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US-Präsidentschaftsbewerber: Donald Trump prahlt mit Vermögen von zehn Milliarden Dol
AP/dpa

Wie reich ist Donald Trump wirklich? Der republikanische Präsidentschaftsbewerber hat sein Vermögen nun mit zehn Milliarden US-Dollar angegeben. Doch Zweifel bleiben.

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Atheist_Crusader 16.07.2015, 10:31
50.

Zitat von weiß+blau
Aha, viel Geld sollen sie nicht haben dürfen. Aber Messer und Schußwaffen und ein zwei tonnen schweres, 500 PS starkes ballistisches Geschoß, das dürfen sie haben.. Vielleicht überschätzen sie den enormen Schaden, den viel Geld anrichten kann? Die Gates-Stiftung beweist doch, dass es auch genauso viel Gutes wirken kann. Zudem reiche Leute ihre Kohle tendenziell eher in Luxusgüter und finanzielle Anlagen stecken, anstatt sich politisch zu betätigen.
1. Keine Ahnung, wie Sie auf diesen Unfug kommen.
2. Nein, diesen Schaden kann man nicht überschätzen. Sehen Sie sich nur mal die Lobbyarbeit. Wie Millionen ausgegeben werden um die Gesetze weiter zugunsten der 1% zu pervertieren. Und dann sehen Sie sich den Schaden an, den die Bankenkrise angerichtet hat. Wer wurde dafür je ernsthaft zur Verantwortung gezogen?
3. ...oder eben in politische Kandidaten, die das soziale Gefälle noch weiter ausbauen.

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Münchner MV 16.07.2015, 10:31
51.

Zitat: "Das Wahlkampfteam beklagt sich, dass die Formulare der FEC es gar nicht möglich machten, das Vermögen des Immobilien-Tycoons richtig wiederzugeben. "Der Bericht ist für einen Mann mit dem riesigen Reichtum von Herrn Trump nicht gemacht."" Na wenn man sonst keine Probleme hat. Die Wahl dürfte schon fast entschieden sein, nachdem sich Herr Trump wohl im Vorentscheid durchsetzen wird. Die Demokraten könnten wohl selbst mit einer Katze gegen Ihn antreten und würden gewinnen. Da werden wichtige Wählergruppen vergrault und so überzogen mit dem eigenen Vermögen geprahlt, dass man es nurnoch als abartig bezeichnen kann. Ich hatte eigentlich immer viel von Herrn Trump gehalten - als Geschäftsmann. Aber was er derzeit betreibt, lässt schon einen fast grenzenlosen Realitätsverlust vermuten.

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g0r3 16.07.2015, 10:31
52.

Warum soll das relevant sein?
Geld ist seit jeher nur ein Versprechen, später Waren oder Dienstleistungen im entsprechenden Gegenwert zu erhalten.

Das Problem ist nicht, dass jemand auf viel Geld hockt und es nicht ausgibt. Selbst wenn man das ganze Geld bar auf dem Girokonto hätte, würde es die Bank investieren. Wenn es nicht gerade als Bargeld zu Hause liegt, ist es dem Wirtschaftskreislauf nicht entzogen.

Das Problem ist, dass Superreiche auf dermaßen viel Kapital hocken, das - auch von einem mäßig guten Vermögensverwalter oder gar nicht gemanaged, 8 % Rendite schafft auch ein ETF - in einer solchen Geschwindigkeit weiter wächst, dass es unweigerlich zur Akkumulierung von noch mehr Kapital führt.
Finanziert werden muss das von jenen, die kein oder nur sehr wenig Kapital haben. Denn auch wenn dort die Möglichkeit besteht, Kapitalerträge zu erzielen, sind diese meist so niedrig, dass sie bereits vom einem gemäßigtem Konsumverhalten aufgefressen werden - die Kosten zur Bestreitung des Alltages übersteigen die Kapitalerträge schlicht um Größenordnungen. Alles was über die Kapitalerträge hinaus ausgegeben werden muss, landet über kurz oder lang in den Händen der Superreichen. Ob als Geld oder als Kapital ist erstmal wurschd.

*Das* ist das Problem mit der Verteilung. Das hat übrigens nichts mit Ideologie zu tun, sondern ist ein ein ganz einfacher mathematischer Zwang. Und wenn die Kapitallosen einmal nicht mehr in der Lage sein werden, die Rendite für alle zu finanzieren, wird alles in einem großen Knall zusammenbrechen.

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kjartan75 16.07.2015, 10:34
53. Wie naiv

Zitat von Ganzgeber
Immerhin biedert er sich nicht an und tut so, als wäre er "einer von uns". Außerdem sollte man einen Vorteil nicht unterschätzen: Jemand, der bereits auf 10 Mrd. sitzt, lässt sich nicht so leicht kaufen wie so manche/r deutsche/r Politiker/in, der/die für Geld Vorträge vor Bankern hält und dann zufällig auch jedem Bankenrettungspaket zustimmt.
Es ist doch immer wieder erfrischend, mit welcher Naivität hier manche Leute daherkommen. Gerade solche Männer wie Trump kennen eben nichts anderes, als Leute kaufen und sich kaufen lassen. Sonst wäre er unter normalen Umständen nie an so ein Vermögen gekommen. Aber leben Sie weiter Ihren Traum von reichen Männern, die sich nicht kaufen lassen oder selber Leute kaufen. :)))))))

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grover01 16.07.2015, 10:37
54.

