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US-Debatte um NSA-Skandal: "Alliierte sind nicht immer Freunde"
AFP

Die Diskussion um den mutmaßlichen NSA-Lauschangriff auf Kanzlerin Merkel hat Washington erfasst, Politiker und Kommentatoren ringen um die Deutungshoheit. Das Weiße Haus müht sich zwar um die transatlantischen Beziehungen, doch allen Beteuerungen zum Trotz: Spioniert wird weiter.

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c++ 28.10.2013, 11:08
150.

Zitat von Leserkwelle
Die UN-Feindstaatenklausel der Charta der Vereinten Nationen, gibt es immer noch! Zu den Feindstaaten zählen Deutschland und Japan.
Das gilt dann doch auch umgekehrt, oder?

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LK1 28.10.2013, 11:10
151.

Zitat von sysop
Die Diskussion um den mutmaßlichen NSA-Lauschangriff auf Kanzlerin Merkel hat Washington erfasst, Politiker und Kommentatoren ringen um die Deutungshoheit. Das Weiße Haus müht sich zwar um die transatlantischen Beziehungen, doch allen Beteuerungen zum Trotz: Spioniert wird weiter.
Schön, dass das Thema weiter in den Fokus rutscht und zu allgemeinen Diskussionen über Freund und Freundschaft führt. Dieses rege Interesse hätte ich mir schon in den letzten drei Jahren desöfteren gewünscht, als unsere Freunde in Übersee per Ratingagenturen in geregeltem Intervall die europäischen Versuche der Krisenstabilisierung torpedierten.

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c++ 28.10.2013, 11:10
152.

Zitat von Peter Werner
Warum kein eurpäischen Gegenstück zur NSA zur Wahrung europäischer Interessen?... Eine weitere Vertierfung europäischer Zusammenharbeit war nie so wichtig wie heute.
Was sind denn "europäische Interessen"?

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mr.ious 28.10.2013, 11:11
153.

Zitat von Peter Werner
Ich vermute einmal, der hierauf folgende Einbruch der Wirtschaft spielt für Sie keine Rolle. USA und Europa sind wirtschaftlich so miteinander geflochten, da kann nicht einfach gekappt werden.
Sie vergessen das so ziemlich gar keine Ausnahme gegenüber US-Medienprodukten gemacht wird. Die sind, bei allem was es gilt abzuschaffen, nämlich somit trotzdem bestens für "uns" auch wenn alles andere in Bausch und Bogen rausfliegt, am besten schon Gestern aus Europa verschwunden ist.
Selbst Snowden kennt den klassischen Weg, der über die Jahrhunderte und Jahrzehnte geheim-und nachrichtendienstlich gegangen wurde, gleich überhaupt gar nicht.

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sternfalke77 28.10.2013, 11:11
154. Anderer Status ....

Zitat von Peter Werner
Und Sie glauben ernsthaft, dass Russland keine Spionage in Deutschland betreibt? Der Unterschied zwischen Russland und USA: einerseits die technischen Möglichkeiten, andererseits Edward Snowden. Ein vergleicharer Informant über den russischen Geheimdienst wäre schon längst unauffällig entsorgt wurden.
Russland und die EU, resp. BRD pflegen ja zum. zZt. kein Art von Militärbündnis. Da ist Spionage als ein durchaus legitimes Mittel anzusehen. Und man rechnet ja auch eben damit, da es ja gradezu eine Pflichtübung darstellt.
Jemanden wie Snowden,- klar, unnauffälig und vor allem ohne Aufsehen bereits im Vorfeld auf dem " kleinen Dienstweg " .

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capote 28.10.2013, 11:16
155. Bedeutungslos

Zitat von Nemetz
es interessiert hier in den USA keine Sau, ob sich der deutsche Blaetterwald empoert oder nicht! Sicherheitsinteressen der USA und Terrorbekaempfung haben Prioritaet. Punkt und fertig. Auf Augenhoehe verhandeln die USA allenfalls noch mit Russland und China, aber doch nicht mit Deutschland, das Land ist militaerisch und politisch heute bedeutungslos. lg aus Sacramento / CA
Richtig und wir in Europa im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen sind das selber schuld.

Wenn ganz Europa nicht genügend Bomben im Lager hat, um einen Operettenkommandanten wie Libyens Gaddafi von der Macht weg zu bomben weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Das hat nichts mit High-Tech zu tun. Das ist eine selbst gewählte und selbst gewollte Bedeutungslosigkeit.

