Forum: Politik
Unruhe in der SPD: Die Zombie-Partei
DPA

Was läuft falsch mit der SPD? Immer wieder treten führende Sozialdemokraten ihre eigene Partei mit Füßen. Warum bloß? Wenn dahinter ein heimlicher Todeswunsch liegt - den werden die Wähler erfüllen.

Seite 15 von 64
analyse 30.07.2015, 17:47
140. Ja Herr Augstein,Ihr ständiger Kampf gegen Merkel und

die CDU hat also nichts genutzt! Das ganze Gerede von der Sozialdemokratisierung der CDU -falsch,umgekehrt:Die SPD hat sich immer mehr der CDU angenähert und das war auch gut so,da sich das Modell der Sozialen Marktwirtschaft als das beste weltweit herausgestellt hat (trotzdem noch verbesserungsbedürftig)Wie wollen Sozis ihre Versprechungen erfüllen,wenn sie nicht begreifen wo das Geld dafür herkommen soll! (Gabriel vor kurzem:"Wir müssen unsere Wirtschaftskompetenz verbessern)oder der Sozialist Hollande,unter dessen Führung die Wirtschaft bergab und die Arbeitslosenzahlen hoch gingen,sinngemäß:"Die deutsche Industrie möge doch etwas schlechter werden,damit die französische Industrie nachkommen kann"Wir haben doch keinen Binnenmarkt,längst konkurrieren wir mit China,Japan,USA und Korea (sucht euch aus welches Korea!)! Bei aller liebenswerten Utopie:Die Realität muß beachtet werden !

Beitrag melden
Gerd@Bundestag.de 30.07.2015, 17:47
141. Ahhh, jetzt wissen wir es endlich...

Zitat von postmaterialist2011
..... Deutschland hat ganz Europa mit in den Abgrund gezogen, nicht zu Unrecht protestieren derzeit die französischen Bauern gegen die Dumpingpreise der Deutschen. ...
Mal eine bescheiden FRage zu den franz. Bauer:
Haben nichtz auch Entehelfe in Deutschland einen Mindestlohn? (Sie mögen es schon ahnen: ja, den -zwar sind es 7,5€/Std.- bekommen auch Erntehlfer!). Und wie hieß doch gleich das Land in der EUU mit den meisten Argarsubventionen? Any idears?

Beitrag melden
ernieb 30.07.2015, 17:47
142. Der Wähler will: Rot/Rot/Grün - Die SPD nicht.

Im Bundestag gibt es bereits eine Mehrheit von Rot/Rot/Grün. Ich sehe Rot/Rot/Grün als einzige Option, die der SPD bleibt, wenn sie nicht vollkommen an Glaubwürdigkeit und Bedeutung verlieren will. Viele wünschen sich eine sozialere Politik, nicht "gemäßigt sozial" wie in der GroKo. Wer mitte/links ist wählt Grüne oder Linke. Wer mitte/rechts ist wählt CDU/CSU. Ich sehe da wenig Wählerpotential für die SPD als Juniopartner der SPD, wie sie sich seit 2005 präsentiert.

Beitrag melden
Inselbewohner 30.07.2015, 17:49
143. Es ist eigentlich viel schlimmer!

Ich habe gerade K. Tucholsky gelesen "Lerne lachen ohne zu weinen". Was der dort über die SPD der 20iger Jahre schreibt kann man eins zu eins übernehmen. Nur die Namen der Politiker und die Projekte austauschen und man hat das Ebenbild der Partei. Großkotzig, selbstverliebt, inkonzequent, liebdienerisch, Anbiederung an das Kapital bis zum erbrechen, verräterisch wenn es um ihre Genossen und das Volk geht, ohne Rückgrad und ohne einen Funken Ehrgefühl. Von Scham ob ihres tuns will ich gar nicht erst reden.
Schröder hat die SPD wieder dahin geführt wo sie unter Bebel und Konsorten schon einmal war.
Sie wird verschwinden und das ist gut so. Ich hoffe viele werden sich den Linken zu wenden dort wird man nicht so viel beschissen wie von der SPD.
Gruß HP

Beitrag melden
Tirpitz1900 30.07.2015, 17:49
144. Ich wähle

Merkel, weil ich keine Augstein Linken in Deutschland an der Macht sehen will.

Beitrag melden
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 30.07.2015, 17:49
145. der Gegenentwurf...

zur marktkonformen Demokratie wäre ein demokratiekonformer Markt. Die SPD ist das beste Beispiel dafür, dass dies langfristig offenbar nicht möglich ist. Neoliberale Ideologen, Wirtschaftslobbyisten, Oppurtunisten und selbsternannte "Pragmatiker" haben den Kern dieser Partei ausgehöhlt und den Anspruch einer "Arbeiterpartei", als welche sie einst gegründet wurde, vollkommen ins Gegenteil verkehrt.
August Bebels Grab dürfte durch die Ständigen Rotationen schon genügend Wärme für eine globale Energiewende erzeugt haben.

