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Ursula von der Leyens möglicher neuer EU-Spitzenjob: Sail away
Mohssen Assanimoghaddam/DPA

Gorch-Fock-Desaster, Berater-Affäre, schlechte Stimmung in der Bundeswehr: Hinter den Kulissen arbeitete Ursula von der Leyen schon länger kühl auf den Absprung hin. Der mögliche EU-Topjob ist nur vermeintlich ein Überraschungs-Coup.

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burgundy 03.07.2019, 10:33
60.

Zitat von Bakturs
Das Peter-Prinzip (auch Unfähigkeitsprinzip[1]) ist eine These von Laurence J. Peter, die besagt, dass „in einer Hierarchie […] jeder Beschäftigte dazu [neigt], bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen“. https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip Manchmal fragt man sich, wie es bloß dieser offensichtlich unfähige Typ auf den Chefsessel geschafft hat?! Und diese Frage ist nicht einmal neu: Ihr gingen bereits 1969 die US-Autoren Laurence J. Peter und Raymond Hull nach – und entdeckten dabei das Phänomen der sogenannten Spitzenunfähigkeit, besser bekannt als das Peter-Prinzip. Es sagt: In jeder Hierarchie werden Beschäftigte so lange befördert, bis sie auf einen Posten gelangen, auf dem sie inkompetent sind. Folglich, so die Autoren, sei in jedem Unternehmen jede Stelle irgendwann mit einem Mitarbeiter besetzt, der mit seiner Aufgabe völlig überfordert ist. Es entsteht eine Hierachie der Unfähigkeit… https://karrierebibel.de/peter-prinzip/
Also der vorliegende Fall demonstriert, dass das Peter - Prinzip nicht stimmen kann. Denn Frau vdL ist ja schon längst auf dieser höchsten Stufe angekommen, war sie möglicherweise schon immer. Und doch geht es zu immer höheren Weihen. Würde einen nicht wunder, wenn sie noch Päpstin würde, ganz wie dem Fischer sin Frau :-). Aber im Ernst, wenn es Interessen von außen gibt, das System also nicht in sich ruht, dann gilt das Peter - Prinzip eben nicht. Es könnte ja sein, dass gerade Unfähigkeit (und damit Manipulierbarkeit) die Fähigkeit ist, die aktuell gebraucht wird...

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Europa! 03.07.2019, 10:33
61. Einigkeit macht stark

Die Wahl im Europaparlament ist geheim. Es ist durchaus nicht damit zu rechnen, dass hier irgendeine Art von "Fraktionszwang" durchgesetzt werden kann. Ich denke, man kann sich darauf verlassen, dass die Europa-Abgeordneten keine parteipolitischen Süppchen kochen, sondern daran denken, was Europa stärker macht. Es wäre wenig überzeugend, wenn sich ausgerechnet überzeugte Europäer wie die deutschen Sozialdemokraten und Grünen gegen ein einstimmiges Votum des Europarats stellen sollten.

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olwel 03.07.2019, 10:36
62. Bin zufrieden

Demokratie geht eigentlich zwar irgendwie anders. Aber ich hatte ja auch keinen Einfluss darauf, wer mir da von den Parteien als Spitzenkandidat vor die Nase gesetzt wurde. Statt eines Mannes nun eine Frau. Weiterhin deutsch. Nur jemand aus der CDU statt aus der stets über Gebühr wahrnehmbaren Regionalpartei CSU, die nun hoffentlich auf ihre "Staatsgrenzen" eingenordet bleibt.

Wie gesagt, der Prozess war katastrophal, aber das Endergebnis ist immerhin knapp befriedigend.

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Joachim Kr. 03.07.2019, 10:38
63. Fleißig und effizient

Der Posten als Verteidigungsminister war schon immer ein Schleudersitz in D.
Die Affären waren für meinen Eindruck Affären der inneren Führung der Bundeswehr. Der ganze Apparat hat eine unfassbare Schwerfälligkeit und Beratungsresistenz.
Als Kommissionspräsidentin werden wir von ihrer Effizienz profitieren. Gute Wahl, sagt auch Macron, weil sie fließend französisch spricht - für ihn ganz sicher tatsächlich ein wichtiger Punkt!

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cyborgpiratelaserninja 03.07.2019, 10:40
64.

Zitat von Watchtower
Die Dame ist bestens ausgebildet, mehrsprachig, regierungserfahren, parkettsicher und in bzw außerhalb der EU SEHR GUT VERNETZT. Where is the problem, außer, dass ein paar Zeitgenossen ihr den geerbten Zustand der Bundeswehr anhängen möchten. Dass die SPD beleidigt ist, kann man verstehen, ist jedoch angesichts objektiver Kriterien zu vernachlässigen.
Das Spiel auf dem Parkett der Poltitik beherrscht sie vielleicht. Ergebnisorientierte Arbeit eher nicht.
Sorry aber es in Unsinn die massive Verschwendung von Steuergeldern für diverse Berater in fragwürdigen Verfahren auf ihre Vorgänger zu schieben. Die Aktion, inklusive dem Totalausfall mit Frau Suder hat sie ganz allein verbockt.
In ihren vorherigen Ämtern hat sie ebenfalls eher mittelmäßig bis schlecht funktioniert. Es reicht schon Einfach mal ihre Wikipediaseite zu überfliegen.
Ich verstehe jeden, der kein Verständnis dafür aufbringt, dass sie jetzt noch weiter gefördert bzw. befördert wird. Natürlich ist ihr Ausangspunkt etwas anders aber hat man denn aus den Reaktionen auf den geplanten Rausschmiss nach Oben für Herrn Maaßen so gar nichts gelernt? Dieses Taktieren und das Postengeschachter ist meiner Ansicht nach durchaus maßgeblich für die immer stärker werdende Politikverdrossenheit auf der einen Seite und den Zulauf populistischer Heilsversprecher.

