Forum: Politik
Uno-Resolution zu Jerusalem: Trumps diplomatisches Eigentor
AFP

Wer in der Jerusalem-Frage nicht seiner Meinung ist, dem will Donald Trump das Geld streichen: Das hat er vor einer Abstimmung der Uno-Vollversammlung angekündigt. Gut so - die Welt wird sehen, wie isoliert die USA sind.

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openminded 21.12.2017, 16:20
40.

Trump kann nur verlieren - aus Sicht des Autoren. Aus seiner Sicht kann er nur gewinnen. Entweder kann er in seinen Augen perfekt legitimiert Ausgaben kürzen oder ausreichend viele Staaten knicken ein, vielleicht auch gerade weil es sich um eine vergleichsweise unwichtige Abstimmung handelt. Dann hätte er der Welt aufgezeigt, wie mächtig er ist. (Nicht das Thema an sich ist unwichtig, aber es handelt sich - etwas überspitzt formuliert - nur um eine Abstimmung bezüglich des Textes einer Pressemitteilung.)

Wobei er natürlich einem gewaltigen Irrtum unterliegt. Kein Cent an Auslandshilfen fließt ohne machtstrategische oder wirtschaftspolitische Beweggründe. Aber offensichtlich strebt DT einen USexit aus der Weltgemeinschaft an.

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thevicar 21.12.2017, 16:20
41. Wieso

hat eigentlich ein Staat, der alle Vierteljahre zur Bank rennen muß um seinen astronomisch hohen Kredit weiter aufzustocken noch Geld zu verschenken?

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CancunMM 21.12.2017, 16:21
42.

Zitat von bullet69
habe ich weiterhin nur ein Kopfschütteln übrig. Jeder bekommt das, was er verdient. Die USA werden in die Bedeutungslisigkeit absteigen, leider mit Atomwaffen und einem unvorstellbaren Schuldenberg. Gute Nacht Amerika. Ihr seid zu blöd zum Lernen - Bush wsr schon ein Super-Gau, Trump toppt das noch.
Und wollen wir das ? Wollen wir wirklich das Länder wie China oder Russland mehr Einfluss als Ordnungsmächte haben. Oder Länder wie die Türkei auf einmal zur Gefahr für Europa werden ?

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Gegenanflug27 21.12.2017, 16:23
43. Ganz genau....

Selbstverständlich ist Jerusalem seit 3000 Jahren die Hauptstadt des Judentums, genauso wie sie seit 2000 Jahren die Hauptstadt der Christen und seit 1400 Jahren eine der drei Hauptstädte des Islam ist.
Jerusalem ist jedoch nicht die Hauptstadt des Staates Israel und jede anderslautende Behauptung, bricht das Völkerrecht.
Die Entscheidungen dieses Dorftrottels, den die USA zu ihrem Präsidenten machten, mögen Sie erfreuen, weil sie offenbar ihrem engen Weltbild entsprechen.
Ich, für meinen Teil, hoffe inständig, dass dieser "Präsident" der Dummen, diese Welt nicht in Brand setzt.

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Andraax 21.12.2017, 16:23
44.

Zitat von AndyH
Die USA können eine Menge sparen. Warum auch Geld für die erklärte Gegner verschwenden? Trump handelt wie ein Geschäftsmann. Klar und eindeutig.
Ein guter Geschäftsmann spart Geld wegen der Wirtschaftlichkeit. Trump setzt hier Erpressung ein, das ist mafiös, aber nicht wirtschaftlich. Im deutschen Recht ist Erpressung ein Straftatbestand, wirtschaftliches Handeln nicht!

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d.r.c.b. 21.12.2017, 16:26
45. War schon immer so...

... "Geld regiert die Welt"

Die Mittel der Angst und Erpressung werden eingesetzt, wie in einer modernen großen Firma eben auch. Trump setzt halt sein gelerntes Handwerkszeug konsequent ein. Inwieweit das für die USA und alle anderen Betroffenen gut oder schlecht ist, wird sich zeigen.

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derjoey 21.12.2017, 16:28
46.