Die Europäer haben sich gerade darauf geeinigt, auf Lampedusa Radaranlagen zu installieren, um überhaupt die Flüchtlingsschiffe mal erfassen zu können. Wir Europäer können noch nicht mal unsere Grenzen überwachen.

Unter diesen Umständen ist es nicht sinnvoll, bei solchen Ereignissen wie jetzt die Abnabelung von den USA zu verlangen, erst mal müssen wir überhaupt die Voraussetzungen schaffen, um auf eigenen Beinen stehen zu können.

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auweia 28.10.2013, 11:17
156. Völlig richtig.

Zitat von kritischer-spiegelleser
Und nicht immer "Freunde" suchen und dabei die deutsche Eigenständigkeit, nationales Denken und Handeln unterdrücken. Etwas mehr Selbstbewusstsein täte uns schon gut. Die gesuchten "Freunde" wollen nur Partner sein. Und unter Partnern ist jeder erst einmal sich selbst der Nächste. Das muss Deutschland erst noch lernen. Aber die Besatzungszeit ist ja noch nicht allzu lange her.
Kann mich dieser Sichtweise nur anschließen. Ein halbgarer Protest von Herrn Pofalla oder Herrn Friedrich reicht da allerdings nicht. Diese Selbständigkeit muß aber unterfüttert werden - mit Prozessen, Personen, Technik - und Geld.
Stärkere Spionageabwehr, mehr eigene Informationsgewinnung im Ausland, stärkere Absicherung bestehender und Einführung eigener neuer Computersysteme und Programme, eigene Fertigungskapazitäten für "sensible" DV-Komponenten, höhere Datensicherungs- und Kommunikationsstandards, somit unbequemere Internetnutzung für alle ...
Und das waren nur der Blick auf die "Computerwelt". Sollte es im Verteidigungsbereich zu einer stärkeren Eigenständigkeit kommen (gerne im Rahmen der EU), warten noch ganz andere Anforderungen.
Wenn es zum Schwur kommt - ist das gewünscht?
Alternativ können wir uns natürlich weiter in die Tasche lügen.... umachen wir weiter mit demi

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doc.burton 28.10.2013, 11:17
157.

Zitat von kalim.karemi
was spricht dagegen zu wissen was Hollande so denkt, Putin plant und China vor hat?
Allein schon die Tatsache, dass man sich durch ein solches Verhalten erst die Feinde schafft, vor denen man sich angeblich schützen will. Auch der Verweis, dass 9/11 ja in Hamburg begonnen hätte, ist zu lustig. Begann 9/11 doch ab dem Moment, an dem die Amis meinten, sich als Weltherrscher aufzuspielen, und damit überall (inklusive arabischen Raum) als Haupteinflussnehmer aufzutreten. Aber schon klar, schuld sind immer die anderen.

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sirraucheinviel 28.10.2013, 11:22
158.

Zitat von s_morike
Da bin ich aber gespannt. Glauben Sie, die Amis sind die einzigen, die uns abhören. Was ist mit den Franzosen, unseren engsten europäischen Verbündeten ( ). Das nur als Beispiel. Irgendwie scheinen viele Deutsche immer noch im Wolkenkuckucksheim zu leben. ;) Zur Verhinderung von Spionage hilft nur eine bessere Abwehr.
Da haben Sie natürlich recht .... NUR : Das einzige, daß die Amerikaner nun geschafft haben, ist Europa klar zu machen, das sie kein Stück besser sind als die Chinesen und Russen. Die USA brauchen sich nun letztlich gar nicht mehr zu wundern, wenn Europa seine Partnerschaftssuche nun offener gestaltet ....

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spontifex 28.10.2013, 11:24
159. Alliierte sind nicht immer Freunde

Zitat von sysop
Die Diskussion um den mutmaßlichen NSA-Lauschangriff auf Kanzlerin Merkel hat Washington erfasst, Politiker und Kommentatoren ringen um die Deutungshoheit. Das Weiße Haus müht sich zwar um die transatlantischen Beziehungen, doch allen Beteuerungen zum Trotz...
Ja, Alliierte sind nicht immer Freunde. Aber hin und wieder vielleicht ein bisschen.

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