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Unruhe in der SPD: Die Zombie-Partei
DPA

Was läuft falsch mit der SPD? Immer wieder treten führende Sozialdemokraten ihre eigene Partei mit Füßen. Warum bloß? Wenn dahinter ein heimlicher Todeswunsch liegt - den werden die Wähler erfüllen.

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postmaterialist2011 30.07.2015, 17:03
80. Sie scherzen !

Zitat von trader_07
Schröders Agenda 2010 war eine der wenigen guten Regierungs-Entscheidungen, die die SPD seit Willy Brandt hervorgebracht hat. Ende der 90er-Jahre wurde Deutschland der "kranke Mann Europas" genannt. Die Agenda 2010 war einer der wesentlichen Bausteine hin zum heutigen Zustand, wo Deutschland die in vielen Dingen führende Industrienation Europas ist.
Die Agenda 2010 war die grösste Umverteilung von Unten nach Oben die dieses Land je erlebt hat. Der grösste Leih- und Prekariatsarbeitsmarkt Europas, 1-Euro Jobs, Ich-AG, 30 Jahre gearbeitet und nach zwei Jahren auf Hartz4, kein Reallohnzuwachs in den letzten 10 Jahren. Deutschland hat ganz Europa mit in den Abgrund gezogen, nicht zu Unrecht protestieren derzeit die französischen Bauern gegen die Dumpingpreise der Deutschen. Derzeit bringt nur der chinesische Markt die deutsche Wirtschaft zum "boomen", das Ende naht und dann wird sich rächen, dass 9 Jahre gemerkelt wurde und Gabriel von Wirtschaft keine Ahnung hat. Wir sind der Einäugige unter Blinden, also kein Grund hierauf stolz zu sein, der Zug für wirkliche Innovationen im Bereich IT, Umwelttechnologie, alternative Energien ist in diesem Land längst abgefahren, aber träumen Sie ruhig weiter von der "führenden Industrienation Europas".

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derjonny 30.07.2015, 17:03
81.

Zitat von hypnos
Ganz einfach: diese Partei ist nicht mehr sozialdemokratisch. Marktradikale, gegen die FDP-Parteigänger ganz blass aussehen, haben sich dem Neoliberalismus verschrieben. Vorratsdatenspeicherung, TTIP, .... Noch Fragen?
Naja eine Dienstpolitik zugunsten von Oligopolen und Superkonzernen kann man weder als auf freie Märkte ausgerichtet, noch als liberal bezeichnen. Man schimpft immer gerne über die Oligarchen in Osteuropa und merkt nicht, dass die BRD sich längst selbst auf halber Strecke in die Oligarchie befindet.

Im Guardian habe ich mal einen interessanten Essay gelesen, dass es das gebrochene Wohlstandsversprechen des Kapitalismus, hauptursächlich für die Perspektivlosigkeit breiter Massen ist. Vor allem die jungen Menschen wenden sich mittlerweile vom freien Westen ab und z.B. den Ideologien des IS oder Ähnlichem zu. Eine einseitig auf Großkonzerne ausgerichtete Wirtschaftspolitik erodiert den Mittelstand, schafft Armut und soziales Elend. Menschen werden kaum noch als Arbeitskraft gebraucht (s. Jugendarbeitslosigkeit in vielen EU Staaten)

Ja es gibt die Möglichkeit zum Aufstieg auch heute noch. Freiheit, Demokratie, Marktwirtschaft und sozialer Wohlfahrtsstaat könnten immer noch funktionieren. Aber nur noch wenige sehen heute noch ihre Chancen. Und die Chancen die noch da sind werden weniger und kleiner, unterdrückt von eifrigen willfährigen Lobbyisten, die die Oligopole der Großen zementieren helfen. Wenn wir (mit unserem Wahlverhalten) so weitermachen, können wir die Legislative auch gleich den DAX-Konzernen überlassen.

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axeljean 30.07.2015, 17:03
82. Albig

Was hat dieser Albig in seinem Land geleistet ? Da wäre sicher ein CDU- Präsident besser gewesen . Das heisst nicht dass dies für alle Sozialisten gilt aber sicher für die alten, dicken Pöstchensucher à la Schröder!

