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Unruhe in der SPD: Die Zombie-Partei
DPA

Was läuft falsch mit der SPD? Immer wieder treten führende Sozialdemokraten ihre eigene Partei mit Füßen. Warum bloß? Wenn dahinter ein heimlicher Todeswunsch liegt - den werden die Wähler erfüllen.

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danido 30.07.2015, 19:59
260.

Zitat von turbomix
Niemand sprach von Linksradikalen. Wer soll das überhaupt sein? Wo gibt es die? Linksradikale gibt es nur in den Köpfen von Erzkonservativen und Nazis.
Heißt also: Egal wie radikal ein linker ist er ist niemals linksradikal. Wer aber einen radikalen linken als linksradikal bezeichnet ist ein Nazi.
Also mich überzeugt das nicht! Haben Sie noch andere Argumente?

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bergeron 30.07.2015, 20:00
261.

Zitat von forsell
verstehe die Aufregung um die Äusserungen von Albig überhaupt nicht -er hat nur das ausgesprochen, was innerhalb der GroKo-Partei und bei der Mehrheit der Groko-Wähler (immerhin mit fast 70% die absolute Mehrheit im Land) Meinungskonens ist. Namlich "dass Frau Merkel einen ausgezeichneten Job macht." Vor diesem Hintergrund sehe ich auch keinen Grund, warum die SPD als Schwesterpartei der Union noch einen eigenen Kanzlerkanditaten aufstellen müsste. Die zweite Schwesterpartei der Union -die CSU- stellt bekanntlich auch keinen eigenen Kanzlerkandidaten auf, es gab immer nur einen GEMEINSAMEN Kanzlerkanditaten -einmal durfte der Strauss ran. Es wäre also vollkommen legitim, werter Hr. Augstein, wenn das bürgerliche Lager CDU/SPD/CSU einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten für die Merkel-Wahl 2017 aufstellen würde. Demokratie-Defizite entstehen daraus nicht. Denn -mittels Umkehrschluss-Argumentation- es entsteht auch KEIN "Demokratie-Zugewinn", wenn das bürgerliche Lager CDU/SPD/CSU nun zwei, statt nur einen Kanzlerkanditaten aufstellt..
In dem Fall sollten CDU und SPD einfach fusionieren. Warum sollte ich denn SPD wählen, wenn es keinen Grund mehr für sie gibt einen eigenen Wahlkampf zu führen?

Mag sein, dass Albig nur die Wahrheit ausgesprochen hat, aber das ist mit Sicherheit nicht der Anspruch, den 95% der SPD-Mitglieder haben.

Die politischen Unterschiede zwischen den Volksparteien muss man mit der Lupe suchen. Gefühlt ist die CDU gelegentlich weiter links als die SPD. Leuten, die links der CDU wählen wollen, bleibt nicht mehr viel übrig.

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schmuggi 30.07.2015, 20:00
262. Vernichtendes Urteil...

Augstein´s vernichtendes Urteil trifft des Pudels Kern.
Ein vernichtendes Urteil über eine Partei die sich grade selber vernichtet.
Arbeitnehmerrechte, welche sich unsere Opas noch unter Lebensgefahr erkämpften, werden von den sich wohlfühlenden Gabriel und Nahles verfrühstückt.
Interne Kritik wird seit Schröder einfach weggebastat.
Wiederlich finde ich das Duckmäusertum der 2. Reihe.
Nicht alle SPD Delegierten können derart gefüttert werden.
Warum lassen sie sich das bieten?
Sind sie etwa in die Jahre gekommen und konservativ geworden?

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glueckhans5 30.07.2015, 20:03
263. Es ist vorbei

Für mich als Arbeitnehmer ist die sPD seit Schröder/Fischer unwählbar. Seitdem wird mein Lohn gedrückt und meine Altersversorgung verringert.

Ich brauche keine Partei, die sich "sozial" nennt und dann asozial handelt. Je früher diese Partei - die ich jahrzehntelang gewählt habe - untergeht, desto lieber ist mir das.

