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US-Militärschlag gegen Assad: Israel unterstützt Obamas Syrien-Kurs
REUTERS

Barack Obama will Assads Regime mit einem Militärschlag nicht nur warnen, sondern ernsthaft schaden. Unterstützung bekommt er jetzt aus Israel. Denn dessen Premierminister Netanjahu rechnet offenbar nicht mehr mit einem syrischen Gegenangriff auf sein Land.

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westenmax 05.09.2013, 18:29
1. Regimeende

Wenn sich Israel tatsächlich intensiv an einem Regime-Sturz beteiligt, wäre das zum einen kaum hilfreich und zum anderen extrem riskant. Das gefühlte Problem #1 für jeden Araber ist schließlich Israel. Die syrische Armee bekäme sicher vollstes Verständnis, im Begriff des Untergangs auch Spezialgeschosse Richtung Westen zu verschießen. Wenn ich in Israel leben würde, hätte ich vor solchen Äußerungen, trotz Iran-Krise, ordentlich Angst. Besser wäre es, die USA auf beginnende Friedensverhandlungen zwischen den syrischen Kriegsparteien zu drängen. Das würde zum einen zehntausenden Syrern das Leben retten, und eine Möglichkeit schaffen, Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen. Vielleicht auch auf die Abrüstung des Gift-Arsenals im Nachbarland und Respekt beim Verhältnis zum Iran. Leider hat sich Israel in den letzten Jahrzehnten in Punkto arabische Konflikte als plumber Störenfried gezeigt. Es wird Zeit, das zu ändern.

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Lesender01 05.09.2013, 19:08
2. Die beiden Freunde wollen ...

gemeinsam für Menschenrechte kämpfen? Für Grundrechte a´la Recht auf Eigentum, Territorium und Leben sowie der Einhaltung demokratischer Grundrechte? Das braucht wohl nicht kommentiert zu werden. Beweise wurden angekündigt, erreichten jedoch nie die UNO. Vielmehr werden schon mal gemeinsam Raketentests dort durchgeführt, wo alle einen beginnenden Militärschlag erwarten. Wie geschickt. Die Sonne geht wohl bald dort unter, wo das glänzende Metall ewiger Kriegstreiberei spiegelt. Die Zeiten eigenmächtiger Ignoranz von Weltorganisationen ist bald vorbei. Die VR Chin. braucht nur die Kredite aufzulösen und die Weltmacht ist zahlungsunfähig. So einfach geht das.

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agua 05.09.2013, 19:42
3.

Die große Einigkeit konnte man schon bei den Raketentests vor ein paar Tagen beobachten.Obama schwebt Frieden vor durch diese Aktion des Krieges.Es war von zwei Tagen des Angriffes die Rede,nun sind es 60 Tage mit 30 Tagen Verlängerung bei Bedarf.Syrien wird plattgebombt werden und nicht nur.Es geht auch um den Iran und dieser ist auf Seiten Syriens.Dieser Krieg wird keinen Frieden bringen,weil es viele Beteiligte und Interessen gibt und genau das unterschätzt Obama,oder er nimmt es in Kauf,genauso wie all die anderen,die unter dem Vorwand von Humanität alles tun, um diesen Krieg durchzuführen!

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vulcan 05.09.2013, 19:44
4.

Zitat von westenmax
Wenn sich Israel tatsächlich intensiv an einem Regime-Sturz beteiligt, wäre das zum einen kaum hilfreich und zum anderen extrem riskant. Das gefühlte Problem #1 für jeden Araber ist schließlich Israel. Die syrische Armee bekäme sicher vollstes Verständnis, im Begriff des Untergangs auch Spezialgeschosse Richtung Westen zu verschießen. Wenn ich in Israel leben würde, hätte ich vor solchen Äußerungen, trotz Iran-Krise, ordentlich Angst. Besser wäre es, die USA auf beginnende Friedensverhandlungen zwischen den syrischen Kriegsparteien zu drängen. Das würde zum einen zehntausenden Syrern das Leben retten, und eine Möglichkeit schaffen, Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen. Vielleicht auch auf die Abrüstung des Gift-Arsenals im Nachbarland und Respekt beim Verhältnis zum Iran. Leider hat sich Israel in den letzten Jahrzehnten in Punkto arabische Konflikte als plumber Störenfried gezeigt. Es wird Zeit, das zu ändern.
Wie stellen Sie sich denn den Einfluss der USA auf 'beginnende Friedensverhandlungen' vor? Wär doch eher Aufgabe Moskaus, oder?
Israel als Störenfried (plumb??) ...Syrien (und diverse andere) haben schon mehrmals versucht, Israel 'auszuradieren' - glücklicherweise völlig erfolglos, aber sowas vergisst man sicher auch nicht so schnell.
Das Israel sowohl hoch gerüstet ist als sich auch nichts mehr gefallen lässt, kann ich voll verstehen. Das ist eben die Saat, die die in der Vergangenheit hochaggressiven Nachbarn (Syrien, Jordanien, Ägypten, Irak...) gesät haben.

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ein anderer 05.09.2013, 19:48
6. ...

