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US-Präsidentschaftswahl: Clintons Wahlkampfmanager kündigt Beteiligung an Neuauszählu
REUTERS

Die chancenlose Grünen-Präsidentschaftskandidatin Jill Stein lässt das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl im US-Bundesstaat Wisconsin prüfen. Nun gab Hillary Clintons Wahlkampfmanager bekannt, den Vorgang zu unterstützen.

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KingTut 26.11.2016, 19:45
10. Auch Trump sollte den Vorgang unterstützen

Es ist gut, dass diese Neuauszählung ergebnisoffen durchgeführt wird. Wenn ich Trump wäre, dann würde ich diese Aktion sogar unterstützen. Denn es muss auch in seinem Interesse sein, dass es nicht den geringsten Zweifel an der Rechtmäßigkeit seiner Wahl gibt.

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wire-less 26.11.2016, 19:48
11. Denkbar ist das schon

Zitat von wll
Aufgrund einer vagen statistischen Abweichung wird jetzt gleich von möglichen Manipulationen gesprochen. Selbst der Urheber der Berechnungen hat betont, für die Abweichungen gebe es auch andere Erklärungen, z. B. demografische Unterschiede. Aber die politische Linke in den USA klammert sich mittlerweile wohl an jeden Strohhalm, auch wenn sie dadurch ein noch so erbärmliches Bild bietet. Immerhin räumt das Clinton-Lager ja selbst ein, dass sie keine Anhaltspunkte für etwaige Manipulationen haben. Fragt sich nur, warum ausgerechnet die chancenlosen Grünen jetzt einen Recount anstrengen. Die Demokraten sollten endlich ihre Niederlage akzeptieren und sich darauf einrichten, eine möglichst gute Oppositionsarbeit gegen Trump zu leisten. Und zwar da, wo sie hingehört - im Kongress. Dann schaffen sie es hoffentlich, Trump bei der nächsten Wahl in die Wüste zu schicken. Und vielleicht ist dann sogar mal eine Reform des bizarren Wahlsystems drin, auf dass derjenige gewinnen möge, der auch die meisten Wählerstimmen auf sich vereinigt...
wer sich noch an den Skandal bei der Münchner CSU erinnert in dem da munter Wahlzettel ausgefüllt wurden ...

Muss ja nicht Trump gewesen sein. Reicht ja ein Operator/Softwareentwickler der meint ein paar Prozent fallen 'eh nicht auf. Auch fehlerhafte Software ist nicht ungewöhnlich.

Kann aber natürlich auch sein das Trumpwähler überdurchschnittlich gerne Wahlcomputer nutzen.

Ich würde als Staat bei so starken entscheidenden statistischen Ausreißern immer nachgucken ob alles passt.

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darthmax 26.11.2016, 19:48
12. Erstaunlich

dass das Wählerstimmen auszählen in den USA immer so kompliziert ist.
Andererseits müssten dann auch in Minnesota und New Hampshire Nachzählungen erfolgen.

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Jarek M 26.11.2016, 19:52
13. @2

@2

Das Wahlmännersystem ist nicht undemokratisch. Im Gegenteil - in solch riesigem Staat, Bundesstaat wohlgemerkt, wie die USA, muss man für die "Kleinen" gewissen Stimmenausgleich schaffen. Sonst kommt es nur auf die großen Staaten an und alle touren nur die Ostküste, Kalifornien und Texas.

BTW, Clinton hat mit 3,5 Mio Stimmen die Wahl in Kalifornien gewonnen. Denn Rest gewann Trump.

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nach-mir-die-springflut 26.11.2016, 19:54
14. Der Bundesstaat macht den Unterschied

