Forum: Politik
US-Außenpolitik: Viele Deals, wenig Fortschritt
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Der Fall Khashoggi, Nordkorea, Russland: Die Außenpolitik des US-Präsidenten ist gescheitert. Eine Kehrtwende ist überfällig, aber ist Donald Trump dazu überhaupt in der Lage?

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solynieve 18.11.2018, 18:28
30.

Zitat von Kohloe
Ja, der detusche Michel sympathisiert nicht mit Trump. Aber trotzdem. Bitte mehr neutrale Artikel! Trump hat mit Japan, China und Mexiko bessere Verträge ausgehandelt als Obama bzw. seine Vorgänger. Russland zerlegt sich komplett selbst. Wirtschaftskraft von Italien, und wie hoch war nochmal der Altersdurchschnitt? In ein par Jahren hat Russland die Hälfte seiner Bevölkerung eingebußt. Wie der Artikel richtig analysiert braucht Trump die Saudis. Noch. Aber selbst wenn die USA die Saudis aus politischen Gründen nicht mehr bräuchten, die kaufen so viele milliarden Waffen. Was genau soll da geschehen wegen einem toten Journalisten? Klar hier gehts um Trump (stellvertretend für die gesamte USA), aber was macht denn Deutschland außenpolitisch derzeit? Na? Na?
Da der Artikel über Trump handelt, weiß ich nicht, was das nun mit Deutschland zu tun hat, aber wenn wir schon mal dabei sind. Die deutsche Außenpolitik ist multilateral alleine schon aus Realismus im Beuug auf die eigenene Bedeutung in der Welt, die der Trumpadministration unilateral. Der Grund ist, das die USA Ihre vermeintliche Stärke bisher falsch eingeschätzt hat. Der Grund warum die Markmacht der USA schwindet waren keine falschen Verträge Vorgängerregierungen sondern einfach das Auftauchen eines potenteren Globalplayer als die USA, nämlich China. Für China geht es nur aufwärts. Im pazifischen Raum bekommt die Trumpadministration genau das jetzt zu spüren. Hätte man mehr auf Analyse und weniger auf Bauchgefühl gesetzt hätte man schon vorher merken dürfen, dass die USA längst nicht mehr die Macht sind, die sie mal waren. Nebenbei führt diese unitalerale Politik fast schon zwangsläufig in näherer Zukunft zu noch mehr Machtverlust.
Abgesehen davon ist natürlich die Außenpolitk Deutschlands und der EU genauso geschäftsorientiert und verlogen, wie die der USA.

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Nubari 18.11.2018, 18:32
31. Man darf sich Trump und seinem Handeln nicht mit Logik nähern

sondern eher mit forensischer Psychiatrie. Donald Trump ist ein schwer kranker Narzisst, der seine Befriedigung in der gläubigen Verehrung seiner Hardcore-Basis und in seiner eitlen Selbstwahrnehmung findet. Seine außenpolitische Manöver sind politische Stunts, mit denen er sich produziert (Nordkorea), seine Basis bedient (Migration und Rassismus) oder einfältigen Überzeugungen folgt (Zölle). Jegliches Handeln ist undurchdacht und impulsiv, Kehrtwenden unmöglich. Trump sieht sich selbst als Genie, ein Eingeständnis von Fehlern ist unvorstellbar. Nein, er wird in seinem Wahn fortfahren, weiter erratisch verfahren, sich in Krisensituationen in Phantasiewelten flüchten und jegliche Schuld Anderen zuweisen. Doch die internationalen Akteure haben die Situation verstanden; sie werden versuchen, die eigene Stellung auszubauen und und die verbleibenden zwei Jahre bis zum Ende von Trumps Periode unfallfrei durchzustehen. 2021 stellt sich die Situation dann neu dar: geschwächte USA, geschwächte Bündnisse und ein neuer Präsident, der Scherben kitten und Defizite sanieren muss. Gewinner werden Russland und China sein, wogegen Europa am Gift des Nationalismus zu sterben droht.

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urbuerger 18.11.2018, 18:37
32. Was machen Kinder, wenn ihnen zuviel Kritik entgegen gebracht wird?