Zitat von sysop
Barack Obama will Assads Regime mit einem Militärschlag nicht nur warnen, sondern ernsthaft schaden. Unterstützung bekommt er jetzt aus Israel. Denn dessen Premierminister Netanjahu rechnet offenbar nicht mehr mit einem syrischen Gegenangriff auf sein Land.
Ist sich die US-Bevölkerung bewusst, ob der Ausweitung des zuvor als Strafmassnahme beworbenen Einmischung hin zu einem Kriegsbeitritt, dass ihr Territorium und ihre Basen dadurch zu einem völlig legalen Ziel würden? Militärische Einrichtungen, jegliche Infrastruktur welche die US-Kriegsmachinerie unterstützt und der gesammte militärisch-industrielle Komplex wären in einem Krieg völlig akzeptierte Ziele. Schaut man die letzten Kriege westlicher Staaten an wie z.B. Irak 2001 oder Libanon, wurde sogar die Wasserversorgung zu einem militärischen Ziel gemacht. Zumindes gab es keine Verurteilung für die Bombardierung solcher Ziele.

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LeonLanis 05.09.2013, 19:51
7. Nun ja,

Zitat von westenmax
Wenn sich Israel tatsächlich intensiv an einem Regime-Sturz beteiligt, wäre das zum einen kaum hilfreich und zum anderen extrem riskant. Das gefühlte Problem #1 für jeden Araber ist schließlich Israel. Die syrische Armee bekäme sicher vollstes Verständnis, im Begriff des Untergangs auch Spezialgeschosse Richtung Westen zu verschießen. Wenn ich in Israel leben würde, hätte ich vor solchen Äußerungen, trotz Iran-Krise, ordentlich Angst. Besser wäre es, die USA auf beginnende Friedensverhandlungen zwischen den syrischen Kriegsparteien zu drängen. Das würde zum einen zehntausenden Syrern das Leben retten, und eine Möglichkeit schaffen, Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen. Vielleicht auch auf die Abrüstung des Gift-Arsenals im Nachbarland und Respekt beim Verhältnis zum Iran. Leider hat sich Israel in den letzten Jahrzehnten in Punkto arabische Konflikte als plumber Störenfried gezeigt. Es wird Zeit, das zu ändern.
meiner Meinung nach verkennen Sie den aggressiven Charakter der Nethanjahu-Regierung. Ziel ist ein zerfallendes, zersplittertes Syrien, ein 'failed state' wie Libyen. Die islamistischen Terrorbanden, die dann in Teilen Syriens herrschen, werden zum einen 'mit links' abgewehrt und bieten zum anderen einen willkommenen Vorwand für "Strafaktionen", die jetzt nicht ohne weiteres möglich sind. Wäre ich also Nethanjahu, so würde ich mich unbedingt an der Zerschlagung Syriens beteiligen, die Obama jetzt offensichtlich plant.

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heidi1-preiss 05.09.2013, 20:26
8. Die Katze ist aus dem Sack

Zitat von agua
Die große Einigkeit konnte man schon bei den Raketentests vor ein paar Tagen beobachten.Obama schwebt Frieden vor durch diese Aktion des Krieges.Es war von zwei Tagen des Angriffes die Rede,nun sind es 60 Tage mit 30 Tagen Verlängerung bei Bedarf.Syrien wird plattgebombt werden und nicht nur.Es geht auch um den Iran und dieser ist auf Seiten Syriens.Dieser Krieg wird keinen Frieden bringen,weil es viele Beteiligte und Interessen gibt und genau das unterschätzt Obama,oder er nimmt es in Kauf,genauso wie all die anderen,die unter dem Vorwand von Humanität alles tun, um diesen Krieg durchzuführen!
Hallo agua,

wie die Washington Post berichtet, hat Kerry am Mittwoch bei einer Senatsanhörung ausgesagt, die "arabischen Länder" haben sich bereit erklärt, für den "ganzen Sturz Assads" zu zahlen und sogar für eine Invasion, wenn die USA die Führung übernehmen. Hauptsächlich sind doch hier Saudi-Arabien und Katar als Geldgeber gemeint.

Kerry wörtlich: "Tatsächlich ist gesagt, sollten die Vereinigten Staaten bereit sein den ganzen Weg zu gehen, so, wie wir es woanders gemacht haben, werden sie diese Kosten tragen. So engagiert sind sie in dieser Sache."

Diese sensationelle Enthüllung zeigt auf, was wirklich die Absichten sind und wer dahinter steckt.

Liebe Grüße

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berlin1234 05.09.2013, 20:28
9.

"Israel stimmt mit Präsident Obama überein, dass der Einsatz chemischer Waffen eine verabscheuenswürdige Tat ist, für die das Assad-Regime verantwortlich gemacht werden muss."

Wer will sagen, dass es nicht ein anderer war? Käme jemand darauf, dass bestimmte Gruppen geführt von anderen Gruppen-
Organisationen-Länder..., im Auftrag und im Ausland eine solche Tat verüben. Ein sinnloser Angriff/Überfall ohne jede Nutzen.
Vorallem es sind falls es je solche Schritte gab misslungene Bekämpfung/Umgang, zu spät und zu undurchdacht versucht. Nicht mal ein Beweis wird ein Angriff rechtfertigen, die Chemiewaffe wurde bereits eingesetzt.

Irgend jemand hat das Zeug da gebaut und verkauft. Bei denen dürfen wir uns auch dafür bedanken...

Irgend jemand versucht aus ein Bär eine Ente zu machen und es klappt einfach nicht. Araber sind halt sowie sie sind. Man kann bestimmte Dinge nicht ändern. Man hat total stabile Regionen (im vergleich zu heute) total destabilisiert. Jaja der Westen hat damit nichts zu tun.

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