Zitat von Lea S.
Verkäufe? Wer spricht denn von Verkäufen. Enteignen! Ob dann ab Schluss durch den von Ihnen genannten Wertverlust aus 10 Milliarden nur 6 Milliarden werden, die der Allgemeinheit zu Gute kommen, wen stört es dann?
Das hätten sie gerne, all diejenigen die selbst nichts gebacken bekommen. Stehlen statt arbeiten. Unternehmer wie Trump schaffen Arbeitsplätze, und bieten Produkte und Dienstleistungen, die die gesamte Gesellschaft bereichern. Wenn Leute mit Ihrer Meinung an die Macht kommen ist es mit dem Wohlstand sehr schnell vorbei, siehe Venezuela und all die anderen "sozialistischen Experimente". Aber manche lernen es offenbar nie.

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g0r3 16.07.2015, 10:37
55.

Zitat von weiß+blau
Die Gates-Stiftung beweist doch, dass es auch genauso viel Gutes wirken kann.
Die Gates-Stiftung wäre unnötig, wäre eine solche Kapitalakkumulierung von vornherein unmöglich.

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werner-brösel 16.07.2015, 10:42
56. Wirklich schade,...

daß so ein Formular der US-Wahlkommission nicht so recht zum prahlen taugt. Geradeso, als ob jemand mit einem Immobilienbesitz von gerade mal etwas über 50 Millionen schon wirtschaftlich unabhängig wäre...
Der Mann glaubt doch tatsächlich, er habe letztes Jahr 328 Millionen Euro ?verdient?.

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nerdchen 16.07.2015, 10:57
57. Ein bißchen Geschichtsklitterung, oder?

Zitat von micromiller
Sie haben allesamt einen wesentlich besseren Job gemacht als die deutschen Anstreicher, Dachdecker und Politintellektuellen. Sie haben trotz aller Fehler der Welt gezeigt was Menschenwürde, Freiheit und Demokratie ist und uns die Freiheit geschenkt.
Wow! Die Söhne dieser 200 reichsten Familien haben in WW2 freiwillig an vorderster Front gekämpft? Wirklich?

Bisher dachte ich, als Sohn sehr reicher Eltern drückt man sich lieber und behält sein Leben, siehe George W. Bush...

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Banause_1971 16.07.2015, 11:12
58. Da könnte er als Präsident

den Umsturz eines osteuropäischen Landes aus der eigenen Tasche finanzieren. Nicht schlecht!

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h4xx0r 16.07.2015, 11:20
59. Die Geschichte von der Moral...

Ich fang mal so an:
Ein Mensch kann durch seine Tätigkeit eine bestimmt Wertschöpfung vollbringen.
Z.b. steht der Arbeiter bei VW am Fließband und produziert etwas, dass durch seine Tätigkeit einen höheren Wert bekommt. Von dieser Wertsteigerung bekommt er einen Anteil ab. Seinen Lohn.
Die leistbare Wertsteigerung die man vollbringen kann ist aber begrenzt und muss sich an dem orientieren, was die Tätigkeit der Volkswirtschaft genutzt hat.

Tatsächlich ist nicht einfach, pro Jahr eine Wertschöpfung zu vollbringen, bei der der eigene Beitrag in der Wertschöpfungskette der Wirtschaft oder der Menschheit so viel nutzen gebracht hat, das dieser mit 100.000 Euro Jahresgehalt belohnt wird.
Das ist durch können oder Intelligenz durchaus zu erreichen.

Es gibt denkbare Situationen, bei denen man sich vorstellen kann, dass eine Million Euro Jahresgehalt gerechtfertigt sind. Nehmen wir z.B. einen Forscher an, der eine Methode entwickelt eine schwere Krankheit zu heilen.

Aber für über 1 Mio hinaus wird es fast unmöglich auf moralisch vertretbare Weise gehandelt zu haben.
Zumal hier dann auch kaum noch Wertschöpfung stattfindet, sondern nur eine Verschiebung von Werten. Indem man Anderen weniger gibt als es ihnen zu steht oder es anderen wegnimmt - also mit Werten von anderen Menschen hantiert.
Auf diesen moralischen Grundlagen basierend kommen wir zum eigentlich Kern: Donald Trump
Wenn also dieser Immobilienmogul mehrere Milliarden(!!!) besitzt, gibt es keinen denkbaren Weg, nicht mal im Ansatz…mit der jemand auf ehrliche und moralisch akzeptable Weise solche Wert angehäuft haben kann.
Damit sein Anteil gerechtfertigt wäre, müsste er der Menschheit unvorstellbar dienlich gewesen sein oder der Volkswirtschaft Billionen gebracht haben.

Nach den Gesetzen ist dieser Mann kein Verbrecher, aber hohe Moralvorstellungen und Entscheidungen zum Wohle der Menschheit durchzuführen kann man von ihm nicht erwarten.
Damit widerspricht seine Person dem, was sich Wähler von einem Politiker wünschen.
Zum Glück lassen sich die Amerikaner ja nicht durch teure Werbekampagnen blenden und denken etwas tiefer über….oh wait! :(

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