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Ursula von der Leyens möglicher neuer EU-Spitzenjob: Sail away
Mohssen Assanimoghaddam/DPA

Gorch-Fock-Desaster, Berater-Affäre, schlechte Stimmung in der Bundeswehr: Hinter den Kulissen arbeitete Ursula von der Leyen schon länger kühl auf den Absprung hin. Der mögliche EU-Topjob ist nur vermeintlich ein Überraschungs-Coup.

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bayerns_bester 03.07.2019, 12:43
120.

Zitat von taglöhner
Es wurde immer und überall betont, dass das Spitzenkandidaten-Verfahren nicht bindend ist. Wenn man nicht zuhört und nicht weiß, worüber genau man abstimmt, ist man nicht reif für die Demokratie und Populistenfutter.
"Immer und überall" wurde das so ganz sicher nicht kommuniziert. Allenfalls im "Kleingedruckten" (in irgendwelchen Diskussionsrunden). Im Wahlkampf nach Außen hin wurde dagegen immer der Anschein gewahrt, dass das Spitzenkandidatenprinzip gilt. Davon abgesehen: Nur weil das Spitzenkandidatenverfahren nicht bindend ist, soll das jetzt gewählte Verfahren also ok sein, oder wie ist Ihr Beitrag zu verstehen? Hier wird und wurde massiv Vertrauen der Bürger in die EU zerstört. Und zuletzt: Halten Sie eine Person wie Frau vdL ernsthaft für geeignet, um diese Position Kompetenz ausfüllen zu können? Mit welchen "Leistungen" hat diese Dame sich denn Ihre Meinung verdient? Sie war doch schon nicht in der Lage, die BW auf Vordermann zu bringen. Missstände nicht abgestellt, noch ein paar neue dazu verursacht (gepaart mit unbedeutenden Dingen wie der Berateraffaire). Das spricht natürlich dafür, dass Frau vdL die EU kompetent leiten wird.

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HtFde 03.07.2019, 12:52
121. Nun ja

Zitat von taglöhner
Die Überschneidungen von den Anforderungen beider Ämter halte ich für sehr sehr gering.
Einige der Überschneidungen sind "konsequente Linie", "Führungskompetenz", "Verantwortung übernehmen statt Schuldige suchen" und "Etwas messbares als Ergebnis produzieren".

Wenn man sich den Werdegang bei der Bundeswehr ansieht, nassforsches Auftreten bei Vedrehung der Fakten, dann klammheimlicher Rückzieher (in Sachen Gewehr), etc. bleibt zu befürchten, dass es die charakterlichen Mängel sind, die Frau vdL auch für den nun avisierten Posten ungeeignet machen.

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HtFde 03.07.2019, 12:54
122. Äh, weil ...

Zitat von karlo1952
Sie war für den Turn around, wie ihn die Truppe braucht so wenig geeignet, wie ein Schaf zur Zähmung eines Wolfsrudels. Das spricht ihr aber nicht die Eignung als EU-Kommissionspräsidentin ab. Dafür bringt sie alle Voraussetzungen mit.
... die ganzen Regierungen wie in Italien, Griechenland, Polen und Ungarn so viel leichter zu handhaben sind als eine Truppe von Leuten, die unter ihrem BEFEHL standen und die sie nicht in den Griff bekommen hat. Verstehe ...

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kuac 03.07.2019, 13:02
123.

Zitat von Beat Adler
Jede internationale, auch nationale Organisation hat Reformbedarf, das bestaendig!..... Ob Person X oder Y Posten A oder B bekleidet, ist dabei ziemlich nebensaechlich! mfG Beat
Das ist mit Verlaub Humbug. Es sind immer Personen, die etwas bewegen. Sehen Sie keinen Unterschied zwischen Obama und Trump?

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cyborgpiratelaserninja 03.07.2019, 13:02
124.

