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US-Experten zum Krim-Konflikt: "Wir sollten Putin nicht drohen"
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Kurz vor dem geplanten Krim-Referendum erhöht der Westen den Druck auf Russland. Das könnte nach hinten losgehen, warnen Fiona Hill und Clifford Gaddy von Amerikas Brookings Institution. Hier erklären sie, wie Präsident Wladimir Putin tickt.

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riesers 15.03.2014, 19:33
70.

Zitat von sysop
Das könnte nach hinten losgehen, warnen Fiona Hill und Clifford Gaddy von Amerikas Brookings Institution. Hier erklären sie, wie Präsident Wladimir Putin tickt.
Genau nichts erklären sie, was man nicht selber erkennen kann. Was eine Drohung ist, das bestimmt in diesem Fall Putin selber, wie immer der Bedrohte bestimmt, wie die "Drohung" auf ihn wirkt. Das ist ein zirkulärer Begriff.

Wenn A sagt, was er im Fall X tun würde, dann ist das eine Vorhersage. Der Angesprochene B muss dann beurteilen, was das für ihn bedeutet. Wenn A nach Lage der Dinge vermutet, dass sein Handeln für B einen Nachteil bedeutet, dann spricht man von Drohung. Die Lage der Dinge kann aber auch ganz anders sein, oder kann von B verändert oder anders beurteilt werden.

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tonihormoni 15.03.2014, 19:34
71. Kanzler-Dämmerung?

Zitat von sysop
Kurz vor dem geplanten Krim-Referendum erhöht der Westen den Druck auf Russland. Das könnte nach hinten losgehen, warnen Fiona Hill und Clifford Gaddy von Amerikas Brookings Institution. Hier erklären sie, wie Präsident Wladimir Putin tickt.
Jetzt den Dicken markieren, aber nächsten Winter (Erdgas) kein Pfand in der Hand haben, das wird richtig teuer. Schon jetzt wirft die Energiewende ihre Schatten voraus (jüngster Stromausfall in Wolfsburg).

Erst zündelt der Westen, dann wundert er sich über die Folgen. Wenn die Krim demnächst per Referendeum abstimmt, dann braucht Putin - ob der ethnischen Mehrheitsverhältnisse - nicht einmal Manipulateure, um die Wahl für sich zu entscheiden. Dann steht der Westen extrem dümmlich da, vermeintliches Völkerrecht gegen Volkeswillen. Das sieht selbst die Mehrheit der deutschen Bevölkerung so. Man hat den Eindruck, daß bei Frau Merkels Sturz nicht nur das Gesäß Schaden genommen hat,... Kündigt sich da etwa eine Kanzlerinnendämmerung an?

Maier, Saarbrücken

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hal5000 15.03.2014, 19:42
72. ...und noch ein Versuch einer geänderten, zensurgefälligen Version...

Zitat von Batka
... Die EU hat alles destabilisiert, nicht Russland.
Ja, frech, dass die EU auf destabilisierende Weise ehemaligen Ostblock-Staaten wie z.B. den baltischen Staaten erlaubt hat, aus eigener Veranlassung der EU beizutreten, anstatt solch freches Ansinnen abzulehnen. Gut also, dass Russland sich endlich jetzt wieder der bewährten, stabilisierenden Vorgehensweisen aus der DDR 1953, Ungarn 1956, der CSSR 1968 erinnert. Habe ich Sie da richtig verstanden?

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hans-haase 15.03.2014, 19:45
73. Poker

Putin ist der beste Pokerspieler ever

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steffenbeuthan 15.03.2014, 19:45
74. sehr guter artikel.....

mal eine gute darstellung zu putin....
mal anders als diese ganzen "hass" gekritzel usw....

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steffenbeuthan 15.03.2014, 19:47
75. ein guter artikel...

es wird wirklich zeit, das sich unsere politiker auch mal mässigen...immerhin haben sie mit der sehr schnelle anerkennung der ukrainischen regierung, diese sache ja eigentlich herauf beschworen.....

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kumi-ori 15.03.2014, 19:49
76. Was würde eigentlich Putin sagen, ...

... wenn die EU und die NATO den Durchgang zu Lande und in der Luft durch/über Litauen und Polen für Russen unterbinden würde, und somit Kaliningrad nur auf dem Seeweg über das Nadelöhr am Haff zu erreichen wäre?

