Forum: Politik
US-Kandidat Pete Buttigieg: Überschätzter Überflieger
Elijah Nouvelage/REUTERS

"Boot-Edge-Edge": Viele Amerikaner tun sich schon beim Nachnamen schwer - trotzdem hypen US-Medien Pete Buttigieg als Hoffnungsträger der Demokraten. Doch der junge Aufsteiger hat ein Problem.

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Celegorm 15.05.2019, 21:36
1.

Trump war zu diesem Zeitpunkt des Vorwahlkampfs auch bestenfalls ein "Medienphänomen" mit vermeintlich katastrophalen Werten bei allen möglichen wichtigen Zielgruppen. Das hat ihm offensichtlich auch nicht geschadet. Nicht dass sich die beiden in irgendeinem Bereich vergleichen lassen. Der Punkt ist eher: all die Analysen, Umfragen und Prognosen sind zu diesem Zeitpunkt nahezu wertlos. Wichtig ist bloss, überhaupt im Gespräch zu sein, möglichst nicht unter den Ferner-liefen-Kandidaten eingeordnet zu werden und die Hürden für die Teilnahme an den Debatten zu überwinden.

Im übrigen kann man es auch anders herum sehen: Buttigieg hat sich in kurzer Zeit eine erstaunlich gute Position erarbeitet für jemanden, den vor kurzem noch niemand kannte und der nicht mal als Aussenseiter gehandelt wurde. Im Vergleich dazu sehen Kandidaten wie Harris, Booker oder Gillibrand, die mit nationalem Profil, viel Geld, grossem Getöse und genau so viel Medienhype gestartet sind, eher bescheiden aus..

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a.vollmer 15.05.2019, 21:39
2. Es geht um etwas ganz anderes

Allein durch sein Antreten, seine Kompatibilität mit Christen, seine Thematisierung der eigenen Homosexualität bewegt er viel. Die Wahrnehmung von LGBTI wird in den USA nach dieser Wahlkampagne nicht mehr die gleiche sein. Ein so rückständiges und unterentwickeltes Land, wie die USA, braucht derart simpel gestrickte öffentliche Kampagnen um sich gesellschaftlich zu entwickeln.

Immerhin haben die USA kaum eine der Entwicklungen Europas nach der französischen Revolution mitgemacht und nachvollzogen, weder in Bezug auf die Gesellschaft, den Geist der Aufklärung noch in Bezug auf kodifiziertes Recht, Vorsorgeprinzip oder den Sinn und Zweck von Tarifpartnerschaften und Sozialversicherungen.

In vielerlei Hinsicht sind die USA ein Land auf dem Level des 18. Jahrhunderts, erzkonservativ und selbst so genannte Progressive wie Bernie Sanders oder AOC stehen in der politischen Landschaft allenfalls zwischen Merkel und Maas. Der Präsident scheint aus dem selben Holz wie Bernd Höcke geschnitzt.

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naive is beautiful 15.05.2019, 21:56
3. So viel Story um so wenig Inhalt

In den Primaries wird sich Kandidatengewirr sehr schnell auflösen, wenn‘s erst einmal konkret um die Stimmenwurst geht. Übrig bleiben zwei fast-Greise und eine Achtungsfrau, am Ende geht Joe Biden in die eigentliche Hauptrunde. Kein(e) andere(r) Kandidat(in) hat auch nur den Hauch einer Chance, und diesen Versuch wird schlussendlich kein Dem versammeln wollen.

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gatsue 15.05.2019, 22:02
4. Seltsam

Ich frage mich, wo der SPON seine Informationen her hat? Schaut ihr kein US TV oder schaut euch die Umfragen an? Butterbrötchen war noch nie Führer der Opferolympiade (vor allem seine Ausfälle gegen Pence waren unterirdisch) Wieviel Prozent hatte er in den Umfragen? 0,wieviel%?

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swandue 15.05.2019, 22:06
5.

Hauptsache mal bekannt werden.

Einen ernsthaften Anlauf auf das Weiße Haus kann er auch in fünf, 13 oder 21 Jahren noch starten. 2040 ist er immer noch jünger als leider sehr viele wichtige Leute in den USA.

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postit2012 15.05.2019, 22:19
6. Fürchten Sie nicht, ein wenig überheblich zu sein?

Zitat von a.vollmer
... Ein so rückständiges und unterentwickeltes Land, wie die USA, braucht derart simpel gestrickte öffentliche Kampagnen um sich gesellschaftlich zu entwickeln. ... In vielerlei Hinsicht sind die USA ein Land auf dem Level des 18. Jahrhunderts...
Die USA sind gewiss anders als Europa, aber ich würde sie, nachdem ich ein paar Mal da war, nicht unbedingt als rückständig und unterentwickelt oder als Relikt aus dem 18. Jahrhundert bezeichnen.

Waren Sie auch schon mal dort?

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voiceecho 15.05.2019, 22:41
7. Er hat durchaus Chancen,

denn er ist genau ein Gegenentwurf zu Trump und die anderen Kandidaten der Demokraten. Man könnte es auch eine Art „Trump Effekt“ nennen. Damals hielt es keiner für möglich, dass Trump die Wahlen gewinnt und am Ende kam es doch anders.
Eine Befürchtung steht allerdings im Raum und zwar, dass Trump eine zweite Amtszeit gewinnt, diese Möglichkeit wird zunehmend von den Medien vernachlässigt, obwohl Trump gerade einen Krieg im Nahosten ernsthaft vorbereitet und vermutlich mithilfe der Saudis und Israelis durchführen würde. Zumindest sind alle Zeichen deuten darauf. Ein Krieg gegen den Iran würde die Chancen, Trump wieder gewählt zu werden erheblich steigern und wahrscheinlich eine sichere Amtszeit bescheren. Es wird definitiv spannend bleiben.

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linoberlin 15.05.2019, 23:01
8. genau solche

Artikel wurden 2007 über einen gewissen Barack Obama geschrieben. Was die Vorbereitung und den Ausgang von Wahlen anbetrifft, sind die USA tatsächlich immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Warten wir's einfach ab.

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shrufu 15.05.2019, 23:02
9. Kleines update

Die neueste Befragung ergab 33 Prozent für Biden 25 für Sanders. Und so richtig festlegen würde ich mich da nicht.. diese rennen haben schon öfter vier Monate vor der Wahl einen ziemlich anderen Dreh gehabt.

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