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US-Demokraten: Sanders hat keine Chance - und macht trotzdem weiter
REUTERS

Bernie Sanders' Sturheit wird zum Problem für Hillary Clinton. Wieder hat er ihr bei den US-Vorwahlen einen Staat abgenommen. Die Atmosphäre bei den Demokraten ist vergiftet.

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RitaSchnell 18.05.2016, 09:34
80. Nevada

Auf dem Konvent der US-Demokraten des Bundesstaates NEVADA im Paris Hotel Las Vegas, hat Clinton die Abstimmung gegen Bernie Sanders mit 1.695 zu 1.662 Stimmen gewonnen. Damit diese Mehrheit von +33 Stimmen auch gesichert war, hat die Leitung des Konvents – die Parteivorsitzende der Demokraten in Nevada Roberta Lange – 64 Delegierten von Bernie das Mandat entzogen. Die Regeln dafür hat Lange auf dem Konvent abstimmen lassen. Die dafür nötige 2/3-Mehrheit erhielt sie nicht, so dass Lange - entgegen der Parteisatzung - entschied, dass dafür eine einfache Mehrheit reichen würde. Natürlich gab es danach tumltartige Proteste auf dem Konvent.

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grüner_alptraum 18.05.2016, 09:35
81. Für uns in Europa

Zitat von Beat Adler
Bitte um Erklaerung: Was ist negativ an Hillary Clinton?
bedeutet Hillary:
- Zehn/Hunderttausende Flüchtlinge aus Libyen übers Mittelmeer (sie ist unmittelbar persönlich mitverantwortlich für die Zerstörung Libyens als Staat)
- endlose Konflikte in der östlichen Nachbarschaft und ein neu befeuerter Kalter Krieg mit Russland (sie ist eine pathologische Russland-Hasserin und hat sich auf dieser Strecke vom Common Sense verabschiedet)
- die Durchsetzung der TTIP-Diktatur
- die Zerstörung einer zuverlässigen Energieversorgung Europas und deren Ersatz durch überteuertes, umweltschädliches US-Frackinggas

Vielleicht reicht das?

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emo.alberich 18.05.2016, 09:35
82. Absolut kein Vergleich ...

Zitat von Fritz.A.Brause
...demselben Ergebnis führen, wie seinerzeit die starrsinnige Haltung der Linken bei Wahl zum Bundespräsidenten: Statt Gauck im ersten Wahlgang mit den Stimmen der Linke zu wählen, wurde er abgestraft und Mutti konnte Wulff durchdrücken. Am Ende wird uns Sanders einen Präsidenten Trump bescheren. Au weia!
Der Deutsche Bundespräsident wird nicht vom Volk gewählt, regiert nicht, sondern hat eher neutrale, integrative Funktionen und sichert im Notfall das Funktionieren der demokratischen Prozesse ab.

Käme es im Bundestag zu Prügeleien, Tränengaspetarden, würde das Parlament seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen, fiele die ganze Regierung oder die Kanzlerin einem Unfall oder Attentat zum Opfer, dann würde der deutsche Bundespräsident eingreifen, wie in der Verfassung vorgesehen.

Weder der US-Präsident noch sein Kabinett unterliegt einem Parteienproporz.

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Theke 18.05.2016, 09:36
83. Nicht Sanders nervt...

...sondern Veit Medick als Clinton-Groupie.
Wann wird Sanders endlich auch von Spon mit dem Respekt behandelt, den er sich selbst verdient hat und nicht, wie Clinton, als ehemalige First-Lady und Wallstreet-Liebling in den Schoß gelegt bekommen hat?

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tmhamacher1 18.05.2016, 09:38
84. Held der Linken

Sanders ist ein Held der Linken, also muss er ein Spinner sein, denn nur Spinner können Helden von Spinnern sein, die von einer nachhaltigen Energieversorgung träumen, die einem gerade gewählten Präsidenten einen Friedensnobelpreis verleihen und all so einen Quatsch!

Jetzt ist Sanders gerade dabei, einen Präsidenten Trump wahrscheinlicher zu machen, wie uns damals Ich-rette-die-Welt Ralph Nader einen Präsidenten Bush eingebrockt hat.

Das ist das ganze Problem mit dem Idealismus: Er passt nicht in eine reale Welt hinein und scheitert in ihr kläglich!

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RainerCologne 18.05.2016, 09:39
85.

