Forum: Politik
Unruhe in der SPD: Die Zombie-Partei
DPA

Was läuft falsch mit der SPD? Immer wieder treten führende Sozialdemokraten ihre eigene Partei mit Füßen. Warum bloß? Wenn dahinter ein heimlicher Todeswunsch liegt - den werden die Wähler erfüllen.

Seite 3 von 64
l.augenstein 30.07.2015, 16:04
20. der Zustand ...

... der SPD wird am deutlichsten, wenn man sein Führungspersonal anschaut: Nahles, Oppermann, Maas und Gabriel sind in ihrem Auftreten und ihrem Tun alles, nur keine Sozialdemokraten.
Nahles geht in Ihrem Drang, der Wirtschaft zu Diensten zu sein, sogar so weit, dass sie das Grundrecht auf Streik zur Disposition stellt.
Oppermann ist ein wendehalsiger Karrierist, der über Leichen geht, Maas war bis vor kurzem noch für Datenschutz, aber als Justizminister will er davon plötzlich nichts mehr wissen und Gabriel - war der überhaupt mal Sozialdemokrat?
Machtgeilheit geht bei denen über alles. Dafür schrotten sie sogar die Partei!

Beitrag melden
GERDi 30.07.2015, 16:04
21. CDU Light

Kein Wunder, die SPD war einmal die Partei der Arbeiter, diese hat Sie aber verraten. Da ist der Hauptgrund warum diese Partei es nicht mehr schafft. Eine CDU haben wir schon, da brauche ich keine CDU light (SPD) mehr. Ein ehemaliges Mitglied

Beitrag melden
tksuper 30.07.2015, 16:04
22. Die SPD hat nur eine Chance wenn sie auf CDU macht.

Und die CDU ist mittlerweile nachdem Mutti, nach zwanzig Wendemanöver, alle CDU Grundpositionen geschliffen hat, wie die SPD.
Mainstreampolitik nennt man so was. Linksmitte Einheitspolitik. Eine Opposition (im Wörtlichen Sinne) gibt es ja auch nicht mehr wirklich.

Beitrag melden
hypnos 30.07.2015, 16:06
23. Was läuft falsch mit der SPD?

Ganz einfach: diese Partei ist nicht mehr sozialdemokratisch. Marktradikale, gegen die FDP-Parteigänger ganz blass aussehen, haben sich dem Neoliberalismus verschrieben. Vorratsdatenspeicherung, TTIP, .... Noch Fragen?

Beitrag melden
Leser161 30.07.2015, 16:06
24. Schade, aber

Es scheint als ginge die SPD den Weg der FDP in die Versenkung. Das ist einerseits schade, anderseits gut für die Demokratie. Denn wenn die SPD ins Nichts geht, müssen die Stimmen ja irgendewohin. Zunächst wohl zur CDU. Später dann vielleicht zur Linken. Und da die Linken mit der CDU never auf Bundesebene koalieren werden, haben wir dann endlich wieder eine vernünftige Opposition. Und irgendwann auch mal wieder einen Nicht-CDU-Kanzler. Oder Kanzlerin.

Beitrag melden
Marut 30.07.2015, 16:06
25. Die Wahrheit und nix als die Wahrheit

Der Artikel schildert eindrucksvoll die Lage der SPD und zeigt vor allem die Konsequenz auf: die braucht keiner mehr!
Die Führungsriege der SPD braucht dieses pseudopolitische Schmierentheater nur noch, um sich ihren Dienstwagen zu sichern und durch geschickten Umgang mit den Lobbyisten sich den lukrativen Folgejob für das Leben nach der Politik aufzubauen - doch bitte, was hat das mit mir als Wähler zu tun, oder gar mit Politik?

Und eine weitere Wahrheit benennt der Artikel auch: ohne sich mit der Linken zu arrangieren, hat die SPD keine Zukunft mehr, denn als Trittbrettfahrer von Frau Merkel ist bisher noch jeder zu Humus der Geschichte verwandelt worden.

Beitrag melden
reineralex 30.07.2015, 16:08
26. Willy Brandt dreht sich - rotierend - im Grab herum,...

...wenn er sich die Leistungen des Herrn Gabriel und seiner SPD anschaut. Davon bin ich überzeugt.
Dabei scheint es in der SPD nur "Ja-Sager" zu geben, die jedwede Wendung ihres "großen" Vorsitzenden und der Generalsekretärin mitmachen. Das entspricht übrigens ganz der CDU, die ihren Markenkern ebenfalls verloren hat.