Sie schmeißen alles hin und hauen ab! Trump ist Hirnmäßig auf dem Stand eines 5. Klässlers, wird ja sogar von seinen Leuten bestätigt, z.B. Mattis, Verteidigungsminister!
Aus Erfahrung mit Kindern, die überfordert werden, Weiß ich, dass sie dann gerne beginnen zu Schmollen und sich davon machen!
"Ätsch, ich Spiel nicht mehr mit" und weg sind sie!
Sollte jetzt Mueller noch etwas ausgegraben haben, mit dem er Trump direkt mit den Aktivitäten der Russen im Wahlkampf 2016 in Verbindung bekommt, wird er alles hinschmeißen und zurücktreten!!!

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g.eliot 18.11.2018, 18:41
33.

Zitat von eule_neu
Nicht das Showgebaren ist Mittel der Politik, sondern eine Diplomatie in allen Farben und Nuancen. Trump hat keinen Hang zur Diplomatie, darum ist er bislang gescheitert, zudem ist er in politischen Lösungen seiner Beamten beratungsresistent. Er will Weltpolizist sein und nutzt hierfür fragwürdige wirtschaftliche Mittel, die am Ende alles zerstören, wofür es sich lohnt, ein anständiger Präsident zu bleiben. An viele seiner Vorgänger kommt er weder geistig noch mental heran. Er arbeitet an einem Geschichtsbild, dass das tägliche Lügen, Gewaltphantasien, Herabwürdigen von Frauen, Rassismus und die Einschätzung anderer als wertlose Borger umfasst. Das Denkmuster, das ihm beigebracht wurde seitens der Familie und der Militärschule, ist auf das Böse geprägt. Hierdurch ist ihm im Grunde eine vom Menschenrechten ausgerichtete Diplomatie nicht möglich ...
Außerdem tritt er die journalistische Meinungsfreiheit mit den Füßen und behandelt Journalisten, ganz der selbsternannte Nationalist, wie Untermenschen. Es fällt auf, wie unwürdig, unhöflich und besonders frech er afroamerikanische Journalistinnen und z.B. Jim Acosta, einen Latino, dessen Vorfahren aus Kuba emigriert sind, angreift und beschimpft.

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claus7447 18.11.2018, 18:45
34. Wirklich?

Zitat von rolf.scheid.bonn
Ich mag Trump auch nicht, aber er hat Erfolg!
Die Bilanz zieht man am Ende. Donald zerstört nachhaltig Staatsstrukturen. Erfolge.... was sie aufzählen ist doch Nonsens. Trump hat keine wirklichen Erfolge vorzuweisen. Seine Steuerreform bringt nur der obersten Schicht Erleichterung.

Ja ein Thema wird er mit einer Spitzenleistung vollbringen: die höchste Verschuldung die ein POTUS in Normalzeiten verursacht hat (Obama müsste die Auswirkungen von Lehmann auf die Reihe bringen, schauen sie mal nach wieviele Firmen chapter 11 gezogen haben.)

Sein größter Deal Nordkorea, warten sie es ab....nichts wird aus dem das Papier war ein Witz. Wenn jemand dort eine Wende bringt wird es China und Russland sein...

Aber jubeln sie Donald ruhig zu... sie müssen sich die Blöße geben, nicht ich!

Wünsche gute Besserung.

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lapaula57 18.11.2018, 19:18
35.