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passagier1 30.07.2015, 20:09
264. Kleiner Rückblick

Jeder der denkt Hartz 4 ist auf einen lebenslustigen VW-Manager zurückzuführen, kennt nicht die ganze Geschichte. Bereits der Namensvetter Gustav Hartz, im Jahre 1924 Mitglied der DNVP und kurzseitig Reichstagsabgeordneter, verfaßte kurz vor der Weltwirtschaftskrise 1928 sein Buch „Irrwege der deutschen Sozialpolitik und der Weg zur sozialen Freiheit“. Die „staatliche Zwangsversicherung“ wollte Hartz abschaffen und ein System der privaten Vorsorge errichten, das auf Zwangssparen hinauslief. Schon in der damaligen Schrift wurden (neben rassistischen Klischees und antisemitischen Stereotypen) die Arbeitslosen als Kunden bezeichnet. Bezogen auf heute heißt das nichts anderes als die Abschaffung des verfassungsrechtlich garantierten Sozialstaatsgebotes. Eine Partei die 80 Jahre später so etwas als Agenda aufnimmt will alleinige Regierungsverantwortung? Was kommt dann noch?

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 30.07.2015, 20:11
265. Doch, war sie...

Zitat von danido
Die DDR war bürgerlich-konservativ..? Das glauben Sie doch wohl selbst nicht!
Es heist ja gelegentlich nicht umsonst "Spießbürgersozialismus". Klar gab es in der DDR auch ein paar emanzipatorische Projekte, aber im Grunde waren da nur alte Männer am Werk, die dem Stalinismus nie so richtig entsagt haben. Und der Stalinismus enthielt nun mal einen ganzen Satz faschistoider Elemente, einschließlich nationalistisch-völkisch begrenztem denken, Militarismus und sogar Antisemitismus.

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BobbyEibl 30.07.2015, 20:12
266. Tradition und Flüchtlingsproblematik

Es wird spannend wie die SPD über 10% kommen will, wenn sie einerseits immer von "Sozialer Gerechtigkeit" tönt, andererseits aber jeden Wirtschaftsflüchtling als Fachkraft oder nicht illegal einstuft und das Geld der Steuerzahler pulverisiert. DDR, Griechenland und dann noch den Mißbrauch zumindest einiger aus EU-Mitgliedskandidaten - das ist zuviel. Der Europäische Gedanke heißt auch nicht die ganze Welt retten, v.a. wenn mind. 23 von 28 Mitgliedsstaaten so praktisch gar keine Flüchtlinge aufnehmen will; da kommt die Diktatur der Deutschen wieder mal zum tragen, um allen anderen lehrmeisterhaft zu sagen, was sie falsch machen. Offenbar vertritt Deutschland aber hier überhaupt nicht Europa und muss lernen, sich an Europa anzupassen. Die SPD wird vielleicht auch an der 5%-Hürde scheitern, weil die CDU wie die letzten Jahrzehnte mit falschen Versprechen die Masse ködert und man ihr mehr Gerechtigkeit zutraut. Aber die Tricks von Kohl funktionieren auch heute noch.

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garfield 30.07.2015, 20:12
267.

Zitat von orthonormalbürger
Ich wähl die SPD nicht mehr ( die Grünen genauso wenig). Schade dabei wäre RotRotGrün das einzig wahre im Moment. ( Natürlich muss die Linke lernen das man nur das ausgeben kann was da ist).
Was natürlich schwierig ist in einem der reichsten Länder der Welt. Und natürlich werden sofort alle Leistungsträger (mit und ohne Anführungszeichen) sämtliche Arbeit einstellen, wenn die Linke an der Regierung ist.

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garfield 30.07.2015, 20:13
268.

Zitat von RioTokio
Welcher Ideologie von gestern hänge ich an? Wie ist die Ideologie der LINKEN von der Ex-SED einzuordnen, die Augstein ja gerne in der Regierung sehen würde, vorgestern, vorjahrhundertlich, antik?
Sie haben sich soeben die erste Frage selbst mit der zweiten beantwortet.

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Fehlerfortpflanzung 30.07.2015, 20:14
269. Ehrlich

Zitat von RioTokio
Ich helfe Ihnen die SPD ist links.... .
man muß schon sehr weit rechts stehen, wenn man die SPD als links bezeichet.

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