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US-Präsidentschaftswahl: Was für Bernie Sanders spricht - und was nicht
AFP

Donald Trump bekommt einen neuen alten Widersacher: Bernie Sanders setzt auf eine Neuauflage seiner Präsidentschafts-Kampagne von 2016. Kann das funktionieren?

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horstenporst 20.02.2019, 09:15
50.

Zitat von raoul2
Hätte der damals schon zu alte (und für viele US-Amerikaner zu "linke") Sanders zugunsten von Hillary zurückgesteckt und seine AnhängerInnen früh genug aufgefordert, die frühere First Lady zu unterstützen, wäre Trump niemals gewählt worden. Oder noch einfacher erklärt: Ohne Sanders hätten wir jetzt eine kluge (und berechenbare) Frau als US-Präsidentin.
Dieser Vorwurf ist Unsinn. Nur 12% der Sanders-Wähler der Vorwahlen haben für Trump gestimmt. Im Jahr 2008 stimmten 25% der Clinton-Wähler der Vorwahlen bei der Präsidentenwahl für den Republikaner McCain anstatt Obama.

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spadoni 20.02.2019, 09:22
51. claus747

Das stimmt, aber der liebe Donny ist mit seinen 73 Jahren nur geringfügig jünger, wäre also bei Amtsantritt einer zweiten Amtszeit auch schon 75. Bei Trump ist aber nicht NUR das Alter ein Problem!

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kanuto 20.02.2019, 09:24
52. Falsch gedacht

Die Phantasie der Rechten, das die Demokraten ein zerstrittener „Sauhaufen“ wäre, ist völliges naives Wunschdenken. Die Wahrheit ist, das Trump einen tollen Job gemacht hat, seine Gegner zu einigen und alle dem Hauptziel folgen, Trump loszuwerden. Ist ja auch kein Wunder bei dem dämlichen und auch gefährlichen Geschwätz, das Trump so tagtäglich von sich gibt.
All die Punkte, die zur Zeit von Demokraten vertreten werden, haben die Unterstützung der Mehrheit der amerikanischen Wähler.

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chichawa 20.02.2019, 09:38
53. Alterdiskriminierung hin oder her

Sanders und Biden sind gute Köpfe, aber sie werden nicht Amerikas Zukunft sein, ebenso wie es Trump hoffentlich nicht sein wrid. Es braucht deutlich jüngeres Personal.

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kaiser.koenig 20.02.2019, 09:49
54.

Zitat von Erythronium2
Sanders dürfte zu weit links stehen, um eine Chance zu haben, und zudem inzwischen zu alt sein. Überhaupt habe ich den Verdacht, dass ein zu weit links stehender demokratischer Präsidentschaftskandidat (oder eine entsprechende Kandidatin) Herrn Trump womöglich zu einer weiteren Amtszeit verhelfen könnte. Aber das ist natürlich alles Spekulation. Mit einem Sieg von Trump bei den letzten Präsidentschaftswahlen hatte ich ja auch nicht ernsthaft gerechnet.
Gerade ein weit links stehender Kandidat kann gut gegen Trump konkurrieren. Er steht genau wie Trump gegen den "politischen Bürokratenapperat und Filz", wenn auch auf der anderen Seite. Er hat also weitaus bessere Chancen, gegen jemanden wie z.B. Hillary Clinton zu gewinnen, weil er auch die Enttäuschten und Abgehängten am Rande der Gesellschaft (Wutbürger) ansprechen kann. Das wäre etwa so, als ob bei uns in einer Direktwahl des Bundespräsidenten Gregor Gysi gegen einen "blauen Affen" in die Stichwahl gehen würde.
Diejenigen, denen "das System" z.B. durch strukturwandel erst die Arbeit genommen hat, dann aber Knüppel zwischen die Beine wirft (Junk-Job-Sektor statt Weiterbidung/Umschulung in einen zukunftssicheren Beruf) wählen entweder links (wenn sie intelligent sind) oder rechts (wenn sie sich von rechter Hetzpresse beeinflussen lassen), aber nie die Mitte (das System, welches ihnen ein Bein gestellt hat).

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teddyhh 20.02.2019, 09:49
55.

Zitat von horstenporst
Dieser Vorwurf ist Unsinn. Nur 12% der Sanders-Wähler der Vorwahlen haben für Trump gestimmt. Im Jahr 2008 stimmten 25% der Clinton-Wähler der Vorwahlen bei der Präsidentenwahl für den Republikaner McCain anstatt Obama.
Es ist kein Unsinn... denn das Problem waren nicht die Sanders-Unterstützer die Trump gewählt haben sondern die, die den Independent-Kandidaten oder Green Party gewählt haben.. wie hier schon ein Forist sehr deutlich dargestellt hat, haben besonderes diese in den 3 umstrittenen Bundesstaaten dafür gesorgt das dort Trump am Ende die meisten Stimmen hatte..

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colonium 20.02.2019, 10:40
56. Vice Versa

Zitat von teddyhh
Es ist kein Unsinn... denn das Problem waren nicht die Sanders-Unterstützer die Trump gewählt haben sondern die, die den Independent-Kandidaten oder Green Party gewählt haben.. wie hier schon ein Forist sehr deutlich dargestellt hat, haben besonderes diese in den 3 umstrittenen Bundesstaaten dafür gesorgt das dort Trump am Ende die meisten Stimmen hatte..
Mit Verlaub, Sanders Unterstützer haben Clinton in großer Masse nicht gewählt, auch durch Wahlenthaltung, weil Clinton einfach keine überzeugende Kandidatin für sie war und mit der aus ihrem Umfeld orchestrierten Schmutzkampagne gegen Sanders dessen Anhänger nachhaltig verprellt hat.

