Forum: Politik
US-Medien über Trumps Militärschlag in Syrien: Krieg geht immer
REUTERS/ U.S. Navy

Donald Trump inszenierte seinen Militärschlag gegen Syrien wie eine billige Realityshow. Doch die US-Medien beißen willig an - denn nichts verkauft sich so gut wie Krieg.

Seite 7 von 19
andreas13053 10.04.2017, 13:52
60. Nun stellen

Zitat von muellerthomas
Wie hier mittlerweile von mehreren Foristen klargestellt wurde, ist die US-Rüstungsindustrie für die Gesamtwirtschaft von geringer Bedeutung - im Gegensatz zu Russland.
Sie sich doch nicht so an. Als wenn die reine Berechnung der Rüstungsindustrie den gesamten "Nutzen" für die US-Wirtschaft ausmachen würde. Hinter den US initiierten Kriegen, Regimechanges und anderen völkerrechtswidrigen Provokationen verbirgt sich soviel mehr an Profit. Den ein oder anderen können Sie vielleicht mit Ihrer mathematischen, aber zusammenhanglosen Jonglierei von Zahlen hinter die Fichte führen.
Und bitte keine neuen lustigen Zahlenspielchen, in denen Sie wieder versuchen 600 Mrd. gegen 60 Mrd. mit seltsamen Kunststückchen zu relativieren.

Beitrag melden
flintstone888 10.04.2017, 13:59
61. Tja lieber Mitbadener,

Zitat von Badischer Revoluzzer
und ein guter Titel. Krieg ist die "Geschäftsbasis" der USA. Deshalb muß die Kriegsmaschinerie immer am Laufen gehalten werden. Eine Welt ohne Konflikte würden die USA in arge wirtschaftliche Bedrängnis bringen.
wie schon berichtet, ist die Militärindustrie in den USA nur zu 1% am BIP beteiligt. Die Bundesrepublik spielt bei den Rüstungsexporten auch in der Premiumliga mit, so sollten wir uns vorsichtig an dieses Thema heranpirschen.
Interessant ist für mich vor allen Dingen, dass der Spiegel zwar gerne US-Medien zitiert, wenn es gegen den pösen Trump geht, aber wenn die Medien dort mal anders auf Aktionen von Trump reagieren, die Spiegel-Redakteure ihren Pawlowschen Reflex anders befriedigen müssen. Nachdem man seit Franz Josef Strauß wieder eine Lieblingszielscheibe aufgetan hat, dürfen die Pfeilschießer keinen Tag untätig herumsitzen.

Haben Sie - als Mitbadener - auch schon gemerkt, dass die Hamburger Redakteure öfters mal eine badische Stadt zu einem schwäbischen Dorf gemacht habe? Unschön auch, dass ein norddeutscher Bürgermeister meistens als kleiner Held in Berichterstattungen hervorgeht, während ein süddeutscher Bürgermeister zu 80% mit dem Attribut "bieder" in Spiegelartikeln versehen wird. Und das haben die badischen mit den schwäbischen Bürgermeistern gemeinsam....

Beitrag melden
franke08 10.04.2017, 13:59
62. Ohne die USA hätte es keinen Krieg in Syrien gegeben