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rempes 30.07.2015, 17:03
83. Da haben Sie

leider recht, Herr Augstein! Die SPD hat sich unwählbar gemacht. Herr Gabriel und Konsorten haben die Partei verraten und verdorben. Ich kann nicht verstehen, wie überhaupt noch irgendjemand diesen Leuten seine Stimme geben kann. Ich habe das auch jahrelang zähneknirschend getan, weil es ja einfach das geringere Übel war... aber schon seit 2008 kann ich das nicht mehr tun. Ich hoffe, auch andere hören auf, ihre Stimme an diese Opportunisten zu vergeuden und erkennen, dass die Hoffnung in diesem Fall schn lange gestorben ist. Da kommt nichts mehr. Schade. Und eine echte Abschieds- und Trauerfeier gab es auch nicht...

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skiski-bowski 30.07.2015, 17:04
84. Als ehemaliger Genosse

kann ich nur sagen, die aktuelle SPD ist alles, nur nicht sozialdemokratisch. Kein Programm, das in irgendeiner Form zukunftsweisend ist, kein Personal, das weiter denken kann als von 12 bis Mittag. Sehe ich Gabriel, Fahimi, Nahles Schwesig, Maas usw., habe ich das Essen auf. Die Partei braucht ein neues Godesberger Programm, z.B. mit einem bedingungslosen Grundeinkommen und weg von der Besteuerung des Einkommens hin zur stärkeren Besteuerung des Konsums (Lebensmittel etc. ausgenommen). Wäre ein Schritt in Richtung soziale Gerechtigkeit. Aber mit diesen traurigen Gestalten? Eher nicht.

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Untertan 2.0 30.07.2015, 17:05
85. Gegen Merkel war selbst Kohl ein Macher...

Zitat von forsell
er hat nur das ausgesprochen, was innerhalb der GroKo-Partei und bei der Mehrheit der Groko-Wähler (immerhin mit fast 70% die absolute Mehrheit im Land) Meinungskonens ist. Namlich "dass Frau Merkel einen ausgezeichneten Job macht."
Merkel macht einen Job? Hat sie etwa schon angefangen zu regieren?

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emeticart 30.07.2015, 17:06
86. Tja, ...

... da kann ich dem Herrn Augstein ausnahmsweise mal vollumfänglich zustimmen. Die SPD, hat das gleiche Problem, wie die übrigen Parteien im Bundestag: Sie macht Politik ausschließlich GEGEN das Volk und für die Industrielobbyisten. Bei der CDU, ist man das ja einigermaßen gewohnt, aber die SPD, beruft sich halt immer noch zu stark auf ihre Wurzeln, um sie dann im selben Atemzug zu verraten! Für mich, als alter Stammwähler der SPD, ist diese Partei schon seit der Wiedervereinigung unwählbar. MfG

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olicrom 30.07.2015, 17:07
87. Gibt es eigentlich die Jusos noch?

Früher konnte man da immer sehen, wer später Kanzler (zumindest Kandidat) wird. Ich hab aber seit gefühlt zwanzig Jahren nichts mehr von denen gehört. Bis auf den Moment, als dann dieser Peter Tauber Generalsekretär wurde. Da hätt ich drauf geschworen, dass ich den früher mal bei den Jusos gesehen habe.

Aber im Ernst: ich glaube wenn überhaupt noch etwas geht, dann ein radikaler Neuanfang. Die Hoffnung kann nur bei denen liegen, die heute höchsten 16 oder 17 sind. Die müssen den Laden von Grund auf neu aufbauen. Einzige Chance.

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RioTokio 30.07.2015, 17:09
88.

Zitat von t.h.wolff
Mit ein wenig Grundwissen in Geschichte sollte doch klar sein, daß die Trümmerwüsten der jüngeren Deutschen Geschichte bürgerlich-konservative Großprojekte waren. So viel Sachkenntnis muß schon sein.
Derzeit sieht es ja gut aus - Wirtschaft brummt, Steuern fließen, Sozialstandard auf Weltspitzenniveau...

Welches bürgerlich-konservative Großprojekt ist denn nicht so toll?
Vorsichtshalber sind Sie ja komplett im Ungefähren geblieben...

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Mieze Schindler 30.07.2015, 17:11
89. Die SPD verliert immer mehr an Wählern

So ist nun einmal das Los des Kleineren in einer Großen Koalition. Die schwachsinnigen Äußerungen von Herrn Albig zum Kanzlerkandidaten seiner Partei werden weitere Stimmen kosten. Die Linken und die Grünen wird's freuen.

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