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Untersuchung zu Merkels Pannenflug: Zwischenfall im Kanzler-Flugzeug bleibt rätselhaf
DPA

Warnsignale im Cockpit, ausgefallene Funksysteme: Die Situation an Bord des Kanzler-Airbus Ende November war brenzlig. Laut einem Untersuchungsbericht konnte die Ursache bislang nicht gefunden werden.

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silberstern 15.12.2018, 20:39
1. viel besser...

man könnte auch einfach Linie fliegen. Trotz Stab und Personenschutz günstiger und Linie fliegt heutzutage fast überall hin.

Aber nein, was ihnen als Antwort auf einen kleinen Defekt einfällt, ist die sehr junge Flotte gleich komplett neu zu beschaffen. Römische Dekadenz im Endstadium.

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Alias_aka_InCognito 15.12.2018, 21:06
2. Das war schlechtes Karma

Da stellt sich die Frage, ob der Regierungsflieger ein ganz normaler Airbus ist, wie ihn auch die Lufthansa fliegt oder ob das ein spezielles Flugzeug wie die amerikanische Airforce One ist.

Beim amerikanischen Modell könnte man sich vorstellen, dass da eine echte, mehrfache Redundanz aller Systeme vorhanden ist.
In dem Fall, dass mehrere Gleichrichter gleichzeitig ausfallen, müsste eigentlich bei jeder sicherheitskritischen Einrichtung Pufferbatterien zur Verfügung stehen, die bei einem Ausfall der Spannungsversorgung einen Flug von mehreren Stunden erlauben und besonders bei einem Regierungsflugzeug schon vor dem Start aufgeladen sind. Eine Raketenabwehr und elektronische Störmaßnahmen wären auch nicht schlecht.
Bei einem Airbus müssten auch Avionik, Navigationssysteme und weitere Rechnersysteme und Elektronik in bis zu dreifacher Redundanz vorhanden sein. Das ist nicht das Problem.

Für dieses im Artikel beschriebene Problem hätte ein Energiepuffer auch nichts gebracht, hier haben wohl die Rechnersysteme und Hardware-Datenbusse in ihrer Gesamtheit verrückt gespielt, so dass wohl eigentlich Spannung da war, aber die Informationsbits massiv gekippt und verzerrt waren durch asynchrone Takte, eingefrorene Chips und elektromagnetische Störungen.

Das ist etwas passiert was völlig unwahrscheinlich war und nicht reproduziert werden kann.

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Star101 15.12.2018, 21:09
3. Das ist doch lächerlich

Wenn die Luftwaffe solche Probleme mit den Regierungsflugzeugen hat, dann muss man diese halt austauschen. Solche Zustände, dass die Kanzlerin nicht zuverlässig und sicher mobil sein kann, sind für ein Land wie Deutschland doch lächerlich.

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sikasuu 15.12.2018, 21:14
4. Mit dem Gleichrichter wird der durch die Turbinen erzeugte Wechsel-

...strom bei Änderung der Spannung zu Gleichstrom für die Bordinstrumente, aber auch (... und hier fügen wir mal : " ..zur Steuerung..." ein...) für viele hydraulische Funktionen, umgewandelt.
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Das heißt aber auch, wenn das o.a. stimmt, das das Fahrwerk nicht per Hydraulik ausgefahren wurde (per Schwerkraft Notausgefahren) und das die Steuerung (auch hydraulisch oder doch elektrisch)... ...
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Alles ein wenig unklar für einen Störungsbereicht:-(
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Zu steuern war der Vogel ja noch, ....?!?!
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Kann mir nicht vorstellen, das der "Bericht so war wie er wiedergegeben wird. So widersrprüchlich arbeitet weder die BW & erst recht nicht die LH!
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Btw. Unerklärbare Fehler bei einen Muster das schon >30 Jahre fliegt & bei dem der konkrete Flieger ca halb so alt ist? Ein mal aufgetreten & nicht rekonstruierbar??? Alles sehr mystisch.
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Ob da kauf neuer Modelle ein Ausweg ist. Neuer Flieger neu unerklärlich Fehler.

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ein-berliner 15.12.2018, 21:25
5. Rätselhafte Pannen?

Da fragt sich ein Laie:
Wozu ist die Blackbox in dem Flieger eigentlich da und wozu gibt es bei Schwierigkeiten mit dem System den Hersteller wenn die Nutzer einfach nicht klar kommen?
Vielleicht sollten Fachleute an das Problem gelassen werden und warum gibt es bei den kommerziellen Maschinen gleichen Typs keine derartigen Pannen?

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heineken1 15.12.2018, 21:27
6. Hat die LH mal wieder was übrig?

Der "neue" Flieger kommt dann auch wieder von der Lufthansa? Hat ja beim A340 schon so gut funktioniert: Verkappte Staatshilfe für die "Lousy, UnFriendly, alway Too late, HAs No Service at All", indem man ihr die im Betrieb zu teure vierstrahlige A340 abnimmt.

Was gibts auf Spohrs teurer Resterampe denn aktuell so im Angebot?
Eine 747 wirds wohl kaum werden – Boeing statt Airbus geht gar nicht.
Vielleicht eine der teuren A380 im "Angebot"?

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wolfi55 15.12.2018, 21:31
7.

