Forum: Politik
Unruhe in der SPD: Die Zombie-Partei
DPA

Was läuft falsch mit der SPD? Immer wieder treten führende Sozialdemokraten ihre eigene Partei mit Füßen. Warum bloß? Wenn dahinter ein heimlicher Todeswunsch liegt - den werden die Wähler erfüllen.

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hman2 30.07.2015, 17:27
120.

Zitat von forsell
verstehe die Aufregung um die Äusserungen von Albig überhaupt nicht -er hat nur das ausgesprochen, was innerhalb der GroKo-Partei und bei der Mehrheit der Groko-Wähler (immerhin mit fast 70% die absolute Mehrheit im Land) Meinungskonens ist.
Nein! Auch wenn's immer wieder geschrieben wird. Fakt ist: Die große Koalition wurde nur von 44 Prozent der Wahlberechtigten gewählt, also von einer Minderheit!

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garfield 30.07.2015, 17:27
121.

Zitat von sysop
Aber wenn es um die Macht im Bund geht, hat die Sozialdemokratie einfach kapituliert. Sie traut sich den Gegenentwurf nicht mehr zu.
Gegenentwurf? sPD? Für welchen Gegenentwurf sollte die wohl stehen? Ich habe noch keine Partei erlebt, die eine derartige Angst vor ihrem eigenen aufs Papier geschriebenen (mehr ist es auch nicht wert) Programm hat.
Zitat von sysop
Willy Brandt hat einst gesagt: "Es hat keinen Sinn, eine Mehrheit für die Sozialdemokraten zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein." Inzwischen, denkt man, ist es andersherum: Die Sozialdemokraten erringen keine Mehrheiten mehr, weil sie gar keine Sozialdemokraten mehr sind.
Man könnte es natürlich auch ganz positiv formulieren: Weil die sPD gemerkt hat, dass sie mit der Sozialdemokratie nichts mehr am Hut hat, hat sie eingesehen, dass man dafür auch keine Mehrheiten mehr erringen muss und KANN. Für die jetzt vertretene Politik sollen die Leute dann lieber das Original wählen. So viel Einsicht ist doch durchaus zu loben.
Zitat von sysop
Erstens: Die SPD ist keine Volkspartei mehr. Zweitens: Ohne die Linken wird auf absehbare Zeit kein Sozialdemokrat Kanzler.
Schon deshalb nicht, weil die Sozialdemokraten ja jetzt in der Linken zu finden sind und dort ihre politische Heimat haben. Sie könnten höchstens einem Kandidaten der sPD zur Kanzlerschaft verhelfen, was aber nicht das gleiche wäre - und beim aktuellen Stand der sPD: die Linken wären verrückt, so etwas zu tun.
Zitat von sysop
Vielleicht wäre es am einfachsten, die SPD würde sich auflösen. Alle Mitglieder treten geschlossen der CDU bei und bilden dort einen neuen Arbeitnehmerflügel.
Zustimmung. Wer JETZT noch in dieser Truppe Mitglied ist, geht auch als Unionsmitglied durch (bis auf die, die den Austritt aus Feigheit, Faulheit oder Tradition verschlafen haben).
Zitat von sysop
Es würde dann offensichtlich, dass wir längst das chinesische Verständnis von Demokratie angenommen haben, nach dem die Aufgabe der Regierung vor allem darin besteht, ein reibungsloses Wirtschaftsleben zu garantieren.
Dass damit der gesamte Horizont der "Alternativlosigkeiten" umrissen ist, wofür sich die neoliberalen Politiker noch zuständig fühlen, sollte inzwischen auch der Letzte gemerkt haben.

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garfield 30.07.2015, 17:28
122.

Zitat von freekmason
halten Sie die spd oder die linke etwa für linksradikal?
Doch, doch, DER Forist ganz sicher.

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danido 30.07.2015, 17:29
123.

Zitat von t.h.wolff
Mit ein wenig Grundwissen in Geschichte sollte doch klar sein, daß die Trümmerwüsten der jüngeren Deutschen Geschichte bürgerlich-konservative Großprojekte waren. So viel Sachkenntnis muß schon sein.
Die DDR war bürgerlich-konservativ..? Das glauben Sie doch wohl selbst nicht!

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claus.w.grunow 30.07.2015, 17:29
124. Links

Das Herz links, hat schon lange aufgehört zu schlagen. Das hat nun endlich auch Jacob gemerkt. Antike politische Konzepte, wie der Kommunismus und Sozialismus sind nicht mehr gefragt. Heutige Probleme (Wohlstand, Reichtum, Vollbeschäftigung, Islam, Völkerwanderungen, Pleite Nachbarn, etc.) können nur mit grundsätzlich anderen Ansätzen begegnet werden.

