Forum: Politik
US-Medien über Trumps Militärschlag in Syrien: Krieg geht immer
REUTERS/ U.S. Navy

Donald Trump inszenierte seinen Militärschlag gegen Syrien wie eine billige Realityshow. Doch die US-Medien beißen willig an - denn nichts verkauft sich so gut wie Krieg.

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Xantos73 10.04.2017, 13:33
50. Einfach widerlich!

Schöner Artikel Herr Pitzke. Es ist zu vermuten, das die Nachrichten den Protestwähler in US mit patriotischem Gedöns von der Tatsache abzulenken versucht, wie schändlich der Mann mit dem toten Hamster auf dem Kopf gerade seine Wahlversprechen mit Lügen straft. Der Mann macht alles in 180° Kehre zu dem was er versprach und hat kein Problem damit. Ich spreche diesem Mann jedwedes Gewissen ab. Was passiert als nächstes? Krieg gegen Nordkorea? Mittlerweile traue ich dem Typ alles zu. Und das schlimme dabei - der ist nur eine Marionette der grauen Herren im Hintergrund. Augsburger Puppenkiste eben. Und die Sedierung der Völker ist so weit fortgeschritten, das diese nicht mal mehr gegen Kriegstreiberei auf die Straßen gehen.
Sieht so aus als ob die Eliten auf ganzer Linie gewonnen haben, denn die Lämmer schweigen nicht nur, nein sie schlafen tief und fest, dank anerzogener Konsumsucht, eingeimpfter Sozialangst und völliger Fehlbildung durch die Schulsysteme. Das Spiel wird weiter gehen, bis zum bitteren Ende und intuitiv hofft jeder das er dieses nicht miterleben muss. Frei nach dem Motto - nach mir die Sinnflut. Mich verlässt zunehmend die Hoffnung auf eine längerfristige Zukunft unserer Spezies. Die Erde hat Mensch... aber wie jede Krankheit wird das wohl auch vorbei gehen. Fatalistisch? Ja ich weiß, aber die Gier der Mächtigen kennt scheinbar keine Grenzen.

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Atlantto 10.04.2017, 13:33
51. das zeigt

wie verfault und krank die amerikanische Gesellschaft ist. Insbesondere die Elite aus Medien, Militär und Politik. Und ja: Trump ist Teil des Establishment und nicht Gegner davon (wie im Wahlkampf inszeniert). Und je mehr er sich anpasst umso größer wird seine Akzeptanz (in diesen Kreisen).
Krieg ist gut, Gespräche für Frieden schlecht. Denn krieg ist gut fürs Geschäft, für die Quoten, für das Nationalgefühl, für die Einheit des Volkes. Da interessiert es auch nicht,dass die USA ohne den geringsten Beweis einfach mal präventiv bombt und dabei zum wiederholten Male das Völkerrecht bricht. Es ist nicht mal mehr nötig Beweise zu manipulieren (wie 2003 im Irak), man behauptet einfach es sei plausibel,dass es wahrscheinlich Assad war - wir sind ja schließlich 14 jahre weiter . Und unsere Bundesregierung hält das auch noch für nachvollziehbar oder sogar richtig ( Siehe uschi van der Leyen gestern bei anne will), dass da ein Warnschuss (verniedlichung, immerhin starben bei diesem Warnschuss auch menschen) abgegeben wird.
Und man braucht nicht auf die USA und deren Medien mit dem Finger zeigen. Auch unsere Mainstream-Presse stand und steht dem völkerrechtswidrigen Militärschlag wohlwollend positiv gegenüber. Das erste Mal, dass Trump für eine seiner Maßnahmen niocht in der Luft zerrissen wird. Und das ausgerechnet bei seiner schlimmsten (unter vielen schlechten) Entscheidung

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biesi61 10.04.2017, 13:34
52. Ich kann nicht erkennen,

dass deutsche Medien intelligenter an den vorsätzlichen Völkerrechtsbruch Trumps herangegangen wären, als US-amerikanische. Der Beifall war einstimmig und stand auf allen Titelseiten und in allen Kommentaren! Erst viel, viel später wurden - sicherlich auch unter dem Druck der lebhaft dagegen anschreibenden Leserforen - erste besonnenere Stimmen hörbar, weiterhin aber nur als exotisch vorgestellte Minderheit!
Am schlimmsten fand und finde ich aber den Beifall unserer Regierung! Eine große Enttäuschung, an die sich die Wähler im Herbst hoffentlich erinnern.

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Frittenbude 10.04.2017, 13:35
53. Fata Morgana

Wenn der Autor und Foristen die Tommahawk-Aktion als "Krieg" hochjazzen, frage ich mich, ob sie Gespenster sehen. Vielmehr hat Trump ein kleines, rein symbolisches Feuerwerk abgebrannt, nicht ohne den vermeintlichen Kriegsgegnern Stunden vorher Bescheid zu geben, damit die in aller Ruhe Mensch und Material zur Seite räumen konnten. Es sollte schließlich nicht wirklich irgendein Schaden entstehen. Hat ja auch pefekt funktioniert; Die Russen haben ein wenig Empörung vorgetäuscht, Assad hat noch härteres Vorgehen angekündigt, Trump bekommt endlich mal Beifall daheim und der Flughafen war am nächsten Tag wieder oder immernoch einsatzfähig. Win-win für alle Akteure und tatsächlich ein Hinweis auf eine gute Zusammenarbeit von Amerikanern und Russen hinter den Kulissen denn auf eine ernsthafte Kriegsgefahr.

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muellerthomas 10.04.2017, 13:36
54.