Zitat von AndyH
Die USA können eine Menge sparen. Warum auch Geld für die erklärte Gegner verschwenden? Trump handelt wie ein Geschäftsmann. Klar und eindeutig.
Zum Einen ist nicht jeder, der eine Sache anders sieht, gleich ein Gegner oder gar Feind. Damit macht man sich die Denkweise Mr. Trumps zu eigen, der ausschließlich in klaren Schwarz-Weiß-Mustern denken kann.

Zum Anderen sollte gerade ein Geschäftsmann, der auch wirklich diese Bezeichnung ansatzweise verdient, den Sinn von Investitionen kennen. Ohne Not, sondern einzig und allein aus Trotz Geld zu sparen ist reichlichst kurz gedacht, wie ja auch im Artikel selbst steht. Ob man's mag oder nicht, aber Geld = Einfluss in anderen Staaten, und wenn man nichts mehr geben möchte, entsteht ein Bedarf, der dann durch andere Staaten erfüllt werden könnte.

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Indigo76 21.12.2017, 16:35
47.

Zitat von LDaniel
Na da ist der Autor ja auf einer Linie mit Erdogan, Iran, Saudi Arabien und all den islamistischen Despoten dieser Welt. Dann noch ein klar antisemitisches Titelbild (Trump mit Kippa als Symbol für die zionistische Herrschaft). Der Autor ist beschämend
Wann begreifen Menschen wie sie endlich, dass Kritik am israelischen Staat und an israelischer Politik nichts mit Antisemitismus zu tun hat?

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pragmat 21.12.2017, 16:37
48. Rechnung

Zitat von Ossifriese
Mit einer ganz kurzen Unterbrechung von 2000 Jahren bis ... 1948? Und die 2000 Jahre dazwischen gelten weniger als 1100 bis heute? Mit diesem Unsinn von sich berufen auf längst verschollene Traditionen hätten ganz andere Völker mehr Rechte. Wem gehörte z.B. dann Washington DC?
Dann machen wir doch mal die Rechnung auf. Ost-Jerusalem sollte gemäß UNO-Teilungsplan von 1948 einem Palästina-Staat angehören.

Der kam aber nicht zustande, weil die arabischen Staaten den Teilungsplan und Israel nicht anerkannten. So war dann der Ost-Teil Jerusalems von 1948 bis 1967 vom Nachbarn Jordanien besetzt.

Die Jordanier wiederum haben den Ost-Teil dann im Friedensvertarg mit Israel den Palästinensern vermacht, obwohl der seit 1967 von den Israelis besetzt ist.
Und die Moschee auf dem Tempelberg wird demgemäß auch von einer jordanischen Stiftung verwaltet, woran sich die Israelis immer gehalten haben.

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rloose 21.12.2017, 16:37
49.

Zitat von David_K_79
Verstehe ich den Kommentar richtig? Die USA sollten lieber schweigen und zahlen, als ehrlich zu sein und Demokratie- und Menschenfeinden das Geld kürzen, weil diese ansonsten wieder zu den Waffen greifen könnten....?! Nee, lieber Herr Sydow, da doch lieber Trump als diese Verlogenheit weiter zu finanzieren. Wenn in die US-Außenpolitik wieder Ehrlichkeit einkehrt, kann die westliche Demokratiegemeinschaft genau sehen, wo der Feind von Menschenrechten und Freiheit steht. Klar, für SPON ist es Trump - ein Dauerbrenner. Warten wir mal 5 Jahre ab.
War Trump nicht der, der mit den Demokratie- und Menschenfeinden in Saudi-Arabien jede Menge Rüstungsgeschäfte macht, und der, der wegen Terrorgefahr, die Einreise aus Staaten, die keine Terroristen hervorgebracht haben, verboten hat, während er gleichzeitig, die aus den Staaten, die die meisten Terroristen hervorgebracht haben, weiter zuläßt. Ich kann da alles erkennen, aber keine Ehrlichkeit. Wenn Sie allerdings damit die neue Ehrlichkeit der US-Außenpolitik meinen, dann kann man sich ja nur Ihrer vermuteten Meinung von SPON über Trump anschließen.

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