Zitat von bayerns_bester
"Immer und überall" wurde das so ganz sicher nicht kommuniziert. Allenfalls im "Kleingedruckten" (in irgendwelchen Diskussionsrunden). Im Wahlkampf nach Außen hin wurde dagegen immer der Anschein gewahrt, dass das Spitzenkandidatenprinzip gilt. Davon abgesehen: Nur weil das Spitzenkandidatenverfahren nicht bindend ist, soll das jetzt gewählte Verfahren also ok sein, oder wie ist Ihr Beitrag zu verstehen? Hier wird und wurde massiv Vertrauen der Bürger in die EU zerstört. Und zuletzt: Halten Sie eine Person wie Frau vdL ernsthaft für geeignet, um diese Position Kompetenz ausfüllen zu können? Mit welchen "Leistungen" hat diese Dame sich denn Ihre Meinung verdient? Sie war doch schon nicht in der Lage, die BW auf Vordermann zu bringen. Missstände nicht abgestellt, noch ein paar neue dazu verursacht (gepaart mit unbedeutenden Dingen wie der Berateraffaire). Das spricht natürlich dafür, dass Frau vdL die EU kompetent leiten wird.
Man kann ihr nicht wirklich vorwerfen, dass sie die Bundeswehr nicht wieder auf Vordermann gebracht hat. Das könnte wohl niemand in dieser Zeit und daher habe ich es als Wähler zum Beispiel auch nicht erwartet. Es ist leider noch viel schlimmer. Sie die Lage eher verschlimmbessert. Die Bundeswehr steht weiterhin schlecht da. Sowohl beim Material als auch beim internationalen Ansehen aufgrund mangelnder Einsatzfähigkeit. Gleichzeitg hat sie das Geld mit vollen Händen an Beraterfirmen verschwendet. Auf die sogenannte Berateraffäre reagierte sie unter anderem, indem sie neue Berater engagieren lässt. Dieses Kasperletheater mag unter sehr wichtigen Anzugtärgern ausreichen, um Beschäftigung bzw. Arbeit zu simulieren. aber es ist doch einem normal denkenden Durchschnittsbürger nicht mehr zu vermitteln. Auch wegen dieser Mentatlität kriegen wir kein größeres Prohejt mehr auf die Reihe aber die Verantwortlichen sollen dann an demokratischen Prozessen vorbei noch mit Beförderungen belohnt werden? Wir reden hier übrigens über die Frau, die vor ihrer Tätigkeit als Verteidigungsministern für eine ausgeprägtere Sanktionierung von ALG II-Empfängern war. Meiner Meinung nach ein dreister Wahnsinn, der noch mehr Menschen entweder in die politische Passivität oder zu Radikalen treibt.

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taglöhner 03.07.2019, 13:29
125. selbstgefühlte Demokraten

Zitat von burgundy
Sie disqualifizieren sich mit Ihrem unnötig aggressiven Kommentar selbst als "unreif für die Demokratie und Populistenfutter". Selbstverständlich war das nicht zuletzt eine Persönlichkeitswahl. Selbstverständlich spielten eben gerade nicht nur parteipolitische Interessen, sondern moralisch - ethische Prinzipien eine Hauptrolle, die durch die Wahl verteidigt werden sollten. Wenn jetzt genau diese Prinzipien wohlfeil ausgehebelt werden, woran soll sich ein Wähler orientieren? An einer "im Hintergrund" agierende vdL sicherlich nicht. Aber Sie haben ja so recht. In fünf Jahren wird man wieder populistisch andere Säue durchs Dorf jagen, um den Wähler als Feigenblatt an die pseudodemokratische Wahlurne (wie sollte man das anders bezeichnen?) zu bemühen. Das müsste Ihnen doch gefallen.
Blabla. Wer derart Entscheidendes offenbar über Monate nicht mitbekommt oder die Mechanismen und ihre Ursachen nicht versteht und nachher deshalb oder anlässlich Anti-EU-Propaganda macht, zersetzend von Pseudodemokratie spricht hat große Defizite in staatsbürgerlicher Reife und Verantwortungsbewusstsein.
Und von welchen moralisch-ethischen Prinzipien reden Sie denn, die hier angeblich zur Wahl standen?

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Beat Adler 03.07.2019, 13:36
126. Der Vergleich von Gurken mit Wuersten ist zulaessige, weil....