Zitat von rolf.scheid.bonn
...ist der erste US-Präsident seit dem 19. Jahrhundert, der (noch) keine militärische Intervention im Ausland gestartet hat. Ferner hat er mit seiner unkonventionellen Art immerhin etwas Entspannung im Konflikt mit Nordkorea gebracht. Aus Syrien will er die US-Soldaten abziehen. Das alles ist positiv zu bewerten. Ansonsten hat er alte Konflikte geerbt, die er nicht verursacht hat bzw. die vor seiner Zeit entstanden sind. Wieviel Unheil hat sein Vorgänger dagegen angestellt: Interventionen in Libyen und Syrien, und alle desaströs und sinnlos. In Afghanistan, Irak und andernorts ist unter Obama nichts besser geworden. Im Gegenteil, seine Schwäche hat Putin erst ermuntert, gegen die Ukraine los zu schlagen. Die außenpolitische Bilanz von Obama ist weitaus schlechter. Trotzdem schreibt der Spiegel nur Gutes über Obama und Schlechtes über Trump. Das ist nicht objektiv. Man muss Trump nicht mögen, aber seine außenpolitische Bilanz ist bisher besser als die seiner letzten Vorgänger.
Schön mal einen Beitrag zu lesen, der sich nicht in Küchenpsychologie ergeht. Eben diese zieht sich nämlich durch dieses Forum im Sinne von " Trump will nur dem Obama alle Förmchen wegnehmen"(etc.) und wird langsam öde. Ich widerspreche Ihnen aber in der Ukraineeinschätzung. Der Putsch in der Ukraine war lange vom Westen vorbereitet und hat mit einer Schwäche Obamas nichts zu tun, leider wird dieses westliche Narrativ immer wieder bemüht, kein Wunder, es wurde uns ja auch eingeimpft.

Bin weder Fan von Trump (sollte man ja betonen, von wegen dünnes Eis und so), noch der anderen Präsidenten der letzten Jahrzehnte.

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rolf.scheid.bonn 18.11.2018, 19:30
36. US-Außenpolitik

Zitat von claus7447
Die Bilanz zieht man am Ende. Donald zerstört nachhaltig Staatsstrukturen. Erfolge.... was sie aufzählen ist doch Nonsens. Trump hat keine wirklichen Erfolge vorzuweisen. Seine Steuerreform bringt nur der obersten Schicht Erleichterung. Ja ein Thema wird er mit einer Spitzenleistung vollbringen: die höchste Verschuldung die ein POTUS in Normalzeiten verursacht hat (Obama müsste die Auswirkungen von Lehmann auf die Reihe bringen, schauen sie mal nach wieviele Firmen chapter 11 gezogen haben.) Sein größter Deal Nordkorea, warten sie es ab....nichts wird aus dem das Papier war ein Witz. Wenn jemand dort eine Wende bringt wird es China und Russland sein... Aber jubeln sie Donald ruhig zu... sie müssen sich die Blöße geben, nicht ich! Wünsche gute Besserung.
Sie scheinen vor lauter Hass auf Trump und Foristen mit anderer Meinung nicht zu erkennen, worum es geht. Um die US-Außenpolitik. Vielleicht schauen Sie sich noch mal die Überschrift des Artikels an, bevor Sie los giften. Obamas Außenpolitik war ein Desaster. Bei Trump ziehen wir eine Zwischenbilanz. Und die fällt zunächst mal besser aus als bei Obama. Trump hat immerhin zwei Konflikte beruhigt, die er ererbt hat, und zwar die in Syrien und in Korea. Die anderen Konflikte schwelen weiter, aber anders als Obama hat er keine neuen Kriege angefangen. Außerdem ist Trump unberechenbar, und das ist gut so, denn Obama war am Ende, ähnlich Carter, als Schwächling entlarvt worden, und genau deswegen sind ihnen die Gegner auf der Nase rum getanzt. Bei Trump traut sich das so schnell keiner. Und das ist gut so. ... Trump hat im Wahlkampf gesagt, er wolle sich nicht mehr überall einmischen und, anders als seine Vorgänger, anderen Staaten nicht die US-Vorstellung von Demokratie aufzwingen (womit seine Vorgänger in Libyen, Irak, Syrien, Afghanistan etc. gescheitert sind). Das ist ein fundamental besserer Ansatz. Aber hassen Sie ruhig weiter!

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claus7447 18.11.2018, 19:53
37.

