Forum: Politik
US-Präsidentschaftskandidat: Romney unplugged
AFP

Die Peinlichkeiten nehmen für Mitt Romney kein Ende. Das nun veröffentlichte Geheimvideo entlarvt den Obama-Rivalen als zahlenfixierten Technokraten, dem es an Mitgefühl mangelt. Die Republikaner müssen fürchten, ihren einst sicher geglaubten Sieg schon verspielt zu haben.

Seite 5 von 12
marco_s_fogg 18.09.2012, 22:06
40. Ich gönne Obama den kommenden Wahlsieg von Herzen...

...er hat das Amt mit ca. $ 9 Billionen Staatsschulden von G.W. übernommen und in einer Amtszeit daraus $ 16 Bio. gemacht. It`s clearly spinning out of control. And he should take the hit on that...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gnom_vom_dienst 18.09.2012, 22:06
41.

Zitat von grover01
Auf der einen Seite verteilt der Staat großzügig Geld, auf der anderen Seite muss er das Geld aber der freien Wirtschaft entnehmen, womit er zwangsläufig Arbeitsplätze vernichtet. Die Arbeitslosen haben also dadurch geringere Chancen wieder an Arbeit zu kommen.
Aha. Interessante Sichtweise. Dumm nur, daß Steuersenkungen für Unternehmen nie zu mehr Beschäftigten führen.
Was dadurch erreicht wird, ist ein Kurssprung an der Börse (weil mehr Gewinn nach Steuern = mehr Dividende für die Aktionäre), der zu steigenden Erwartungen der Analysten führt, die wiederum (wenn nicht wenigstens deutlich übererfüllt) zu einem Kursrückgang nach den nächsten Quartalszahlen und damit zum einem "Spardruck" führen.
Und wo spart ein Unternehmen? Gehälter der oberen Management-Ebene? Werbung? Nö, Personalkosten.
Weniger Steuern führen mittel- bis langfristig also auch zu weniger statt mehr Beschäftigten.
(Mehr Steuern meist auch, klar. Aber weniger Steuern ist kein Heilmittel gegen den Größenwahn der BWLer...)

Zitat von
Der Wohlfahrtsstaat verschlimmert letztendlich nur die Bedingungen, die er zu bekämpfen vorgibt: Armut und Perspektivlosigkeit. Solange wir das nicht verstehen, werden wir weiter in Richtung Planwirtschaft abdriften, und unsere Freiheit weiter verlieren.
Sicher. Und Manchaster ist ultimative Freiheit, gell?
Wieso jemand, der am Betteln gehindert wird, ärmer ist, wird mir ewig ein Rätsel bleiben.
Einzige Erklärung für mich - Sie persönlich fühlen sich schlechter, weil es weniger augenfällig Elende gibt, die Sie verachten können.
Anders kann ich mir dieses Gegeifer gegen anständige Löhne und eine der wenigen echten Errungenschaften der Sozialdemokratie (den von Bismarck zähneknirschend eingeführten Sozialstaat nämlich) nicht erklären.

Oder aber Sie gönnen den Generationen nach Ihnen die Segnungen dieses Sozialstaates nicht, nachdem Sie kräftig davon profitiert haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Klopsdrops 18.09.2012, 22:08
42.

Zitat von Steuerzahler0815
Die zentralen Sätze: "47 Prozent der Leute werden für den Präsidenten stimmen, egal was geschieht. Diese 47 Prozent sind abhängig von der Regierung; sie glauben, Opfer zu sein; sie glauben, dass die Regierung die Verantwortung hat, sich um sie zu kümmern; sie glauben, dass sie einen Anspruch haben auf Gesundheitsversorgung, auf Essen, auf Wohnen, auf alles mögliche. (...) Diese Leute zahlen keine Einkommensteuer (...) Es ist nicht meine Aufgabe, mir Gedanken um diese Leute zu machen. Ich werde sie niemals überzeugen können, persönliche Verantwortung zu übernehmen und sich um ihr eigenes Leben zu kümmern." Romney spricht mir aus dem Herzen
Witzig dabei, dass Romney selbst sogut wie keine Steuern zahlt und ein mutmaßlicher Steuerhinterzieher ist. Kann mir gut vorstellen, dass der Ihnen aus dem Herzen spricht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Shaft13 18.09.2012, 22:09
43.

Zitat von republikaner81
Ich habe selten so eine einseitige Berichterstattung gelesen. Grausam. Die bösen Republikaner. Meine verehrten SpiegelOnline Redakteure: es verdient viel Mitleid zu welch einer linken Depesche der Spiegel geworden ist. Ich empfehle, dass Sie sich im Wahlkpfteam von Barack Obama bewerben, bzw probieren Sie es doch in unserem Land einmal bei den Linken! Eine ausgewogene Berichterstattung sieht anders aus. Was hat Obama in den letzten vier Jahren bewirkt?
Was soll man denn positives über die Republikaner schreiben?