Ich gehe davon aus, dass jeder Besenstiel gegen Trump besser abgeschnitten hätte als Clinton. Schlussendlich konnte Trump nur deshalb Präsident werden, weil Clinton einfach keine überzeugende Kandidatin war und selbst gegen den unsäglichen Trump Teile der Basis der Dems nicht motivieren konnte sie zu wählen.

Es ist eben so, dass eine Wahl zwischen Pest (Trump) und Cholera (Clinton) nicht sehr motivierend ist und deshalb sollte man das demokratische Establishment schelten, dass die falsche Kandidatin mit unfairsten Mitteln durchsetzte und nicht die Wähler, die diesem unfairen Auswahlprozess die Gefolgschaft verweigerten.

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touri 20.02.2019, 11:02
57.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Wenn Hillary soooo unbeliebt gewesen wäre, hätte sie kaum den Popular Vote (die Aufsummierung aller Stimmen landesweit) gegen Trump gewinnen können. Remember: es war eine verdammt knappe Sache und schließlich waren es nur ein paar tausend Stimmen in Pennsylvanien, die Trump die Präsidentschaft bescherten. Einen Staat, den auch Sänders wohl nicht geholt hätte, wegen des Flächencharakters und vieler ländlicher Wahlkreise. Zumal man auch mit Vergleichen vorsichtig sein muss. Sanders hätte es Trump sicherlich erleichtert, eine "Anti-Commie" Kampagne zu führen. Und wenn im Land der Baseball Cap-Träger irgendetwas verfängt auch und gerade im Bereich der gemeinen Arbeiterschaft - dann mit Sicherheit der Commie-Verdacht. Da kann Sanders noch so viele Studenten in den großen Städten hinter sich versammeln. Amerikanische Arbeiter wählen ja noch nicht mal einen Betriebsrat, wenn das sogar explizit vom Unternehmen selbst unterstützt wird (siehe VW-Werk in Chattanooga Tennessee).
Hillary war sehr unbeliebt, sonst hätte Sie niemals gegen Trump verlieren können. Viele Leute haben sie doch nur gewählt um Trump zu verhindern. Wäre besser gewesen wenn Michelle Obama angetreten wäre, die hätte sicherlich das Rennen gemacht.

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shinobi42 20.02.2019, 11:34
58. Sanders kann sehr gut mobilisieren

Bernie Sanders hat laut eigenen Angaben aus seinem Team allein am ersten Tag rund 350.000 Unterstützer und 150.000 Einzelspenden erhalten. Das zeigt, sie stark sein Rückhalt in seiner Anhängerschaft ist, die sich sicher noch an die schmierigen Tricks des Establishments der Demokraten in der Auseinandersetzung mit Clinton erinnern können.
Vielleicht werden die Amerikaner auch irgendwann die Vorteile eines einigermaßen funktionierenden Sozial-Versicherungs-Systems genießen können, wie wir "linken Bastarde, die vom KKK ausradiert gehören" in Europa.

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xprt007 20.02.2019, 11:53
59. "... dass eine Wahl zwischen Pest (Trump) und Cholera (Clinton) "!!

Zitat von colonium
Es ist eben so, dass eine Wahl zwischen Pest (Trump) und Cholera (Clinton) nicht sehr motivierend ist und deshalb sollte man das demokratische Establishment schelten, dass die falsche Kandidatin mit unfairsten Mitteln durchsetzte und nicht die Wähler, die diesem unfairen Auswahlprozess die Gefolgschaft verweigerten.
Dass Clinton angeblich so verhasst war ist von Trumpisten und Tea-Party-Anhänger und Fox-Propaganda, die immer noch heute sehr viele Unwahrheiten über sie verbreiten. Ihre Meinung ist NICHT repräsentativ und sie haben Negatives, meist erfunden um sie zu diskreditieren.

Es ist nicht Frau Clinton, die im Gefängnis ist, sondern die von diesen Leuten/Medien unterstützen Leuten, die Trump nahe stehen, die schon verurteilt sind, davor stehen oder mit Mueller kooperieren.

Es ist wahr, dass viele Sanders-Anhänger enttäuscht waren, aber sie waren zu keiner Zeit die Mehrheit der Dems. Auch wenn Fehler vom DMC gemacht wurden, hat/hätte sich die lebenslange & "echte" und verdiente demoktratische Politikerin durchgesetzt. Davor, war sie eine erfolgreiche und respektierte [auch von republikanichen Kollegen] Senatorin von New York. "Böse" wurde sie erst als sie sich zur Kandidatin erklärt hat, die eine echte Bedrohung für Trump darstellte.
Sie hat auch nicht ohne Grund 3 Millionen Stimmen mehr erhalten.

Sie können aber die Trumpisten/Tea-Party & Fox-Propaganda weiterverbreiten oder glauben, dass sie "Cholera" war/ist ... auch wenn u.a. zahlreiche & teuere Untersuchungen im Senat/Congress & FBI nichts Justizierbares oder schlimm gefunden haben ... dass sie dämmlicher und unwissender und unfähiger ist als Trump, trotz mehrjähriger Erfahrung und Bildung, dass sie Uran an die Russen im Alleingang verkauft hat [was kein Secretary of State nicht machen kann & was übrigens nie passiert ist], oder dass sie eine Kinderprostitutionsring in einer Pizzeria in Washington betrieben hat und andere Verschwörungstheorien, die sie so böse machen wie der "Pest" Trump. ;)

Ohne alternative Fakten von den obengenannten Quellen über Clinton kann man Trump mit ihr nicht vergleichen.

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