Zitat von rolf.scheid.bonn
Sie scheinen vor lauter Hass auf Trump und Foristen mit anderer Meinung nicht zu erkennen, worum es geht. Um die US-Außenpolitik. Vielleicht schauen Sie sich noch mal die Überschrift des Artikels an, bevor Sie los giften. Obamas Außenpolitik war ein Desaster. Bei Trump ziehen wir eine Zwischenbilanz. Und die fällt zunächst mal besser aus als bei Obama. Trump hat immerhin zwei Konflikte beruhigt, die er ererbt hat, und zwar die in Syrien und in Korea. Die anderen Konflikte schwelen weiter, aber anders als Obama hat er keine neuen Kriege angefangen. Außerdem ist Trump unberechenbar, und das ist gut so, denn Obama war am Ende, ähnlich Carter, als Schwächling entlarvt worden, und genau deswegen sind ihnen die Gegner auf der Nase rum getanzt. Bei Trump traut sich das so schnell keiner. Und das ist gut so. ... Trump hat im Wahlkampf gesagt, er wolle sich nicht mehr überall einmischen und, anders als seine Vorgänger, anderen Staaten nicht die US-Vorstellung von Demokratie aufzwingen (womit seine Vorgänger in Libyen, Irak, Syrien, Afghanistan etc. gescheitert sind). Das ist ein fundamental besserer Ansatz. Aber hassen Sie ruhig weiter!
Sie müssen einen tiefen glauben haben! Da kann man sie nur beglückwünschen. Aber glauben sie mir.... er wird scheitern!

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rolf.scheid.bonn 18.11.2018, 20:32
38. Irrglaube

Zitat von claus7447
Sie müssen einen tiefen glauben haben! Da kann man sie nur beglückwünschen. Aber glauben sie mir.... er wird scheitern!
Ist das alles? Ich lasse Ihnen Ihren Glauben. Aber ich glaube gar nichts. Betrachten Sie es doch mal ganz nüchtern ohne Anti-Trump-Schaum vor dem Mund: Es ist doch so, dass Trumps außenpolitische Zwischenbilanz weniger schlecht ausfällt als bei seinen Vorgängern. Gemessen an den letzten US-Präsidenten muss man ja schon froh sein, dass er keinen neuen Krieg angefangen und sogar zwei Konfliktfelder beruhigt hat. Seine Vorgänger haben nur Kriege angezettelt, Öl ins Feuer geschüttet oder stümperhaft alles schlimmer gemacht. Ansonsten hat der erratische Unsympath Trump viele Probleme von seinen Vorgängern geerbt, aber das kann man ihm nicht ernsthaft vorwerfen. Die Vorgänger sind an der Lösung der Probleme ja auch gescheitert. Ich finde es jedenfalls sehr gut, dass sich die USA unter Trump weniger in die Politik und Kriege anderer Länder einmischen wollen. Gut so! Sehr gut sogar. Weniger Einfluss der USA in Europa fände ich übrigens auch gut. Hoffentlich bleibt Trump dabei.

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altais 18.11.2018, 21:58
39.

Zitat von rolf.scheid.bonn
Ist das alles? Ich lasse Ihnen Ihren Glauben. Aber ich glaube gar nichts. Betrachten Sie es doch mal ganz nüchtern ohne Anti-Trump-Schaum vor dem Mund: Es ist doch so, dass Trumps außenpolitische Zwischenbilanz weniger schlecht ausfällt als bei seinen Vorgängern. Gemessen an den letzten US-Präsidenten muss man ja schon froh sein, dass er keinen neuen Krieg angefangen und sogar zwei Konfliktfelder beruhigt hat. Seine Vorgänger haben nur Kriege angezettelt, Öl ins Feuer geschüttet oder stümperhaft alles schlimmer gemacht. Ansonsten hat der erratische Unsympath Trump viele Probleme von seinen Vorgängern geerbt, aber das kann man ihm nicht ernsthaft vorwerfen. Die Vorgänger sind an der Lösung der Probleme ja auch gescheitert. Ich finde es jedenfalls sehr gut, dass sich die USA unter Trump weniger in die Politik und Kriege anderer Länder einmischen wollen. Gut so! Sehr gut sogar. Weniger Einfluss der USA in Europa fände ich übrigens auch gut. Hoffentlich bleibt Trump dabei.
Wo Sie doch Trumps Außenpolitik so genau kennen, und festgestellt haben, dass er sich weniger in Politik anderer Länder einmischen will, wie erklären Sie den frisch vereinbarten Aufbau einer Militärbasis in Papua-Neuguinea? Was will USA dort? Bestimmt nur Gutes....

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