Zitat von kuac
Das ist mit Verlaub Humbug. Es sind immer Personen, die etwas bewegen. Sehen Sie keinen Unterschied zwischen Obama und Trump?
Der Vergleich von Gurken mit Wuersten ist zulaessige, weil.... Beide laenglich und im Querschnitt kreisartig sind, sonst aber.... ist der Vergleich Humbug so wie zwischen dem Praesidenten der USA und dem Praesidenten der EU Komission.
mfG Beat

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spon_3653303 03.07.2019, 13:47
127. Europapolitik?

Als überzeugter Europäer wäre man schon daran interessiert, welche europapolitischen Vorstellungen Frau von der Leyen mitbringen würde.
Da man sie bei der Europawahl nicht wählen konnte, wäre dies elementar für ihre Akzeptanz bei den Wählerinnen und Wählern - die Schwierigkeiten der Kandidatin in der Bundespolitik müssen hier nicht vertieft werden!
Fest steht auf jeden Fall, dass der europäische Einigungsprozess dringend neue Impulse und Ideen braucht, die dann auch mit Nachdruck und Durchhaltevermögen umgesetzt werden - natürlich mit Unterstützung durch das Europäische Parlament. Schlimm wäre auf jeden Fall, wenn sich die EU in den nächsten Jahren darauf beschränken müsste, die Anmassungen ihrer nationalistischen bis faschistoiden Mitglieder im Osten und Süden abzuwehren - zum Hohngelächter der Herren Putin, Trump und Konsorten...

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taglöhner 03.07.2019, 13:49
128.

Zitat von bayerns_bester
"Immer und überall" wurde das so ganz sicher nicht kommuniziert. Allenfalls im "Kleingedruckten" (in irgendwelchen Diskussionsrunden). Im Wahlkampf nach Außen hin wurde dagegen immer der Anschein gewahrt, dass das Spitzenkandidatenprinzip gilt. Davon abgesehen: Nur weil das Spitzenkandidatenverfahren nicht bindend ist, soll das jetzt gewählte Verfahren also ok sein, oder wie ist Ihr Beitrag zu verstehen? Hier wird und wurde massiv Vertrauen der Bürger in die EU zerstört. Und zuletzt: Halten Sie eine Person wie Frau vdL ernsthaft für geeignet, um diese Position Kompetenz ausfüllen zu können? Mit welchen "Leistungen" hat diese Dame sich denn Ihre Meinung verdient? Sie war doch schon nicht in der Lage, die BW auf Vordermann zu bringen. Missstände nicht abgestellt, noch ein paar neue dazu verursacht (gepaart mit unbedeutenden Dingen wie der Berateraffaire). Das spricht natürlich dafür, dass Frau vdL die EU kompetent leiten wird.
Geben Sie mir zur Orientierung bitte mal den Zeitpunkt an, an dem Sie persönlich erfuhren, dass der Spitzenkandidat nicht automatisch Kommissionschef wird, auch wenn er der . Und dann gebe ich Ihnen einen Überblick, welche Veröffentlichungen auf dem von Ihnen bevorzugten Informationsquellen Sie bis dahin offenbar verpasst haben.

VdL muss ich nicht verteidigen, da ich sie nicht gewählt habe. Leute die sie besser kennen und die Regierungen aller EU-Länder haben es im Rahmen eines Personalpakets mit großer Zustimmung getan, das Parlament wird wohl folgen. Diese Entscheidung der legitimen EU-Gremien scheint großen Konsens zu erzeugen und damit trage ich sie gerne mit, anstatt beleidigt den Laden in Frage zu stellen weil mein Verein nicht gewonnen hat.

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Fuscipes 03.07.2019, 14:26
129.

"Ich habe fast den Eindruck, dass M auf ihre letzten Monate sich noch bei sämtlichen Nachwuchs-Merkels für ihre Absetzung auf ihre spezielle Art bedankt", ein häßlicher Gedanke, es wäre aber ebenso möglich, dass sich die anderen Ratsherren auf diese Weise bei Merkel bedanken, zugegeben auch nicht schöner.

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