Forum: Politik
Unruhe in der SPD: Die Zombie-Partei
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Was läuft falsch mit der SPD? Immer wieder treten führende Sozialdemokraten ihre eigene Partei mit Füßen. Warum bloß? Wenn dahinter ein heimlicher Todeswunsch liegt - den werden die Wähler erfüllen.

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accademico 30.07.2015, 18:45
200. Die CDU ist die neue SPD

Die SPD ist kein Zombie. Sie lebt, heißt jetzt allerdings CDU.

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freespeech1 30.07.2015, 18:48
201.

Wir haben eine europäische Krise der Sozialdemokratie, kein speziell deutsches Phänomen

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onkelzahm 30.07.2015, 18:50
202.

Solange Angela weiter kandidiert, wird sogar der liebe Gott gegen sie verlieren

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torfrock 30.07.2015, 18:51
203. Zombie Partei

Über 50 Jahre habe ich die SPD gewählt.Und nun??? Ich denke es sollten sogenannte Führungspersonen in die zweite Reihe zurücktreten. Vielleicht könnte es dann wieder etwas werden mit der Politik der SOZIALEN-MARKTWIRTSCHAFT. Einige Vorschläge für die zweite Reihe: Sigmar Gabriel, Andrea Nahles, Thomas Oppermann, Heiko Maas, Yasmin Fahmini. Die SPD benötigt junge Politiker die, die Lage in der BRD richtig einschätzen. Ich denke dann könnte aus 25% wieder 35% werden.

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parisien 30.07.2015, 18:52
204. Richtig/ Falsch

Natürlich ist die SPD nicht mehr, was sie mal war : Eine Arbeiterpartei . Das liegt aber im wesentlichen daran, dass es den Arbeiter im früheren Sinn - mit der entsprechenden sozialen Klasse - nicht mehr gibt.
Sie sollte eine soziale Partei sein, die sich in erster Linie um die Arbeitnehmer kümmert, aber auch den sozial eingestellten Arbeitgeber nicht verprellt.
Dafür braucht sie ein entsprechendes Programm , mit den entsprechenden Schwerpunkten.
Nur : Das hat sie nicht , ganz im Gegenteil , sie lehnt es auch ab, ein solches aufzustellen und durchzusetzen.
Dass sich Gestalten wie Nahles ( die bei den Leihkräften den AG entgegenkommen will) überhaupt halten kann, liegt an der guten Kassenlage in D : Sie kann Wohltaten verteilen , das kommt immer gut an.
Ansonsten : Programmatische Aussagen, an denen man die Handschrift einer Sozialdemokratie erkennen könnte und an denen man deren Politiker messen könnte, gibt es schlicht nicht.

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danido 30.07.2015, 18:53
205.

Zitat von WAZ
Es gibt an der SPD-Analyse von Jakob Augstein kaum etwas zu beanstanden. Gunter Gabriel wird zur nächsten Bundestagswahl antreten, um weiter Wirtschaftsminister zu bleiben. Das war es dann. Gunter Gabriel ist wie Walter Steinmeier und Peer Steinbrück Protagonist von Agenda 2010. Er wird die Wähler nicht gewinnen können. Er wird untergehen. Er kann wegen dem "SPD-Sündenfall" (Schröder läßt grüßen) keine Wahl gewinnen.
Vielleicht sollte Gunter Gabriel einfach die Gitarre rausholen und uns was vorsingen, das kann er ja ganz gut, und dann klappts vielleicht auch mit Kanzler werden ;)

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MutzurLücke 30.07.2015, 18:53
206. Schlechte Zeiten für

Zur Erinnerung: In ihren erfolgreichsten Zeiten nach dem Krieg als "sozialdemokratische" Partei hat die SPD mit der FDP koaliert. Die hat damals vielleicht weniger Wert auf den marktliberalen Teil ihrer Agenda gelegt als heute, war aber im Grunde dieselbe Partei. Und die SPD ist auch nicht so viel anders als damals: Links aber eben nicht "Kopf-durch-die-Wand"-links.

Was anders war, waren die globalen Parameter für deutsche Politk: Etwas weiter östlich begann der Albtraum, der unweigerlich folgt, wenn stramm-linke Ideale auf machtpolitisches Alltagsgeschäft und individuelle Eigennutzoptimierung treffen, und noch weiter östlich saß zwar schon ein riesiges Produktionspotenzial, das aber aber weit davon entfernt war, mit der Effizienz und Qualität der damals noch dominanten heimischen Industriefertigung auch nur annähernd gleichzuziehen.

In dieser Situation konnte man toll Mitte-Links-Politik machen: Links von der SPD war nicht die Wand, aber der eiserne Vorhang, der die Wähler von möglicher stramm-linker Konkurrenz abschreckte. Rechts war die CDU, die so strunzkonservativ daherkam, dass selbst ein Wolfgang Bosbach noch als Junger Wilder durchgegangen wäre. Und es war Vollbeschäftigung und richtig Geld da, weil "Made in Germany" damals noch hieß "Teuer, aber viel besser" und nicht "Besser aber viel teurer" wie heute vielfach. Da konnte man soziale Wohltaten austeilen.

All das hat sich heute geändert. Die Wirtschaft kämpft um Margen, die Digitalisierung der Industrie hat dort den Kapitalbedarf hoch- und den Qualitätsvorsprung zu anderen Ländern runtergeschraubt. Die Arbeitslosenstatistik hätte jeden Kanzler in den 70ern den Job gekostet, obwohl Einige ihr bescheinigen, eine geradezu "griechische" Schönhietskur absolviert zu haben. Der Albtraum hinter der Mauer ist für Einige auf einmal eine weichgezeichnete Zeit heimeliger Kapitalismus-Unschuld, und die CDU hat es der Wirtschaft gleichgetan und von Wert- auf Kundenorientierung umgestellt. Und dabei antwortet ein Großteil der Deutschen wenn befragt, dass es zwar Alles schlecht läuft, das werte persönliche Befinden aber mindenstens "ganz gut" ist.

Das Resultat ist, dass die Nische der SPD nicht mehr den Rand des Spektrums, nicht die Jugend und auch nicht irgendwelche "Klassen" per se umfasst, sondern sich irgendwo zwischen den Stühlen in der besitzstandswahrenden Mitte des Politspektrums bewegt. Und da gibt es halt keine 45% zu holen.

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ladozs 30.07.2015, 18:54
207. Passende Beschreibung

einer untergehenden Partei. Die große Frage ist aber nun, was wir im September 2017 wählen sollen. Es klafft ein großes Loch in der Wählerliste.Also,den Sonntag verschlafen und um 18.00 Uhr die erste Hochrechnúng in totaler Verzweiflung wahrnehmen.

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hilfe-deutsche-sprache&#1 30.07.2015, 18:57
208. Der Fischkopp sagt, wie's ist.

Zitat Augstein: "Was hat der Fischkopp? War das Labskaus schlecht? Schon im März hatte Albig gesagt: "Frau Merkel verkörpert geradezu idealtypisch, was die Deutschen sich in dieser Rolle erwarten." Nein, das Labskaus war nicht schlecht. Der Satz entspricht der Realität.

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MutzurLücke 30.07.2015, 18:58
209. Super.

Zitat von forsell
@trader... in Politikkunde gilt bekanntlich der Satz dass: "Ein ganz dickes Lob des politischen Gegners und Feindes für die eigene Politik nur der Beweis für die katastrophale, eigene Politik sein kann".
Dann hat Albig es doch völlig richtig gemacht...

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