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US-Präsidentschaftswahl: Donald Trump stellt aggressive, teure Wirtschaftspläne vor
AP

Donald Trump verkauft sich gern als Selfmade-Millionär, aber kann er auch Wirtschaft für ein ganzes Land? An diesem Montag stellt er sein Programm vor. Experten warnen, vor einem "Gemetzel" und zerpflücken sein Wirtschaftsteam.

Seite 18 von 25
denn76 08.08.2016, 13:34
170.

Zitat von Robeuten_II
"Donald Trump verkauft sich gern als Selfmade-Millionär, aber kann er auch Wirtschaft für ein ganzes Land? " Sigmar Gabriel ist Lehrer, und kann ganz offensichtlich NICHT "Wirtschaft für ein ganzes Land", s. seine seltsame Auffassung rechtsstaatlicher Gepflogenheiten bezüglich Tengelmann/Edeka. Lieber SPON, es wäre schön, wenn Ihr ähnlich viel Energie in die kritische Würdigung der aktuellen Politik der Bundesregierungsdarsteller stecken würdet, als hier über jemanden zu schreiben, der noch nicht einmal in Amt und Würden ist.
Was sollen immer diese falschen Behauptungen. Schnell mal die Suche auf der Spiegel Seite angeworfen, und jede Menge Artikel zu diesem Thema gefunden.

Was fehlt Ihnen denn da? Lesen müssen Sie das aber schon selbst...

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hibiscusneu 08.08.2016, 13:35
171.

Zitat von Bellerophon1
Mal wieder typisch Trump Anhänger: Ich mache die aktuelle Welt ganz schlecht, so dass Obama nichts geleistet hat. Die Arbeitslosigkeit liegt aktuell bei 4,9%. Höhren Sie doch auf einfach irgendeinen Unnsin zu erfinden, nur weil es Ihnen grad ins Argument passt. Die Staatsverschuldung ist im Zuge der Folgen der Krise natürlich nach oben gegangen, aber im Gegensatz zu anderen Ländern, wo es absolut nichts gebracht hat, wächst die USA und fallen die Arbeitslosenzahlen massiv.
Die Arbeitslosenzahlen sind in jedem Land getrickst - in den USA aber wohl am meisten. Will man sich einen wirklichen Einblick in der Beschäftigungsstruktur machen dann betrachtet man die Entwicklung der "labour force participation rate". Die lag in den USA in den 90iger Jahren und bis 2008 bei über 66% seither ist sie kontinuierlich auf unter 63% gesunken. Man registriert sich in den USA halt nicht als Arbeitsloser wenn es nichts bringt.

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Halfstep 08.08.2016, 13:38
172.

Zitat von reinerotto
[Ein Self-Made-Milliardär] sollte eigentlich von Wirtschaft mehr Ahnung haben, als z.B. eine studierte Ärztin vom Militär.
Es gibt einen m.E. wesentlichen Unterschied zwischen Trump und von der Leyen: sie ist lernfähig.
Sehr lernfähig sogar. Trump verkörpert das andere Extrem (merkbefreit, beratungsresistent).

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CommonSense2006 08.08.2016, 13:38
173.

Zitat von plleus
Nun gut, und wieviel Firmen mit einem Gewinn von über 10 Mil. USD zahlen nun tatsächlich 35%? Und noch einmal, wieviel % der Firmen zahlen überhaupt Steuern? Das war meine Frage, nicht 'ob' US-Firmen Steuern zahlen.
Zu Frage 1: Wahrscheinlich kaum eine aber woher soll ichdas genau wissen? Das wird niemand genau wissen, denn erstens zahlen die Firmen nur Steuern, wenn sie auch profittabel sind und zweitens haben natürlich dir größeren Firmen auch mehr Möglichkeiten, ihre Gewinne im Ausland anfallen zu lassen.

Zu Frage 2: Auch das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, weil Firmen, die keine Gewinne erwirtschaften, ben keine Stuern zahlen müssen.
Aber ich würde mal davon ausgehen, dass die allermeisten Steuern zahlen, weil ihnen sonst der IRS vor der Tür steht. Und das war mein Hinweis: wenn die offiziellen Einnahmen 400 Mrd US$ sind, werden wohl kaum die meisten Firmen in der Lage sein, die Steuern zu umgehen. Ein paar grße, spektaukläre Fälle gibt es, aber das reprsentiert nicht die Mehrheit aller US-Firmen.

Und, worauf genau wollen Sie hinaus?

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hibiscusneu 08.08.2016, 13:43
174.

Zitat von muellerthomas
nö. Das stimmt ja einfach nicht. Die Gesamtschuldenquote (Staat+Privathaushalte+Unternehmen) ist in den USA leicht höher als in Deutschland und niedriger als in China. Die pruvate Schuldenquote ist seot 2009 massiv gesunken. Und die Staatsschuldenquote liegt mit knapp über 100% nun auch nicht exzessiv hoch, zumal ein Teil der Anleihen bei der Fed liegt, die ihre Zinseinnahmen an das Finanzministerium überweist. :-) ja, ja, wenn einem die Zahlen nicht gefallen, wird manipuliert. Also seit Anfang 2010 sind über 14 Mio. neue Jobs entstanden, auch im verarbeitenden gewerbe werden - im Gegensatz zur Zeit unter GWB - wieder Arbeitsplätze geschaffen. Von enormer Arbeitslosigkeit kann einfach nicht die Rede sein. Die Quote liegt nach international üblicher Methodik bei 4,8%. Na welche Spekulationsblasen denn? Nenne Sie doch mal ganz konkret welche.
Die Gesamtschuldenquote in China,Deutschland, USA ist in etwa gleich hoch - so bei ca 280% des BIPs. Rekordhalter im negativen Sinn sind da die Niederlande und Irland mit über 600% Auch eher schlecht liegen Dänemark und Japan (über 500%) oder UK (über 400%) Besonders gut steht Russland da : unter 100%

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Spiegelkritikus 08.08.2016, 13:43
175.