Die Steuererleichterungen für die Reichen wollen,und Kürzungen bei den Armen.
Die ständig von weniger Staat faseln,aber beim Thema Abtreibungen genau das Gegenteil propagieren.
Zudem denen ein 2 Wochen Alter Fötus wichtiger ist als ein geborenes Baby.
Bei den Alten und Kranken soll gespart werden,aber das Militär,das jetzt schon ein Budget hat wie fast die restliche Welt,soll weiter erhöht werden?
Wo große Teiel der Wählerschaft sich Richtung Christlichen Taliban entwicklen.

Die Republikaner sind leider ein Krebsgeschwür für Amerika.
Da kann der Spiegel halt nicht viel positives schreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hermes75 18.09.2012, 22:17
44.

Zitat von sok1950
Grundsätzlich sollte man überlegen, ob das Mitbestimmungs- und Wahlrecht nicht nur denjenigen zusteht, welche sich an der Gemeinschaft beteiligen. Die ursprüngliche griechische Demokratie basierte darauf, dass nur Bürger mit Grundbesitz ein Mitbestimmungs- und Wahlrecht besaßen. Dies könnte man wieder einführen - vielleicht auf Netto-Steuerzahler bezogen.
Vielleicht sollten Sie sich nicht ganz so weit zurück orientieren.
Wie wäre es mit dem preußischen Drei-Klassen-Wahlrecht?
Dreiklassenwahlrecht
Da war das Stimmgewicht der Bürger von ihren Steuerzahlungen abhängig - super, nicht?

Was Ihnen und Herr Romney noch nicht aufgegangen zu sein scheint,
ist der Umstand dass der Wert eines Menschen sich nicht an seinem finanziellen Reichtum bemisst. Es gibt in jeder Gesellschaft viele Menschen, die wertvolle Arbeit für die Gesellschaft leisten (z.B. Kindererziehung, Pflege von Kranken und Alten, Ehrenamt) ohne, dass sie dafür große Reichtümer erhalten. Trotzdem tragen solche Leute mit Sicherheit mehr zu einer Gesellschaft bei, als superreiche Heuschrecken wie ein Mitt Romney, der etwa soviel menschliche Wärme ausstrahlt wie ein Schneemann.
Der Mann mag ein erfolgreicher Geschäftsmann gewesen sein,
aber in der Politik geht es um Menschen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zak McKracken 18.09.2012, 22:19
45.

Zitat von sok1950
Grundsätzlich sollte man überlegen, ob das Mitbestimmungs- und Wahlrecht nicht nur denjenigen zusteht, welche sich an der Gemeinschaft beteiligen. Die ursprüngliche griechische Demokratie basierte darauf, dass nur Bürger mit Grundbesitz ein Mitbestimmungs- und Wahlrecht besaßen. Dies könnte man wieder einführen - vielleicht auf Netto-Steuerzahler bezogen.
Wenn man sich nach der guten alten Zeit sehnt, in der bestimmten Bevölkerungsgruppen die Bürger- und Menschenrechte aberkannt wurden, muss man nicht nach Griechenland und in die Antike zurückblicken.
Das ist hierzulande keine 80 Jahre her.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
guntert 18.09.2012, 22:20
46. In der Sache hat er doch Recht!

Der Mann ist einfach zu ehrlich! Fakt ist: Es gibt keinen palästinensischen Politiker, der an einer friedlichen Lödung interessiert wäre und keinen Arbeitslosen, der nicht Obama wählen wird!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Shaft13 18.09.2012, 22:23
47.

Zitat von guntert
Der Mann ist einfach zu ehrlich! Fakt ist: Es gibt keinen palästinensischen Politiker, der an einer friedlichen Lödung interessiert wäre und keinen Arbeitslosen, der nicht Obama wählen wird!
Was für ein Unsinn.
Schauen sie sich mal die ganzen rednecks in den Südstaaten an.
Da sind Millionen Arbeitslos und alle sind beinharte Republikaner Wähler.
Oder gibts in Texas keine Arbeitslosen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Klopsdrops 18.09.2012, 22:25
48.

Zitat von guntert
Der Mann ist einfach zu ehrlich! Fakt ist: Es gibt keinen palästinensischen Politiker, der an einer friedlichen Lödung interessiert wäre und keinen Arbeitslosen, der nicht Obama wählen wird!
Er hat aber nicht vor 5 oder 6% der Bevölkerung in den USA gesprochen, die arbeitslos sind, sondern von 50% der Bevölkerung, die trotz Arbeit so wenig verdienen, dass sie nicht mal in den Besteuerungsbereich kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KommenTatort 18.09.2012, 22:29
49. danke

Zitat von Hermes75
Vielleicht sollten Sie sich nicht ganz so weit zurück orientieren. Wie wäre es mit dem preußischen Drei-Klassen-Wahlrecht? Da war das Stimmgewicht der Bürger von ihren Steuerzahlungen abhängig - super, nicht? Was Ihnen und Herr Romney .......
ihr Beitrag gefällt mir gut.

Die monetäre Fixierung mancher Leute ist unglaublich. Als wäre Geld der wichtigste Wert der menschlichen Existenz und deshalb das logische Zentrum menschlicher Gesellschaftsstrukturen. Aber derartiges Denken liegt leider schwer im Trend, insbesondere bei Politikern. Romney ist da eher die Regel als die Ausnahme...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 12