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US-Blick auf Obama-Besuch: Germany? Ganz weit weg
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Der Präsident ist in Deutschland, daheim bekommt's kaum einer mit: Barack Obamas Berlin-Besuch spielte keine große Rolle in den USA. Ein bisschen interessanter war schon die Kanzlerin.

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Neinsowas 19.06.2013, 23:15
10. wirklich, lieber SPON,...

...bla bla bla.
Obama kam vom G8 Gipfel. Glauben Sie nicht, dass diese gesamte Reise präzisiös vorbereitet war, dass seine sämtlichen Mitarbeiter daran gefeilt haben, was und wie wo zu sagen ist? Dass die Rede von Obama im Grossen und Ganzen bekannt war und dass er bereits spätestens auf dem G8 Gipfel Putins Meinung zum Atomwaffenabbau entgegengenommen hatte?

Ein Präsident der USA schwätzt nicht einfach drauf los - er macht strategische Weltpolitik. Seine Rede war vorher gut überlegt, von Deutschland-Kennern beraten. Die Anspielung auf Kennedy kam nicht von ungefähr...an diesen damals so überbauten Satz: "Ich bin ein Berliner" liess sich anknüpfen.
Der Besuch in Berlin hatte deutliche Gründe: Man will die Freihandelszone mit der EU, speziell mit D. Man will von D Rückendeckung in Fragen wie Syrien und Einsatz von Drohnen.

Obama macht keine Reise, um gefeiert zu werden. Auch, wenn Frau Merkel ihn dutzt und er galant die Hand um sie legt....Es gelten alleine taktische Gründe.
Insofern müssen die USA auch nicht aufschreien. Wir schreien ja auch nicht auf, wenn Merkel in China weilt oder Westerwelle in Saudi Arabien....
Aus seiner Rede habe ich herausgehört, dass er den "freien Handel" als Segen in die ganze Welt bringen will, "anstatt Krieg".
Klar, Krieg ist nicht schön. Aber was er freien Handel nennt, muss doch ebenso zu Lasten der Armen, nichts-Habenden gehen!
Man nehme als Beispiel nur Monsanto...diese Methoden sollen die Welt retten?
Hat er das nicht verstanden, weil er Amerikaner ist? Weil er dem Geldadel verpflichtet ist?
Sieht er nicht, was die Banken, Goldman & Sachs anrichten?

Könnt Ihr seine Rede nicht mal richtig analysieren, als nur Effekthascherei zu betreiben? Wohin führt uns die amerikanische Politik?
Was will er und was kann er und was darf er, der Mr. President? Und wie stellt sich D, bzw. Europa dazu?

Das wären doch mal journalistische Fragen!

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taglöhner 19.06.2013, 23:37
11.

ich habe seine Rede am Brandenburger Tor Live in voller Länge auf CNN verfolgt. So ganz unbeachtet war's wohl doch nicht.

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skymind 20.06.2013, 00:01
12. War doch klar

Hier wird ein Riesen Zinnober um den Besuch veranstaltet, Millionen Steuergelder verschwendet (die für die Opfer der Hochwasser Katastrophe sinnvoller zu verwenden wären), in die Grundrechte von Anwohnern eingegriffen - und in den USA selbst interessierts kein Schwein...

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vipix 20.06.2013, 00:03
13. hier ist der Link

wer hier fragt wo der NY Times Link zu Merkel : Merkel Challenges Obama on Surveillance ist, hier geht es lang. Viel Spass http://www.nytimes.com/2013/06/20/world/europe/obama-in-germany.html?hpw&_r=0

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agash 20.06.2013, 00:09
14. So uninteressant...

kann der Berlin-Besuch in den USA nicht gewesen sein, Inhalte der Rede sind aktuell das Titelthema der Huffington Post und soooo unwichtig ist dieses Medium ja nun nicht.

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irreal 20.06.2013, 00:22
15. Natürlich ist Deutschland weit weg von vielen Bürgern in der USA.

Zitat von sysop
Der Präsident ist in Deutschland, daheim bekommt's kaum einer mit: Barack Obamas Berlin-Besuch spielte keine große Rolle in den USA. Ein bisschen interessanter war schon die Kanzlerin.
Fragen Sie doch mal wieviele in Deutschland der ganz normalen Bürger weiß wo und wie die geologische Lage einzelner Bundestaaten der USA liegen. Das wissen die meisten nicht.
Die meisten normalen Bürger haben ganz andere probleme und in der USA besonders.

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zufriedener_single 20.06.2013, 00:26
16. Berlin

Deutschland ist halt Provinz.

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zippzapp 20.06.2013, 00:38
17.

Lieber SPON, bis auf Fox News (Wen wundert das wirklich, wenn es um Obama geht?) waren sämtliche amerikanischen Nachrichtensender live dabei, als Obama seine Rede hielt. "Germany? Ganz weit weg" ist dann einfach mal Stuss.
Die eher zurückhaltende Reaktion geht darauf zurück, dass schon vorher durchgesickert war, dass die wichtigste Aussage die Reduzierung der Zahl der einsatzbereiten Nuklearsprengköpfe sein wird.

Für mich hat das zwei Aspekte:
Einerseits erachte ich persönlich das als ziemlich großen Wurf. Denn auch für Atomwaffen gilt ein einfaches Prinzip: Wenn jemand eine Waffe in die Hand nimmt, wird irgendwann jemand von einer Kugel getroffen.
Heißt im Umkehrschluss: Wer vor Atomwaffen sicher sein will, braucht keine eigenen, sondern muss die vorhandenen aus der Welt schaffen.

Andererseits darf man eine kleine Passage hier nicht vergessen: Er sprach auch davon, dass das Abschreckungspotential nicht geringer wird.
Anders gesagt: Gleiche Zerstörungskraft bei reduzierter Anzahl der Waffen.
Das liegt voll auf Linie seiner Politik. Die Streitkräfte werden kleiner, ihre Schlagkraft aber durch Modernisierung mindestens erhalten, wenn nicht sogar gesteigert.
Insofern: Kein großer Wurf, sondern gleichbleibende Poltik unter anderem Namen mit viel Trara neu verkündet.

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b.oreilly 20.06.2013, 01:01
18.

Zitat von dongerdo
Ist es wirklich so schwer die Quellen zu verlinken? Tut ein Verweis auf den NY Times Artikel körperlich weh?
bitte, hier haben sie es:
http://www.nytimes.com/2013/06/20/wo...ref=world&_r=0

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lachender lemur 20.06.2013, 01:03
19. Neuland

Zitat von bild-leser
Angela Merkels "Neuland"-Bemerkung war eine sehr subtil und diplomatische vorgetragene Kritik an der Art und Weise, wie Obama das Netz nutzt.
Sehr subtiler Humor, den Sie da üben, so als Bild-Leser.

Die Neuland-Aufregung ist lächerlich und wie jede gewollte Empörung fällt sie auf ihre Mitmacher zurück. Natürlich ist das Internet nichts womit wir über 30jährigen aufgewachsen sind - daher Neuland, etwas, wozu wir eine Beziehung erst verspätet aufbauen mußten. Es fühlt nicht wie zu Hause. Das ist bei meinen Kindern ganz anders.

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