Zitat von Beat Adler
Bitte um Erklaerung: Was ist negativ an Hillary Clinton? Dass sie Muamar Ghadaffi mit Anderen zusammen daran gehindert hat seine Bevoelkerung zu massakrieren, so wie es Bashar Al Assad immer noch tut? Oder, dass sie Obama unterstuetzt in der Aussenpolitik keine Alleingaenge zu unternehmen, sondern mit Russland im Fall Syrien, Nordkorea und Iran zusammenzuarbeiten, mit China im Fall Nordkorea, mit der EU im fall Ukraine und mit dem Vatikan im fall Kuba? Was ist daran falsch?
Meinen Sie den Muamar Ghadaffi, der für Afrika einen Telekommunikationssatteliten ins All geschickt hat, der für alle Libyer kostenlosen Strom, Krankenversicherung und Bildung ermöglicht hat? Und der Ghadaffi, der sich vom Dollar lösen wollte?

So jemand ist mir lieber als ein Mensch der:"wir kamen, wir sahen, er war tot" im TV sagt.

Vergessen Sie bitte nicht die vielen Millionen Toten, die die USA zu verschulden haben. Vietnam, Afghanistan, Irak, Iran, Iran, Guantanamo, Atombombentests, Panama und all die anderen Staaten, die gebombt wurden. Wieso? Was haben die USA in anderen Ländern Bomben abzuwerfen? Die unterhalten kein Verteidigungsministerium, das ist ein Angriffsministerium.

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peterbond2 18.05.2016, 09:39
86.

Zitat von guretzky
Diese tendenziöse Berichterstattung von Medick finde ich sehr ärgerlich. Journalismus geht anders.
Das hat mit Journalismus nichts zu tun, würde es eher eine Werbeplattform bezeichenen die Propaganda macht.

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adamsfamily 18.05.2016, 09:40
87. Hier geht es um

die Machterhaltung des Kapitals (Clinton-Millionen plus Wallstreet) gegen Demokratie-Suchende, denkende Menschen, die genug haben von einem Staat, der nur für "die da Oben" (eben für das Kapital) steht.Leider sieht es so aus, als würde, wie immer und überall, das Kapital über Menschlichkeit siegen.Ich jedenfalls halte bis zum Ende die Daumen für Sanders und einen Politikwechsel in USA; das würde evtl. auch positive Auswirkungen auf den Rest der Welt haben. Die Hoffnung stirbt als Letztes....

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ex_Kamikaze 18.05.2016, 09:41
88. Die Anti-Sanders-Kampagne

in den deutschen Medien nervt langsam. Fakt ist doch etwas Anderes: die letzten Vorwahlen hat Clinton praktisch ALLE deutlich verloren oder es gab ein mehr oder weniger unentschieden. Die Wahl in New York war nicht fair, weil die Wähler sich schon im Oktober 2015 eintragen mußten als es noch keine Sanders-Kandidatur gab. Das die Superdelegierten-Stimmen der Parteinomenklatur bei der Vorwahl zwar zählen nicht aber bei der Präsidentschaftswahl sollte durchaus erwähnt werden.
Damit ergibt sich ein völlig anderes Bild: Clinton hat nicht einmal die Mehrheit der demokratischen Wähler hinter sicjh und hat KEINE Chance Präsidentin zu werden. Denn die vielen Neuwähler schwanken alle zwischen Trump und Sanders, aber eben nicht für die skandalumwitterte Immer-wieder Kandidatin des militärischen, finanzwirtschaftlichen und politischen Establishments. Und sie hat schon Proben ihres politischen Könnens abgeliefert - das Chaos in Syrien und Libyien hat sie im Wesentlichen zu verantworten weil unter ihrer Führung die Förderung der Dschihadisten begann.
Die USA brauchen vor allem ökonomisch eine Änderung, da kollabiert die weiße Mittelschicht. Clinton ist die Kandidatin des Weiter-so - und genau deswegen ist sie chancenlos im Kampf ums weiße Haus.

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RitaSchnell 18.05.2016, 09:41
89. Negativ an Clinton?

Zitat von Beat Adler
Bitte um Erklaerung: Was ist negativ an Hillary Clinton? Dass sie Muamar Ghadaffi mit Anderen zusammen daran gehindert hat seine Bevoelkerung zu massakrieren, so wie es Bashar Al Assad immer noch tut? Oder, dass sie Obama unterstuetzt in der Aussenpolitik keine Alleingaenge zu unternehmen, sondern mit Russland im Fall Syrien, Nordkorea und Iran zusammenzuarbeiten, mit China im Fall Nordkorea, mit der EU im fall Ukraine und mit dem Vatikan im fall Kuba? Was ist daran falsch?
Sie ist dafür verantwortlich, dass ein Kommandotrupp Sarin aus den Libyschen Giftgasbeständen entwendet und an Rebellen in Syrien geliefert hat. Diese haben damit in Syrien ein Massaker verübt. Es wurde Assad in die Schuhe geschoben und sollte als Vorwand für den US-Einmarsch dienen. Das ist ein Kriegsverbrechen. Herausgefunden hat dies der Pulitzer-Preisträger und Investigativjournalist Seymour Hersh.

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