Zitat von bammy
Ich finde die Heuchelei hier schon verachtungswürdig. Sicher war Trumps Angriff auf den Syrischen Luftwaffenstützpunkt ein glatter Bruch des Völkerrechts. Er hätte sich zumindestens mit den Weltgremien absprechen können, als quasi aus der Hüfte den Colt zu ziehen. Aber im üblichen reflexartigen Anti-USA/Westlichen Shitstorm, wird scheinbar übersehen, das der Syrische Machthaber mit Unterstützung seiner Verbündeten ganze Ortschaften in Schutt und Asche legt und das ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Die Hälfte der Syrer befindet sich auf der Flucht. Eine humanitäre Katastrophe die in Assads Land stattfindet. Jegliche versuche das über die UN zu klären, wird von der VETO-Macht Russland weger seiner Interessen geblockt. Das scheint aber einige Leute nicht ansatzweise zu interessieren, wie kapputte Hangars und Flugzeuge. Putin und Trump sollten sich endlich mal zusammensetzen und dem Ende bereiten. Die wären dazu in der Lage. Und Assad dann vor ein Gericht stellen, was dann seine schuld nachweist. Gemeinsam die IS einstampen und Aufbauprogramme entwickeln. Ähnlich wie man es in Afghanistan vorhatte, bevor die Taliban zurückkam. Die Ost-West Schuldzuweisung kann man auch auslassen. Denn das Geschehen dort ist viel komplexer, um die Parteien in Gut und Böse einzuteilen. Wichtig ist, das der Bevölkerung geholfen wird.
Es war ein geplanter Regimechange und die Opposition wurde vom Westen bewaffnet. So ist der Krieg entstanden und nicht alleine durch Assad. Assad ist in Ungnade gefallen wegen seiner Ablehnung der Gaspipeline aus Katar und weil er Russlands Freund ist. Amerika hatte nie etwas gegen Despoten, solange es ihre Despoten sind, denken sie nur an Pinochet und Sadam Hussein in den Anfangsjahren.

Beitrag melden
AlBundee 10.04.2017, 14:01
63. Ich wiederhole: No Sheriff, no Law

Tja mit dem Recht ist das so eine Sache. Wenn sich der Verkehrsminister nicht um Kontrollen kümmert, scheren die Abgasnormen plötzlich keinen mehr. Und wenn sich Nationen mit den Mitteln, diese durchzusetzen, nicht mehr um das Völkerrecht kümmern, wird es nicht mehr geachtet (Türkei bombardiert Kurden, Russland annektiert Krim). Und wer schützt eigentlich die Menschenrechte? Wenn es das Völkerrecht erlaubt, dass Syrier gemeinam mit den Russen die eigene Bevölkerung abachlachten, um einen ihnen genehmen Diktator an der Macht zu halten, sollte es vielleicht mal überarbeitet werden.

Beitrag melden
frankfurtbeat 10.04.2017, 14:17
64. zu Beitrag 10 von BjoBa

zu Beitrag 10 von BjoBa möchte ich lediglich anmerken das eine Gleichschaltung der Medien auf transatlantischen Bündnissen gründet. Es wird explizit eine positive Berichterstattung zur Politik der USA gewünscht. Mit etwas Geschick lassen sich auch für den Ungebübten manipulierte Journalisten ausfindig machen ...
Persönlich finde ich die Bombardierung zum einen aus volkerrechtlichen Gründen zum anderen mangels Beweisen eher mehr als fraglich ...

Beitrag melden
newbie99 10.04.2017, 14:18
65.

Zitat von franke08
Es war ein geplanter Regimechange und die Opposition wurde vom Westen bewaffnet. So ist der Krieg entstanden und nicht alleine durch Assad. Assad ist in Ungnade gefallen wegen seiner Ablehnung der Gaspipeline aus Katar und weil er Russlands Freund ist. Amerika hatte nie etwas gegen Despoten, solange es ihre Despoten sind, denken sie nur an Pinochet und Sadam Hussein in den Anfangsjahren.
Ja, ja, überall nur ein geplanter Regimechange. In Wirklichkeit wird der voll-demokratisch gewählte Assad wahrscheinlich eine breite Zustimmung beim Volk genießen, oder wie ist das zu verstehen?

Und so wird der Westen dafür kritisiert, in Syrien die Opposition zu unterstützen, während die USA in Saudi-Arabien dafür kritisiert werden, das despotische Regime zu unterstützen. Und zu allem Überfluss wird Russland noch dafür gelobt, in Syrien einen Despoten dabei zu helfen, die Rebellen niederzuschlagen.