Zitat von FischerKielSchwerin
Das finde ich gut, allerdings ändert es nichts an dem zutiefst undemokratischen Wahl(männer)system der USA. Clinton und Gore hatten mehr Stimmen, sind trotzdem keine Präsidenten geworden, weil eben NICHT jede Stimme zählt. Wird vielleicht mal Zeit, dass echte demokratische Wahlen in den USA stattfinden dürfen und sie die sogenannten Wahlmänner einfach mal abschaffen. So ein Unsinn...
Es geht nicht um die "popular vote", das heißt um die absolute Zahl, wer landesweit die meisten Stimmen bekommen hat, sondern es geht um die einzelnen Bundesstaaten. Wer den Bundesstaat gewinnt, erhält alle Stimmen der Wahlmänner, während jeder Bundesstaat eine andere Menge an Wahlmännern hat. So kann dann ein Unterschied im Ergebnis zwischen relativer Anzahl Wahlmänner und absoluter Zahl der "popular vote" entstehen. Daran ist erst einmal nichts so grob un-demokratisch, der Weg über die Wahlmänner stellt eine Art Indirekt-Wahl dar wie hierzulande, auch wenn nicht in Gänze zu vergleichen, bei Kanzler und Bundespräsident. Bei Al Gore ging es um den Bundesstaat Florida, in ihm um einen bestimmten Stimmbezirk. Das Demokratische relativiert sich, wenn die Superdelegiertenwahlmänner politische Interessenvertreter sind. Die Neuauszählung von Stimmen zu bestimmten Bundesstaaten wirkt in dem Fall fragmentierend, denn es gab bereits Wahlbetrug im Allgemeinen, an Sanders vonseiten Clintons im Speziellen. Den einen scheren wollen, den anderen nicht, macht ein verzerrtes Bild. Während das Supreme Court 2000 die Neuzählung von nur einem Stimmbezirk in Florida verboten hatte, hier aber soll es gleich um mehrere Bundesstaaten gehen. Das Trump-Lager hatte wahnsinnige Panik geschoben, auch aufgrund der rechnergestützten Wahlmaschinen, dass hier die Manipulation stattfinden kann, und Computer-Experten wollen sogar ein Programm zur Manipulation entsprechend installiert gesehen haben. Tatsächlich wäre es besser, einen Papierbeweis bei der Abstimmung zu erwirken, womit dennoch über eine Wahlmaschine abgestimmt werden kann, zum Beispiel via Lochkarten oder einen Lochkontrollstreifen (ähnlich wie die Bonrolle der elektronischen Kasse).

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hugahuga 26.11.2016, 19:58
15.

Zitat von scurrrr
Ist doch für Jil Stein sinnvoll investiertes Geld. Immerhin kommen sie und ihre Partei so mal in den Fokus der Öffentlichkeit, was ja während dem Wahlkampf (leider) nicht erreicht wurde. Ich schätze mal, das wird auch der Grund für die Aktion sein.
Mag sein - allerdings wird sie sicher auch schon vor der Kampagne gute bis beste Beziehungen zu einem der nicht geringen jüdischen Netzwerke gehabt haben. Einzelkämpfer findet man da eher selten. Die Vernetzung macht die Stärke - so bei den Medien, in der Wirtschaft und auch sonst.

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nach-mir-die-springflut 26.11.2016, 20:03
16. Der Intuitive

Zitat von held_der_arbeit88
Zur Kampagne: Ich hoffe natürlich das Trump noch verhindert werden kann (Inkompetenz, Klimaleugnung, Kleptokratie, Protofaschismus, suchen Sie sich was aus),
Wenn ich mir was aussuchen kann, dann suche ich mir den Punkt "Klimaleugnung" aus. Trump argumentiert, dass die Klimaveränderungen nicht klar dem CO2 zuzuordnen sind, und dass es vor 100 Jahren einmal eine ähnliche Besorgnis zum Klima gab, da ging es im "global cooling". Was insofern keine Rolle spielt, denn eine Umstellung auf Erneuerbare Energien bricht nach jetziger Herangehensweise jeder Volkswirtschaft das Genick, diesen Genickbruch er natürlich zu verhindern hat, egal ob eine politisch dargebotene Argumentation kausal richtig ist oder nicht.

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broväsor 26.11.2016, 20:04
17. Bärendienst

Wie werden enttäuschte Trump-Wähler reagieren, wenn eine gewonnene Wahl als manipuliert enttarnt werden soll? So sie es denn war. Letztlich müsste auch in den restlichen US-Staaten nachgezählt werden, da doch niemand weiß - nicht mal die drei jetzigen Staaten betreffend - ob tatsächlich manipuliert wurde. Mir scheint
- bei allem Verständnis für die sehr, sehr enttäuschten und nicht verlieren könnenden Demokraten, dass es letztlich nur darum geht, Trump, wie auch immer, verhindern zu wollen. Egal welche Folgen das haben wird. Unruhen? Natürlich alles im Namen der Demokratie, Gerechtigkeit, der man einen Bärendienst erweist.

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also1. 26.11.2016, 20:11
18. Wie haben die das geschafft?

Man fragt sich immer wieder, wie sind die auf den Mond gekommen? Stimmen zählen ist einfacher

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schlaueralsschlau 26.11.2016, 20:13
19. @ kramoar (#1)

Zitat: "Der Pro-Clinton-YT-Kanal Vox hat vor der Wahl erklärt, wieso sich Donald Trump total lächerlich macht, wenn er meint es sei möglich, dass die US-Wahl in nennenswertem Umfang manipuliert oder falsch ausgezählt werden könnte: https://www.youtube.com/watch?v=sOgcY8WvVdU. Welch Treppenwitz, dass sich jetzt ausgerechnet die Demokraten an diesen Strohhalm klammern." --- Ich kenne den Kanal nicht und würde mir auf youtube auch keine politischen Informationen besorgen oder Nachrichten anschauen. Aber, wenn es ein Treppenwitz wäre, dann wenn dieses VOX eine Auszählung bezahlt hätte und vorher sonst was erzählt hat. Muss schon die gleiche Person sein, sonst ergibt das keinen Sinn ;)

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