Forum: Politik
US-Politik unter Donald Trump: Die fünf Lehren aus dem Kavanaugh-Desaster
REUTERS

Trotz aller Widerstände setzt Donald Trump seinen Richterkandidaten Brett Kavanaugh durch. Der Fall markiert eine Zäsur und ist zugleich exemplarisch für den Zustand der amerikanischen Politik.

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Affenhauptmann 07.10.2018, 09:18
30. Wohin geht der Journalismus

Die Story: Ein Mann soll Bundesrichter werden. Dann taucht eine Frau auf, die ihm nach fast 40 den Vorwurf sexueller Gewalt macht - wohl wissend, dass das nie bewiesen werden kann, aber frei nach dem Motto: Audacter calumniare: Semper aliquid haeret! Verleumde nur frech, es bleibt immer etwas hängen. Und was passiert im deutschen Journalismus? Er tritt die Unschuldsvermutung mit Füssen und impliziert oder schreibt frei heraus, dass die Behauptungen schon stimmen werden. Das ist für mich ein Armutszeugnis des deutschen Journalismus. Stimmen die Behauptungen? Möglich, aber es wird nie bewiesen werden können -und damit gilt die Unschuldsvermutung - auch wenn beim Spiegel dann 1 Tag lang mal kein Anti-Trump Artikel erscheinen würde.

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Mach999 07.10.2018, 09:19
31.

Zitat von B.F.Skinner
Dem ersten Punkt kann ich nicht voll zustimmen. Die Mehrheit der Wähler hat 2016 für Hillary Clinton gestimmt. Trump wurde aufgrund der Besonderheiten des Wahlmänner-Systems Präsident. Ob es tatsächlich zu einem Schub bei den Midterms kommt, wird sich zeigen.
Es stimmt zwar, dass Clinton mehr Stimmen bekommen hat. Aber auch das ist dem Wahlrecht geschuldet, da wir nicht wissen, wer auf Grund des Wahlrechts gar nicht erst zur Wahl gegangen ist, weil in seinem Staat sowieso schon klar war, wer gewinnt. Mit anderen Worten: Das Wahlsystem verhindert jegliche Aussage darüber, ob Clinton oder Trump mehr Wahlberechtigte auf ihrer Seite hatten. Es kann durchaus sein, dass dies Trump war - oder auch Clinton.

Knapp wäre es vermutlich so oder so geworden, und bei einem knappen Wahlergebnis kommt es sogar aufs Wetter an. Einen Erdrutschsieg, der die Präferenzen der Wahlberechtigten eindeutig gezeigt hätte, hätte Clinton ziemlich sicher nicht geschafft.

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ronomi47 07.10.2018, 09:20
32. Peter Scholl-Latour würde sich wohl im Grab umdrehen...

... wenn er die stark emotionalisierte und parteiische Berichterstattung in den deutschen Medien verfolgen könnte. Ist es tatsächlich so, dass wir uns in einem regelrechten Kulturkampf befinden, der nicht nur Amerika, sondern auch die einstmals westliche Welt in zwei unterbittliche Parteien spaltet?

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joes.world 07.10.2018, 09:21
33. Widerspruch zu Punkt 3, 4, 5

Immer ist Trump der Böse. Dass hier die Dems ein Spiel mit einer extrem unglaubwürdigen Anschuldigerin spielten, wird erst gar nicht für Möglich gehalten. Ich empfehle:
https://tinyurl.com/yd777jx6
Hier sieht man eine "Swing vote" Senatorin, die einige der Ungereimtheiten in Dr. Fords Geschichte anspricht. Und so bleibt, was ich schon schrieb: die Dems waren sich nicht zu blöd, einerunglaubwürdigen Zeugin ein Forum zu geben, den Senat damit in ein Schlammloch zu verwandeln, in dem munter gecatched wird und gegen jeden Konsenz und jede Aufrichtigkeit gearbeitet wird. Und den Supreme Court als Institution zu beschädigen. Nur, weil nun die Reps, nach Jahrzehnten, eine Mehrheit haben.

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schaeuferla22 07.10.2018, 09:21
34. Das ist...

Wie der Herr so das Gescherr, sagt man. Aber warum juckt uns dass? In Europa ist es zu langweilig. Haben wir keine Lumpen in unseren Reihen?

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Pfaffenwinkel 07.10.2018, 09:22
35. Diese Rücksichtslosigkeit,

für die Trump und sein Regierungsstil stehen, ist beängstigend. Aber nicht alle Amerikaner sind so, die Vernunft wird letztendlich siegen.

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Atheist_Crusader 07.10.2018, 09:22
36.

Zitat von Gute Miene
Ein Richter, der klar einer Parteilinie folgt und sie zum Maßstab seiner Entscheidungen macht, wird möglicherweise seinem Amt nicht gerecht. Da kann man eigentlich nur zuschauen und auf bessere Zeiten hoffen. Gewählt ist gewählt.
Nur ist es gerade sehr viel unwahrscheinlicher geworden, dass diese Zeiten noch kommen.

Die Republikaner betriben schon länger fleißig Wählerunterdrückung. Ihre letzten Präsidenten haben sie dem Electoral College zu verdanken. Selbst in vielen Red States würden sie keine Mehrheiten mehr bekommen, wenn alle Leute zur Wahl gehen könnten. Also hält man einfach jene vom Wählen ab die wahrscheinlich Blau wählen würden (man das erkennt? u.A. Wohlstand, Hautfarbe, Wohnort).

Die Demokratie wird begraben und je weiter das fortschreitet, desto schwerer wird es sie wieder aus dem Loch zu ziehen.

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egoest 07.10.2018, 09:25
37. USA = Schurkenstaat ???

Es wird Zeit, dass Europa und auch Asien die Konsequenzen zieht und die USA entsprechend sanktioniert. Wie wärs denn mal damit, nicht nur auf den Iran, Nordkorea, Russland etc. sondern in gleicher Weise auf die USA zu reagieren.

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dirk.resuehr 07.10.2018, 09:26
38. Grenzen und Möglichkeiten

Die Möglichkeiten in der Demokratie sind bekannt, wo sind die Grenzen? Das ist die Frage. Trump kennt keine, was wäre, wenn er mit der Willigen Mehrheit die Wahlperioden abschafft und sich auf Lebenszeit installiert? Grenze oder nicht, wo doch die Demokratie so viel aushalten kann. Eben nicht! Sie ist abgeschafft. Selbiges kann uns auch passieren, wenn z.B. ihr Erbstück schreibt, ma müsse als Demokrat auch die AfD akzeptieren, Au weia, das hatten wir schon und haben weiß Gott dafür bezahlt. Empfehle auch Herrn Augstein jun. einmal den Besuch des Bonner Museums für deutsche Geschichte. Seltsam, vielleicht falle ich aus der Art, aber die Bilder der Nachkriegsstädte berühren mich zutiefts. Das brauchen wir nicht noch einmal, Pogrome ebensowenig.
Diese Leichtfertigkeit ist wohl nur rel. jungen Menschen möglich, die keinerlei Erinnerung an die BRD der frühen 50iger haben. Informiert Euch, Ihr Narren!

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florian29 07.10.2018, 09:27
39. Ford glaubwürdig?

Wer sich an das Wo, das Wann und das Wie einer Tat nicht erinnert oder sich permanent widerspricht, wer Zeugen aufführt, die das genaue Gegenteil von Ford bestätigen, der hat für mich genau 0 Glaubwürdigkeit.

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