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US-Präsident: Die vier fiesen Tricks des Donald Trump
AFP

Donald Trump ist eitel und impulsiv - aber auch berechnend. In fast jedem Konflikt folgt der US-Präsident einer Reihe von Verhaltensmustern, die er sich in seiner Zeit als Geschäftsmann antrainiert hat.

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stetsbemueht 10.10.2017, 16:15
1. Wird gerne vergessen...

Trump-Klassiker: Bereits verhandelte Abkommen werden gekündigt, neu verhandelt, weil sie "ungerecht und gemein" seien. Somit ist der im der Vergangenheit bereits mühsam erreichte Vertrag (Kompromiss) die neue Verhandlungsbasis und das Minimum, das er erreichen kann. Beispiel NAFTA. Schlechter Stil, wird Zeit, dass er damit mal richtig auf die Nase fällt. Ähnlich machten es die Briten vor dem Referendum mit dem Druckmittel des Brexits. Bereits Erreichtes wurde nachverhandelt. Und sie haben sogar was rausgeschlagen, auch, wenn es das Volk nicht goutiert hat.

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bikerrolf 10.10.2017, 16:19
2. Pleite-Golfer

Wenn ich in derselben Ausgabe Ihren Artikel über Trumps Verluste in seinen schottischen Golfressorts lese, dann kann diese Taktik ja nicht sonderlich erfolgreich sein. Und auch sonst hat man Trump ja eher mit Pleiten in Verbindung gebracht als mit rauschenden Erfolgen. Dass er es dennoch zum Präsidenten gebracht hat, liegt wohl daran, dass seine Geschäftspartner intelligenter sind als die US-Wähler. Ein schönes Beispiel für die grenzenlose Dummheit der Trump-Fans hat umlängst eine blonde Gina in CNN Newsroom abgeliefert. Das Blondchen, das als Radio-Host an der Westküste ihr Unwesen treibt und ab und zu als Kommentatorin Trump verteidigen darf, hat allen Ernstes behauptet, der zweite Weltkrieg wäre von den Linken losgetreten worden. Auf die fassungslosen Nachfragen der übrigen Drei im Studio, sagte sie, das waren doch die NationalSOZIALISTEN gewesen! Noch Fragen?

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cgmp.camp 10.10.2017, 16:35
3. Nein! Doch! Oohh!

Ich mag Hobbypsychologie. Ehrlich. Jeder Mensch wägt sich in der Sicherheit das Monopol des Wissens für sich gepachtet zu haben. Gilt natürlich auch für mich, deshalb mein Statement dazu ;). Fakt ist, dass die Politik nichts anderes als ein großes Spielfeld derer ist, die meinen mehr zu wissen als andere. Und da das natürlich nicht nur auf nationaler Ebene erfolgt, sondern auch international, kann man hier ganz allgemein vom Wettbewerb sprechen. Und Herr Trump hat sicherlich nicht die Weisheit mit dem Löffel verzehrt, wohl aber hat er es geschafft im wirtschaftlichen Wettbewerb mit seiner Art und Weise ein Millionen schweres Imperium aufzubauen. Und letztlich wurde er sogar Präsident. Aus meiner Sicht also Summa sumarum alles "wettbewerbstechnische" richtig gemacht. Man (ich) kann es ihm daher schwer verübeln, dass mit seinen erlernten Taktiken weitermacht, bis er schließlich scheitert, so er denn scheitert. Erst dann setzen Umlernprozesse ein, die ihrerseits auf Versuch und Irrtum aufbauen. Also, er hat in seinem langen Leben gelernt Wettbewerbe zu führen und für sich zu entscheiden! Eine Analogie zur Politik ist aus vielerlei Hinsicht vorhanden! Die wesentliche Frage sollte daher lauten: "Werden seine Taktiken letztlich gut für das amerikanische Volk sein?" Die Antwort (Wahrheit) mag dann bitte jeder NACH seiner Amtszeit für sich beanspruchen. Diese ganzen unsinnigen (deutsche) Beiträge nerven nur noch und jedes noch so kleine Krümelchen wird als Wissenskuchen verkauft. Macht nur weiter so. Ein paar Leser werdet ihr genauso (ver)blenden wie Trump seine Anhängerschaft oder eben all jene Macht(inne)haber(innen) ihre Untergebenen ;). Merke: "Ein so genanntes Wohlstandssystem bedient sich immer aus dem Verlust anderer Systeme." Und das kann man auch auf einzelne Menschen, die Politik im Allgemeinen oder eben die Wirtschaft beziehen. Im Privaten, wie im Öffentlichen ... Habe fertig!

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Gmorker 10.10.2017, 16:43
4. Funktioniert nur nicht...

