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Unterstützung für Clinton: Konservative US-Zeitung erhält Morddrohung
AFP

Eine große konservative US-Zeitung stellt sich hinter Clinton - und gegen Trump. Die Folge: wütende Leserreaktionen sowie eine Morddrohung. Trump sorgt indes mit einem Spruch über "hübsche Frauen" für Aufregung.

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Art. 5 30.09.2016, 10:17
1. Das kommt davon

Dass viele Leser die Zeitung "Arizona Republic" gekündigt haben, ist doch verständlich. Niemand will seine Meinung von einer Zeitung eingehämmert bekommen, die so offensichtlich einseitig und "biased" berichtet. Leser halten sich für klug genug, sich selbst eine Meinung zu bilden und erwarten deshalb eine neutrale, ausgewogene Berichterstattung. Oft kommen die Leser dann ja zum gleichen Schluss wie die Redaktion, sie wollen aber nicht das Gefühl haben, zu dieser Einstellung manipulativ gedrängt worden zu sein.

Interessant ist, dass auch diese konservative Zeitung erklärt, Trump sei kein Konservativer. Das haben ihm ja auch schon seine erzkonservativen Rivalen im Vorwahlkampf vorgeworfen. Warum die Redaktion dann Clinton unterstützt, lässt doch nur die Folgerung zu, dass sie die konservativere Kandidatin ist, welche die Interessen des konservativen Establishments eher durchsetzen wird als Donald Trump.

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rkinfo 30.09.2016, 10:28
2. Trump ist gerade für Konservative nicht wählbar

Ronald Reagan ist immer noch der Maßstab für tolerierbare, rechte Gesinnung bei Konservativen.
Im Unterschied zu Donald Trump war Reagan ein Teamplayer, der effizient seine Politik umsetzte und auch bei den TV-Duellen überzeugte.
Die Kritik zu "autoritären" Verhalten Trumps und vor dessen "gefährlichen Worten" ist besonders im Vergleich zu Reagan nachvollziehbar.

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Darwins Affe 30.09.2016, 10:31
3. It` s the economy, stupid

1) Letztlich wird die Wahl aus wirtschaftlichen Gründen entschieden. Und da hat Trump bei der derzeitigen Lage des Mittelstands in den USA gar keine so schlechte Chancen.
2) Pseudo-Moral, Political Correctness und Politik zu verflechten zieht heutzutage nicht mehr unbedingt.
3) Ob die Wahlkampfspenden von Big Money letztlich Clinton nützen, darf bezweifelt werden.
4) Es könnte durchaus sein, dass die Amis einen Chaoten wie Trump dem Weiter-So einer Hillary Clinton vorziehen.

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jungletiger9 30.09.2016, 10:39
4.

Zitat von Art. 5
Dass viele Leser die Zeitung "Arizona Republic" gekündigt haben, ist doch verständlich. Niemand will seine Meinung von einer Zeitung eingehämmert bekommen, die so offensichtlich einseitig und "biased" berichtet. Leser halten sich für klug genug, sich selbst eine Meinung zu bilden und erwarten deshalb eine neutrale, ausgewogene Berichterstattung. Oft kommen die Leser dann ja zum gleichen Schluss wie die Redaktion, sie wollen aber nicht das Gefühl haben, zu dieser Einstellung manipulativ gedrängt worden zu sein. Interessant ist, dass auch diese konservative Zeitung erklärt, Trump sei kein Konservativer. Das haben ihm ja auch schon seine erzkonservativen Rivalen im Vorwahlkampf vorgeworfen. Warum die Redaktion dann Clinton unterstützt, lässt doch nur die Folgerung zu, dass sie die konservativere Kandidatin ist, welche die Interessen des konservativen Establishments eher durchsetzen wird als Donald Trump.
Dass sie als ausgesprochen konservative Zeitung die Groesse hat, einzugestehen, dass der Kandidat der ueblicherweise praeferierten Partei fuer das Praesidentenamt ungeeignet ist, ist ja nun gerade das Gegenteil von "einseitig und biased". Und ihr zweiter Absatz ist ein klassischer logischer Fehlschluss. Dass Trump kein Konservativer ist, heisst nicht, dass nun zwangslaeufig Clinton eine Konservative sein muss - wenn man die Wahl hat zwischen einem voellig irrationalen Nicht-Konservativen und einer (in konservativen Kreisen) nicht gerade beliebten, aber immerhin berechenbaren Nicht-Konservativen, dann ergibt die Empfehlung ebenso viel Sinn.

