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Unzufriedene Wähler: Wir brauchen eine Alternative für Deutschland
REUTERS

Eine Alternative für Deutschland? Her damit! Demokratie braucht Alternativen. Aber keine rassistischen. Die Parteien links der Mitte wären gefragt - und versagen. Also gibt es auch morgen Angela Merkel.

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karl_ruess 08.09.2016, 12:59
1. Auf die Wahlberechtigten kommt es an

In MV haben 60 % der Wahlberechtigten keine der im Bundestag vertretenen Parteien gewählt.

Kommen diese Parteien dem GG-Auftrag noch ausreichend nach?

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klaxklix 08.09.2016, 13:04
2. Alternativlos

Wie wahr. Bei vielen Umfragen und Meinungsäusserungen kommt heraus, dass es viele Protestwähler gibt.
Was können die wählen? Grüne... neee, Linke neee. AfD ...wenn's sein muss. Inhaltlich gibt es von der AfD nur wenig greifbares. Sie symbolisieren das Aufbrechen des 'Die da oben - wir hier unten'. Das hat erstmal mit rechts/links wenig zu tun. Seehofers Taktik nach rechts auszuscheren mag einge Wähler beruhigen, aber die Wähler, die sich aus Frust (berichtigt oder unberechtigt) sich von den etablierten Parteie abwenden, wird das nicht zurückholen.

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carn 08.09.2016, 13:07
3. Es ist faszienierend,

dass Menschen eine dezidiert vor allem die Immigrationspolitik kritisierende Partei wählen, auf Demos lauthals die Vermeidung einer Überfremdung fordern, vor Asylunterkünften randalieren und diese sogar anzünden können (letzteren 2 Dinge natürlich strafbar, weshalb sie unterbleiben sollten), aber vermeintlich intelligente und gebildete Menschen können bei der Betrachtung des ganzen nur den einen definitiven Schluss ziehen, dass
"Der Erfolg der AfD ist ein Menetekel der Unzufriedenheit. Aber es geht um Entfremdung - nicht um die Fremden. Die Leute im Nordosten haben eine Menge Probleme - zu wenig Arbeit, zu wenig Frauen, zu wenig Wärme, zu viel Sand in den Schuhen, was auch immer. Ausländer jedenfalls gehören nicht dazu."
die Unzufriedenheit natürlich nichts mit der Immigrationspolitik zu tun haben kann.

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großwolke 08.09.2016, 13:09
4. Nur noch albern

Ich finde es inzwischen einfach nur noch zum Lachen, wie hier die Großgeister alles mögliche in die AfD-Erfolge reininterpretieren, nur nicht das ganz Offensichtliche: Dass es tatsächlich ein Problem sein könnte, dass gerade DIESE Asylbewerber in solchen Massen gekommen sind, dass es gerade DIESER Kulturkreis sein könnte, vor dem auch die Angst empfinden, die das Problem in der eigenen Umgebung (noch) gar nicht in hoher Quantität erleben. Bankenrettung und Euro-Misere hatte auch die Lucke-AfD schon als Thema, und damit hat es zumeist nicht gereicht für die 5%-Hürde. Ich selber hab die AfD nach ihrer Spaltung und der Hinwendung zur Asylproblematik zwar schon im Untergang gesehen, aber offensichtlich ist es genau dieses Thema, das jetzt die Massen an die Wahlurne bringt. Ursache und Wirkung.

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pansatyr 08.09.2016, 13:09
5. warum denn etwas ändern?

Deutschland ging es noch nie so gut wie heute. Leute, die zB die AfD wählen, die nach eigenem Bekunden nicht Regierungsverantwortung übernehmen, sondern nur "Fundamentalopposition" betreiben will (so Höcke), begreife ich nicht.

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sapereaude! 08.09.2016, 13:10
6. Genug der Worte

Zitat von
Die Mehrheit der Mitte hält sich die Zumutungen der Kritik durch negative Zuschreibungen vom Leib, früher wurden die Linken als Kommunisten gehandelt, heute die AfD als Nazis. Wer so tituliert wird, fällt aus dem Diskurszusammenhang heraus. Das zeugt von einer unterentwickelten demokratischen Kultur im Land.
Schön, dass Sie das auch endlich erkennen konnten! Es sind doch Leute wie Sie, die jeden Kritiker in die rechte bzw. braune Ecke stellen. Jedwede Kritik an Dingen, die Sie so toll finden, wird als rechts, braun, nationalistisch, auslaänderfeindlich oder wie hier sogar als rassistisch diffamiert. Das macht die Sache natürlich wesentlich einfacher, weil dann nicht mehr argumentieren muss.

Um es mit einem großen Dichter zu sagen: "Der Worte sind genug gewechselt. Laßt mich auch endlich Taten sehn!"

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joG 08.09.2016, 13:11
7. Vor vielen Jahren machte ich....

....immer wieder auf das Problem der latenten Xenophobie in der deutschen Bevölkerung aufmerksam, dass derUmgang mit seiner Vergangenheit und der Zuwanderung die zu erwartenden Probleme nur vergrößere und welcher Art die Gefahren sein könnten im Zusammenhang auch schlechter EU Strukturen und falscher Erwartungen, die populistisch geweckt dann scheitern mussten. Nun haben wir den Salat und die gleichen Parteien, die sie machten weinen.

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plautz 08.09.2016, 13:11
8. Super Text...

... mal wieder klar auf den Punkt - vielen Dank!

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fliegender-robert 08.09.2016, 13:12
9. CSU bundesweit!

Eine CSU, die bundesweit antritt, wäre eine wünschenswerte "Alternative".

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