Beitrag melden
Astir01 30.07.2015, 17:49
146. Sie machen es sich zu einfach, Herr Augstein.

Ihre Sicht auf die SPD beschränkt sich leider lediglich auf Teile des politischen Aspektes. Ihr Niedergang hat aber noch einen demografischen und einen sozialen Aspekt.

1.) politisch:
Es ist in allen europäischen Ländern zu beobachten, dass sich die Parteien links der Mitte lieber aneinander abarbeiten als am politischen Gegner. Das scheint in der Natur der Sache zu liegen und kein rein deutsches Phänomen zu sein. Unter Merkel ist allerdings die CDU zur besseren Sozial- Partei geworden, und erhebt ihrerseits gewisse Ansprüche an Moral und Werte. (nicht jeder findet eben Schwule, Kiffer und Flüchtlinge toll)

2.) demografisch:
Die Leute, die noch an die alten Klassenkampfparolen glauben wählen entweder die Linke oder gar nicht mehr.

3.) sozial:
Niemand verortet sich selbst gerne bei den Verlierern. Solange man sich bei den "Armen", bei der Arbeiterklasse zumindest noch moralisch besser fühlen konnte und im Übrigen auf allgemeine Verbsserung hoffte, konnte man SPD wählen. Heute wählen diese Leute gar nicht mehr oder Grün.
Die "Arbeiterklasse" hat in D entweder Migrationshintergrund (und geht daher nicht wählen; wen denn auch?) oder gar keine deutschen Papiere und ist dzf. gar nicht wahlberechtigt.

Beitrag melden
hman2 30.07.2015, 17:50
147.

Zitat von viwaldi
Herr Augstein kann es einfach nicht verknusen, dass nur eine kleine Minderheit seinen verschrobenen Linksträumen folgen will - Gott sei Dank, kann ich da nur sagen.
Die "kleine Minderheit" kam bei der letzten Bundestagswahl auf 42,7 Prozent der abgegebenen Stimmen und damit auf mehr Stimmen als die Union... Die "kleine Minderheit" hätte regieren können, wenn die SPD nur gewollt hätte und ihren Lafontaine-Komplex überwunden hätte.

Beitrag melden
nonpossocapirlo 30.07.2015, 17:50
148.

Zitat von RioTokio
Derzeit sieht es ja gut aus - Wirtschaft brummt, Steuern fließen, Sozialstandard auf Weltspitzenniveau... Welches bürgerlich-konservative Großprojekt ist denn nicht so toll? Vorsichtshalber sind Sie ja komplett im Ungefähren geblieben...
Ja, supi sieht es aus!

Die europäischen Abnehmer zahlen mit Versprechen, die Russen hat man vergrätzt, der chinesische Markt bricht nach dem Börsenkollaps dort bald zusammen, Binnenmarkt seit zig Jahren rückläufig.

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter, das Problem lässt durch das Frisieren der Statistik lösen, nicht wahr?

Die Babyboomergeneration wird sich wundern, wenn sie in Rente geht.

Die europäische Idee ist inzwischen auch tot, zurück bleiben nur die Schulden aus einer gescheiterten Gemeinschaftswährung und viel, viel böses Blut.

Im Osten und Süden ist der europäische Kontinent quasi abgeschnitten, derweilen man vor der Haustür in Libyen, Syrien und der Ukraine failes states geschaffen hat. Das führt zu gewaltigen Flüchtlingsströmen und mit diesen Menschen kommen auch ihre Traditionen, Aberglauben und Konflikte.

Aber sonst ist wirklich alles supersupertoll!

Wenn man reich ist.

Beitrag melden
vielflieger_1970 30.07.2015, 17:53
149.

Zitat von claus.w.grunow
Das Herz links, hat schon lange aufgehört zu schlagen. Das hat nun endlich auch Jacob gemerkt. Antike politische Konzepte, wie der Kommunismus und Sozialismus sind nicht mehr gefragt. Heutige Probleme (Wohlstand, Reichtum, Vollbeschäftigung, Islam, Völkerwanderungen, Pleite Nachbarn, etc.) können nur mit grundsätzlich anderen Ansätzen begegnet werden.
Die da wären?

Es ist im Prinzip ganz einfach: Wohlstand für alle sichert sozialen und tatsächlichen Frieden. Da derzeit nur Die Linke dieses einfordert, ist sie auch die einzig wirklich wählbare Partei, wenn man für gerechte Einkommensverteilung und gegen Krieg ist.

Soooo uralt ist der Gedanke der sozialen Marktwirtschaft nämlich nicht, werter Mitstreiter! Die haben wir aber Dank CxU/SPD längst hinter uns gelassen.

Beitrag melden
Seite 15 von 64
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!