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US-Militäretat: Republikaner wettern gegen Sparpläne des Pentagons
REUTERS

Im US-Kongress zeichnet sich heftiger Widerstand gegen die Schrumpfkur beim Militär ab. Verteidigungsminister Hagel will das Heer auf die geringste Truppenstärke seit dem Zweiten Weltkrieg verkleinern. Die Republikaner halten das für falsch, laut einer Umfrage zweifeln auch viele Bürger.

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imlattig 25.02.2014, 08:46
20. wenn die....

sich verkleinern heisst das noch lange nicht, dass sie weniger geld ausgeben.

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nibal 25.02.2014, 08:46
21. Nur noch 1 Angriffsverteidigungskrieg pro Jahr?

Ich fürchte vor allem, dass wenn Amerika sich aus gewissen Ländern zurückziehen muss der Nachschub an Terroristen ausgehen könnte, weil schließlich nichts wirksamer neue Terroristen generiert als Krieg gegen Terroristen zu führen, Kollateralschäden, Folter und Willkür inklusive. Und das sind nichtmal meine Worte, sondern die eines amerikanischen Oberbefehlshabers. Ohne Terrorkulisse wird es schwer den amerikanischen STASI-Ableger NSA weiter zu legitimieren, aber irgendwas fällt ihnen schon ein, ganz bestimmt. Irgendwas mit Präzisionsschlägen und Drohnen vermutlich - klingt ja auch viel besser als Exekution mit Kollateralschäden.

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Knacker54 25.02.2014, 08:55
22. Ein Schritt in die richtige Richtung

Aber nur ein kleiner. Wenn die Amis ihre NSA eindampfen, sparen sie zig Milliarden Dollar!
Über solch einen Schritt würde sich hierzulande nicht nur Mutti freuen!

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fam.weber11 25.02.2014, 08:57
23. Luce lebt

Für die Republikaner im Besonderen und viele Amis im Allgemeinen ist schon das Wort Friedensdividente ein hässlich Ding. Der üble Geist von Henry Luce lebt fort, demzufolge die USA die Welt mit einer Macht beherrschen soll, für die es sich nicht schämen braucht. Dazu freilich muss USA vor Waffen starren. Abgesehen von kurzen isolationistischen Phasen stehen USA stets unter Krieg, sowohl im Inneren als auch gegen andere. Scheinbar kann USA ohne einen zu bekämpfenden Feind nicht sinnvoll sein.

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Erna_Pachulke 25.02.2014, 08:59
24. Buck McKeon:

"Wir versuchen, unsere finanziellen Probleme auf dem Rücken des Militärs auszutragen, und das geht nicht", sagte der Abgeordnete Buck McKeon, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Abgeordnetenhaus. Andererseits ist es aber völlig in Ordnung die finanziellen Probleme auf dem Rücken der Bevölkerung auszutragen, die auf Hilfe des Bundes in Form von Lebensmittelmarken angewiesen sind, einschließlich der aktiven Soldaten, die so wenig verdienen, dass sie ohne Foodstamps ihre Familie nicht ernähren können.

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beegee 25.02.2014, 09:05
25. Wem nützt es?

Zitat von sysop
Im US-Kongress zeichnet sich heftiger Widerstand gegen die Schrumpfkur beim Militär ab. Verteidigungsminister Hagel will das Heer auf die geringste Truppenstärke seit dem Zweiten Weltkrieg verkleinern. Die Republikaner halten das für falsch, laut einer Umfrage zweifeln auch viele Bürger.
Die Frage ist doch: Inwieweit sind die Bosse der Rüstungsfirmen mit einflussreichen Republikanern verbandelt bzw. identisch? die USA sind das Mutterland des modernen Lobbyismus.

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indigophil 25.02.2014, 09:06
26. Niemals...

...werden die angstneurotischen Amerikaner einer Kürzung beim Militär zustimmen. Eher stampfen sie die NASA oder andere Forschungseinrichtungen ein. Bei über einer halben Million Soldaten, und da sind die ganzen anderen Angestellten und Dritt-Dienstleister noch gar nicht mit drin, hat praktisch jeder Amerikaner einen Verwandten oder zumindest Bekannten der von diesem Monstrum "amerikanisches Militär" gesäugt wird. Da die Amerikaner für ihr Militär expotential mehr ausgeben als jede andere Nation würde eine Reduzierung ja nur maximal eine Angleichung an andere bedeuten, aber das passt nicht in die Welt der Amerikaner. Wenn einer einen Stein auf einen Ami wirft, dann muss als Antort zumindest ein Airstrike folgen - weniger geht einfach nicht und das benötigt eben viele viele viele viele viele Dollars.

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redbayer 25.02.2014, 09:12
27. Das war schon lange überfällig

die Obama Administration vollzieht damit nur eine Konsequenz, da der amerikanische Krieg gegen die Welt un d die (angebliche) eigene Sicherheit, inzwischen ganz andere Mittel kennt und notwendig macht.