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kuac 03.07.2019, 10:41
65.

Zitat von Elrond
Ein sehr guter Tag für Europa zwei Frauen in EU-Spitzenpositionen. Dazu kann ich nur gratulieren!
Eher ein guter Tag für die Bundeswehr.

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Omegatrust 03.07.2019, 10:41
66. Es wäre gut fürs Land

Eine Wahl von UvdL wäre mit Sicherheit nicht das Schlechteste für Deutschland. Das darf natürlich nicht sein brüllen die Sozialdemokraten! Alles nach dem Motto: Wenn schon die Partei in die Knie geht dann auch das Land.

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Beat Adler 03.07.2019, 10:41
67.

Zitat von RalfHenrichs
Sollten sich Sozialdemokraten und Grüne verweigern, bleiben ihr die Stimmen von EVP und Liberale. Stimmen sie geschlossen für von der Leyen wären dies 290. Sie braucht aber 371. Der nächstgrößte Block sind die sogenannten EU-Skeptiker, das ist v.a. die polnische PiS. Wird sie sich von ihnen wählen lassen wollen? Das wären 62 und würde immer noch nicht reichen. Dann kommen die Linken, die sie auch nicht wählen werden. Danach die Rechtspopulisten um AfD und FPÖ. Fazit: von der Leyen muss, will sie gewählt werden, auf jeden Fall Stimmen aus einer Richtung bekommen, die eigentlich induskutabel sein sollte.
Die vier Bloecke links-mitte, Sozialdemokraten und Gruene, ueber mitte Renew (Macrons Liberale) bis mitte-rechts (Merkels CDU, etc) stehen zusammen, um die Anti-EU-ler (Farage, Le Pen, Salvini, etc.) in die Schranken zu weisen. Der Beschluss steht bereits.

Die vier Posten, gemaess Vorschlag der 28 EU Statenlenker, werden dadurch alle ohne Probleme abgesegnet.
mfG Beat

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Aibo 03.07.2019, 10:43
68. @bert1966

Zitat von bert1966
Nach ihrer Ochsentour auf dem Schleudersitz des Verteidigungsministers (auf dem sich noch kein einziger Minister mit Ruhm bekleckert hat, gar nicht erfolgreich sein konnte) sei ihr das durchaus gegönnt.
Sie sind sehr jung oder (wenn man die Zahl Ihrem Forennamen als Jahrgang aufzufassen hat) geschichtsvergessen. Dieser Posten galt mal als der Probelauf für das Kanzleramt. Und bei Schmidt hat es sogar geklappt, bei Strauß, Guttenberg (und wenn man es etwas weiter interpretiert: Scharping) zum Glück nicht.

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willi.thom 03.07.2019, 10:44
69.

Die Nominierung von Frau von der Leyen hat mehrere Aspekte, die man mit kühlem Kopf betrachten sollte. A propos Kopf: Das EU--Parlament dürfte sich vor den Kopf gestoßen fühlen angesichts dieser wie üblichen Hinterzimmer-Mauschelei; hoffentlich bleiben die Abgeordneten standhaft.
Das Verteidigungsministerium wird sich freuen, ihre Skandal-und Affären-Ministerin endlich los zu sein. Fairerweise muß man aber zugeben, daß die Leitung des Verteidigungsministeriums stets einem Schleudersitz glich. Nun wird möglicherweise Frau von der Leyen ohne ihr öffentliches Zutun auf den Chefsessel der EU "geschleudert":
Frau Merkel kommt in der internationalen Presse-Kommentierung nicht gut weg. Es hätte aber noch schlimmer kommen können. Sie ist halt nicht ein Politiker-Typ a la Chrustschow, der mit dem Schuh auf den Tisch haute. Motto: wer zahlt, schafft an.
Mr. Macron wird sich als Gewinner fühlen, gut für sein angekratztes Image im Innern Frankreichs.
Die Bürger in Europa dürften angesichts dieser Hinterzimmer-Diplomatie enttäuscht sein und sich fragen, warum sie eigentlich zur Wahl gegangen sind. Insofern ist das Ergebnis dieses Personalpokers
schlecht für Europa.
Die SPD hat eigentlich keinen Grund zu meckern,, denn die EVP ist die stärkste Fraktion im EU-Parlament. Außerdem ist die SPD etwas aus der Schußlinie geraten, was bis zur Wahl in Ostdeutschland doch nicht schlecht ist.
Man darf gespannt sein, wie es nun weitergeht.

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