Forum: Politik
Ursula von der Leyens möglicher neuer EU-Spitzenjob: Sail away
Mohssen Assanimoghaddam/DPA

Gorch-Fock-Desaster, Berater-Affäre, schlechte Stimmung in der Bundeswehr: Hinter den Kulissen arbeitete Ursula von der Leyen schon länger kühl auf den Absprung hin. Der mögliche EU-Topjob ist nur vermeintlich ein Überraschungs-Coup.

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polza_mancini 03.07.2019, 11:22
100. Aha,

Zitat von Meckerer
◾dass in Argumentationen ein fairer und sachlicher Ton herrscht, auch wenn in der Sache Differenzen ausgetragen werden... SPON filtert bewusst Kommentare die andere Meinungen beinhalten. Bitte halten sie sich an ihre eigenen Regeln oder sind sie auch schon gekauft wie Carola Rakete und Greta Thunberg. Fakten in anderen Berichten zu entkräften und sie als Verschwörung darzustellen ist nicht der richtige Weg. Freie Meinungsäußerung sollte in allen Medien zulässig sein nicht nur in den ALTERNATIVEN Medien. So entsteht doch erst der Populismus und die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Jede Argumentation hat immer seine zwei Seiten!!!
dann würde ich jetzt aber auch sehr gerne was über die (sicher mit Quellen belegbare) zweite Seite zur Käuflichkeit von RaCkete und Thunberg wissen...

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taglöhner 03.07.2019, 11:23
101. Populistenfutter

Wenn man hier liest, wie viele Leute offenbar keinen Schimmer davon hatten, dass das Verfahren mit den Spitzenkandidaten ein nicht Bindendes war, wundert man sich nicht, wie sowas wie Brexit möglich ist.
Ich haben nie nie nie in keiner Veröffentlichung, Talkshow jemanden behaupten hören, der Spitzenkandidat könne vom Parlament zum Chef gewählt werden. Im Gegenteil wurde immer darauf hingewiesen, wie das rechtliche Prozedere ist und vielfach wurde klar dargestellt, dass das Verfahren als Druckmittel des Parlaments gegenüber dem Rat gedacht ist.
Wer nicht in der Lage ist zuzuhören und mitzudenken, sollte Wahlen lieber fernbleiben, finde ich.

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derwahrewutbürger 03.07.2019, 11:28
102. Jede deutsche Besetzung des KoChef ist aktuell ein Problem

Nach dem Brexit- Desaster hat der Wähler den Wert der EU erkannt und ist eifrig zur Wahlgegangen -auch weil im Wahlkampf das Prinzip der Spitzenkandidaten vermittelt wurde. Ab der Stelle wird jetzt auch nochmal klar, warum sich Frau Merkel im Wahlkampf so dünne gemacht hat.... nach der Wahl Herrn Weber als ungeeignet für den Posten zu erklären, mag zwar nicht falsch sein, ist aber aus dem Kontext der Wahl die Büxe der Pandorra in Sachen EU-Vertrauensmissbrauch. Unsere nationalen EU-Feinde stehe bald auf der Matte und stricken sich eine neue Dolchstoßlegende (auf den Wählerwillen) und es wird dagegen keine Argumente geben. Darüber hinaus werden sich die östlichen Staaten eine deutsche Kommissionschefin für ihre Zwecke, nämlich zum Steigbügelhalter(in) für das gewollte EU-Chaos machen. Unsere Ost-Freunde, die gerne bisserl weniger Demokratie wollen und eigentlich das liberale Europa hassen (was beim Hand aufhalten gerne verdrängt wird) reiben sich die Hände, weil eine deutsche Person niemals so klar auftreten und den Finger heben wird, wie Junkie oder Timmermans (deshalb gab es im Osten ja auch den Widerspruch).... mit anderen Worten: jede deutsche Besetzung dieses Postens ist ein riesengroßer Sargnagel für die EU..... man kann nur seine Fassungslosigkeit zu Ausdruck bringen. Ich habe fast den Eindruck, dass M auf ihre letzten Monate sich noch bei sämtlichen Nachwuchs-Merkels für ihre Absetzung auf ihre spezielle Art bedankt....

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n.a.i.s 03.07.2019, 11:36
103. Sehr enttäuschend aus Sicht der Demokratie

ist dieses Geschachere um wer weis was Empfindlichkeiten. Wahrlich bin ich kein Parteigänger irgend einer linken Partei, aber Hr. Schulz muss ich recht geben, das Ganze ist aus Sicht der angestrebten weiteren Demokratisierung der EU ein echtes Trauerspiel. Hat man doch mit dem Spitzenkandidatenprinzip wenigstens für etwas mehr Bürgernähe gesorgt und die Wahlbeteiligung steigern können. Aber dann stellt sich heraus, dass die Wahlergebnisse nicht respektiert werden, und man wählt aus irgendwelchen Leuten aus, die überhaupt nicht zur Wahl standen. Insbesondere der selbsterklärte Europa-Befürworter tritt hier mit seinen inzwischen leider sattsam bekannten monarchisch-feudalem Gehabe demokratische Prinzipien mit Füssen. "Mein" Ministerpräsident hat es gestern richtig gesagt, Verlierer ist die Demokratie.

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Kein Besserwisser 03.07.2019, 11:36
104. Weggelobt, der Käptän verlässt vorzeitig das sinkende Schiff!

