Forum: Politik
US-Demokraten: Sanders hat keine Chance - und macht trotzdem weiter
REUTERS

Bernie Sanders' Sturheit wird zum Problem für Hillary Clinton. Wieder hat er ihr bei den US-Vorwahlen einen Staat abgenommen. Die Atmosphäre bei den Demokraten ist vergiftet.

Seite 1 von 36
zynik 18.05.2016, 08:05
1. Prinzip TINA

...aber wirklich, wie kann dieser Sanders es wagen, sich weiterhin demokratisch wählen zu lassen? Spinnt der?

Beitrag melden
olli118 18.05.2016, 08:10
2. Trump lacht

Tja, das kommt davon, wenn es einen Wahlkampf gibt um die Person, nicht um die Partei. Hatte am Anfang noch Respekt vor Sanders, mittlerweile ist der aber dahin. Was für ein schlechter Verlierer! Was ist das, Altersstarrsinn? Anstelle sich zusammenzusetzen, Kompromisse zu suchen, gehen die Demokraten - genau wie die Republikaner - aufeinander los und zerfleischen sich gegenseitig. Eine Schande. In diesem Wahlkampf gibt es keine Gewinner.

Beitrag melden
viceman 18.05.2016, 08:12
3. so groß ist der abstand nicht,

als daß er nicht weitermachen sollte. v.a. zwingt er damit das clinton -lager -langsam - mal auf ihn zuzugehen! diese frau ist doch eigentlich so "verbrannt" , daß sie es selbst gegen solch eine karrikatur wie trump schwer hätte!

Beitrag melden
ronomi47 18.05.2016, 08:14
4. Grundlegende Diskrepanzen!

Sanders und seine Anhänger sind nicht einfach eine "kleine Seitenströmung" der Demokraten. Sie lehnen ein "Weiter so" im bisherigen Stil entschieden ab.
Ich erwarte deshalb keine Versöhnungsshow am Ende der Ausmarchung um den demokratischen Kandidaten.

Clinton wirkt extrem machtgeil und tut innerhalb ihrer Möglichkeiten alles, um ihr Ziel zu erreichen. Viele Durchschnittsamerikaner werden ihre die Stimme verweigern und den Wahlen fernbleiben.

Wie sie es schafft, die Afroamerikaner und Latinos auf ihre Seite zu ziehen, ist schwer nachvollziehbar. Ihre Politik steht im Dienste der Plutokratie, der Wallstreet und der Genderhochburg aus Kalifornien.

Beitrag melden
Armin2 18.05.2016, 08:14
5. Mit jeder Silbe schreibt der Spiegel Sanders klein

Kleines Beispiel: "Dies ist der Hauptgrund dafür, dass Sanders, der etwa 1500 "gebundene" Wahlmänner auf seiner Seite hat, rund 300 Delegierte hinter Clinton zurückliegt." Es sind nur 279. Nicht "rund" 300. Aber 300 klingt natürlich gleich viel "hoffnungsloser" für Sanders, gelle?

Beitrag melden
leserich 18.05.2016, 08:14
6. Sanders hat sehr wohl noch eine Chance

Jetzt, wo Clinton sich vermehrt Donald Trump "widmet", wird der Vorwahlkampf vermutlich schmutziger werden und wer weiß, vielleicht hat auch Sanders was gegen sie in petto. Damit könnte Clinton derart unmöglich werden, daß sie als Kandidatin nicht mehr in Betracht kommt. Was innerhalb der Demokraten von Clinton gehalten wird ist ja auch an ihrer erneuten Vorwahlschlappe abzulesen: Einmal verloren, einmal nur knapp gewonnen. Siegertypen sehen anders aus, es bleibt spannend.

Beitrag melden
vandenplas 18.05.2016, 08:15
7. er macht das gut

In einem so knappen Rennen zu bleiben ist schon richtig. Hillarys Abstand ist nur wegen den Superdelegierten so gross. Die Delegierten koennen aber von einem Tag auf den anderen umschwenken. Sie muessen sich nicht an die Vorgaben der Waehler halten - was solls, in einigen Bezirken wurde per Coin Toss entschieden - und koennen am Ende den Kandidaten waehlen bei dem sie sich gegen den republikanischen Kandidaten groessere Chancen ausrechnen. Bernies Problem diesbezueglich ist, dass er scheinbar unkorrumpierbar ist und man ihm das auch gerne glaubt... Das macht ihn fuer die herrschende Elite schwerer handhabbar.
Jedenfalls duerfte Bernie fuer Trump ein unangenehmerer Gegner werden als Hillary, deren Ruf und Integritaet, wie der aufmerksame Beobachter weiss, ueber einen reparierbaren Zustand hinaus beschaedigt ist. Die Rechnung wird zuletzt gemacht. Dranbleiben Bernie - schmeiss die "I want to be your Champion" Streberin aus dem Rennen.

Beitrag melden
stauner 18.05.2016, 08:15
8. Blödsinn! Das passt mal wieder nicht in deutsche Köpfe

Empörend! Obwohl die deutschen Medien schon von Anfang an schrieben, daß Sanders ein "linker Spinner" sei, macht er trotzdem weiter. Das passt mal wieder nicht die Köpfe derjenigen, die Clinton schon lange als nächste Präsidentin abgebucht haben, die dann für Kontinuität und "weiter so" steht.

Wenn am Parteitag der Demokraten im Sommer einer der Kandidaten endgültig gekürt wird, ist er auf die Untersützung des anderen Kandidaten angewiesen. Clinton wird sich deshalb auch inhaltlich auf Sanders zubewegen müssen. Dazu wird sie einge Elemente ihrers meist neoliberalen Plans ändern müssen und darum geht es den Sanders-Anhängern. Clinton steht FÜR TTIP, für militärische Interventionen und für "weiter so". Je länger Sanders also im Rennen bleibt, desto größer wird die Chance, Clinton in einigen Punkten zum Einlenken zu bringen. Sie wird nämlich um Trump zu schlagen auf die Unterstützung des linken Sanders Lagers angewiesen sein. Ich finde das gut so.

Beitrag melden
wittchen2000 18.05.2016, 08:16
9. Bei den Demokraten

scheint auch nicht alles in Ordnung.

Jedenfalls gab es bei der Veranstaltung in Nevada wohl probleme da 64 Wahlstimmen der Sanders-Kampagne nicht zugelassen wurden und Pro-Hillary Regularien undemokratisch durchgewinkt wurden.

Im Grunde würde es den U.S. Demokraten gut zu Gesicht stehen Bernie Sanders zum Kandidaten zu erklähren, ich glaube in der allgemeinen Bevölkerung hat er einen wesentlich größeren Rückhalt als Hillary Clinton die ja auch schon mit sehr dubiosen Machenschaften in Verbindung gebracht wurde.
Bernie Sanders dagegen scheint während seiner gesammten Karriere seinem jetzigen Programm treu geblieben zu sein.
In vielen Hinsichten wirkt er wie die "politische Stimme" der Occupy Wallstreet Bewegung.

Es ist jedenfalls gerade eine sehr interessante Zeit in der Amerikanischen Politik gerade auch in der Hinsicht wie bestimmte Kandidaten in den Medien gepusht werden.

Es absolut keine neutrale Berichterstattung – selbst Berichte im "öffentlich-rechtlichen" NPR haben immer eine Tendenz.
Meistens Pro-Hillary, was wohl einfach daran liegt dass sie Lobbyisten wesentlich zugänglicher ist und wesentlich finanzkräftiger agiert.

Beitrag melden
Seite 1 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!