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andree_nalin 30.07.2015, 17:29
125. Wer hat sie (die Arbeitnehmerschaft) verraten?

Sozialdemokraten !
Wer fällt den Gewerkschaften in den Rücken ? Richtig, Sozialdemokraten.
Wer hat das zu verantworten ? Wieder richtig, Schröder und seine Steigbügelhalter.
Und diese "Volkspolitiker" sind wie unter Speed noch immer vom Erfolg ihrer Arbeit mit 2010 und H4 überzeugt.
Bis heute erklärt ein Franz Müntefering - ehemaliges Urgestein aus der Arbeiterschaft - in TV-Shows die Wichtigkeit der Rente mit 67.
Dieser Mann ist für mich nach Schröder ein weiterer Sargnagel für die SPD.
Mitglieder verprellt, Gewerkschaften düpiert, ja, den sozialen Gedanken in der Politik verunstaltet, all das und noch mehr haben blinde SPD-Mitglieder mitgetragen und zu verantworten.
Alleine schon, dass ein ehemaliger Bundeskanzler dem zur Zeit größten Kriegstreiber den Hof macht, ist einen Asbach Uralt und vor allem einen Massenausgritt aus dieser verlotterten Partei wert.

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Maya2003 30.07.2015, 17:30
126.

Zitat von RioTokio
...... Auch auf das Knebeln und Drangsalieren unserer Wirtschaft wird man sich sicher prima einigen können. Andere müssen dann später die Trümmer wieder wegräumen....
So wie nach 45 meinen Sie - oder nach 18 ?
WER hat da die Trümmer rechter Politik aufgeräumt - schon vergessen ?

Die SPD hat EINEN Fehler: Sie hat bis heute nicht erkannnt daß der Gegner IMMER SCHON rechts stand und , wie aus Ihrem Beitrag ersichtlich, immer noch steht. Anstatt sich mit dem Feind abzugeben schlägt sie lieber auf die Linke ein - man wird es ihr danken, durch Rauswurf aus der Regierung. Rechte benutzen die SPD nur, sie achten sie nicht, haben es nie und werden es nie.

Hoffentlich wacht die Rest-SPD noch auf und besinnt sich WEM sie dienen sollen und WEM garantiert nicht. Ansonsten ist sie in 10 Jahren Geschichte. Wer nicht kämpft hat schon verloren - die letzten 12 Jahre Agendapolitik machen das sehr deutlich.

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Wellness 30.07.2015, 17:31
127. Programatisch fehlgeleitet

Die Parteiführung glaubt sie kann christdemokratische Politik mit Sozialen Antlitz gestalten.Das wird nicht funktionieren!
Sie rennt Merkel hinterher und wartet auf ein belohnungskeks den sie nicht bekommt.Schröder hat die Parteikultur an die Wand gefahren Kritiker wurden ausgebotet und fähiger Nachwuchs fehl am Platz.

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tiefenrausch1968 30.07.2015, 17:31
128. Glänzend zusammengefasst

Herr Augstein trifft mit dieser Analyse ins Schwarze. Sie ist auch nicht von der Hand zu weisen, allein, warum sind logische Schlussfolgerungen und sachliche Analyse für die SPD so schwer umzusetzen? Als Ex SPD Wählerin ist dieser Haufen für mich unwählbar geworden. Was Not tut ist Rundumerneuerung, vor allem an der Spitze. Und endlich wieder echte SPD-Themen, glaubwürdig vertreten und nach der Wahl auch umgesetzt! Ansonsten ist die SPD von heute die FDP von morgen.

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WAZ 30.07.2015, 17:33
129. So ist es....

Es gibt an der SPD-Analyse von Jakob Augstein kaum etwas zu beanstanden.

Gunter Gabriel wird zur nächsten Bundestagswahl antreten, um weiter Wirtschaftsminister zu bleiben.
Das war es dann.

Gunter Gabriel ist wie Walter Steinmeier und Peer Steinbrück Protagonist von Agenda 2010. Er wird die Wähler nicht gewinnen können. Er wird untergehen. Er kann wegen dem "SPD-Sündenfall" (Schröder läßt grüßen) keine Wahl gewinnen.

Es steckt jedoch in der SPD viel Kraft und Energie.
Beweis: in 16 Bundesländern stellt die SPD neun Ministerpräsidenten; in neun von zehn Großstädten die Oberbürgermeister.

Wenn die SPD es schafft einen attraktiven und glaubwürdigen Kanzler-Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 zu präsentieren, dann werden die SPD-Mitglieder geschlossen kämpfen. Die SPD wird dann die Wahl gewinnen und auch wieder den Kanzler stellen.

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