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Ursula von der Leyens möglicher neuer EU-Spitzenjob: Sail away
Mohssen Assanimoghaddam/DPA

Gorch-Fock-Desaster, Berater-Affäre, schlechte Stimmung in der Bundeswehr: Hinter den Kulissen arbeitete Ursula von der Leyen schon länger kühl auf den Absprung hin. Der mögliche EU-Topjob ist nur vermeintlich ein Überraschungs-Coup.

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SusiWombat 03.07.2019, 08:54
1.

Und die Berater reiben sich die Hände - hier winken ungleich lukrativere Verträge als auf Bundesebene. Und sicher ist es auch für Frau Merkel sehr wichtig, ihre Weggefährtin noch gut untergebracht zu haben, bevor sie sich endgültig zurückzieht. Wer ist schon der Herr Weber? Und überhaupt, er kriegt halt einen anderen Job, für CSU-Leute wird ja traditionell auch immer gesorgt. Dass dies alles den letzten Rest der EU-Idee völlig torpediert, das interessiert ganz offensichtlich niemanden mehr. Noch ein bisschen Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten - wen schert das, wo doch sonst die Gefahr bestünde, dass Uschis Reputation Flecken bekommen könnte...

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hallotach2000 03.07.2019, 08:56
2. Warum...

...muss man eigentlich in Deutschland IMMER alles madig machen??? Ich verstehe es nicht. Kommissionspräsidentin ist doch top. Dann noch eine Frau, Deutsche. Und v.d. Leyen ist dich ehrgeizig, qualifiziert und durchsetzungsstark. Was denn nun noch?
Es war schon vor Jahren klar, dass der Job in der Bundeswehr problematisch wird. War er schon immer. Dieser verfilzte Laden.
Kopf hoch. Deutschland wird Kommissionspräsidentin. Hurra!

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Watchtower 03.07.2019, 08:59
3. Gute Wahl...

Die Dame ist bestens ausgebildet, mehrsprachig, regierungserfahren, parkettsicher und in bzw außerhalb der EU SEHR GUT VERNETZT. Where is the problem, außer, dass ein paar Zeitgenossen ihr den geerbten Zustand der Bundeswehr anhängen möchten. Dass die SPD beleidigt ist, kann man verstehen, ist jedoch angesichts objektiver Kriterien zu vernachlässigen.

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Europa! 03.07.2019, 09:08
4. Macrons Meisterstück

VDL ist eine echte Politikerin, die den diplomatischen Komplikationen in Brüssel gewachsen ist und auf dem glatten internationalen Parkett genauso gute Figur machen wird wie Angela Merkel. Das EU-Parlament ist gut beraten, sie mit ähnlicher großer Mehrheit zu unterstützen wie der Europarat.

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leondor 03.07.2019, 09:12
5. SPD muss Kurs wechseln

Wenn 27 Länder Europas eine Deutsche wählen und allein Deutschland sich bei der Wahl enthalten muss, kann nur jeder Europäer (und jeder Deutsche) mit dem Kopf schütteln. Das ist das kleine Karo der SPD, Scholz, wie wir ihn kennen.
Das EU-Parlament hat seinen Einfluss selbst verspielt. Das Spitzenkandidaten-Prinzip bedeutet ja, dass nicht irgend ein Spitzenkandidat Kommissionspräsident wird, sondern der Spitzenkandidat der stärksten Gruppierung. Als SPE, Alde und Grüne sich von Weber distanzierten, beerdigten sie das Spitzenkandidaten-Prinzip und überließen dem Rat die Entscheidung. Der Rat ist übrigens genau so demokratisch legitimiert wie das Parlament. Aber ich will nicht falsch verstanden werden, von der Leyen ist aus meiner Sicht viel geeigneter als Weber für den europäischen TOP-Job.

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arr68 03.07.2019, 09:14
6. es ist immer wieder augenscheinlich,

dass Politiker, die im Bundestag kurz vorm Abschuss stehen, weil sie ihre Ressorts so gnadenlos an die Wand gefahren haben, so unerwartet nach Brüssel verschoben werden. Das spiegelt dann auch die Wichtigkeit der europäischen Organe wider. Und zeigt uns, dass die CDU weiter mjt höchster Wertschätzung dem Willen ihrer Wähler folgt, hüstel. Jedenfalls werden mit dem neuen Posten nicht nur die Ursula, sondern auch ihre Kindeskinder lukrativ versorgt sein. Und um die BW und die Gorch Fock darf sich ein anderer kümmern.

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chrissie 03.07.2019, 09:16
7. Man kann auch noch mal daran erinnern,

dass von der Leyen den BMV-Job nie wirkloich wollte, sondern Merkel zuliebe gemacht hat. Als Frau unter Männern war klar, dass ihr hier mancher Fels in den weg gelegt werden würde. dafür hat sie recht lange durchgehalten. Jetzt winkt die Belohnung. So läuft das! Viel Glück Uschi!

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RalfHenrichs 03.07.2019, 09:16
8. Wie soll sie gewählt werden?

Sollten sich Sozialdemokraten und Grüne verweigern, bleiben ihr die Stimmen von EVP und Liberale. Stimmen sie geschlossen für von der Leyen wären dies 290. Sie braucht aber 371. Der nächstgrößte Block sind die sogenannten EU-Skeptiker, das ist v.a. die polnische PiS. Wird sie sich von ihnen wählen lassen wollen? Das wären 62 und würde immer noch nicht reichen. Dann kommen die Linken, die sie auch nicht wählen werden. Danach die Rechtspopulisten um AfD und FPÖ. Fazit: von der Leyen muss, will sie gewählt werden, auf jeden Fall Stimmen aus einer Richtung bekommen, die eigentlich induskutabel sein sollte.

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lesheinen 03.07.2019, 09:16
9.

Welch ein Betrug am Wähler. Da werden Spitzenkandidaten benannt und als Lockvogel dem Wähler vorgesetzt. Nach der Wahl ist alles nicht mehr wahr und im Hinterzimmer wird ein anderer (Überraschungs-) Kandidat für das Amt ausgekungelt. Dieses üble Postengeschachere hat dem europäischen Demokratiegedanken einen Bärendienst erwiesen. Kein Wunder, dass Farage (gesprochen: Veraaasch?) über alle vier Backen strahlt. Es sind nicht die Wähler, die die EU unterminieren, es sind die für die EU verantwortlichen Regierungschefs, die ihr den Teppich wegziehen.
Ich hoffe, dass europäische Parlament zeigt Charakter und weist den Personalvorschlag der Regierungschefs zurück.

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