So einfach scheint es in der Politik zu sein, erst einmal alles oder mehr in Unordnung bringen als zu ordnen und dann alles liegen und stehen lassen um aus der Unfähigkeit als Verteidigungsministerin einen anderen Job zu erhaschen und das Aufräumen und aufklären anderen zu überlasen. Das nenn ich Feigheit vor dem Feind bzw. hier passender der Realität. Ein weitere Beweis, dass unsere Politiker kein Interesse daran haben, wirkliche Arbeit zu leisten sondern nur Posten haben zu wollen.

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taglöhner 03.07.2019, 11:43
105. Beschaffungswesen

Zitat von kuac
Die Frage ist nur, wenn eine Person die Bundeswehr nicht sanieren kann, wie kann sie die EU sanieren? Woher soll sie nun die Kompetenz hernehmen? Noch mehr teure unsinnige Studien auf Kosten der Steuerzahler?
Zu Ihrer persönlichen Rolle beim Versuch der Bundeswehrsanierung kann ich nichts sagen. Auch nicht, ob das alles tatsächlich so daneben war, was man ihr seitens der Opposition vorwarf. Oder ob der Ärger beispielsweise eine Konsequenz davon ist, dass man bei grundlegenden Sanierungen notwendigerweise Leuten auf die Füße tritt. Keine Ahnung wie gesagt, aber als fachliches Indiz nehme ich ihr ausgesprochen hohes Ansehen bei den NATO-Partnern.
Die Überschneidungen von den Anforderungen beider Ämter halte ich für sehr sehr gering.

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Beat Adler 03.07.2019, 11:45
106. Wenn es der EU gut geht, dann schwimmt Deutschland in Eselsmilch...

Zitat von markniss
Macron stellt sich allen Ernstes vor die Presse und erklärt, dass die Uschi eine sehr gute Wahl für Frankreich ist, weil sie fleißend französisch spricht. Ganz Frankreich wird ihm wohl zustimmen. Man stelle sich mal vor, eine deutsche Kanzlerin würde laut aussprechen, dass sie einen Kandidaten auch deshalb unterstützt, weil der Deutsch spricht. Ganz Deutschland würde ausflippen wegen dieses schlimmen deutschen Nationalismus'. Ein schönes Beispiel für den Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland: Frankreich sucht in der EU immer vor allem nach dem eigenen Vorteil, Deutschland versucht sich durch die EU selbst abzuschaffen...
Wenn es der EU gut geht, dann schwimmt Deutschland in Eselsmilch... Nichts ist besser fuer Deutschlands Zukunft, wie wenn es der EU hervorragend geht!

Das Gleiche gilt fuer Frankreich. Das Gleiche gilt fuer die anderen 26 Staaten. Das gilt auch fuer die Schweiz und Norwegen! Nur die Haelfte der Briten, die den Brexit wollen, verstehen das (!noch!) nicht!
mfG Beat

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burgundy 03.07.2019, 11:45
107.

Zitat von taglöhner
Es wurde immer und überall betont, dass das Spitzenkandidaten-Verfahren nicht bindend ist. Wenn man nicht zuhört und nicht weiß, worüber genau man abstimmt, ist man nicht reif für die Demokratie und Populistenfutter.
Sie disqualifizieren sich mit Ihrem unnötig aggressiven Kommentar selbst als "unreif für die Demokratie und Populistenfutter".
Selbstverständlich war das nicht zuletzt eine Persönlichkeitswahl. Selbstverständlich spielten eben gerade nicht nur parteipolitische Interessen, sondern moralisch - ethische Prinzipien eine Hauptrolle, die durch die Wahl verteidigt werden sollten. Wenn jetzt genau diese Prinzipien wohlfeil ausgehebelt werden, woran soll sich ein Wähler orientieren? An einer "im Hintergrund" agierende vdL sicherlich nicht. Aber Sie haben ja so recht. In fünf Jahren wird man wieder populistisch andere Säue durchs Dorf jagen, um den Wähler als Feigenblatt an die pseudodemokratische Wahlurne (wie sollte man das anders bezeichnen?) zu bemühen. Das müsste Ihnen doch gefallen.

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ichliebeeuchdochalle 03.07.2019, 11:47
108.

Zitat von hallotach2000
...muss man eigentlich in Deutschland IMMER alles madig machen??? Ich verstehe es nicht. Kommissionspräsidentin ist doch top. Dann noch eine Frau, Deutsche.
EU bedeutet für mich eben genau das: Es ist egal, welche Nationalität jemand hat. Analog zu egal ist Hautfarbe, Religion etc.. Was zählt sind Charakter und Fähigkeiten. Sind Sie wirklich noch auf dem Trip "Hurra, ich bin Deutscher, UvdL ist eine Deutsche, also prima?" Da darf ich dann noch mal darauf hinweisen: SIE sind ZUFÄLLIG ... ohne eigenes Zutun ... in dieses Land geboren.

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karlo1952 03.07.2019, 11:47
109. Ich halte das laufende Bashing von der Leyens

für nicht angebracht. In allen ihren Ämtern vor dem Verteidigungsministerium hat sie einen guten Job gemacht und war bereits designierte Nachfolgerin für Angela Merkel. Ihr den Posten der Verteidigungsminister in zu geben war sicher falsch, der Zustand der Truppe war aber bereits von ihren Vorgängern abgewirtschaftet worden. Sie war für den Turn around, wie ihn die Truppe braucht so wenig geeignet, wie ein Schaf zur Zähmung eines Wolfsrudels. Das spricht ihr aber nicht die Eignung als EU-Kommissionspräsidentin ab. Dafür bringt sie alle Voraussetzungen mit.

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