Zitat von Badischer Revoluzzer
. Eine Welt ohne Konflikte würden die USA in arge wirtschaftliche Bedrängnis bringen.
Wie kommen Sie zu der Einschätzung? Wie hier mittlerweile von mehreren Foristen klargestellt wurde, ist die US-Rüstungsindustrie für die Gesamtwirtschaft von geringer Bedeutung - im Gegensatz zu Russland.

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muellerthomas 10.04.2017, 13:37
55.

Zitat von Skeptiker99
Die Argumentation "Ihr hackt alle auf den Ammis rum, was ist denn mit Russland, die sind viel schlimmer und keinen störts" kommt immer wieder, wenn es um Kritik an den USA geht.
Ne, es ist genau umgekehrt. Jede Kritik hier an Russland wird gekontert mit dem Vorwurf, der Westen sei angeblich auch nicht besser.

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alfred-wilhelm 10.04.2017, 13:44
56. In dieser und anderen Diskussion

.... über diese bösen Jungens - Saddam. Gaddafi, wegen mir auch Assad - wird gerne übersehen, dass die erst das zeitliche segneten, bzw. segnen werden, nachdem 100-tausende Menschen, die keiner Fliege etwas zu leide taten getötet wurden/ bzw. werden.

In allen Diskussionen über die Kriege im Irak, in Syrien und in Libyen werden die politisch Verantwortlichen der verschiedenen Seiten erwähnt, kritisiert, verdammt, gelobt und kommentiert. Die Opfer, - besonders die zivilen Opfer -, finden aber kaum Beachtung.

Krieg, egal mit welcher Intention er angefangen wurde oder mit welchem gutaussehenden Etiketten er versehen wurde/wird, war noch nie etwas anderes als ein Verbrechen gewesen, - ein Verbrechen, das an Menschen, an der Menschheit und an der Menschlichkeit begangen wurde, bzw. wird.
In allen Kriegen waren / sind Zivilisten die meisten Opfer bzw. waren / sind Zivilisten die Hauptziele.

Mir ist unverständlich, wie 70ig Jahre nach Adolf, Regierungen der westlichen Hemisphäre, - besonders die Regierung der BRD -, pro Krieg handelt und die Kriegsspiele der westlichen Mächte unterstützt werden.

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bammy 10.04.2017, 13:46
57.

Zitat von rabbijakob
...man kann sich bei dem was gerade in der Welt vor sich geht nur noch übergeben. Unsere Politik Eliten haben herausgefunden, dass die Schmerzgrenze der Menschen sehr hoch ist. Da wird Krieg geführt, und keinen interessiert es. Da wird gelogen, und ach egal. Wir sind so sehr mit unserem eigenen kleinen Wohlstand beschäftigt, einfach satt und träge, dass keiner mehr für Ideale einsteht. Der 2. Weltkrieg ist vergessen. Ich bin mir sicher, dass einige US Strategen schon den Krieg unter europäischer Beteiligung planen.
Ich finde die Heuchelei hier schon verachtungswürdig.
Sicher war Trumps Angriff auf den Syrischen Luftwaffenstützpunkt ein glatter Bruch des Völkerrechts. Er hätte sich zumindestens mit den Weltgremien absprechen können, als quasi aus der Hüfte den Colt zu ziehen.
Aber im üblichen reflexartigen Anti-USA/Westlichen Shitstorm, wird scheinbar übersehen, das der Syrische Machthaber mit Unterstützung seiner Verbündeten ganze Ortschaften in Schutt und Asche legt und das ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung.
Die Hälfte der Syrer befindet sich auf der Flucht. Eine humanitäre Katastrophe die in Assads Land stattfindet. Jegliche versuche das über die UN zu klären, wird von der VETO-Macht Russland weger seiner Interessen geblockt. Das scheint aber einige Leute nicht ansatzweise zu interessieren, wie kapputte Hangars und Flugzeuge.
Putin und Trump sollten sich endlich mal zusammensetzen und dem Ende bereiten. Die wären dazu in der Lage. Und Assad dann vor ein Gericht stellen, was dann seine schuld nachweist. Gemeinsam die IS einstampen und Aufbauprogramme entwickeln. Ähnlich wie man es in Afghanistan vorhatte, bevor die Taliban zurückkam.
Die Ost-West Schuldzuweisung kann man auch auslassen. Denn das Geschehen dort ist viel komplexer, um die Parteien in Gut und Böse einzuteilen. Wichtig ist, das der Bevölkerung geholfen wird.

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franke08 10.04.2017, 13:47
58. USA ein starker Staat?

Zitat von xxbigj
Die Aktion war richtig und für mich unverständlich warum sich daran nur die USA beteiligt! Was Trump jetzt damit Innenpolitisch macht, ist doch ganz normal für die Amis. Man sollte wissen, was man davon halten kann. Putin ist nun auch mit einer starken .....
Die USA sind der Garant für Krieg, Zerstörung und Chaos, ganz besonders im Nahen Osten, in der Vergangenheit jedoch auch in Asien. Und nun sind sie bemüht ihre schwindende Vormachtstellung durch weitere Kriegseinsätze aufzuhalten. Das ist nicht stark sondern dumm und verbrecherisch, es wird nämlich keinen Gewinner geben wenn es zu einer russisch amerikanischen Auseinandersetzung kommt. Das begreifen aber einige nicht.

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horstenporst 10.04.2017, 13:47
59. Volle Zustimmung

Bravo Herr Pitzke, das mit Abstand beste was ich je von ihnen gelesen habe. Hier der link zum oben erwähnten, sehr lesenswerten, Kommentar von Glenn Greenwald:
https://theintercept.com/2017/04/07/the-spoils-of-war-trump-lavished-with-media-and-bipartisan-praise-for-bombing-syria/

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