Forum: Politik
US-Medien über Trumps Militärschlag in Syrien: Krieg geht immer
REUTERS/ U.S. Navy

Donald Trump inszenierte seinen Militärschlag gegen Syrien wie eine billige Realityshow. Doch die US-Medien beißen willig an - denn nichts verkauft sich so gut wie Krieg.

Seite 2 von 19
BjoBa 10.04.2017, 12:01
10. Und?

Viele Deutsche denken im Herzen genauso. Es geht wieder was rund auf der Welt. Also, wieso wird das amerikanische Volk hier kritisiert. Als der Militärschlag kam, haben die fünf grössten deutschen Zeitungen doch gleiche Überschriften gehabt...

Beitrag melden
detlef_s 10.04.2017, 12:06
11. wag the dog ?

nach dem schlechtesten Amtszeit-Starts vieler Präsidenten der letzten Jahrzehnte
half wohl nur noch die "Wunderwaffe" Krieg.
Das scheint wohl wieder mal zu funktionieren in god's own country

Beitrag melden
Frittenbude 10.04.2017, 12:09
12. Puppet

Also als "Putins Puppe" würde ich Puppet sicher nicht übersetzen, sondern als "Marionette".
Und die Schlussfolgerung, dass "Politiker und Wähler schnell zu willigen Kriegsfans mutieren", halte ich auch für deplaziert und unbegründet (vielmehr herrscht in den USA bekanntlich eine große Kriegsmüdigkeit vor) . Grund für die große Zustimmung zu der (rein symbolischen) Tommahawk-Aktion dürfte vielmehr das Gefühl sein, dass die USA endlich nicht mehr nur dem Abschlachten einfach zuschauen. Dass es eine reine Alibi-Veranstaltung war, und die Kriegsverbrechen weitergehen werden, als wäre nichts geschehen, steht auf einem anderen Blatt.

Beitrag melden
Adrianstein 10.04.2017, 12:10
13. Diplomatie und UN sind echt langweilig

Ein wichtiger Aspekt wurde hier richtig bezeichnet. Kriegsberichterstattung zählt mehr als fliehendes Volk. . Ohne diesen "Blitzschlag" ohne Legitimation rechtfertigen zu wollen , sind andererseits die jahrelangen Massaker und Bombardements in der ganzen Region kaum mit Vetos in der UN oder diplomatischen Nachtsitzungen zu befrieden. Europa hält sich ohne Mandat und echten Einfluß raus, und wartet dann auf Flüchtlinge aus diesen Schlachtfeldern . Das ist nicht nur visuell weniger vermarktbar, es führt auch in eine Sackgasse.

Beitrag melden
Hermes75 10.04.2017, 12:11
14.

Zitat von Ezechiel
Na klar, wenn man sieht wie wichtig die Rüstungsindustrie für das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt ist, bekommt der Krieg den Status eines Konjunkturprogramms.
Das stimmt so nicht. Die Rüstungsindustrie macht in den USA tatsächlich nur einen kleinen, einstelligen Prozentsatz am BIP aus.
60 Marschflugkörper zu verschießen bringt da überhaupt nichts.
Das eigentliche Problem ist der enorme politische Einfluss den die Rüstungsunternehmen haben - völlig disproportional zur tatsächlichen wirtschaftlichen Bedeutung.
Mir fallen andere Länder ein wo die Rüstungsindustrie tatsächlich ein wichtiger Wirtschaftszweig ist, nur bei denen wird das seltsamerweise nicht kritisiert..

Beitrag melden
hornochse 10.04.2017, 12:11
15. Kriegsbilder!?

