Forum: Politik
US-Justiz: Bürgerrechtler wollen in 130 Städten gegen Trayvon-Martin-Urteil protestie
AFP

Tausende Amerikaner haben gegen das Urteil im Prozess um den Tod des schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin protestiert. Die Demonstranten, darunter die Eltern des getöteten Jungen, hoffen auf ein Signal gegen Rassismus - und einen neuen Prozess für den Todesschützen.

Seite 3 von 6
HtFde 20.07.2013, 22:26
20. Da müssen Sie ...

Zitat von Adrenalina
Der krampfhafte Versuch, die Rassismus-Frage aus dem Verfahren herauszuhalten, war von vornherein zum Scheitern verurteilt. In einem Land, in dem die farbige Minderheit systematisch in fast allen Lebensbereichen benachteiligt wird, muss ein solches Urteil, das jedem Gerechtigkeitsempfinden widerspricht, zu Unruhen führen - völlig zu Recht..
... einen anderen Prozess meinen als ich ... die Anklage "Mord 2. grades" geht ja gerade davon AUS, dass Zimmerman Martin aus niederen Motiven erschossen hat - sprich weil er ein schwarzer war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HtFde 20.07.2013, 22:35
21. Normalerweise ...

Zitat von karsten rohde
In Deutschland ist in einem Strafurteil wegen Mordes die vorhergehende Körperverletzung oder die Verletzung des grundgesetzlichen Schutzes der körperlichen Unversehrtheit mit eingeschlossen. Es scheint mir recht ungemütlich, in einem Staat zu leben, der mich nach Freispruch wegen derselben Tat nach einem anderen Paragraphen nochmal anklagen kann. Und wenn ich dann wieder freigesprochen werde, sucht er sich den nächsten Paragraphen raus? Und der Zivilrichter pfeift auf die Freisprüche und donnert mir mal eben zweistelligen Millionenschadenersatz auf? Auch der Angeklagte hat ein Recht und der Staat eine Pflicht, dass Urteile durchgesetzt werden, auch freisprechende.
... kommt die Klage #2 dann nicht vom State sondern von einem Federal Court. Und unendlich viele Versuche haben die auch nicht :)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Veterano48 20.07.2013, 22:38
22. Rassismus und USA

sind gleichwertige Worte geworden. Deren sogenannte Justiz und Gerechtigkeit gibt es vielleicht in John Travolta Filmen und anderen Schleimifilmen aber nicht in der realen USA Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kamikaze.SpOn 20.07.2013, 22:39
23. "Bürgerrechtler"

Das National Action Network tritt nicht für Bürgerrechte per se ein, sondern für jene der Afroamerikaner.

Nach meiner Kenntnis werden in Florida die Bürgerrechte auch soweit ausgelegt, dass das "Stand-your-ground law" zum Tragen kommen kann.

Insofern sollte es zumindest verwunderlich sein, dass eine angebliche Bürgerrechtsbewegung ein ordentliches Urteil eines Gerichts mit einer Jury aus Bürgern nicht nur anzweifelt, sondern sich mit aller Macht dagegen stemmt.

Ich würde mir - anders als die tausenden Demonstranten und anderen Schreihälsen - nicht anmaßen, ohne genaue Kenntnisnahme zu urteilen. Aber gerade eine solche Voreingenommenheit derer, die unweigerlich auf Martins Seite stehen - nur, weil er schwarz ist - , ist womöglich mehr rassistisch, als die Tat selbst!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Percy P.Percival 20.07.2013, 22:51
24. Also bitte!

Zitat von MrSnoot
Kann er denn für dieselbe Sache nochmal vor Gericht?
Nein, aber man kann versuchen, ihm aus dem Bundesrecht einen Strick wegen 'Verletzung von Martins Bürgerrechten' zu drehen.


Zitat von metbaer
Ich höre immer Rassismus, aber wo sind die Argumente, die den Vorwurf untermauern?
Aktivisten, Bürgerrechtler und die Medien sagen, dass Rassismus im Spiel gewesen ist, also muss es so gewesen sein, denn anderfallls würde das ja bedeuten, dass die Aktivisten, Bürgerrechtler und Medien nicht die Wahrheit sagen .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
johnnybongounddie5goblins 20.07.2013, 23:08
25. Achtung: Realität voraus!

Jenseits der linken Medien gibt es noch das Parallel-Universum genannt Realität:

Die Weltwoche | Weltwoche Online

Am 26. Februar 2012 war der 17-jährige Afroamerikaner Trayvon Martin, der an einer Tankstelle eine Büchse Eistee und ein Päcklein Kau-Dragées gekauft hatte, auf dem Weg zum Haus der Freundin seines Vaters in einer Gated Community in Sandford, Florida. Der 28-jährige George Zimmerman, der mit einer 9-Millimeter-Pistole bewaffnete Angehörige einer Nachbarschaftswache, hielt den jungen Schwarzen für verdächtig und alarmierte telefonisch die Polizei: «Der Kerl sieht so aus, als ob er nichts Gutes im Schilde führe. Der ist auf Drogen oder so.» Als Martin zu laufen begann, folgte ihm Zimmerman, verlor ihn aber aus den Augen. Die Polizei wies den Wachmann an, nichts Weiteres zu tun, er antwortete: «O.k.» und beendete den Anruf um 19.15 Uhr. Unmittelbar darauf kam es zu einem heftigen Kampf zwischen den beiden Männern, und dabei erschoss Zimmerman den unbewaffneten Jungen.