Nur als ein Beispiel dafür, dass man Putin sehr wohl ganz empfindlich ärgern kann, und das ganz ohne dass man irgendwelchen Völkerrecht brechen müsste und auch ohne, dass man ein lächerliches Militärkasperltheater aufführen müsste.

Ich bin nicht dafür, so etwas zu tun, denn die Leute dort können ja wirklich überhaupt nichts dafür, es sei nur als Gedankenspiel gedacht.

Putin hat sich leider verrannt. Russland ist ein Land, so wie Belgien, Spanien oder Kanada. Nicht mehr und nicht weniger. Russland kann nicht einfach in irgendwelche anderen Länder einmarschieren und eine "eurasische Allianz" gibt es nicht. Man muss ihm das schonend näherbringen, aber irgendwoie so, dass er es von selbst kapiert.

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kumi-ori 15.03.2014, 19:53
77.

Zitat von Miere
Habe ich ja auch vor Monaten schon gesagt. Das muss man nichtmal an der Person Putin festmachen. Die Ukraine grenzt nunmal an Russland, gehörte historisch zu Russland und bis vor nicht so furchtbar langer Zeit zur Sowjetunion. Man stelle sich mal vor, wie das abginge, wenn in Panama die Menschen gegen Korruption und Armut protestierten, und auf einmal tauchten haufenweise russische Politiker auf, die für eine Abkehr von den USA und eine Partnerschaft Panamas mit Russland werben würden. Da wär doch die Hölle los. Aber die Politiker aus EU und USA meinen, zeigen zu müssen, dass man mit Russland machen kann, was sie selber sich nicht bieten lassen würden. Das _kann_ Russland nicht hinnehmen. Und wir in Europa, die wir am russischen Gas hängen, sollten es gar nicht erst versuchen, denn, ja, das wird kolossal nach hinten losgehen. Das Traurige ist, dass Leute dafür gestorben sind.
Warum nicht? Wenn Russland etwas attraktiver wird, wer sollte die Panamaer davon abhalten, mit Russland ein Bündnis einzugehen.

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Thorsten_Barcelona 15.03.2014, 19:57
78.

Zitat von tonihormoni
Jetzt den Dicken markieren, aber nächsten Winter (Erdgas) kein Pfand in der Hand haben, das wird richtig teuer. Schon jetzt wirft die Energiewende ihre Schatten voraus (jüngster Stromausfall in Wolfsburg). Erst zündelt der Westen, dann wundert er sich über die Folgen. Wenn die Krim demnächst per Referendeum abstimmt, dann braucht Putin - ob der ethnischen Mehrheitsverhältnisse - nicht einmal Manipulateure, um die Wahl für sich zu entscheiden. Dann steht der Westen extrem dümmlich da, vermeintliches Völkerrecht gegen Volkeswillen. Das sieht selbst die Mehrheit der deutschen Bevölkerung so. Man hat den Eindruck, daß bei Frau Merkels Sturz nicht nur das Gesäß Schaden genommen hat,... Kündigt sich da etwa eine Kanzlerinnendämmerung an? Maier, Saarbrücken

Wenn die bayrische Landesregierung sich unabhängig erklären würde und danach eine Volksabstimmung durchführen würde mit den Möglichkeiten: Unabhängigkeit oder sich Österreich anzuschließen (während bereits zehntausende von österreichischen Soldaten durch die Straßen patrouillieren), würden Sie den Ausgang dieser Volksabstimmung als Volkswillen akzeptieren? Das mit dem Gas ist sicherlich ein Punkt, aber man vergisst, dass dies bezüglich eine beidseitige Abhängigkeit gibt. Oder glauben Sie, dass Russland uns das Gas aus Nächstenliebe verkauft? Putin brauch das Geld aus dem Gasverkauf, dringender als Deutschland die 30%. Und man sollte sich auf jeden Fall nach Alternativen umsehen. Investieren Sie schon mal in eine bessere Wärmeisolierung.

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Halcroves 15.03.2014, 19:59
79. wenn´s doch so einfach wäre

...ist es aber nicht. "Bedrohung seiner Eurasischen Union" ist alles. Er will in die Geschichte eingehen und wird wohl auch, aber nicht wie er es möchte. Und nun steht er mit dem Rücken an der Wand. Das ist gefährlich. Richtig auf die Finger braucht er, damit er keinen Rückhalt bei den eigenen Leuten hat, sonst spielt der kleine Junge sein Spielchen weiter.

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