Seit Ende des Vietnamkriegs werden doch keine Kriege freizügig mit allen Fazetten publik gemacht. Eingebettete Journalisten dürfen nur "noch" Bilder zeigen die entweder die Realität beschönigen, wenn es um eigene Truppen geht, oder die Kriegsverbrechen der Gegenseite aufzeigen. Eben nur sehr klinisch dargestellt. Schließlich möchte man die täglichen Grausamkeiten einem zivilen Publikum ersparen es könnte ansonsten gegen die eigene Regierung "rebellieren". Auch hier ist der Vietnamkrieg Vorbild. Was zählt sind saubere militärische Operationen, die von Erfolg gekrönt sind. Die schmutzigen Hände haben natürlich die anderen so ist der Rückhalt sicher. Ein völlig verklärtes Bild vom realen Bild eines Krieges der immer schmutzig, brutal und zerstörend ist auf beiden Seiten!

Beitrag melden
Pfaffenwinkel 10.04.2017, 12:12
16. Trump als Kriegsherr,

und endlich wird er mal gelobt. Einfach widerlich.

Beitrag melden
skeptikerjörg 10.04.2017, 12:12
17. Muss man nicht verstehen

Was will der Autor? Trumpbashing? Medienbashing? US-bashing? Ich verstehe die Zielrichtung nicht. Dass Trump sich inszeniert ist klar und aus seiner Perspektive logisch. Dass die Medien darauf aufspringen liegt in der Natur der Medien, haben deutsche sogenannte Qualitätsmedien auch getan und tut letztlich der Autor selbst auch. Und was die USA immer tun kann sowieso nur falsch sein. Obamas Nicht-Reaktion beim Überschreiten der "roten Linie" wurde ihm genauso vorgeworfen, wie jetzt Trump die Reaktion vorgeworfen wird.
Man muss halt was schreiben, verstehen muss man man es nicht.

Beitrag melden
rgw_ch 10.04.2017, 12:13
18. Nicht US-Medien

Leider fallen nicht nur US-Medien darauf herein. Auch viele europäische Medien fanden Trump plötzlich gar nicht mehr so schlimm, kaum dass er ein paar Menschen zerfetzen liess. (Als "Strafe" dafür, dass jemand anders andere Menschen vergiften liess).
Was ich nicht verstehe ist, dass die Qualitätsmedien sich nicht klar machen, dass hier Präzedenzfälle geschaffen werden. Andere Staate werden das US-Vorgehen kopieren. Und wenn dann erst mal Russland, China, Israel, Iran und Korea anfangen, nach eigenem Gusto und unter Auslassung der UNO überall auf der Welt missliebige Leute per Fernsteuerbombe umzubringen, dann wird das Geschrei gross sein. Dann wird es aber zu spät sein, den Geist wieder in die Flasche zu stopfen. Völkerrecht darf nicht nur für die "Bösen" gelten.

Beitrag melden
Hermes75 10.04.2017, 12:17
19.

Zitat von peterpeterweise
Im US-Wahlkampf wurde, auch vom Spiegel, die Clinton Politik der weltweiten militärischen Schläge als gute Politik dargestellt. Trumps, damals vorsichtigere Politik wurde dagegen als negativ eingeschätzt. Jetzt macht Trump das, was Clinton vorhatte, und der Spiegel entdeckt, dass Kriegstreiberei in erster Linie dem Kriegstreiber innenpolitische Imagepunkte bringt, aber möglicherweise gerade darum gefährlich sein könnte. Schön, dass im Spiegel wieder etwas kritischere Beiträge gegenüber dem Primat des Militärischen erscheinen.
Trumps Politik? Ich höre wohl nicht ganz richtig.
Trump hat noch nie Politik gemacht - das kann er gar nicht.
Vor der Wahl hat er Clinton vehement als "Kriegstreiberin" attackiert und seinen Wählern versprochen sich aus internationalen Konflikten herauszuhalten.
Seitdem er jetzt an der Macht ist, hat sich die Zahl der US-Drohnen angriffe verfünffacht und er hat die US-Kriegsführung in Syrien drastisch ausgeweitet (Bodentruppen + den Raketenangriff gegen Assad). Dazu ständige Drohgebärden gegen Iran und Nordkorea.
Seit Trumps Amtsantritt sind über 1000 Menschen durch US-Luftangriffe getötet worden - hauptsächlich Zivilisten.

Beitrag melden
Seite 2 von 19
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!