Mag ja alles stimmen, aber das Unternehmergebaren (ob man es nun gut oder schlecht findet) funktioniert offenbar weder auf nationaler noch internationaler Ebene. Insbesondere auch die Raubritter-Methoden, derer sich Trump bedient, bei der er Auftragnehmern und Handwerkern nicht die vertraglich zugesichterte Entlohnung zahlt, sondern einen deutlich geringeren Preis bietet oder mit langwierigen Rechtsstreits droht, werden in der Politik eben leicht als Bluff gecalled. Trump agiert aus meiner Sicht so, als wenn es ihm egal wäre, wieviele Menschen auf der Strecke bleiben, hauptsache er hat seinen Willen durchgesetzt. Und wenn die Karre ordentlich in den Dreck gefahren wurde, dann findet sich schon jemand, dem er die Schuld geben kann... Schuld sind ja bei ihm immer die anderen... obwohl er selbst gesagt hat, das der Boss die Verantwortung trägt. Immer.

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derjoey 10.10.2017, 16:54
5. Im selben Raum mit Mr. Trump ist nur Platz für ein Ego.

Zitat von fluxus08
Was bitte schön, wurde in diesem Bericht denn neues beschrieben, was schon tausendmal im Spiegel in allen Variationen niedergeschrieben steht?
Gute Frage, wirklich neue Erkenntnisse bietet der Artikel nicht. Vielleicht ist der Text als Zwischenfazit gedacht, so wie bei einer Sportübertragung: "Für alle, die jetzt erst einschalten, nochmal kurz zusammengefasst, was bisher geschehen ist". ;-)

Zum Artikel selbst: Es ist ja nicht nur fraglich, ob erfolgreiche Methoden der Wirtschaft auf die Politik übertragbar sind, es ist auch fraglich, wie erfolgreich Mr. Trump mit seinen Methoden vor seiner Zeit als US-Präsident tatsächlich schon in der Wirtschaft war. Aus einiger Erfahrung in Verhandlungen kann ich sagen, dass ich nie einen Deal mit Leuten gemacht habe, die herumpoltern, drohen und auf dicke Hose machen, u.a. deswegen, weil ich mit denen noch weitere Zeit verbringen muss und derartiges Gebaren kaum dazu geeignet ist, ein Geschäft nach erfolgreichem Kauf zu führen. Da sind mir professionell ruhige und berechenbarere Personen einfach um Längen lieber.

Aber vielleicht gab es ja den einen oder anderen, der sich in Verhandlungen mit Mr. Trump angesichts dessen aufgeblasenen Egos lieber weggeduckt hat. Nur waren das dann vermutlich keine besonders guten Verhandler. Als Auftraggeber hätte ich denen gesagt: "YOU'RE FIRED!"

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bausa 10.10.2017, 16:57
6. Trump =

The show must go on. Koste es, was es wolle und auf wessen Kosten ist auch egal.

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Ainu 10.10.2017, 17:01
7. Emotional chaotisch

Antrainierte Verhaltensmuster? Sehr witzig! :-) Trump agierte in seiner beruflichen Vergangenheit, und insbesondere nun auch als Präsident der USA, nach seiner jeweils augenblicklichen Stimmung und damit für Außenstehende - und vermutlich auch für seine Familienangehörige - unberechenbar. Er hat die seltene Gabe, emotional gefühllos und ohne Skrupel, sich wie selbstverständlich extrem anders zu entscheiden; so nach dem Motto: Was schert mich mein Geschwätz von gestern. :-)

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Teddi 10.10.2017, 17:01
8. Die vorhersehbare Spannung

Also, diese Einschätzung ist für mich nicht im Geringsten etwas Neues. Trump hat von Kind auf gelernt, durch rücksichtsloses Vorgehen Erfolge zu erzwingen. Er geht über die sprichwörtlichen Leichen. Er benimmt sich wie der Bully in der Schule, wer nicht für ihn ist, kriegt eins auf die Schnauze. Menschen, die so denken wie er, und schwache Mitläufer in der „gang“ sind die Typen, die ihn gewählt haben. An dieser Stelle muss ich wiederholen, dass ich nicht glaube, dass es bei den Wahlen mit rechten Dingen zugegangen ist. Aber ich habe keine Beweise, es ist eher das Bauchgefühl. Die ihn gewählt haben, sind auch die Typen, die keine Fehler zugeben mögen, daher werden sie bis zum bitteren Ende zu ihm stehen. Das bittere Ende wird die Partei zu verhindern versuchen, wegen deren Blamage. Aber wer hoch fliegt, kann auch tief fallen. Die weiteren Entwicklungen könnten noch die eine oder andere Überraschung bereit halten. Es bleibt spannend.

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best.lars 10.10.2017, 17:04
9. Trump off

Aus meiner Sicht fehlt noch Provokation als bewusstes Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und im Rampenlicht zu stehen.

Daher, wie wäre es, wenn einfach gar nicht mehr über Trump berichtet wird. Einfach nichts mehr sagen, nichts schreiben, nichts kommentieren und einfach nur ignorieren. Wir würden uns alle viel Zeit und Aufregung sparen und die Welt wäre ruhiger und nicht viel anders, da Trump nur der allen bekannte bellende Hund ist, aber eben mehr nicht.

Also - Trump off !

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