Man kann nun wahrlich nicht behaupten, Washington hätte ein "bruchfreie" Außenpolitik betrieben. Aber den Kritikern in Foren wie diesen kann man doch exakt genauso vorwerfen, dass sie gerne einmal für Despoten Partei ergreifen, wenn es "ihre" Despoten sind, die auf der vermeintlich "richtigen" Seite - also kontra Westen - stehen. Zum Vorwurf der Doppelmoral fällt mir spontan etwas ein, was von dieser Seite auch sehr häufig zu hören ist: "Wer im Glashaus sitzt ..."

Beitrag melden
alfred-wilhelm 10.04.2017, 14:19
66. Abgesehen davon

Zitat von flintstone888
.......... Shitstorm, wird scheinbar übersehen, das der Syrische Machthaber mit Unterstützung seiner Verbündeten ganze Ortschaften in Schutt und Asche legt und das ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Die Hälfte der Syrer befindet sich auf der Flucht. Eine humanitäre Katastrophe die in Assads Land stattfindet. Jegliche versuche das über die UN zu klären, wird von der VETO-Macht Russland wegen seiner Interessen geblockt. Das scheint aber einige Leute nicht ansatzweise zu interessieren, wie kaputte Hangars und Flugzeuge. Putin und Trump sollten sich endlich mal zusammensetzen und dem Ende bereiten. Die wären dazu in der Lage. Und Assad dann vor ein Gericht stellen, was dann seine schuld nachweist. Gemeinsam die IS einstampfen und Aufbauprogramme entwickeln. Ähnlich wie man es in Afghanistan vorhatte, bevor die Taliban zurückkam. Die Ost-West Schuldzuweisung kann man auch auslassen. Denn das Geschehen dort ist viel komplexer, um die Parteien in Gut und Böse einzuteilen. Wichtig ist, das der Bevölkerung geholfen wird.
scheint mir, wird gerne herunter gespielt, dass die Regierungen der westlichen Hemisphäre sehr wohl an den zuständen in Syrien und dem Irak direkt beteiligt sind.

So wird in den öffentlichen Medien Deutschlands der Krieg in Syrien gerne als ein Art Bürgerkrieg dargestellt.
Diese Komponente bestreite ich nicht, aber könnten wir uns frei in Zeit und Raumbewegen, könnten wir ein Gespräch zwischen Paul Wolfowitz und Gen. Wesley Clark belauschen. Die Idee, Syrien militärisch anzugehen wurde bereits 1991 von Paul Wolfowitz, - , gegenüber Wesley Clark erwähnt. Hintergrund war, dass nach dem Erfolg des ersten Irak-Krieges, Wolfowitz der Meinung war, Regime, die den Russen freundlich gesonnen waren, auszutauschen. Er nannte damals Syrien und Irak.

Der ehemalige französische Außenminister Roland Dumas erwähnte vor einigen Jahren in einer Talk-Show, dass er Jahre zuvor bevor es in Syrien los ging, in England zu besuchte war und dort erfuhr, dass bereits damals in Groß-Britannien Rebellen für Syrien ausgebildet wurden.

Einfach bei YouTube >Roland Dumas Syrien< bzw. >Wesley Clark Syrien 2006< eingeben, dann gelangt man zu diesen Informationen.

Ich erwähne das hier, um zu verdeutlichen, dass es in diesem Krieg keine Guten gibt. - Keine guter Putin, kein guter Assad, aber auch keine guten Regierungs-Chefs der westlichen Hemisphäre und ich bezweifele, dass es zur zeit ein ernsthaftes Interesse gibt, den Konflikt in Syrien friedlich zu lösen

Beitrag melden
spon-facebook-10000523851 10.04.2017, 14:22
67. Na und ?

Das nennt man Propaganda und dieser bedient sich jeder, der's gerade braucht. Und nachdem die USA ja auf eigenem Territorium keine Kriege fuehren, will das Volk ja informiert und unterhalten werden.