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Marellon 30.09.2016, 10:42
5.

Nanana.... Man muss kein Befürworter von Herrn Trump sein, um zu sehen, dass der Vorwurf, er habe verlangt, in seinen Golfclubs seien nur "hübsche Frauen" zu beschäftigen, erstens kein Vorwurf sein muss und zweitens einer näheren Wortüberprüfung unterzogen werden sollte: Erstens darf er von seinen Angestellten ein gewisses Ausssehen verlangen, zweitens hat er vielleicht "geflegtes Aussehen" verlangt oder sich "hässliche Säcke" verbeten - man weiß es nicht. Man wird ja wohl gegen Herrn Trump noch andere Argumente haben als diesen Unsinn!

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EinJemand 30.09.2016, 10:59
6.

Habt ihr auch über die brutale Jagd auf den Trump-Fan berichtet? Wurde zusammengeschlagen, Video ist auf YouTube. Oder bleibt es bei einseitiger Berichterstattung pro-Hillary?

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Art. 5 30.09.2016, 11:05
7. Gute Erfahrungen mit den Clintons gemacht

Zitat von jungletiger9
Und ihr zweiter Absatz ist ein klassischer logischer Fehlschluss. Dass Trump kein Konservativer ist, heisst nicht, dass nun zwangslaeufig Clinton eine Konservative sein muss - wenn man die Wahl hat zwischen einem voellig irrationalen Nicht-Konservativen und einer (in konservativen Kreisen) nicht gerade beliebten, aber immerhin berechenbaren Nicht-Konservativen, dann ergibt die Empfehlung ebenso viel Sinn.
Clinton ist natürlich keine echte Konservative, aber sie bedient die Interessen des konservativen Establishments genauso wie vorher ihr Mann, obwohl beide in ihren Reden immer genau gegenteilig klingen. Über Bill Clinton hat das der ehrenwerte Michael Moore in seinem Bestseller "Stupid White Men" sehr überzeugend dargestellt. Bill hatte die Gabe, sich als sozial-fortschrittlicher Politiker darzustellen, in Wirklichkeit hat er aber genau die Politik des konservativen Establishments durchgesetzt, wie z. B. die Liberalisierung der Bankengesetze, die es ihnen erst ermöglichten, die Bürger derart abzuzocken und die letztlich zu der Bankenkrise 2008 geführt hat. Moore nannte noch viele andere Beispiele, die das belegen. Daher stellt sich das Establishment so geschlossen auch hinter Hillary. Mit den Clintons hat es gute Erfahrungen gemacht.

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123egal 30.09.2016, 11:12
8.

@Marellon genau, weil Herr Trump noch nie sexistisch gewesen ist, kann der arme Mann nur missverstanden worden sein! Dieser Mann schmeißt mit flachen Platituden nur so um sich und hat ein ganz furchtbares Weltbild.

Googlen Sie mal die paar Wörter Trump +sexism +comments. Sie werden einige Antworten finden, dass das nicht der erste missverständliche Kommentar von Herrn T. war.

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breguet 30.09.2016, 11:18
9. Heute schon getrumpt?

Lieber SPON, jeden Tag ein neuer Aufreger über Trump. Gestern waren es seine Kontakte nach Kuba vor 20 Jahren, womit man mal sehen konnte um wie viele Jahre Trump Obama voraus ist. Heute sind es die hübschen Frauen. Da sollte man doch mal alle Restaurants, Cafes, Discotheken, Casinos, Clubs, Boutiquen, Juwliere, Friseure und viele andere Geschäfte untersuchen, und nachforschen ob es dort nicht ähnlich ist. Sex sells, das ist nun mal so, und da wird sich nichts daran ändern. Ich hätte in dem Zusammenhand noch eine Bitte, könnten sie nach der Wahl eine Zusammenfassung aller Artikel über Trump in einer Sonderausgabe der Printausgabe des Spiegels bringen. Ich würde das gerne gebündelt lesen und mich köstlich unterhalten.

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