Zitat von Alias_aka_InCognito
Da stellt sich die Frage, ob der Regierungsflieger ein ganz normaler Airbus ist, wie ihn auch die Lufthansa fliegt oder ob das ein spezielles Flugzeug wie die amerikanische Airforce One ist. Beim amerikanischen Modell könnte man sich vorstellen, dass da eine echte, mehrfache Redundanz aller Systeme vorhanden ist. In dem Fall, dass mehrere Gleichrichter gleichzeitig ausfallen, müsste eigentlich bei jeder sicherheitskritischen Einrichtung Pufferbatterien zur Verfügung stehen, die bei einem Ausfall der Spannungsversorgung einen Flug von mehreren Stunden erlauben und besonders bei einem Regierungsflugzeug schon vor dem Start aufgeladen sind. Eine Raketenabwehr und elektronische Störmaßnahmen wären auch nicht schlecht. Bei einem Airbus müssten auch Avionik, Navigationssysteme und weitere Rechnersysteme und Elektronik in bis zu dreifacher Redundanz vorhanden sein. Das ist nicht das Problem. Für dieses im Artikel beschriebene Problem hätte ein Energiepuffer auch nichts gebracht, hier haben wohl die Rechnersysteme und Hardware-Datenbusse in ihrer Gesamtheit verrückt gespielt, so dass wohl eigentlich Spannung da war, aber die Informationsbits massiv gekippt und verzerrt waren durch asynchrone Takte, eingefrorene Chips und elektromagnetische Störungen. Das ist etwas passiert was völlig unwahrscheinlich war und nicht reproduziert werden kann.
Der Airbus hat ein Rakentenabwehrsystem und Störmaßnahmen bei Angriffen drin. Das stand sogar mal im Spiegel.

Eine A330 hätte natürlich den Charme, dass man mit dem gleichen Rating fliegen kann, zusätzlich fliegt das Ding sparsamer, aber auf den weltweit eingesetzten Routen ist der ein bisschen kritischer, vor allem im Pazifik. Und wer sagt, dass so etwas da nicht passieren kann. Da ist ja alles gleich zur A340, mit Ausnahme der Triebwerke und Teilen der Tragflächen.

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poetdale 15.12.2018, 21:40
8.

Zitat von silberstern
man könnte auch einfach Linie fliegen. Trotz Stab und Personenschutz günstiger und Linie fliegt heutzutage fast überall hin. Aber nein, was ihnen als Antwort auf einen kleinen Defekt einfällt, ist die sehr junge Flotte gleich komplett neu zu beschaffen. Römische Dekadenz im Endstadium.
Die Kanzlerin der Bundesrepublik fliegt Linie. Eine hervorragende Idee und so lebensnah.
Neben Frau Merkel sind nicht nur die Sicherheitsleute, der Stab, Minister, Staatssekretäre, Berater und die Presse an Bord, es wird auch eine Unmenge an Technik und Sicherheitsausrüstung transportiert.
Regierungsflugzeuge werden auch deutlich besser geschützt gegen Terror.
Die Dauer eines Gipfels läßt sich nie genau vorhersagen und der Terminplan eines Kanzlers ist für den normalen Bürger kaum vorstellbar.
Man muss im Zuge des allgemeinen Merkel Bashings nicht jede begründete und äußerst praktikable Form des Reisemittels spätrömische Dekadenz schimpfen.

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rico76 15.12.2018, 21:43
9. @silberstern

Was soll das Gerede von Linienflügen!? Sie ist die mächtigste und einflussreichste Frau der Welt, mit Verantwortung nicht nur für Deutschland, sondern auch weltweit sehr geschätzt und gefordert. Ihr Terminkalender platzt, sie ist quasi 24/7 im Dienst, Schlafzeit 4-6 Stunden, und das zu Bezügen, für die ein vergleichbarer Konzernchef nicht mal aufstehen würde. Jeder normale Bürger würde ihren Druck keinen Monat durchhalten. Zudem besteht eine Delegation zusätzlich aus Presse- und Wirtschaftsvertretern, Diplomaten, Dolmetscher, Assistenten, Sekretäre, Sicherheitspersonal etc., die medienunwirksam ebenso mit unterwegs sind. So einfach, wie Sie sich Ihre kleinkarierte Welt vorstellen, ist es nicht. Das erfordert viel logistisches und militärisches Know How und macht die Weiße Flotte unentbehrlich. Darüber hinaus würde es wohl ziemlich ärmlich aussehen, wenn der Führungsstab eines der reichsten Länder der Welt mit Linie daherkommt. Die ausgemusterten A340 sind trotz ihres Alters in gutem Zustand. Selbst eine 30 Jahre alte Maschine kann technisch in einem einwandfreien Zustand sein. Schliesslich werden sie im C-Check intensivst geprüft, erweitert bzw. aufgerüstet und im D-Check schliesslich zusätzlich komplett demontiert und wieder zusammengesetzt, praktisch ein "neues" Flugzeug gebaut. Kann man nicht mit Bodenfahrzeugen vergleichen.
Nichtsdestotrotz bin ich sehr für eine Neuanschaffung - meine Meinung A350-900 oder 1.000, was Besseres und Geeigneteres gibt es momentan nicht in der Luftfahrt.

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