Beitrag melden
Palmstroem 10.04.2017, 14:30
68. Alte Lügenmärchen

Zitat von franke08
Es war ein geplanter Regimechange und die Opposition wurde vom Westen bewaffnet. So ist der Krieg entstanden und nicht alleine durch Assad. Assad ist in Ungnade gefallen wegen seiner Ablehnung der Gaspipeline aus Katar und weil er Russlands Freund ist. Amerika hatte nie etwas gegen Despoten, solange es ihre Despoten sind, denken sie nur an Pinochet und Sadam Hussein in den Anfangsjahren.
Ja, die alten Märchen aus Tausend und einer Nacht.
Gas und Öl - das mag einmal wichtig gewesen sein, heute gibt es die im Überfluss und am wenigsten nötig haben es die USA.
Der Bürgerkrieg in Syrien wäre zu verhindern gewesen, hätte Barak Obama nach dem Einsatz von Panzern und Kampfhubschraubern gegen anfangs friedliche Demonstranten durch Assad, schon damals eine Salve Tomahawks abgefeuert.
Aber Assad wurde schnell klar, dass Obama ein Zauderer war und Europa wie immer einfach wegsah.

Beitrag melden
newbie99 10.04.2017, 14:46
69.

Zitat von frankfurtbeat
zu Beitrag 10 von BjoBa möchte ich lediglich anmerken das eine Gleichschaltung der Medien auf transatlantischen Bündnissen gründet. Es wird explizit eine positive Berichterstattung zur Politik der USA gewünscht. Mit etwas Geschick lassen sich auch für den Ungebübten manipulierte Journalisten ausfindig machen ... Persönlich finde ich die Bombardierung zum einen aus volkerrechtlichen Gründen zum anderen mangels Beweisen eher mehr als fraglich ...
Und zu diesem Beitrag möchte ich anmerken: hää?

Gleichgeschaltete Medien gründen auf transatlantische Bündnisse?? Was will man uns damit sagen? Welche Bündnisse neben der Nato sind gemeint? Und will man da wirklich behaupten, dass man außerhalb der Nato keine gleichgeschalteten Medien findet oder je gefunden hat? Das kann ja er doch wohl kaum meinen, oder? Ich denke da nur mal an die Medienlandschaft heute in Russland oder vor 1989 im gesamten Wahrschauer Block. Und wie gleichgeschaltet im Sinne des Präsidenten die Medien in den USA sind, hat Trump ja nun in den letzten Wochen leidvoll erfahren.

Ich finde es auch sehr bedenklich, was ausgerechnet ein kriegerischer Akt für das Bild Trumps in den Medien bewirkt hat. Aber dass die Wünsche von irgend jemandem hinsichtlich der Berichterstattung über die USA oder der Nato (explizit positive Berichterstattung natürlich) unmittelbar folgegeleistet wird, halte auch "mangels Beweise mehr als fraglich".

Das Völkerrecht hinsichtlich Syrien hat hier den kleinen Mangel, dass Russland und Syrien dort praktisch alles machen können, ohne dass es jemals einen völkerrechtlich legitimierten Eingriff von wem auch immer geben könnte. Denn solange Assads guter Kumpel Putin jederzeit sein Veto dagegen einlegen kann, wird es dazu nicht kommen. Ein übermäßiger Verweis auf gerade das Völkerrecht erscheint mir hier daher doch ziemlich zynisch. Wenn die Amis früher regelmäßig ihr Veto eingelegt haben, wenn Israel gemaßregelt werden sollte, hat von den Kritikern hier vermutlich auch niemand die Angelegenheit abgehakt, weil vom Sicherheitsrat ja nicht verurteilt.

Und was die Beweise angeht, halte ich es persönlich zumindest für sehr, sehr wahrscheinlich, dass Syrien oder Russland dahinter stehen. Einen quasi rechtskräftigen Beweis wird man für so etwas nie finden, schon weil solche Beweise stets nur von Institutionen geliefert werden könnten, denen man dann von geneigter Seite halt Fälschung vorwirft. Festzuhalten bleibt aber auch, dass in anderen Fällen von US-Kritikern in Foren wie diesen schon bei weitschlechterer Beweislage eine US-Beteiligung als zweifelsfrei bewiesen deklariert wurde.

Beitrag melden
Seite 7 von 19
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!