Aber richtig ist auch, dass es genug Arbeit für die SPD gäbe, mehr als genug. Stattdessen ist sie harmlos ohne Ende. Beispiele: TTIP, Betreuungsgeld (die Verfassungswidrigkeit war klar, aber kein Konzept danach) und so manches von Herrn Augstein erwähntes.
Nein, die SPD wird weiter schrumpfen, oder aber es taucht wer mit Profil auf, um Gabriel und seine Truppe schnellstens abzulösen.

Beitrag melden
rolf.piper 30.07.2015, 16:08
27. nicht so, Genossen!

Wer soll diese alten, geistig und körperlich verfetteten Randfiguren wählen? Diese Sozialdemokraten müssten ein großes Maul haben und fest am Biertisch sitzen, was zu einer Mehrheit z.B. in Bayern reicht, aber in Denkerstädten wie ..., reicht das nur zu hinteren Plätzen!
Eine Frau Schwesig, die den Osten und den Westen kennt, die gut erzogen ist und einen ordentlichen Beruf erlernt hat, (wovon sie auch leben könnte) und, anders als Frau Harms, ein abgeschlossenes Studium aufweisen kann, wie Frau Merkel,
so eine frische, dazu auch hübsche Frau, ja so ein Weibsbild würden sogar die Bayern wählen. Also Intelligenz bei einer Bundeskanzlerin schadet durchaus nicht, siehe A.M., aber will die SPD überhaupt über den Tischrand gucken?

Beitrag melden
olicrom 30.07.2015, 16:08
28. Sehr geehrter Herr Augstein,

ich frage mich, warum Sie in ihrem Artikel nicht mit einem einzigen Wort auf die Ursache dieser Zombisierung eingehen. Es wäre ja so einfach, es hätte gereicht, an ein simples "Schr" ein schlichtes "öder" anzuhängen.
Hätten Sie diese Namen genannt, lägen, neben der dolchführenden Hand bei der Selbstentleibung der deutschen Sozialdemokratie, gleich auch Gegenwart und Zukunft auf der Hand. Denn nachdem besagter Herr in der SPD die neue deutsche Arbeitgebervertretung etabliert hat, wer bitte sollte dann noch ohne komplette Selbstaufgabe ernsthaft sozialdemokratische Politik vertreten? Richtig. Nur die, die damals auch schon an Schröders Seite standen und die heute alle noch da sind. Nur: Dahinter kommt eben nichts mehr. Nada. Dunkelheit. Und da wird auch nie wieder was kommen. Es sei denn man firmiert zukünftig als "Wirtschaftsgruppe Gabriel" innerhalb der CDU - was ehrlich wäre - oder als "Freunde historisch - politischer Folklore" innerhalb der Linken. Und wer will denn so was?
So wie ich ihren Artikel interpretiere, halten aber auch Sie insgeheim die SPD nicht für einen Zombi, sondern längst für mausetot. Sie trauen sich nur nicht, es auch offen auszusprechen. Ich denke aber, außerhalb der SPD ist das allen anderen längst bewusst. Oder?

Beitrag melden
forsell 30.07.2015, 16:10
29. Die Albig-Affäre...

verstehe die Aufregung um die Äusserungen von Albig überhaupt nicht -er hat nur das ausgesprochen, was innerhalb der GroKo-Partei und bei der Mehrheit der Groko-Wähler (immerhin mit fast 70% die absolute Mehrheit im Land) Meinungskonens ist. Namlich "dass Frau Merkel einen ausgezeichneten Job macht." Vor diesem Hintergrund sehe ich auch keinen Grund, warum die SPD als Schwesterpartei der Union noch einen eigenen Kanzlerkanditaten aufstellen müsste. Die zweite Schwesterpartei der Union -die CSU- stellt bekanntlich auch keinen eigenen Kanzlerkandidaten auf, es gab immer nur einen GEMEINSAMEN Kanzlerkanditaten -einmal durfte der Strauss ran. Es wäre also vollkommen legitim, werter Hr. Augstein, wenn das bürgerliche Lager CDU/SPD/CSU einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten für die Merkel-Wahl 2017 aufstellen würde. Demokratie-Defizite entstehen daraus nicht. Denn -mittels Umkehrschluss-Argumentation- es entsteht auch KEIN "Demokratie-Zugewinn", wenn das bürgerliche Lager CDU/SPD/CSU nun zwei, statt nur einen Kanzlerkanditaten aufstellt..

Beitrag melden
Seite 3 von 64
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!