Forum: Politik
US-Medien über Trumps Militärschlag in Syrien: Krieg geht immer
REUTERS/ U.S. Navy

Donald Trump inszenierte seinen Militärschlag gegen Syrien wie eine billige Realityshow. Doch die US-Medien beißen willig an - denn nichts verkauft sich so gut wie Krieg.

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Mister Stone 10.04.2017, 11:38
1.

Donald Trump inszenierte seinen Militärschlag gegen Syrien wie eine billige Realityshow. Doch die US-Medien beißen willig an

Aber nicht nur die US-Medien! Auch unsere Regierungselite finden den Raketenangriff "nachvollziehbar" bis "richtig". Mit z.T. abenteurlichen "Begründungen" voller Halbwahrheiten und unbewiesener Behauptungen.

Und unsere Medien sahen das ja auch so, jedenfalls solange bis die Meinungsumfrage ergeben hat, dass die Mehrheit der Deutschen das anders beurteilen.

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Suppenelse 10.04.2017, 11:43
2. Auf dem russischen Auge blind?

Ich wundere mich über das Herumgehacke auf den pösen, pösen USA, das dieser Tage allerorts zu lesen ist, gerade auch auf Spiegel Online. Wo wart ihr alle vor wenigen Monaten? Als die russische Armee gemeinsam mit Assad wiederholt die Zivilbevölkerung bombardiert hat, haben alle entweder geschwiegen oder betroffen-hilflose Artikel verfasst - Demos der "Friedensbewegung" gab es natürlich keine. Nun haben nach dem Giftgasangriff auch die USA militärisch eingegriffen (hätten sie das früher getan, wäre vielleicht Schlimmeres verhindert worden), und man kann endlich wieder die alten Reflexe spielen lassen.

An diesem verlogenen Spiel sollte sich nicht auch noch die Presse beteiligen.

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mainstreet 10.04.2017, 11:44
3. Krieg ist immer schlecht!

Die Frage die sich hier stellt gibt es schon länger denn der Bürger weiß auch aus der Erziehung von Eltern und Opa eben familär das Krieg nicht gut ist. Die Presse dagegen schiebt Verkaufargumente in den Vordergrund "das sich nichts so gut verkäuft wie Krieg" und das ist gesellschaftlich gesehen nicht sehr gut.
Auch die Presse sollte einsehen das man mit Krieg keinen Spaß machen sollte und Sie sollte Verkaufsargumente im Rahmen einer Übereinkunft der Presserichtlinien -insofern- Krieg nie verharmlosen oder verherrlichen.
In Syrien sind schon zuviele unschuldige Menschen dank eines Tyrannen dem es nur um Machterhaltung geht um das Leben gekommen und dies muss beendet werden und darauf sollte die EU angemessen reagieren auch wenn man das Land vorübergehend stabilisieren muss durch UN oder EuroKfor oder Ähnliches.
Verkaufsargumente hinisichtlich von Krieg in Syrien sind wirklich kein Thema!

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thea21 10.04.2017, 11:45
4.

Guter Beitrag. Und wer es noch genauer wissen will, sollte die Analyseseite der US-amerikanischen NGO "fair.org" aufrufen. Hier werden die Leitartikel der 5 größten US-Zeitungen zum Thema analysiert. 18 Leitkommentare, alles Jubelartikel zu Trumps Vorgehen, einige fordern den "Enthauptungsschlag" für Assad - kein einziger Artikel formuliert irgendeine Kritik. Hier ist der Link: http://fair.org/home/five-top-papers-run-18-opinion-pieces-praising-syria-strikes-zero-are-critical/

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Ezechiel 10.04.2017, 11:47
5. Krieg geht immer.

Na klar, wenn man sieht wie wichtig die Rüstungsindustrie für das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt ist, bekommt der Krieg den Status eines Konjunkturprogramms.

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robin-masters 10.04.2017, 11:49
6. Alternative?

absehbar und unausweichlich.
Der Schritt war außenpolitisch alternativlos und er wird innenpolitisch noch von Trump ausgeschlachtet weil er dringend Erfolge braucht.

Alternativlos - weil er sonst im Syrienkonflikt noch machtloser wie Obama dastehen würde, dem er hier Versagen vorwarf. (Jeder weiss das dies ein symbolisches Vorgehen war)
Innenpolitik - Trump trifft auf dreckige und bürokratische Realpolitk - das er hier erst lernen muss und min. 1 Jahr
verstreichen wird - war auch klar.

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facemelter 10.04.2017, 11:51
7.

Ich frage mich was man in den USA außerhalb der jubelnden Medienlandschaft über die Luftangriffe denkt, vor dem Hintergrund, dass das amerikanische Volk vor nicht allzu langer Zeit noch als "kriegsmüde" galt.

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peterpeterweise 10.04.2017, 11:52
8. Schön, dass der Spiegel wieder kritischer gegenüber Kriegstreiberei wird

Im US-Wahlkampf wurde, auch vom Spiegel, die Clinton Politik der weltweiten militärischen Schläge als gute Politik dargestellt. Trumps, damals vorsichtigere Politik wurde dagegen als negativ eingeschätzt.
Jetzt macht Trump das, was Clinton vorhatte, und der Spiegel entdeckt, dass Kriegstreiberei in erster Linie dem Kriegstreiber innenpolitische Imagepunkte bringt, aber möglicherweise gerade darum gefährlich sein könnte. Schön, dass im Spiegel wieder etwas kritischere Beiträge gegenüber dem Primat des Militärischen erscheinen.

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darthkai 10.04.2017, 11:58
9. Jaja

die US-Medien...
Hat denn irgendein größeres deutsches Blatt (inkl. Spon) nicht gejubelt, dass der Antichrist endlich mal was richtig macht, und ein bisschen im Namen der Freunde Saudi Barbariens bombt? Von Sydow und co las ich egtl nur Bedenken, dass Trump nur ein bisschen bombt, und wieder aufhört bevor die "moderaten" Al Kaida Ableger die Oberhand haben...

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