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US-Präsidentenwahl: Das Gesetz der Serie
AP

Raus mit dem Alten - her mit dem Gegenteil: Nach diesem Credo wählen die US-Bürger seit Generationen ihren Präsidenten. Ein Vorteil für Donald Trump. Und ein riesiges Problem für Hillary Clinton.

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Beat Adler 28.05.2016, 09:11
20. Die kleinen Leute werden von Trump motiviert.

Zitat von HansGnodtke
......Bei den Republikanern war es zwar ähnlich aber die hat Trump mit einem erstaunlichen Instinkt für die Nöte der kleinen Leute so aufgemischt, dass das ihn noch vor wenigen Wochen bekämpfende Parteiestablishment inzwischen hinterher läuft. Damit ist Trump noch lange kein grosser Präsident, aber die Chance einer zu werden, die hat er sich inzwischen erkämpft und deswegen bekommt er sie auch vielleicht vom Wähler. Nicht weil Obama der schwarzen und Trump der rosafarbenen Rasse angehören, sondern weil Trump auf seine potentiellen Wähler gehört hat und Hillary sich von ihrer Zugehörigkeit zur Obama Administration nicht frei schwimmen kann .
Die kleinen Leute werden von Trump motiviert. Gut.

Die kleinen Leute mit ihren Noeten gehen aber gar nicht an die Urnen. Ob das Trump aendern kann, ist anzuzweifeln.

Die 55% der US Stimmbuerger, die tatsaechlich waehlen gehen, bestehen eben NICHT aus den kleinen Leuten in Noeten. Die gehen zu den Trump shows, um sich dort auszutoben. So wie sie die Sport-Stadien fuellen. Ob sie dann auch tatsaechlich am 8. Nov. an die Urnen gehen, um Trump zu waehlen, bleibt abzuwarten.

Die Anti-Trump Bewegung wird immer staerker, NICHT die Pro-Hillary Clinton Bewegung. Das wird ein schmutziger, spannender hauptwahlkampf. Die Medien und ihre Konsumenten, also wir duerfen uns darauf freuen.
mfG Beat

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hajo..1 28.05.2016, 09:13
21.

Zitat von Akonda
...dass Trump Präsident werden könnte! Man kann nur hoffen, dass die Amerikaner klüger sind, als es derzeit scheint.
Wenn Trump Präsident wird, passiert nicht viel. Er muss sich wie die anderen Präsidenten nach dem Großkapital richten, also wie bisher die anderen Präsidenten auch regiert haben.

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salamicus 28.05.2016, 09:15
22. Die Crux ist...

Zitat von johannesbueckler
bis auf die Aussage, dass Donald Trump "dümmlich" sei. Ob er "politisch gefährlich" sei, ist Ansichtssache, aber dumm ist er wohl nicht.
..., dass jeder Trottel meint, jeder Trottel könne Milliardär werden, während die meisten Milliardäre wissen, dass auch fähige Leute mit guter Begabung erfolglos sein können. Wenigstens ist ein Selfmade-Mann wie Trump nicht so anfällig für Korruption und Bestechung. Er kann selber Geld verdienen und braucht keine ominösen Geldkoffer.

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noch_ein_forenposter 28.05.2016, 09:16
23. Wo ist da ein Gesetz der Serie?

Ein Gesetz der Serie kann ich bislang auch nicht erkennen, siehe den Beitrag von Beat Adler. Das ist schlichtweg nicht zutreffend.

Inwiefern Frau Clinton sich als empathisch darstellen könnte, entzieht sich aber auch komplett meinem Verständnis. Wie war das noch nach Gaddafis bestialischer Ermordung: "We came, we saw, he died!". Wie kann man allen Ernstes so jemanden als Präsidentin wollen? Donald Trump ist da vermutlich noch wesentlich empathischer.

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rambazamba1968 28.05.2016, 09:19
24. Ja, Clinton

ist in meinen Augen das größte Problem. Wenn hier eine charismatische Frau stehen würde, die für politische Stabilität antritt, hätte Sie die Wahl bereits gewonnen. Ihr fehlt Charisma und Ihre politische Bilanz in der Vergangenheit ist übersichtlich.
Das größte Problem für Trump werden die eigenen Wähler. Er muss nicht nur die Protestwähler mobilisieren. So etwas ist einfach. Jetzt muss er alle Republikaner hinter sich bekommen. Viel Spaß. Daran wird er scheitern, weil er auf Spaltung gesetzt hat und ich auch 30% der Republikanern unterstelle, Manieren zu haben. Und diese Leute werden ihm nicht die Stimme geben.