Auch bei uns herrscht Unverständnis über den Freispruch. Ein finsterer Bürgerwehrler erschiesst einen unbewaffneten, auf den überall verbreiteten Fotos sehr sympathischen, fröhlichen Teenager, von dem Präsident Obama gesagt hatte: «Wenn ich einen Sohn hätte, würde er wie Trayvon aussehen.» Was ist in die Geschworenen gefahren?

Nun, sie haben über fünfzig Zeugen und Experten angehört und sind zum Schluss gekommen, dass die Darstellung des tödlichen Zwischenfalls, die Zimmerman unmittelbar nach dem Vorfall gegenüber der Polizei abgab, der Wahrheit entsprach: Nachdem er Martin aus den Augen verloren hatte, ging Zimmerman zurück zu seinem Wagen. Plötzlich stand Martin hinter ihm. Es folgte ein Wortwechsel, Martin boxte ihm in Gesicht, so dass er zu Boden fiel. Darauf setzte sich Martin auf Zimmerman und begann, dessen Kopf gegen das Trottoir zu schlagen. Zimmerman rief um Hilfe, und Martin hielt ihm den Mund zu. Martin sah die Pistole, die Zimmerman auf sich trug, und er versuchte, sich ihrer zu bemächtigen. Es kam zum Gerangel um die Waffe, und Zimmerman schoss Martin aus nächster Nähe in die Brust. Er war sofort tot.

Nach Aussagen der Geschworenen machte der Hauptermittler Chris Serino einen tiefen Eindruck auf das Gericht. Man habe ihm als erfahrenem Polizisten zugetraut, einen Lügner zu erkennen. Serino sagte aus, er glaube Zimmerman. Auch sei dieser, der sich als hispanic bezeichnet (er hat eine peruanische Mutter), kein Rassist. Ein einziger Zeuge, John Good, sah den Kampf. Er sagte vor Gericht: «Ich öffne meine Tür. Ein schwarzer Mann mit einem schwarzen Kapuzenshirt war auf dem andern, einem Kerl mit einem roten Sweatshirt, der am Boden war und rief:‚‹Hilfe!› Ich versuchte, ihnen zu sagen, sie sollten aufhören… und dann hämmerte der Kerl oben einfach Schläge auf den andern Kerl, etwa im Stile von MMA [mixed martial art – orientalische Kampfsportart].»

Es wurde auch bekannt, dass Martin kein schmächtiges Büblein (1 Meter 83 gross, 72 kg schwer) und kein Unschuldsengel war. Er nahm Drogen, die Polizei fand bei ihm gestohlene Ware, und in der Schule war er bekannt als Raufbold.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steuben1978 20.07.2013, 23:11
26. Hach ja

die bösen weißen Rassisten.
Keiner kann wirklich sagen was dort passiert ist. Es war also ein Indizienprozess. Wenn der Verdacht nicht erhärtet werden kann, heißt das "in dubio pro". Eine der wesentlichen Errungenschaften des westlich geprägten Justizsystems. Mal abgesehen, dass Zimmerman jüdisch hispanische Wurzeln hat, also auch eher einer Minderheit angehört. Warum man jetzt die Weissen für alles Elend verantwortlich machen will, kapiere ich beim besten Willen nicht. Sollte es tatsächlich durch Obama zu einem Prozess vor einem Bundesgericht kommen, wäre dies ein durch und durch politisch motivierter Prozess und von Anfang an diskreditiert.

Der President ist es durch seine Parteinahme schon jetzt.

PS: Meines Wissens nach wird die überwiegende Mehrzahl der schwarzen Bevölkerung von Schwarzen umgebracht und nicht vom bösen weissen Mann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wassolls23 20.07.2013, 23:12
27. Aus der Ferne - ein Fragezeichen

Wenn ich mir die Fotos so ansehe und mir vorstelle, dass der arme Herr Zimmermann - der ein Muskelpaket zu sein scheint - von Trayvon Martin - der eher schmächtig wirkt - überwältigt worden sein soll, dann macht mich das schon ein wenig stutzig. Aber Menschen anderer Hautfarbe hat man schon immer besondere Kräfte, auch in anderen Feldern, zugeschrieben. Die Jury, die sich nur aus Weißen zusammensetzte, hat das wohl auch geglaubt. Wenn in Florida mal keine Zeugen dabei sind, kann im Prinzip dann wohl jeder jeden erschießen mit dem wohlfeilen Argument, er (oder sie) hätte sich angegriffen gefühlt -- war ja niemand dabei. Die besten Zeugen sind halt doch die stummen, toten ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dergulag 20.07.2013, 23:22
28. Tragisch aber nicht ehrlich

Seit dem Trevon Martin Tod sind tausende junge von "black auf black" Gewalt gestorben und ohne viel Sang und Klang.

Hier in Miami, wo man eine Riesenveranstaltung ankuendigte ware es nur eine kleine Gruppe.

Nuetzen oder aendern wird sich wegen diesen Kundgebungen gar nichts.

Hier eine ehrliche Perspepktive von Larry Elder:

https://www.youtube.com/watch?v=ywauUc-ZhbA

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ohio-buckeye 20.07.2013, 23:39
29. Kein Skandal hier

Die Staatsanwaltschaft hat sich nur zu sehr von der politik und den selbsternannanten "Buergerrechtlern" ereifern lassen und eine daemliche anklage von 2nd degree murder gestellt. Haette man Zimmermann wegen reckless homicide angeklagt waere er warscheinlich im gefaengniss gelandet, aber es war nun einmal NICHT Morrd 2ten grades.
Der andere fall sah so aus das die "arme" dame aus dem Haus rausgerannt ist ( sich der gefahr entzogen hat) und antatt 911 anzurufen zum Auto gegangen is, die Pistole aus den Handschufach geholt hat, wieder ins Haus gegangen ist und dann geschossen hat.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 6