Zitat von Tikal69
Eine dumme Frage. Sind das die gleichen Wirtschafts-Experten, denen wir die horrende Verschuldung, die enorme ungleiche Verteilung der Vermögen, die enorme Arbeitslosigkeit und all die hübschen Spekulationsblasen zu verdanken haben?
Nein, das sind natürlich die von Obama bzw. jene, die er von den eigentlich Herrschenden: Wallstreet, militärisch-industriellem Komplex und Multis, gestellt bekam.

Clinton dient den gleichen Herrschaften und wird ebenfalls deren "Experten" beschäftigen.

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malledoc 08.08.2016, 13:49
176. Stinkefinger

Das Trumps Wirtschaftsprogramm - so wie es hier referiert wird - nicht klappt ist völlig belanglos. Der abgehängte Teil der Bevölkerung, der "white trash", die die den Neoliberalismus nur noch als zynisch empfinden, werden entweder gar nicht wählen oder den Stinkefinger zeigen, sprich Trump wählen. Egal was passiert.

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Celegorm 08.08.2016, 13:50
177.

Zitat von Salomas
Wikipedia: "From 1974 to 1976, Morici taught at Augsburg College in Minneapolis". Es ist ein College der Evangelical Lutheran Church in America. Ein College ist in etwa einzuordnen als Berufsschule. Der US-Ökonom ist also ein besserer Berufsschullehrer.
Wenn man schon anderen vorwirft, selektiv oder tendenziös zu zitieren, dann sollte man besser nicht das Gleiche machen. Es ist jedenfalls rätselhaft, wieso sie da einen Karriereschritt aus den 70er-Jahren (!) hervor heben, als der Mann noch nicht einmal 30 Jahre alt und frischgebackener Doktor war. In dem Alter bereits zu unterrichten ist durchaus passabel in einer akademischen Laufbahn. Dass er seit 1988 Professor der Ökonomie ist, u.a. in Maine und Maryland, und Chefökonom der US-Handelskommission war, verschweigen Sie hingegen grosszügig. Zufall? Wohl kaum. Ganz so ein "kleines Licht" ist Morici offensichtlich nicht, zumindest wohl bedeutend weniger klein als manche Schreiberlinge hier.

Übrigens, was hat Trump eigentlich so gemacht, als er 26 Jahre als war? Also ausser in Vaters Firma herumzuhängen und mit Geld spielen zu dürfen?

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maynard_k. 08.08.2016, 13:51
178. @ themistokles

sie erzählen hier doch einfach irgendwas?! Wieso denn 1 Billionen? Weil ein Peter Morici sagt es "könnte" bis zu einer kosten. Ich habe große Zweifel, dass sie diese Rechnung nachvollzogen haben. Ebenso glaube ich nicht, dass sie die Wirtschaftsexperten Trumps kennen, geschweige denn einschätzen oder gar als Idioten verurteilen können! Und natürlich werden sie auch "anerkannte" Experten finden die diese Berechnung bestätigen. Das Problem ist das Sie, HC oder jeder andere am Ende immer selbst entscheiden kann, wer für ihn ein anerkannter Experte ist. Einfach mal den Ball flach halten ....

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rudi_ralala 08.08.2016, 13:57
179.

Zitat von Celegorm
Das mag sein, bloss welchen Einfluss hat denn die Politik darauf? Dass die herstellende Industrie immer weniger Arbeitskräfte braucht ist nun einmal eine generelle Entwicklung durch den technologischen Fortschritt. In Deutschland hat der Anteil der Erwerbstätigen in diesem Wirtschaftszweig auch stark abgenommen, trotz brummender Industrie und sogar in China verschwinden einfache Industrie-Jobs massenhaft. Das Segment hat darum so oder so kein Potential, weshalb es auch weltfremd ist, davon zu träumen, man könnte da plötzlich wieder Heerscharen am Fliessband beschäftigen wie in den guten alten 60er-Jahren und das erst noch für einen guten Lohn...
Sie haben zwar recht, aber es ist mir dann doch zu simpel. In Deutschland und in der Schweiz z.B. werden immer noch knapp 30 % des BIP's aus der Industrieproduktion generiert. In den USA nur noch
17 %. Und weil Obama erkannt hatte, dass man auf Dauer von Finanz - Luftgeschäften nicht leben kann, hatte der die Reindustrialisierung auf seine Fahnen geschrieben. Passiert ist seitdem nicht all zu viel.
Die amerikanische Industrie, bzw. die Beschäftigten darin sind nur z.T. Opfer des technologischen Fortschritts. Die amerikanische Industrie hat sich das Heft aus der Hand nehmen lassen, weil denen die Quartalsergebnisse wichtiger waren, als Investitionen in die Zukunft. Sie sind schlicht pleite gegangen, weil Sie mit europäischen, japanischen, koreanischen und chinesischen Produkten ncht mehr konkurrieren konnten.
Rappaport "Creating Shareholder Value" 1986.

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