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nachdenklichh10 28.05.2016, 09:20
25. Die Einsicht hat gedauert...

Das die Email Affäre und ihre Verbindungen zur Wall Street (Clinton Foundation) ihr zum Verhängnis werden können ist jetzt auch bei SPON angekommen. Glückwunsch war mir fast am Anfang der Kandidatur klar....

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noch_ein_forenposter 28.05.2016, 09:28
26.

Zitat von scharfekante
"Raus mit dem Alten - her mit dem Gegenteil": Dafür steht Hillary Clinton mehr als alle anderen: Denn sie ist eine Frau und ihre Vorgänger waren ausschließlich Männer. Und das ist zugleich ihr Problem, denn die meisten weißen Männer, so auch der Autor, wollen diese wirklich grundlegende Änderung gerade nicht. Viel Erfolg, Hillary!
Inwiefern qualifiziert es Frau Clinton als Präsidentin, dass sie eine Frau ist? Das haben Sie gar nicht erklärt.

Ist sie z.B. empathischer? Nein, siehe ihre Reaktion auf die Ermordung Gaddafis: Sie hat herzlich gelacht. So jemand als Präsidentin ist gefährlich für die Welt.

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Ährengast 28.05.2016, 09:29
27.

Kein Mensch ist das Gegenteil von irgendeinem anderen; das gilt selbstverständlich auch für US-Präsidenten. Das folgt nach den Gesetzen der Logik aus der Tatsache, dass kein Mensch dem anderen gleicht. Von Gegensätzen kann immer nur in Bezug auf eine bestimmte Eigenschaft die Rede sein. Wenn man die nicht spezifiziert, kann man aus jeder beliebigen Reihe von Menschen eine Kette von "Gegenteilen" konstruieren - irgendeine Eigenschaft findet sich immer, bzgl. der Vorgänger und Nachfolger gegensätzlich erscheinen.

Ansonsten ist dies ein komplett apolitischer Erklärungsversuch, vielleicht ganz nett bei ein paar Flaschen Rotwein. Weder trägt es dem Wahlverfahren Rechnung, bei dem zunächst erst mal die Kandidaten von Demokraten und Republikanern gefunden werden müssen, aus welchen dann die Amerikaner "das Gegenteil" das vorherigen Präsidenten wählen. Noch kommt darin vor, dass die US-Bürger insgesamt eine relativ starke Bindung an eines der Lager - Demokraten oder Republikaner - haben. Und wenn "die Amerikaner" tatsächlich nach dem beschriebenen "Gesetz der Serie" wählten, müsste dies dann nicht auch innerhalb der Lager gelten? Ist H. Clinton das Gegenteil von Obama? Ist sie gar, wenn man die Kette etwas zurückverfolgt, das Gegenteil ihres Ehemanns?

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alkman 28.05.2016, 09:33
28. alternative Präsidentensukzession

In dem Artikel ist viel zurechtgebogene Retrospektive. Es hätte alles anders kommen können, wenn Edward Kennedy nach Roberts Ermordung Humphreys Angebot 1968 als Vize angenommen hätte. Dann wären Humphrey/ Ted Kennedy gewählt worden und nicht Nixon/Agnew, und Humphrey starb 1973, und Ted Kennedy wäre ohne eigene Wahl Präsident geworden (ohne Chapaquiddik versteht sich). Dann hätten wir Ford und Carter nie kennengelernt. Etc etc, hätte, wäre, wenn.....

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bammy 28.05.2016, 09:39
29.

Zitat von alaba27
2/3 der Amerikaner halten beide für Flaschen und trotzdem wird es einer von beiden ? Armes Amerika ! Und dabei gilt der US-Präsident als die mächtigste Person der Welt. Ich halte übrigens auch von beiden nichts. Aber es ist kein rein amerikanisches Problem, auch in der deutschen Politik fehlen die Köpfe.
Na die Deutschen halten von ihren Politikern auch nicht viel. Und wählen trotzdem alle 4 Jahre eine Regierung.

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