Der "Cyber War" mit globaler Überwachung und Manipulation der Kommunikation weltweit, ist heute der eigentlich Kriegsschauplatz. Er zahlt sich wirtschaftlich aus und erstickt jeden Widerstand schon im Keim.
Nur dort, wo sich trotzdem Widerstandsgruppen bilden, muss man noch militärisch eingreifen, aber auch da ist es viel besser satellitengestützt Drohnen weltweit einzusetzen und die jeweils Widerspenstigen binnen weniger Stunden zu eliminieren.

Die letzten großen Einsätze wie im Irak oder Afghanistan haben deutlich gezeigt, wie unsinnig massiver Militäreinsatz ist (vorher bereits in Vietnam). Man erreicht seine Ziel viel besser, wenn man von außen her, das durchsetzt was man will (siehe Pakistan, mit laufenden Drohnenangriffe, einschl. Bin Laden).

Wenn also der "Friedensnobelpreisträger" Obama die Nettigkeit begeht, die Militärmannschaften zu reduzieren und gleichzeitig den Cyber War (NSA und Konsorten) stark ausweitet (hunderte Milliarden), dann ist das nur konsequent; das werden irgend wann auch die Republikaner kapieren.

Die Deutschen kapieren dagegen sowieso nichts. Die stürtzen sich wieder in imperialistisch & militärische Abendteuer (à la Steinmeier), siehe Afrika und Ukraine.

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Bert99 25.02.2014, 09:17
28. Militär verkleinern klingt doch gut,

schaut man aber mal genauer hin wird die Welt dadurch eher noch kriegerischer werden.
Amerika hat längst begonnen ihre Strategie umzustellen.
Oder warum setzen sich "plötzlich" unsere devoten Amerikavasallen Gauck, Steinmeier und von der Leyen für weltweite Einsätze der Bundeswehr ein?
Amerika setzt stärker auf Überwachung/ Spionage, Drohnenangriffe und Geheimarmeen. Besser fürs Image, kaum kontrollierbar...
Und militärisch werden nun verstärkt andere Länder für ihre eigenen Zwecke eingespannt...wir springen doch gern ein für unsere Freunde

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Dr_EBIL 25.02.2014, 09:20
29. Die große Schweiz ist dagegen.

Zitat von noer
Da werden sich die NATO-Partner aber weniger freuen. Auch für Deutschland wird das neue Anforderungen in der Sicherheitspolitik bedeuten.
Ach ja? Wo denn? Das ist doch nur ein Strohmannargument, damit man den deutschen Vasallen noch mehr laufende Kosten am US-Imperium aufbürden kann. Deutschland könnte genauso abrüsten. Auch bei uns gibt es einen wenn auch kleineren Militärisch-industriellen Komplex, zumeist in Bayern. Deutschland ist auf Platz 6 weltweit.

Sicherheitspolitik der NATO bedeutet heutzutage vorallem noch mehr Angriffskriege, beschönigend als "pre-emptive strike" oder "embedded freedom mission". Wir wissen ja alle, was uns "deutsche", transatlantische Politiker wie Steinmeier, Merkel und Van der Leyen neulich erzählt haben:

Deutschland müsse in noch mehr Kriegen mitmachen, noch mehr Söldner schicken. So haben sie das natürlich nicht gesagt. Sondern es wurde orwellisch gecodet: "Deutschland müsse mehr Verantwortung übernehmen für die Sicherheit". "Verantwortung" und "Sicherheit - das klingt toll! Das will doch jeder.....

Nein, falsch! Die Mehrheit der Deutschen will kein Büttel und Hilfstruppe für die USA sein. Niemand hier will beim nächsten Vietnam oder Irak der USA dabei sein, ausser natürlich ein paar korrupte Politiker und vornehmlich bayrische Rüstungsunternehmen.

Über Republikaner braucht man nicht mehr zu reden. Die sind total durchgeknallt. Wären die an der Macht, hätten wir den Faschismus schon in USA. Deshalb wird nächste Wahl wieder ein Demokrat gewinnen. Das wird langfristig aber nichts helfen, denn das kleinere Übel ist trotzdem übel und korrupt. Der erste Poster hat das Offensichtliche schon geschrieben. Wir haben keine Demokratie mehr, schon lange nicht mehr. Statt dessen haben wir Oligarchen/Plutokraten wie in Rom zu Zeiten der Caesaren, heute versteckt hinter großen Unternehmen als deren Besitzer. Die führen natürlich gerne Kriege für ihren eigenen Ruhm, um Angst und Schrecken zu verbreiten (shock and awe) - und für ihren Geldbeutel, um über gigantische Kriegs- und Rüstungsausgaben Steuergelder abzugreifen.

Alleine, dass sie keine Flugzeugträger streichen, ist schon sehr bezeichnend. Das sind in den nächsten Jahren über 50 Mrd. $. Und für was brauchen sie die? Oder es gibt neue Panzer, die selbst die Landstreitkräfte nicht haben wollen. USA hat schon den größten Panzerfriedhof der Welt usw.

Wenn in USA über Defizit und vielendes Geld für soziale Ausgaben gejammert wird von den Republikanern, aber auch vielen Demokraten leider, immer daran denken, dass das Verteidigungsministerium über 8 Billionen $ (echte dt. Billionen) nicht ausweisen kann (will), wo die geblieben sind.

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