Forum: Politik
US-Bundesstaat Georgia: Demokratin Abrams klagt auf Zählung aller Stimmen
AP

Wer wird Gouverneur im US-Bundesstaat Georgia? Die demokratische Kandidatin Abrams klagt jetzt auf Auszählung von bislang ungezählten Stimmen. Kann sie noch eine Stichwahl erzwingen?

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BäckerGeselle42 12.11.2018, 10:59
1. Zu gönnen wäre es ihr

Wenn man sich ansieht, was in Georgia alles gelaufen ist, da kann man wirklich nur noch von Bananenrepublik sprechen.

So einer wie Kemp gehört nicht in die Politik, der gehört ins Gefängnis.

Ansonsten wundert man sich nur noch: in Colorada, Washington oder Oregon wählen alle Bürger per Post. Die haben eine Wahlbeteilung weit über dem Durchschnitt, keine Schlangen, keinen Ärger mit "voter ID laws", einfach nur Bürger die per Post wählen.

Wenn man sieht, wie einfach das geht, und wie gut es in der Praxis funktioniert, muss man sich schon wundern, welches Theater da andernorts veranstaltet wird.

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christerix 12.11.2018, 11:02
3. Kemp und Trump sind Schande für die Demokratie

Die Republikaner werden mir immer unsympathischer, wie sie zunehmend die Werte zerstören, denen sich die USA eigentlich verpflichtet gefühlt haben. Die Republikaner werden zunehmend zur Schande für die USA, für die Demokratie - sie besudeln das Erbe der Gründer der USA. Thomas Jefferson würde sich im Grabe umdrehen, wie die Republikaner mit dem Begriff der Demokratie umgehen und anderen, die betonen, dass Stimmen ausgezählt werden müssen, als Schande für die Demokratie bezeichnen. Das ist weitaus schlimmer als undemokratisch zu sein!
Liest man dann noch auf Spiegel von den "legalen Tricks", die Wahl in den USA zu beeinflussen, wird einem absolut übel: Schließung von Wahllokalen in Gebieten, wo mehrheitlich afroamerikanische Bürger leben. Und die nicht hinehmbare Verweigerung wählen zu dürfen (ca. 53.000) (Wer angesichts solcher offensichtlich moralisch schlechten Menschen noch irgendwelchen Wahlautomaten vertraut, ist selbst Schuld.)
Leider scheint die Mehrheit der US-Wähler nicht mehr über genug Bildung zu verfügen, um dieses miese Spiel zu verstehen, sondern sie applaudieren den Lügnern mit der großen Klappe und wählen sie.
Mal sehen, was in den USA noch alles passieren muss, damit sie aus dem wachsenden (unchristlichen) Nationalismus wieder erwachen. Mir schwahnt nichts Gutes...

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jojack 12.11.2018, 11:13
4. Problematisches Wahlrecht

Probleme wie diese sind bei dem in Amerika geltenden Wahlrecht absehbar. Wenn am Ende wenige Stimmen darüber entscheiden, sind Manipulationen umso verlockender. Am Ende müssen dann die Gerichte entscheiden, so wie schon im Jahr 2000 bei Bush gegen Gore.

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tinnytim 12.11.2018, 11:20
5.

Ist das jetzt eigentlich wirklich noch eine Demokratie oder eher eine Aristokratie, wo die gut Gestellten durch ihre Macht dafür sorgen, dass Wahlergebnisse zu ihren Gunsten ausfallen, um weiter an der Macht zu bleiben.
Für mich jedenfalls ist das amerikanische Wahlsystem durch die jahrelange Polarisierung des Zweiparteiensystems völlig degeneriert.

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alice-b 12.11.2018, 11:21
6. Na ja,

die USA haben ein bei den Präsitäntschaftswahlen bereit ein verhaltetes Wahlsystem. Dazui kommt nun noch das nicht alle Wähler in einem Wählerverzeichnis registruert sind. Ist doch so einfach, Wohnort = Wahlbezirck. Hinzu kommt noch das einige Wähler nur begrenzt wahlberechtigt sind.

Jetzt wird noch gestritten welche Wahlbezirke neu ausgezählt werden dürfen, natürlich nach Gusto wo die Wähler ob rep oder dem gewählt haben könnten.

Das ist schlimmer als in einer Bananenrepublik, aber dieser Staat zieht mit Krieg in die Welt hinaus um dieses System als "die" Demokratie andern auf zuwinken. Meiner Meinung nach sollten sie mal ein neuzeitliches Wahlsystem zuhause installieren.

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touri 12.11.2018, 11:21
7.

Unabhängig von dem Ausgang der Wahl frage ich mich wie es sein kann, das es Wochen, wenn nicht noch länger dauert, bis alle Stimmen einer relativ überschaubaren Wahl ausgezählt werden. Und wie es sein kann, das plötzlich mal 5.000 Stimmzettel mal so auftauchen. Da scheint der Fehler schon im System zu liegen.

Ich war selber bereits mehrfach Wahlhelfer, da war die Auszählung Abends am Wahltag fertig und von der Anzahl her abgeglichen mit der Anzahl der Leute die gewählt haben. Die einzigen Stimmen über die man hätte diskutieren können sind die aus denen der Wählerwille nicht eindeutig hervorging.

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equigen 12.11.2018, 11:29
8. Was für eine Bananenrepublik

Nach jeder Wahl das selbe Chaos, komischer Weise immer mit republikanischen Politikern die knapp vorne liegen wenn es zwielichtig wird.
Vielleicht sollten sie mal im guten alten Europa lernen wie eine demokratische Wahl organisiert wird. Bei uns in DE gibt es das amtliche Endergebnis fast immer am selben oder nächsten Tag.

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rosinenzuechterin 12.11.2018, 11:33
9. Keine Demokratie mehr

Unglaublich, dass man um die Auszählung ALLER Stimmen überhaupt kämpfen muss (sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein) und dass einer der Boxer gleichzeitig Schiedsrichter ist (sowas geht doch gar nicht). Die USA sollten besser nicht mehr mit dem Finger auf Wahlen im Nahen Osten, in Afrika, China oder Nordkorea zeigen. Solche Zustände haben mit Demokratie nichts mehr zu tun.

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