt ankreiden, denn darauf zu achten, dass sie eingehalten werden, ist eindeutig Sache derer, die die Sanktionen beschlossen haben. Mal ein leicht hinkender Vergleich: In Deutschland und Österreich ist der Ausbruch aus dem Gefängnis als solcher straffrei. Lediglich die Beihilfe ist strafbewehrt. Auch werden meist Straftaten begangen (z. B. Sachbeschädigung), um den Ausbruch zu ermöglichen. Ich denke, so ähnlich verhält es sich hier auch. Wenn also Pjöngjang "die verhängten Sanktionen im großen Stil" ignoriert, so ist das nicht verwunderlich. Auf die Einhaltung müssen die anderen achten.

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semistar 10.09.2017, 11:40
8. Wenn ich die ganzen "Expertenmeinungen" so höre...

... dann wird uns wohl oder übel nichts anderes übrig bleiben, als Nordkorea in gar nicht allzu ferner Zukunft als weitere Atommacht zu akzeptieren.
Ausräuchern will man ihn nicht, Sanktionen werden nicht fruchten und Verhandlungen nichts bringen. Also werden wir uns damit abfinden müssen!
Wir reden zwar immer alle schön von nuklearer Abrüstung, in Wahrheit werden es aber immer mehr Atomwaffen. Und am Ende wird lieber gekniffen, als resolut einzuschreiten. So war es schon 1938 als die Weltengemeinschaft tatenlos zugeschaut hat, als Hitler den Weltkrieg vorbereite, frei nach dem Motto "Es wird schon nicht so schlimm kommen..."

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sven2016 10.09.2017, 11:50
9.

Solange Nordkorea willens ist, Banktransaktionen zu ungünstigen Konditionen zu beauftragen, so lange werden sich Banken finden, die gerne daran verdienen.

Wie bei Mafiageschäften - da hat auch die Deutsche Bank nicht so genau hingeschaut.

Sanktionen sollten generell aber auch eine klare Zielsetzung haben: will man die Bevölkerung auf Dauer schädigen oder die Regierung zu etwas zwingen?

Ein komplettesÖlembargo wäre Letzteres - hier wird aber das Risiko eines Angriffs auf Südkorea zu hoch. M.E. heißt das, man hat aktuell keine Insteumente, um NK zu Verhandlungen zu veranlassen...

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